Dienstag, 30. Juli 2013

Neinnein - Mitzi- ich will Dir die schlechte Welt gar nicht zeigen ....

.... Menschen und ihre Haustiere sind ein paar Kapitel für sich. Ich freue mich immer, wenn ich auf meinem nächsten Auftrag einen tierischen Fahrgast gemeldet bekomme. Katze, Hund, Kaninchen, Frettchen, Chamäleon ... egal.
Immer wieder amüsant zu lauschen - wie die Menschen mit ihren Tieren sprechen. Tutituti ... Schnutzibutzi .... wie auch immer. Jedenfalls - sprechen sie zu diesen. Und die Tiere - antworten in der Regel nicht.
Ich spreche auch - zu Tieren. In der Limousine vorzugsweise sofort zu den Hunden - weil die nicht im Käfig sitzen, sondern oft vorne im Fahrgastraum. Sie gucken halt erstmal - und schnuppern rum. Sage ihnen gerne - sie brauchen keine Angst vor mir haben. Und sind herzlich willkommen.  Nur bitte nicht - mit den scharfen Krallen auf die Sitze.
Neulich fuhr ich einen älteren Herrn samt weiblicher Begleitung und seine hübsche, rothaarige Katze zum Tierarzt. Soviel Zuspruch zum maunzenden Wesen - das erfährt mancher Mensch zu Lebzeiten nicht. Irgendwann mußte ich lachen - er sagte immer wieder sowas wie "Muztilein - ist doch alles gut - brauchst Dir keine Sorgen machen". Ich lachte und sagte: "Und was machen Sie wohl  - wenn die Katze Ihnen jetzt antwortet? Sowas wie "Ja - ist in Ordnung - ich bin ganz ruhig." ???"
Kurzes Lachen ... aber wieso eigentlich? Könnte ja mal sein. Wir reden doch auch ständig mit denen .....
Und dann teilte er seiner Katze noch etwas mit wie: "Wir sind ja gleich gleich da - und es ist alles gut. Ich will Dir diese schlechte Welt ja gar nicht zeigen. Wir sind gleich wieder zuhause."
Das hat mich berührt.
Das fand ich - sehr freundlich von dem Mann.
Und immer wieder die gleiche Frage bei mir selbst:
Warum - sind denn soviele "Haustiere" - derart betutttelt und geliebt -
und warum nicht ebenso die Kühe, die Schweine, die Lämmer - die gnadenlos gefressen werden?
Was macht denn da genau - welchen Unterschied?

Eine Taxi-Katze .....

.. als ich gerade zum Halteplatz komme, sehe ich diese Katze, die liegt in der Sonne, genüßlich mit den Augen blinzelnd -  in der Kuhle zwischen Motorhaube und Scheibenwischer-Mulde, also direkt vorm Front-Fenster eines Kollegen mit einem VW-Touran.
Ein Bild für die Götter - und ich muß lachen. Der Kollege, vor dem sie sich derart entspannt niedergelegt hat, ebenso.
Es ist - eine "Taxi-Katze".
Als ich abgestellt habe, erhebt sie sich langsam und kommt rüber zu mir, läßt sich ausgiebig streicheln. Der Kollege kündigt es noch an: "Jetzt kommt sie zu Dir."
Er kennt sie. Sie sei sehr oft hier. Auch im Winter.
Ich kannte sie noch nicht wirklich.

Hatte sie neulich erstmals - schon grinsend - registriert, als sie es sich auf einem Autodach gegenüber bequem gemacht hatte. Und amüsierte mich über die Vorstellung, wie sie es womöglich mit den Krallen bearbeitet.

Frage die Kollegin am Telefon - das informative Gespräch interrumpierend - ob sie diese Katze kenne? Jaja .... kennt sie. Die hat auch schon bei ihr im Auto gelegen.
Eine Katze mit klarer Affinität zu elfenbeinfarbener Lackierung - sowas?!
Mit ohne Halsband.
Vielleicht eine Wilde? Die aber sehr gepflegt aussieht. Allerdings hat sie viele "Beulen" am Körper, wie ich beim Streicheln erfühle. Und wir stehen an einem großen Friedhof - vielleicht eine "Friedhofskatze" ...
Ich will wissen, ob sie hungrig ist - und streue ein wenig Futter aus, minimal.
Der andere anwesende Kollege kommt aus dem Auto und meint - neinnein, ich solle sie lieber nicht "anfüttern". Das wäre nicht gut für die Psyche. Ich frage - warum? Weil die Katzen dann nicht mehr so gerne nach Hause gehen würden. Er hätte selber dreie .... Aha?!! Wieder was gelernt. Ich will sie nicht "anfüttern" - will nur sehen - ob es eine Wilde ist, die eventuell guten Hunger hat.
Die Wilde - putzt sich nochmal fein und wandert dann gen Friedhof ab.
Wie so oft - darf ich mich wundern über die menschliche Verbundenheit zu Tieren - und die Freude, manchmal liebevolle Fürsorge, die uns mit diesen verbindet - und andererseits das rohe, gedankenlose Fressen dieser Kreaturen.

Humor ist ....

.... wenn mensch wenigstens im Nachgang über die Ironie des Schicksals lachen kann.

Am Samstag gehe ich nicht mehr auf die Party, die sicher sehr nett war. Allein die Einladung war schon sehr nett. Nach einem langen Tag bei 35 Grad Bruthitze auf den Straßen der Kolonie - bin ich nur noch müde. Außerdem - kann ich eine weitere Schicht am Folgetag gerade gut brauchen für´s Portemonnaie. 
Ja - daran merke ich, daß ich älter geworden bin: Früher mal hätte ich mich noch auf den Weg gemacht und mir so eine nette Party nicht entgehen lassen. Aber nicht nur, daß mir am Abend jegliche Energie fehlt ... was ja zu akzeptieren gewesen wäre. Am nächsten Tag bin ich vier Stunden draußen - und bekomme eine Fahrt zu 10 Euro in der Zeit. Macht etwa einen Euro die Stunde - wenn die Sozialabgaben runtergerechnet sind.
Ich muß kotzen.

Und beschließe gegen Mittag - daß ich keine Masochistin bin. Stelle ab - und lasse es sein. Bevor es noch weiter zehrt und krank macht. Es ist - wie es ist. Und ich muß halt entscheiden - ob ich mich selbst weiter quälen will - oder ob ich lieber darauf verzichte.

Rufe den Nachtfahrer an - eine Aushilfe für die Urlaubszeit. Sage ihm, er kann früher anfangen, wenn er will. Er will - und freut sich sogar über die Mitteilung.
Gestern erfahre ich - daß er am selben Tag, an dem ich das kalte Kotzen bekommen habe - einen feinen Auftrag bekommen hat - einmal die Lokleitung nach Brüssel zu fahren. Eine 380-Euro-Fahrt - die ich in meiner 9-jährigen Laufbahn noch nie hatte. Ich gönn´ es ihm von Herzen. Und jedem Anderen auch.
Nur manchmal - hätte ich gerne auch sowas.
Zum Glück bleibt mir - immer noch -  ein gewisser Galgenhumor.
Und wenn der erste Schreck überschlafen ist, gehen auch die Lichtlein wieder an.
Überschlafen - auf guter Unterlage und wohlig eingehüllt in seidenweichem Bettbezug.
Hat denn jemand je behauptet, daß das Leben etwa "gerecht" sei?
Seit vielen Monden klebt mir das "Limousinen-Pech" an den Hacken.
Und manches Mal ist es nicht ganz einfach - mich wieder zu "justieren".
Am frühen Morgen gelingt es meistens ganz gut - manchmal sogar besser -
aber wenn dann die ganze Sache wieder mal derart einknickt - wird es schwierig.

Gestern noch unterhielt ich mich mit einem Kollegen darüber - daß wir eine wahrlich große "Frustrations-Toleranz" benötigen. Und wie diese zu bewältigen sei. Er selbst ist Unternehmer -  mit horrenden monatlichen Kosten, um die Kiste am Laufen zu halten. Mit einer Geschichte von Schulden und Burn-Out, über viele Jahre.  Dazu Verpflichtungen - in Form von teuren Unterhaltszahlungen. Wie gut - daß ich kein Mann bin! - denke ich so bei mir.
Und dieser Kollege gab mir neulich viele wertvolle Tips - zur Erinnerung.
Und zur Ent-Säuerung.
Literal.
Also - das Körper-Konglomerat.
Über sich selbst sagt er -  wenn er das nicht alles gelernt hätte für sich selbst und von Anderen, wäre er schon längst nicht mehr hier - sondern an Herzinfarkt oder Anderem verschieden.

Wertvolle Erinnerung - an Vieles, was ich mal gelernt habe - für mich selbst bzw. "autodidaktisch".
Und überraschend auch - wenn Du Dich plötzlich mit jemandem in solchen Themen wiederfindest, von dem Du es vorher nicht vermutet oder "geahnt" hast.

Geld - ist wahrlich eine feine Sache, wenn mensch es hat.
Und wenn nicht - gibt es dennoch vieles, was Gold wert ist.

Und Kotzen - ist auch nicht unbedingt schlecht.
Manchmal sogar erleichternd.
Ja - Kotzen ist geradezu gut.
Besonders, wenn ich höre, daß manche Dumpfbacken 700.000 Euronen pro Monat einfahren, obwohl sie alles in den Sand setzen und nichts für ihre Mitmenschen tun.
Da ist Kotzen geradezu ein segnender Vorgang!
Und nach dem kalten Kotzen wieder drüber lachen zu können - ist das Beste.

Klimakteriums-Philosophie ....

.... "Klimakterium" - klingt fast wie "Bakterium" oder sowas.
Und gestern hörte ich noch in anderem Zusammenhang, daß "Klima" lediglich "Neigung" bedeutet. Es neigt sich also schlicht etwas - woanders hin.

Nach nun langer "Trockenperiode" - fängt das nochmal an mit der Mensis. Neulich noch sehr zaghaft, jetzt wieder deutlicher. Und irgendwie - genieße ich das. Hatte es fast schon vergessen, wie sich das anfühlt. Und quasi vergessen, daß sich die Körperin etwa 35 Jahre lang regelmäßig auf diese Weise "gereinigt" hat. Verrückt, daß es in den meisten Unkulturen als "unrein" gilt, denn m.E. ist das Gegenteil der Fall. Jetzt, wo es nur noch sehr selten vorkommt, scheint es mir geradezu so zu sein, als würden sämtliche Ansammlungen, auch in Form von "seelischen Schlacken", über das Blut gereinigt. Nicht etwa, daß ich es wirklich vermisse - aber dennoch tut es gut, daß es nochmal geschieht.

Und das, obwohl ich das Gefühl habe, mit Bleikugeln zu Boden gezogen zu werden. Oder vielleicht gar ins Erdinnere? Feuchte, kühlende und dunkle Muttererde. Also - klar nach innen. Das "Außen" ist zwar vorhanden - aber es interessiert nicht wirklich. Sozusagen eine "natürliche Meditation". Und - natürlicher Rückzug für eine Weile - in sich selbst. Also - jetzt empfinde ich das so. Früher mal gab´s da ganz andere Phasen. Und lange Zeit, die meiste, in jungen Jahren - habe ich es kaum beachtet. Jetzt - ist es eine Art Genuß. Trotz o.g. Bleischwere und trotz scheinbar schädeldeckensprengender Kopfschmerzen.
Wirklich - ich würde es den Männern mal gönnen, dieses Abtauchen in den roten Körpersaft - nur so, als Erfahrung. Und manchmal wäre ich auch gerne mal ein Mann für eine kurze Weile - weil die wieder Anderes erleben, was ich so nicht kenne.

Mittelchen - kommen für mich nicht in Frage. Ich wundere mich lieber - über das Körperwunder. Bin sicher, würde ich zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen, ich bekäme eine Menge Zeugs angeboten - "gegen" ... Aber ich bin ja - dafür. Dafür, daß der Körper sich selbst reguliert. Ein Wunder!

Schaute neulich per Zufall diese albern-überzogene und dennoch amüsante Serie "Klimawechsel" von der Frau Doris Dörrie auf "Arte".  Mit guter Besetzung. Zuvorderst amüsant-überzogen die köstliche Maren Kroymann als durchgeknallte, nicht nur geldgeile "Botox- und Brust-OP-Fetischistin".

Aber was die "Realität", also das eigene Erleben betrifft - kann ich damit nichts anfangen. Für mich scheint das eher ein "heiliger Vorgang" - also im Sinne von natürlich und "heil".
Belegt mit zahlreichen "gesellschaftlichen Vorurteilen", die mich nicht die Bohne interessieren.
Natürlich gibt es manchmal solche Gedanken-Vorbeiflüge - wie nun "normativ-unattraktiv geworden zu sein". Oder - älter und alt zu werden. Aber letztlich spielt das ja alles keine echte Rolle - und ist eh relativ - wenn es für einen selbst irgendwie paßt.

Und ich sage nicht - daß mir etwa alles passen würde. Im Gegenteil.  Aber - es ist, wie es ist. Und wie es ist - soll es sein. Sonst wäre es ja anders. "Philosophie für Fatalisten" - könnte man natürlich dazu sagen. Oder für Einfältige. Aber auch die Philosophie - ist letztlich wurscht.

Eigentlich weiß ich nur - daß wir alle irgendwann da "ankommen", wo wir hergekommen sind. Und jeder eben nach seinem, ihm mitgegeben Plan. Wer glaubt, etwas ändern zu können und zu müssen - unterliegt dem gleichen Plan - nur, ohne es für sich zu akzeptieren. Denn auch jeder Wunsch nach Veränderung - ist nur ein Teil des Plans.  Ist schon alles "fertig geschrieben" - nur die Einen wissens - und die Anderen nicht. Bei mir steht auf dem Plan - daß ich nicht wirklich etwas zu wissen glaube.  Nicht einmal den Unsinn, den ich schreibe oder anderweitig von mir gebe.

Der Klappermann ....

... führt mir mal wieder meine Vorurteile vor Augen.
Ich bin gerade "abwesend" in Gedanken, obwohl ich die Spitze habe. Ein alter, etwas klappriger und ärmlich aussehender Mann erscheint an der Tür und meint, er wolle nach Dings. Gute Fahrt für mich in mauen Zeiten. Er riecht ein wenig, könnte mal wieder ein Bad nehmen. Und er kratzt sich permanent in regelmäßigen Abständen an der gleichen Stelle seines linken Hosenbeines. Dazu klappert er in regelmäßigen Abständen dreimal heftig und laut mit den Zähnen: Klack klack klack - und kratzen.
Bei mir denkt es kurz: Der sieht aber arm aus. Ob der überhaupt bezahlen kann?  Und sowas wie: Was für ein komisches Leben - mit Zähneklapper- und Kratzzwang.  Vielleicht braucht er ja ein neues Gebiß - und kann sich keines leisten?
Dann fällt mir ein: Ich weiß - gar nichts. Über ihn - oder jemand Anderen. Alles Vorurteile. Während der weiteren Fahrt bemerke ich zwar noch aus dem Augenwinkel sein regelmäßiges Kratzen am Bein, aber es ist nun einfach eine Bewegung. Das Klappern höre ich gar nicht mehr. Gut! So soll es sein. Der Mann verdient den gleichen "normalen Respekt", wie jeder andere Fahrgast auch.
Natürlich bezahlt er seine Fahrt - und gibt sogar noch ein sehr anständiges, großzügiges Trinkgeld. Holt ein feines Bündel Geldscheine aus der Hosentasche. Von wegen "arm".
Vorurteile sind wirklich giftig und verletzend, denke ich.
Und falle immer noch drauf rein - ab und an jedenfalls.

Schwangeres Kalenderblatt

Hatte mir Anfang des Jahres mal einen "Hildegard-Kalender" krendenzt. Manchmal steht was Nützliches auf den Tagesblättern, z.B. zu Steinen oder Kräutern. Manchmal - werfe ich die Blätter sofort weg, wenn sie mit Moralinsaurem aufwartet. Aber dieses hier gefiel mir, eine freundliche Aufforderung zur Kreativität quasi, die ich gerne mal für mich "festhalte":

"Ja, glaubst Du denn, wir würden das Paradies wie ein fertiges Geschenk in den Schoß gelegt bekommen, wir bräuchten uns gleichsam nur hinüberträumen, ohne etwas Eigenes zu tun? Das Paradies ...., die neue Erde mit den neuen Menschen, kann nur durch unsere Arbeit und Mitarbeit entstehen.
Es ist gleichsam so, als wären wir schwanger, als hätten wir ein Kind empfangen. Gott gibt uns die Kraft dazu: Seine Kräfte umwerben und verbinden sich mit uns. Doch austragen und gebären müssen wir das Kind selber. Du weißt, daß die ganze Schöpfung in Wehen liegt und wartet auf die Herrlichkeit der Kinder Gottes." 

Interessant auch diese Visionen von "neue Erde" und "neue Menschen". Uralt sind die. Immer wiederkehrend - bzw. sie haben wohl nie aufgehört. Das Göttliche scheint einfach ein endloser Schaffensprozess - es kann nicht anders. Es spielt - mit sich selbst. Endlose Selbstbefriedigung. Und es wird vermutlich nie "fertig" oder "richtig" sein.
Manche Menschen haben das erkannt, vorzugsweise die im Osten, und sie regen daher dazu an, die Welt nicht ernst zu nehmen. Aber - das macht auch keine Freude auf Dauer. Und ist nur eine weitere Idee, die auch nichts "erklärt". Es bleibt also "schlicht" - mysteriös.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Wie haben die das wohl gemacht?

Ein Kollege hat sich Gedanken gemacht - über den Dom der Kolonie. Er hat ein paar offene Fragen, die er stellt. Immerhin - hätten die Menschen ja gut 750 Jahre an diesem Bauwerk gebaut - bis es - in der jetzigen Form aufwändig erhalten werden muß. Und er fragt sich - ob der Bauplan bereits von Anfang an so vorgesehen war - oder dieser sich verändert habe im Laufe der langen Zeit. Ich kenne die exakte Antwort nicht, aber wir unterhalten uns weiter über´s Bauen und Technik im Laufe der Jahrhunderte - oder Jahrtausende. Er fragt sich - ob die denn damals überhaupt schon in der Lage gewesen seien, so ein "monströses Bauwerk" zu konstruieren? Also - rein technisch, statisch usw. Auch da weiß ich nicht aus sachlicher Perspektive zu antworten - aber die Fragen sind gut.
Und mir fallen spontan die Pyramiden, ganze Maya-Städte und indische Tempel ein, die schon weit älter sind - als dieser Dom und andere Christen-Tempel.
Ich höre mir selbst zu - wie ich sage - ich habe den Eindruck, daß wir in dieser Zeit gehörig für blöd verkauft werden  - wenn ich mir diese noch viel älteren Bauwerke so anschaue. Offenbar - gab es ja die nötigen "technischen" Möglichkeiten - sozusagen Berge zu versetzen. Wie auch immer - ich sage nur noch laut, daß es da vermutlich mehr Optionen gibt, als wir es heute für möglich halten.
Wäre rein logisch - aber das sage ich nicht mehr, sondern denke einfach nur weiter, still.
Es gehen ja diverse Mären von ehemaligen "Hochkulturen" um.
Und ganz falsch können die alle nicht sein - immerhin gibt es ja sogar materielle Überreste.
Manches Mal denke ich - wir scheinen nicht fortzuschreiten, sondern vielmehr atavistisch unterwegs zu sein - was die Nutzung unserer geistigen und sonstigen Fähigkeiten betrifft.

Pein-lich ....

... kommt ja von Pein. Fällt mir eben auf. Eine Pein, die sich aus dem Konflikt ergibt - etwas tun zu wollen müssen - um dann hinterher "fest-zu-stellen", daß die Aktion scheinbar nicht mit den erlernten Mustern harmoniert.
Peinlich war er mir oft, dieser Schreibdrang. Im Nachhinein, nicht, während des Tuns. Das Schreiben geschieht einfach, mühelos. Und es macht ja Spaß, sonst wäre es sinnlos.  Es will irgendwie "entstehen" - Spiel mit Wörtern und Ausdruck, vielleicht ähnlich, wie Bilder malen - oder Musik spielen.
Nur - am nächsten Tag - da ist es mir manchmal pein-lich.
Und der Verstand kommentiert: Wozu soll das gut sein? Hast Du nichts Wichtigeres zu tun? Und vieles mehr.
Er hat keinen Humor. Und ist so konditionert worden, daß Schreiben - wie auch Musik und bildende Kunst - unter "brotlose Tätigkeit" eingeordnet wird. Dazu kommt - daß jede Geschichte relativ ist. Jede Geschichte, ebenso wie jede geäußerte Meinung - kann leichterhand umgeschrieben werden. Ist also - keine "Wahrheit". Sagt der Verstand.
Und er hat ja auch recht - aber "Recht haben" und Freude am Tun bzw. Entstehen-lassen sind eben sehr verschiedenene Paar Schuhe. Die Freude am Tun - mag das einzig Sinnvolle sein in einem Leben. Meinungen und Vorstellungen ... sind nicht von Dauer. Zwar formen sie die Welt mit - aber morgen schon kann alles ganz anders sein - wie sich aus der Geschichte gut ersehen läßt. So ein Moment des Tuns aber - findet ganz woanders statt.
Habe also beschlossen, mich nicht länger den Pein-lichkeiten des Verstandes zu beugen - und einfach diesem Drang nachzugehen, der da offenbar vorhanden ist und seinen Raum will. Schon lange - schon zu Kinderzeiten. Bisher - gedeckelt und unterdrückt durch "erlernten Unsinn". Mit dem man sich wirklich jeden Spaß versagen kann.
Protestantisches Erbe nenne ich das - "Kreativität" war kein Thema im einstigen Clan. Literatur, Musik, bildende Kunst - fanden quasi nicht statt. "Erst die Arbeit - dann das Vergnügen" - also strikte Trennung zwischen Beidem.
Was für eine Verschwendung - Arbeit darf demnach kein Vergnügen sein. Und Bildung - war Luxus.
Hmmhhh ... ich verzichte mal von nun an auf solches Erbe. Gebe es dahin zurück - wo es herkam. Und die sinnlose Pein - gleich mit dazu. Von jetzt an - wird einfach geschruben, was geschruben sein will.  Läßt sich eh nicht unterdrücken. So. Basta. Und: Hallelujah.

Kinderfrage - Papa, was ist ein Wunder?

Ein Vater und seine kleine, aufgeweckte Tochter fahren ein kurzes Stück mit mir mit. Das Mädchen erzählt wie ein Wasserfall, ich lausche nicht den Einzelheiten, amüsiere mich nur darüber, wie sie erzählt - kurzes L.uftschnappen zwischendurch und schon geht´s ungebremst weiter. 
Dann höre ich plötzlich wieder eine dieser genialen Kinderfragen:
"Papa, was ist ein Wunder?"
Der Vater bleibt ihr eine Antwort schuldig - er schweigt dazu - und sie vergißt ihre Frage wieder, plappert munter weiter. .

Sofort beginnt es in mir zu arbeiten - ich schaue bei mir nach, ob ich eine Antwort darauf finde ... eben am Kaffeetisch erst fällt mir eine dazu ein:
Alles - ist ein Wunder. Das ganze Leben.
Hole mein Tagebuch aus der Schubalde und zeichne mit dem Füller ein paar Striche, die zu Worten und zu Geschichten werden. Auf zuvor weißes, unbeschriebenes Blatt. Ein Wunder.
Eiue Figur entsteht aus ein paar weiteren Strichen - und lächelt mich an. Fast scheint diese lebendig, eben geboren. Ein Wunder.

Ich wundere mich - daß ich so lange gebraucht habe - um in einem dieser stillen, raren Momente zu begreifen, daß alles, alles was geschieht - im Grunde ein Wunder ist. Und unerklärlich bleibt. Sogar die scheinbar profanen Verrichtungen, jede Bewegung, die dieses Körperkonglomerat ausführt. Ich bin einfach höchst erstaunt - und beobachte in einer Art Verlangsamung einfach, was als nächstes geschieht. Unaufhaltbar. Ein Wunder eben, lauter Wunder.
Und ich weiß - daß ich keine Antwort habe und auch keine bekommen werde, was genau die treibende Kraft ist, die unablässig Leben und Geschichten erschafft.
Plötzlich - erlebe ich zum ersten Mal so deutlich, was "Schaffenskraft" ist - und meine erlernten Bewertungen verblassen im Nichts. Dachte immer, es müsse etwas "Besonderes" sein - vielleicht ein beeindruckendes Lebenswerk, was immer das sein mag. Aber es ist viel einfacher und gewaltiger. Und es findet in jedem Moment statt. Ist nicht aufzuhalten, ein Perpetuum Mobile. Alles nur dünne Worte - für einen seltenen Moment.
Ich bemerke - daß ich mich seit einem halben Jahrhundert auf  einem Holzweg befunden hatte - was "Kreativität" betrifft. Und das ich mir diese selbst verweigert habe. Allzu oft jedenfalls. Es ist - viel einfacher, als ich dachte. Ein Moment mit offenem Geist - reicht aus. Und schon geschehen wieder - lauter Wunder. Ich hab´s nur nicht gesehen - allzuviel angesammelter "Müll" im Kopf.
Wunderbar - solche Kinderfragen!

Dienstag, 23. Juli 2013

Etwas - zu "Wesenheiten" ....

... recht "bodenständig" und von sinnfreien Ängsten weit entfernt.
Das einzige - was mir nicht zusagt - ist, daß immer wieder darauf hingewiesen wird, daß es angeblich einen "autorisierten Klärer" bräuchte. Ich bevorzuge es - manches - also etwa 99 % -  selbst zu klären. Und ich mag es gar nicht, wenn mir jemand - wie auch immer - suggerieren möchte, daß dies nicht im Bereich des Möglichen bzw. meiner eigenen, mitgegebenen Fähigkeiten liegt.
Dennoch - ein interessanter Text zu "Wesenheiten" und "Fragmenten", den ich in Windeseile verinnerlichte. Als - eigentliche Langsam-Leserin.

Aber dieses Thema - beschäftigt mich bereits seit Äonen - und ich habe auch meine Erfahrungen damit - reichlich - gemacht.  Endlich las ich mal was - was das Ganze mehr oder weniger - auf den Boden bringt. Jedenfalls - so gut es geht.
In unserer Sprache - also die, dieser Zeit. Paracelsus hat ja auch bereits eine Menge dazu geschruben - aber eben nicht so, wie dieser Autor es formuliert - für unsere "Epoche".
Was und wie er es schreibt - sagt mir durchaus zu. Bis auf o.g. "Kleinigkeit" - also das Wesentliche selbst - die ja weiterhin in sinnloser Abhängigkeit hält und manchen "besondere Fähigkeiten" zuspricht - was exakt auf der Waagschale bedeutet: Anderen - abspricht. Ne - Leute - das geht so nicht. Da ist ein Wurm in der Sache - da muß wohl eine "Wesenheit" ihren Unsinn treiben.

In meiner bisherigen Biografie bin ich wohl sehr oft mit dem Gevatter Schnitter und ihn anbettelnden Geistern in kurzfristigen Kontakt gekommen - meist über das Wegsterben von mir Vertrauten. Da bist Du jeweils für ein paar Tage oder eine zeitlang - ganz anders unterwegs, als sonst. Da öffnen sich ganz natürlich die scheinbaren Grenzen zwischen den Welten - die zeitlebens lieber aufrecht erhalten werden von unsereiner.
Manchmal - traf ich den Schnitter auch mittels persönlichem Masseltov, also Glück - welches mir nochmal mein eigenes Kreuz gerettet hat.  Jedenfalls - waren die uns eigentlich unbekannten und unergründlichen Räume schon oftmals geöffnet.

Und einmal war ich per Zu-fall des abends alleine bei einer Freundin, die diese Abende der Zusammenkunft immer für mehrere Menschen anbietet. So - fanden wir uns also allein zu zweit wieder und arbeiteten mit "meinen aktuellen Themen" - auf sogenannter esoterischer Ebene.

Tatsächlich fanden wir uns kurz darauf in einer sehr erstaunlichen Situation wieder: Mit ihrer liebevollen und ebenso freundlichen wie zuvor ahnungslosen Unterstützung - verließen mich ein paar Dutzend "Wesenheiten", die bisher bei mir Quartier genommen hatten.  Und noch Anderes, Unerklärliches geschah. Das kann ein Mensch natürlich nicht beschreiben - nicht von Haus aus und schon gar nicht in einer Welt voller Wesenheiten, die sich rein als materiell empfinden und alles verdrängen und verleugnen, was diesem Dogma nicht entspricht. Die die lebendige Existenz von Nicht-Materiellem grundsätzlich - verleugnen. "Schiss in der Butz" - würde ich mal dazu sagen.

Oben verlinkter Text - kann ein wenig Erhellung geben für solche, die im Grunde dennoch mit diesen anderen Ebenen vertraut sind - wissentlich oder nicht. Aber auch diesen - muß mensch nicht allzu wörtlich = materiell nehmen. Er ist nur - eine gute Inspiration,. sich mit diversen Formen von Energie auseinanderzusetzen. Angstfrei. Und "sachlich".

Wir sind immerhin jederzeit und allerorten - in diverseste Energien eingesponnen. Ich bin immer noch keine Insel - sondern  immer noch ein Konglomerat von diversen Einzelteilen, die sich zu einer scheinbaren Person zusammengefunden haben - für eine Weile - gespeist aus unerforschbarer Quelle. Es wird - für ein Menschenleben in dieser Form zusammengehalten. Und bestenfalls - gut zusammen arbeiten und wirken. Bis der Odem - an irgendeinem Punkt - entweichen wird.


Übrigens: All diese nicht-materiellen Wesenheiten - speisen sich - aus unserer Energie. Aber nur - solange wir sie auch füttern = nähren. Krankheiten - sind hier sicher ein ganz plastisches Beispiel.

Für mich war es einst ein
 extrem plastisches Beispiel - als ich mit einem Freund in meinem Bett lag und ein scheinbar sehr wilder Geist erschien. Des Freundes Wohnung - war wenige Stunden zuvor abgebrannt und er stand noch unter Schock. Ich sagte ihm in unserem Stammlokal - ja, natürlich kannst Du bei mir schlafen, das ist ja wohl keine Frage in solcher Situation. Schien es aber doch zu sein - weil schon andere verneint hatten, ihm für kurze Zeit Obdach zu gewähren.

Als wir also gerade einschlafen wollten und das Licht gelöscht hatten - schnellte plötzlich und unerwartet - ein immer größer werdender, schwarzer Geist aus meinem Kleiderschrank - die Seite, auf der der kurz zuvor vom Feuer traumatisierte Freund lag.

Ich sah dies - ebenso deutlich - wie er. Weit besser - als jedes Kino. Ein Dämon. Der - vielleicht - aufgrund des kurz zuvor erlittenen Traumas des neben mir befindlichen Menschens gespeist und fetter und immer größer wurde - binnen Millisekunden. Er suchte offenbar seinen Weg - ins Energiesystem des neben mir Liegenden, welches gerade außerordentlich geöffnet war - siehe Feuer-Trauma. Oder - er war einfach von meinem damaligen "Ex" installiert worden, der sich zu der Zeit fleißig mit schwarzer Magie beschäftigte und mir zum Abschied versprochen hatte. jeden "Typen" zu töten, der mir zu nahe lommt. Ich berichtete dem Erschrockenen davon - um es ein wenig auf den Boden zu bringen.

Und - ich war eher überrascht - wie wenig ich erschrocken war von dieser Erscheinung - die offenbar die Absicht hatte - uns zu ergreifen. Ich knipste einfach intuitiv das Licht an - mit einer trockenen Bemerkung an diesen Geist. Etwa sowas wie "Und jetzt?" Weg war er. Zusammengeschrumpft wie der Penis von Porschefahrern .... nein, noch viel kleiner.

Der Mann neben mir im Bette - hatte genau das Gleiche gesehen, wie ich. Aber er - war sehr erschrocken. Ich nicht. Allerdings - war ich durchaus sehr verwundert. Ich war ja auch nicht - persönlich - diesem Angriff ausgesetzt - mich wollte es ja nicht ergreifen. Sondern ihn - in seinem sehr offenen Schockzustand. 

Spätestens seither - weiß ich, daß es sich nicht etwa um "Einbildung" handelt. Wußte ich vorher auch schon - aber es war wirklich höchst interessant seinerzeit, daß es möglich und komplett "real" erscheinen kann - wie alles Andere auch, was uns so als "real erscheint" - daß zwei Menschenwesen in der Lage sind, die Geister derart parallel wahrzunehmen. 
Und erst nach dem Lesen der o.g. Lektüre weiß ich bzw. habe eine "kognitive, logische Vorstellung" davon - daß der Freund seinerzeit in seinem kurz zuvor erfahrenen Trauma sehr offen war für´s "Einfahren" von sogenannten Wesenheiten. Und seltsamerweise wußte ich damals schon - daß dieser aggressiv erscheinende Geist - nicht zu mir will.

Nein - ich bin nicht mit dem Hammer behauen.
Mit dem Hammer behauen sind alle die - die sich nicht mehr erinnern können - an die "Zeit" der Noch-Nicht-Konditionierung. Die Zeit - in der wir unwissend waren - gerade aus dem Mutterleib herausgepreßt. 
Ich schreibe nur über Dinge und Erlebnisse - die wir verdrängen.
Weil wir ja alle glauben - irgendetwas zu wissen - über diese Welt, die doch eigentlich immer nur ein Fließen von unaufhörlichen Bildern ist.
Und Geister - tummeln sich allerorten - jederzeit - ebenso wie Götter und Göttinnen.
Von unerfülten Sehnsüchten der Ahnen genährt.

Unsereiner - gerade jetzt und hier lebendig und scheinbar "manifest" - ruft nur manches Mal den Durst und den verzweifelten Zorn dieser Wesen hervor - weil auch sie nach Aufmerksamkeit und nach sinnlichem Leben dürsten - und gerne irgendwo einfahren möchten. Mitfahren also ...

Spricht doch - alles dafür.
Für´s Leben.
Auf diesem wunderbaren Planeten.
Wäre es nicht so wunderbar und üppig -
gäbe es ja auch keine Schmarotzer, die uns so dringend und gierig aufsuchen wollten. 

Soso, die pösen pösen, tödlichen Masern ....

.... mit diesen versuchen sie es also jetzt erneut. Die Schweine- und Vögel-Grippen (das wäre mal eine heilsame Epidemie - Vögelwellen allerorten ....) haben wir ihnen ja nicht abgekauft.
Jetzt holen sie was Traditionelles aus dem Sack - die Masern.
Wer sich nicht impfen läßt - wird als asozial stigmatisiert. Er/Sie "gefährde" Andere.

Ein letzter Aufstand - um alle durchzuchippen. Angestrebt wird eine "Quote" von 95 %. Das dürfte mehr als ausreichen - um 5 % "Renitente" durchzulassen, denn die können gegen soviele Zombies eh nichts mehr ausrichten.

Ein Witz übrigens - die Aussage der Chef-Manipulierer, man könne Krankheiten "ausrotten". Und das Ziel sei - die Masern bis zum Jahre 2015 oder so "auszumerzen". Was für ein Schwachsinn! Erstens - werden die Maserngeister drauf husten. Und zweitens - ist es auch nicht zutreffend, daß die Pocken angeblich ausgerottet worden seien. Oder die Pest. All diese "Energien" haben lediglich gerade keinen Raum. Sie wurden ersetzt durch neue Geistwesen wie "Krebs", "Aids", "ADHS", "Alzheimer" etc.  - im kollektiven Un-bewußtsein.

Ich beobachtete gerade sorgfältig die jüngste Medien-Kampagne - wie immer ganz gut gemacht für die Zielgruppe der Degenerierten Überängstlichen und Pseudo-Wissenschafts-Gläubigen, die nie auch nur ein Jota selbst denken -  und daher ein guter Versuch. Aber irgendwie - klappt es doch nicht so recht. Bei vielen Mitmenschen läßt sich der alte, gesunde Menschenverstand eben doch nicht so völlig abschalten. Und viele Menschen erinnern sich gut an die Natur der Dinge - daran, daß Kinderkrankheiten vor nicht allzu langer Zeit als völlig normal und sogar als natürlich galten, die besser durchlebt werden, statt das man sie unterdrückt. Viele wissen noch - wie das war - und die meisten haben´s überlebt.

Ich auch - und es war gar nicht schwer. Nur geduldig mußte ich sein - was natürlich als Kind eine Herausforderung ist. Aber ich hab´s immer geschafft. Und ich erinnere manchmal den Doktor, der Hausarzt der ganzen Familie - der kam immer auf Hausbesuch bei solchen Anlässen.
Später habe ich ihn eine Weile sehr kritisch im Auge gehabt - er war einer von denen, die halt gerne Medikamente verordnet haben. Und die Eltern sind einst auf dies hereingefallen. Eigene Dummheit.
Noch viel später, bevor er als immer noch stattlicher und gut aussehender, weitgehend gesunder Mann starb - traf ich ihn nochmal wieder. Im Krankenhaus, als meine Mutter mal wieder dort war. Wir unterhielten uns - über Vieles. Und ich merkte - daß das wirklich ein guter Typ war.  Den ich als Kind eigentlich schon gerne mochte. Und als Jugendliche hat er mich mal beeindruckt, weil er mich tatsächlich ernst nahm. Er brachte das Gespräch auf meinen Vater und dessen "Behandlung" - und auch auf seine eigenen Grenzen, die ihm als Arzt gegeben waren. Ein Mensch eben - kein Gott in Weiß.
Dieser Mann hat mich einst durch alle Kinderkrankheiten begleitet. Und ich habe niemals Antibiotika oder sowas bekommen. Damals galt noch - daß manche Dinge ihre Zeit brauchen.

Vielleicht waren diese durchlebten "Kinderkrankheiten" eine Art Ersatz für Initiationen in anderen Kulturen. Jedenfalls durfte ich noch an diesen wachsen. Und stärker werden.

Heute frage ich mich nur noch - wo alle diese Total-Degenerierten hergekommen sind, die soviel Angst vor - in der Regel, nicht in sehr wenigen Ausnahmen - harmlosen Krankheiten haben - oder aus Geld- und Profitgier vortäuschen?
Wann hat das angefangen - daß mensch soviel Angst hat vor Schmutz und Geruch? Vor ein paar kleinen Tierchen, die kurzfristig in seinem Körper Quartier anmelden? Vor den eigenen Haaren am Sack und an der Vulva und unter den Achseln? Vor der eigenen wilden Natur - also dem kümmerlichen Rest davon.

Wann hat das angefangen, daß Kinder nicht mehr auf die Schnauze fallen und sich gehörig die Knie aufschrammen sollen dürfen? Das sie überbehütet und geradezu grausam überbetuttelt werden? Das sie von klein auf auf "Effizienz" und "Leistung" gedrillt werden?

Mein Sinnbild für den einst schleichenden und heute galoppierenden Kontrollwahn und Überregulierung ist ein Tag Ende der Sechziger Jahre auf dem Hof einst - also ein großes Areal mit Wiese und Sandkasten - auf dem wir noch kleinen Kinder den ganzen Tag lang draußen spielten: Eines Tages kamen ein paar Arbeiter und stellten Schilder an der Wiese auf "Rasen betreten verboten!" Von allen Balkonen herab wurden sie von den Eltern kräftig beschimpft. Und kaum jemand hielt sich dran - an solche Schilder. Zeiten - in den abends noch alle draußen waren, Eltern wie Kinder, und stundenlang Federball oder sonstiges spielten. Zeiten - in denen es Zeit für Muße gab. Zeiten, in denen die Stadt noch eher ein Dorf war - was den Umgang der Menschen untereinander betraf.
Nicht immer problemlos - es gab sowas wie eine selbstregulierende Kontrolle untereinander - die mir schon damals oft eng erschien. Aber es durften auch Konflikte ausgetragen werden. Ganz andere Zeiten eben, jeder Vergleich würde hinken.

Dennoch bin ich heute sehr froh - daß ich damals einfach mal krank sein durfte, wenn´s mich denn erwischt hat. Und das ich auf die Fresse fallen und mich ausprobieren durfte. Heute bin ich sogar ganz froh über den einst eher grausam-wahrgenommen Kommentar der Mutter - als ich mal wieder ordentlich abgeschmiert war und heulend mit blutenden Knien hochkam: "Das bist Du selber schuld. Warum mußt Du auch immer so übertreiben!" Basta. Und noch ein knallhartes, gnaden- und mitleidloses "Stell´ Dich nicht so an!" obendrauf - während sie die Knie mit Jod behandelte. Hätte damals nicht gedacht - daß ich einst in der Zukunft mal soviel Freude daran habe - wie heute - und herzlich drüber lachen kann. Übrigens - auch das war Liebe.

Willy Wimmer, CDU, zu diktatorischen Aussichten und En-Es-Ey ... trefflich gesagt

Nein, Willy Wimmer ist kein Comedian - nur der Name klingt ein wenig so. 
Hier ein Interview mit ihm zur Totalüberwachung durch En-Es-Ey und Co. und die Aussichten für die kommenden Jahre - sofern wir mal wieder diesen goldenen Moment der Total-Erhellung verstreichen lassen. Der Mann ist zwar in der CDU - aber dennoch klug und mutig genug, die Dinge beim wahren Namen zu nennen. 
Vielen Dank, Herr Wimmer - es gibt tatsächlich noch anständige Politiker, wie Sie. Und in diesen Zeiten - ist mir das eine ganz besondere Freude.

Übrigens - die USA haben ja jetzt einen Generalschlüssel für alle Koffer, die auf den Kontinent kommen. TSA heißt das neue "System". Irgendein technisches Schloß an neu verkauften Koffern, mit denen die Discounter derzeit die Leute locken und überschwemmen. Sehr schicke, schöne Koffer - Hartschalen in wirklich netten Designs - seit kurzem alle mit besagtem TSA-Schloß versehen und dies wird sogar noch als Qualitätsmerkmal angepriesen.
Mittels TSA - können also die zuständigen Firmen (Behörden gibt es ja de facto nicht mehr - es sind alles eingetragene Firmen - auch in D, wie "Polizei" u.v.m. ....) jeden Koffer öffnen, wenn sie wollen.

Ich finde das alles sehr spannend, es ist wirklich eine interessante Zeit in der Menschheitsgeschichte: Erstmals - bezahlen wir alle auch noch alle freiwillig Geld für und sind geradezu heiß auf die vielen Spielzeuge, mit denen wir total-überwacht werden.

Ich selbst - kann übrigens beruhigt weiterschreiben, was ich will - mein Profil ist schon lange erstellt. Deins auch.
Aber meines sicher. Und das weiß ich schon seit Jahren. Woher genau? Nun - reine Logik, nichts sonst. Einfach mal kurz drüber nachdenken - das uns alle Dienste wie Fatzebuck, Skaip, Guuugel, Twitta etc. bereitwillig und kostenlos zur Verfügung gestellt wurden und immer noch werden.

Verschlüsseln brauche ich also daher nichts mehr - die glauben schon, mich gut zu kennen. 
Aber ich freue mich dennoch - daß es alles ans Licht der Öffentlichkeit kommt - als Chance. Wie auch der Herr Wimmer in obigem Interview sagt: Dies ist ein goldener Zeitpunkt - um das Ruder ggf. nochmal umzusteuern.

Allerdings - sehe ich das noch nicht im realen Leben bei den Menschen, die mir so tagtäglich begegnen. Der Schlaf ist tief - und das Höhlengleichnis hat wohl mehr Bedeutung als je zuvor. Da wir es nun alle wissen - niemand mehr da, der behaupten darf, er habe von nichts gewußt - aber es interessiert uns trotzdem nicht in der trägen Masse. Lieber behalten wir unsere Spielzeuge.

Eine unsägliche Frechheit seitens diversester Polit-Marionetten, zu behaupten, sie hätten keine Kenntnisse gehabt. Sollte sich auch nur ein Hansel, eine Hanselin finden, bei dem dies tatsächlich der Fall wäre - gehört er und besonders auch sie, die nie von etwas weiß, sofort in einen der miesesten Billiglöhner-Jobs zwangsvermittelt von der von ihnen für die "Prekären" kreierten "Argen"! Für ein hübsches Praktikum von - sage ich mal - mindestens drei Jahren. Zwecks Bodenhaftung und Realitätsüberprüfung.
Ja, ich weiß - ein totalitärer Gedanke. Aber effizient. Und immerhin noch relativ moderat - Andere rufen schon seit Jahren nach Laternenpfählen, an denen diese aufgeknüpft werden sollen. Neinnein, das geht mir zu weit ... ich will  ja auch Mensch bleiben.

Der Bundestag wäre also praktisch komplett neu zu besetzen - sie sagen ja immer, sie hätten von nichts gewußt. Sie behaupten also frank und frei, daß sie ihre Arbeit nicht ordentlich gemacht haben. Und übrigens - Herr Ströbele - sie gehören mit ins Boot. Ihr Job ist es nämlich - sich mit den Tatsachen zu befassen - und nicht darauf zu warten, daß man ihnen solche bereitwillig zuträgt seitens derjenigen, die ein hohes Interesse an Verschleierung haben. Nehmen Sie es mir nicht übel - daß ich Ihren Namen hier stellvertretend für das ganze "Kontrollgremium" eingesetzt habe. Haben Sie denn noch keinen Internet-Zugang an ihren Arbeitsplätzen? Da hätte sich doch sovieles trefflichst recherchieren lassen?!! Ach ja - ist ja "Neuland" - dieses Internet ....

Zum Überwachungs-Spielzeug: Gestern fuhr ich eine sehr nette junge Frau - die war sogar präsent und wir unterhielten uns. Dennoch - sie wollte zum Zug und schaute auf dem Smartphone nach der besten, nächsten Verbindung -  konnte sie nicht von diesem Teil lassen. Sie hatte ein "Update" aktiviert - da kann man sehen, wann welcher Zug ankommt und warum er jeweils eine Verspätung hat. Wer will das wissen? Und wozu soll das gut sein? Alles -  zeitraubender und ablenkender Informationsschrott. Sie wußte es sogar - und vermochte sich selbst zu beobachten - aber sie schaute trotzdem immer wieder auf den Bildschirm.

Ich erzähle ihr von alten Zeiten - in denen mensch erst am Bahnhof erfuhr, ob der Zug pünktlich kommen wird. Ja - aber es gehe ja um "Effizienz". Ich widerspreche und behaupte - dieses ständige Nachschauen sei die Krönung der Ineffizienz. Früher hätten Leute eventuell in der Zeit einen Brief geschrieben oder sich anderweitig sinnvoll beschäftigt. Sie stimmt zu.

Nicht etwa, daß ich behaupten wolle "Früher mal war es besser". Alles - zu seiner Zeit. Und jetzt - ist es diese Zeit mit ihrem Geiste. Nur - bitte immer wieder selbstdenkend überprüfen - besonders, was die vermeintliche Effizienz betrifft.

Hörte immer öfter im Radio sowas wie: Viele Firmen untersagen ihren Mitarbeitern mittlerweile, in ihrer Freizeit und/oder im Urlaub Mails zu checken. Weil sie nicht wollen, daß ihre Leute ausgebrannt sind. Gute Wende eigentlich. 

Ich selbst darf mich wohl eher als privilegiert einstufen, was diesen ganzen unsinnigen "Informations- und Kommunikationsdruck" betrifft. Und diesen ganzen unsinnigen "sozialen Druck".
In meinem Job - habe ich damit sehr wenig zu tun. Privat sowieso nicht. Und vermutlich hat kaum jemand soviel Zeit, wie ich. Also gefühlt - nicht de facto. De facto - oder wenigstens sagt man so - hat ja jeder 24 Stunden am Tag, die gefüllt werden dürfen mt Erleben.
Dazu das Privileg - mit echt feinen Leuten zusammenzuarbeiten - was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist. Weitgehend aber - selbständig unterwegs zu sein - im Rahmen von relativ moderaten Spielregeln. Von nichts und niemand genötigt - in den "gesellschaftlichen Rahmen" passen zu müssen. Da passe ich eh nicht rein, der ist allzu eng. Und - völlig ineffizient.

Aufmerksamkeitsdurst - und: Lange nicht mehr gehört

... in jüngster Zeit erst wieder:
Ein paar Anekdoten von traumatisierten Taxi-Kunden.

Eine Dame, die ich zum Friedhof fahre, gibt mir 15 statt den 8 Euro, die auf der Uhr stehen und bricht geradezu in eine begeisterte Rede aus: Das fände sie ja so toll - daß ich tatsächlich den kürzesten Weg genommen hätte!
??? .... Ja - was denn auch sonst? Nun - andere würden meist Umwege fahren. Nun - meine ich - dann sagen sie denen doch, wo sie gerne langfahren möchten?! Täte sie ja - aber die würden trotzdem woanders lang fahren.

Ein Kollege erzählt mir von zwei traumatisierten Damen, die er fuhr. Diese berichteten ihm vom Einstieg bei einem muselmanischen Fahrer - der habe Ihnen gesagt, sie müßten hinter ihm sitzen und sie dürften nicht mit ihm sprechen.

Ein paar der üblichen Geschichten noch - Kundinnen, die vom Fahrer angeschnauzt wurden, weil sie nur eine sehr kurze Fahrt machten. Meistens sind es Frauen - die sich sowas gefallen lassen. Ich meine, es gehören immer zwei dazu - wenn ich gutes Geld für ein Taxi ausgebe, lasse ich mich sicher nicht von einem übellaunigen Fahrer zur Sau machen.

Selbst habe ich ein paar Jahre Übung gebraucht - um meine eigene, mögliche Übellaunigkeit nicht mehr an den Kunden auszulassen. Die haben damit nämlich nichts zu tun - und viele kleine Fahrten sind ebenso gut, wie eine längere. Es muß halt rollen ... was es leider nicht mehr oft tut. Und wer weiß, wohin mich die Fahrt zu 3,50 als nächstes bringt? Das Wichtigste aber war - das ich (ein-)gesehen habe, daß ich mir selbst nichts Gutes tue, wenn ich übellaunig bin - in einer Branche, die nun einmal weitestgehend dem Zu-fall und dem Glück überlassen ist. Im Gegenteil, es macht mehr Freude, jedem, der kommt, einfach mit Respekt zu begegnen. Niemanden anzuschnauzen. Alten Menschen, die sich oft grundlos entschuldigen, daß es etwas länger dauert, zu sagen: "Lassen Sie sich Zeit!".  Den Geiz bei denen zu lassen, die keinen Cent Trinkgeld geben - was sie ja auch nicht müssen - und mich über manche, überraschende Großzügigkeit zu freuen, die mich anschließend erwartet. Mich über erfreute Kundschaft zu freuen, die sich für die angenehme Fahrt bedankt. All das - macht es leichter. Und ist gesünder - für mich selbst.

Manchmal auch Grenzen setzen, wie neulich bei einer von denen, die nichts merken. Die gerne schon beim Einsteigen ihre Krankheitsgeschichten bei mir abladen möchten, weil sie sonst nichts erleben. Und weil sie sich damit irgendwie wichtiger fühlen - als wenn sie keine Krankheit "hätten". Die - gibt zwar während der Fahrt Ruhe, aber als sie aussteigt, versucht sie´s nochmal. Es daure etwas länger - weil sie letztes Jahr zwei Augen-OP´s gehabt hätte. Und seither habe sie auf dem Auge nur noch soundsoviel Prozent Sehkraft und auf dem Anderen .... blablabla. Ich schaue schon mal in die andere Richtung und lege demonstrativ den Gang ein. Jaja - sie wisse ja, das mich das nicht interessiere. Ich denke "Warum erzählst Du´s mir dann dennoch, wenn Du´s doch weißt?" und sage nur sehr laut "Auf Wiedersehen!". Tut gut - daß alles nicht "nehmen zu müssen". Und dennoch neutral-freundlich sein zu können. Mich zu freuen, daß es mir selbst fern liegt, über irgendwelche Krankheitsgeschichten nach Aufmerksamkeit zu dürsten. Vorzugsweise sind dies ältere Damen und manchmal tun sie mir fast leid. Aber nur fast. Sie hätten ja auch andere Wege wählen können - als die Mitmenschen mit ihren langweiligen Krankheiten tyrannsieren zu wollen - um ein kleines bischen Aufmerksamkeit.

Und genau darum geht´s - bei allen, die ich treffe: Alle wünschen sich - ein kleines bischen Aufmerksamkeit. Wollen kurz "gesehen" bzw. "wahrgenommen" werden. Der eine mehr - der andere weniger. Aber alle sind zufrieden - wenn sie einfach ordentlich gegrüßt und verabschiedet werden. Das reicht schon. Und manchmal ergibt sich mehr - manchmal nicht. Alles in bester Ordnung. Und seit ich dies und jenes für mich selbst gelernt habe - besonders, jede(n) so zu lassen, wie er/ist - ist es meist ganz angenehm in der Limousine mit den Menschen.

Keine Sorge

An manchen Morgen
such ich nach den Sorgen
und finde sie nicht mehr.
Wozu auch bloß nach Sorgen schauen
und sich so den Tag versauen?
Einen Ausflug werden sie wohl machen,
sich dran freuen und laut lachen.
Über mich
die ich
sie immer noch - an manchen Tagen -
für schwerer wiege, als sie wirklich tragen.

Leicht sind sie heute, heiter
und kümmern mich nicht weiter.
So lachen die Sorgen:
"Wir sind schon im Morgen.
Bleib Du - einfach dort
so bleiben wir fort.

Montag, 22. Juli 2013

Harmonie ....

... der schlimmste Feind der Harmonie -
ist ein verklärter Wunsch nach ihr.
So fiel es mir am Morgen ein - nachdem ich kurz in eine uralte Resonanz von Disharmonie kam mit einem Menschen, mit dem ich in keiner "Harmonie" bin. Und mit dem ich auch gar in eine solche kommen muß. Es ist - einfach, wie es ist, Und das zu sehen - ist schon wieder Harmonie. Aber eine echte. Keine erträumte.
Musikalische Begriffe sind hier hilfreich.

Droooschen-Übergabe am Puff ...

... seit neun Jahren habe ich mich nicht einmal für den Halteplatz am Puff eingeloggt - aber heute war es dann doch soweit - und sofort hatte ich auch noch die "Spitze".
Grund für die Anfahrt war das wöchentliche Zusammntreffen mit dem Unternehmenden des Fahrbetriebes - wir waren gerade beide in der Nähe und verabredeten uns telefonisch für dort. Schon witzelnd über eine potentielle Schlagzeile in der Taxiwelt - der Dings und die Dings haben sich am Puff getroffen.
Als er kurz nach mir eintraf übergab ich ihm den wöchentlichen Umschlag und meinte: Da schau her - das sieht ja glatt aus, wie eine Droooschenübergabe!
Sein Kommentar. Es ist ja auch eine.
Recht hat er. Und feinen Humor.
Dann meinte er - er müsse mal eben da rein - zum Sanitärbereich.
Jaja - sag ich nur - das erzählen sie alle.
Kurzer Austausch bei Wiederankommen über diverse Feinheiten in Sachen erotischer Angelegenheiten bzw. Veranlagungen.
Nein, er hat noch nie bezahlt dafür. Will er auch nicht.
Er sei dafür - viel zu romantisch.
Ich muß lachen - aber ich glaub´s ihm sogar.
Was es denn da zu lachen gebe?
Ich meine dazu nur - ich hätte es als Mann in jungen Jahren mit Sicherheit einfach mal ausprobiert - als Erfahrung. 
Auch - wenn´s abgetörnt  und/oder erst gar nicht geklappt hätte.
Über meinen Nicht-Sinn bezüglich dieser "Romantik" -
sage ich mal lieber nichts weiter. 
Wir bleiben beide nicht dort. 
Er fährt vor mir weg - ich hab´noch die Spitze.
Aber - ich will da auch nicht bleiben.
Es ist einfach - eine Scheiß-Energie,
wenn Menschen Menschen "kaufen".
Oder wenn Menschen sich ver-kaufen.
Und ganz sicher nicht nur vorm Puff  ....

HitzeHitzeHitze ...

... jou, da isser, der Sommer, den sich alle so herbeigewünscht haben.
Noch sind alle recht entspannt und genießen es. Freuen sich. Nehmen Vitamin D auf und die Stimmung ist gut in der Limousine. Wenn jemand kommt - es sind Sommerferien. Wenn keiner kommt, wie neulich morgens, gibt´s halt mal zwei Stunden was zu lachen und/oder zu erzählen mit den Kollegen. Aktuell auch hier und da ein paar "Frotzeleien" zum Ramadan ... Oder ich erledige erst mal in aller Ruhe ein paar Einkäufe auf dem schönsten Wochenmarkt der Kolonie - wo ich ebenfalls auf freundliche Menschen treffe. Oder - meistens - beides.

Auch der heutige Morgen fing mit lautem Lachen an - der erste Fahrgast war ein lebendiger Temperamentsbolzen und teilte meine Aversion gegen einen bestimmten Muttertypus mit Kinderwagen .... köstlich, diese Wahrnehmungsparallelen. Ich bekundete meine aufrechte Freude, endlich mal jemanden zu treffen, der das genau so sieht, wie ich. Er - hatte damit angefangen - über den Wochenmarkt direkt vor seiner Haustür kam er drauf - der einzige Markt in der Kolonie, der sechs Tage in Betrieb ist.  Den ich schon seit Urzeiten kenne - und mag. Und ich amüsierte mich genüßlich drüber. Fragte nach - wie die denn aussehen, diese Feindbild-Mütter?
Er sprach von diesen Müttern mit diesen Männern dazu, die es halb geschafft haben. Und die Mütter sitzen nun jeden Tag an seinem ehemaligen Lieblingsplatz - mit zugekniffenen, aufeinandergepreßten, dünnlippigen Mündern - und tauschen sich stundenlang über die neuesten "Alnatura-Produkte" aus. Ich grinse breit .... der ist in Hochform - oder eher: Immer so.

Ein nagelneues autofreies Wohngebiet mit lauter Zugezogenen am Rande des uns beiden sehr vertrauten Stadtteils - mir länger als ihm, er ist Immi seit etwa 30 Jahren, ich bin "echt" - bezeichnete er gar als "No-Go-Area" - und ich kriegte mich kaum ein dadrüber. Fand es interessant, zu lauschen, wie sich seiner Wahrnehmung nach dieser Stadtteil verändert hat. Wie geschruben - ich kenne diesen noch länger und das kennt er nicht einmal -  denn etwa zu der Zeit, als er ankam in der Kolonie fing das mit diesen halbintellektuellen Immies an.

Der Mietwucher begann - weil die halbintellektuellen Zugezogenen die einstigen Arbeiter aus ihren einstigen Wohnvierteln vertrieben. Altbauten wurden saniert und Parkettböden für die einstmals-gehobene Schicht der Pädagogen eingezogen. Ganze "Lehrerviertel" entstanden - und das ehemalige, lebendige Blut zog sich zunehmends zurück aus diesen Gebieten. Innerhalb der jeweiligen Stadtteile bzw. "Veedel" - begann eine Art Kolonialisierung durch die Zugereisten mit Geldmitteln. Und so - ist es bis heute. "Einheimische" triffst Du dort kaum noch. Die haben sich mehr an die Peripherien zurückgezogen - weil ihre einstige Kolonie immer teurer wurde.

Irgendwann später - ruft einer an der Säule an und meldet sich mit einem bislang noch nie von mir gehörtem Namen - ich sage ihm "Ich bin die Nummer Soundso - bin gleich bei Ihnen." Sicherheitshalber - in diesen mauen Zeiten könnte ja ein anderes Taxi anhalten, um ihn auf der sehr belebten und vielbefahrenen Straße aufzulesen. "Tschöööö - Nummer Soundso" - sagt der belustigt, bis ich´s ihm kurz danach erläutert habe.Er erläutert mir seinerseits seinen seltenen Namen - der ist polnischen Ursprungs.
Ein lebendiger Typ - echter Ruhrpottler mit speziellem Humor, den ich auch mag. Nach unterhaltsamer Fahrt läuft mir im fliegenden Wechsel ein neuer Fahrgast zu und der Ruhrpottler, dem ich zuvor erläutert hatte, daß ja manchmal auch Fahrten abgegriffen werden - fragt "den Neuen", ob er ein Taxi bestellt hätte? Ich muß lachen und lobe ihn - da habe er aber jetzt gut aufgepaßt, daß ich nichts "abgreife".

Nein, der junge Mann freut sich einfach, daß ich gerade passend vorbeikomme. Er ist auf dem Weg nach Amerika - mit einem Köfferchen voller Stammzellen. Also - die seien eigentlich in dem Blut drin, was da in dem Spezialkoffer ist. Und diese Stammzellen sind für einen Empfänger in USA - der braucht die für´s Rückenmark. Aha?! Was es alles für Jobs gibt ..... 

Am Vormittag fahre ich einen, der seit etwa 25 Jahren in Kolumbien lebt - zum Bahnhof in Deutz. Sehr interessanter, reflektierter Mensch, der auf der ganzen Welt gearbeitet hat - auch einst als freier Mitarbeiter für die Eh-Uh-Komm-Mission. Irgendwas mit großen Infrastrukturprojekten. Nach einem kurzen Austausch über Politisches und (A-)Soziales - erzählt er mir kurz vor dem Ziel etwas, was mich wirklich erheitert.

Ein paar wenige "Reste" von einem gut besuchten Grufti-Festival am Rheinufer laufen noch in Bahnhofsnähe herum .... die sind allesamt in Schwarz gekleidet und mit viel Rüschen, Rissen, Plateausohlen, Nieten, Gürteln, Geblümtem und anderen Accessoires unterwegs. Von vier aus Westfalen angereisten, quicklebendigen Schwulen erfuhr ich am Samstag, daß es sich um ein sogenanntes "Amphi-Festival" handelt .... die gingen dort auch hin - natürlich in Schwarz.
Mein deutschwurzeliger Fahrgast aus Kolumbien hatte aber nichts von dem Fest gewußt und sich die ganze Zeit nicht schlecht gewundert ... was hier los ist in der Kolonie. Das hatte er noch nicht gesehen vorher und war davon ausgegangen, daß wir hier immer so rumlaufen - bis er gestern auch endlich von dem Festival erfahren hatte.

Die sind übrigens ganz artig, die Grufties. Keine Randale, alles friedlich. Sie sind - sensibel. Aber nicht so sensibel, als daß sie merken würden, daß Schwarz dazu genau die falsche Farbe ist. Schwarz - absorbiert allen Scheiß, der so in der Gegend herumwabert. Weiß - ist die "Farbe", die in anderen Kulturen bei Beerdigungen und auch bei Initiationen getragen wird - um unerwünschte energetische Konglomerate eben nicht auf sich zu ziehen.

Fuhr gestern mittag noch ein sehr angenehmes Paar dorthin - ganz harmlose und freundliche Menschen. Wunderte mich dann aber auch noch kurz, als die beiden mich verließen - über ihr Röckchen. Das hing nur knapp halb über den hübschen Arsch, der in eine Netzstrumpfhose verpackt war. Naja - jeder, wie er/sie möchte .... und sie hatte einen sehr hübschen Hintern.

Apropos Hintern: Nachdem ich in den vergangenen Tagen des öfteren mal wieder stark behaarte, nackte Männerbeine auf den Straßen sah - fragte ich mich heute bei einem solchen jungen Exemplar, der in seiner Shorts Motorrad fuhr und kurz neben mir stand - ob die sich wohl schaaam-h-r-rasieren? Und wie das dann wohl aussieht? Nix am Sack - aber die Beine überwuchert mit Wildkraut.

Habe mich inzwischen gut und willig in die Hitze akklimatisiert und stelle fest - eigentlich entspricht die ganz gut meinem Temperament. Muß nur aufpassen - weil ich manchmal eher an Energie zulege. Und als mich heute jemand zweimal willentlich schnitt - beim zweiten Mal schon kriminell und mehr als provokant, alles ohne Blinker - gab ich mal kurz Gas und schnitt sehr knapp zurück - um direkt darauf willentlich in die Eisen zu gehen. Wären ein paar Tausend Euro gewesen - für´s Taxi-Unternehmen, wenn das Arschloch draufgerasselt wäre. Muß manchmal sein - aber nur noch sehr selten. Viele schwere Unfälle gab´s in den vergangenen Tagen - und heute abend habe ich wegen einem weiteren solchen über eine Stunde gebraucht, um überhaupt rauszukommen aus der Kolonie. Hitzige Vollmond-Verdichtung.

Der alte, gebückte Bauer vom Freitagsmarkt hat sich noch eingebrannt neulich. Ein Stand auf dem Markt um die Ecke meiner ehemaligen Behausung in der Kolonie. Die bauen tatsächlich alles selbst an und bieten ohne Zukauf ihre eigenen Lebensmittel an - und diese haben den Namen wirklich verdient. Mein Lieblingsstand - in der ganzen Kolonie eigentlich. Weil das feilgebotenene und allzu spottbillige, lebendige Gemüse und die Früchte quasi singen! Die singen noch, als ich sie ins Limousinenheck lege. "Wir sind so frisch und köstlich - so frisch ist niemand sonst."  Zwei schwere Tüten - für keine sieben Euro. Irgendwas - scheint mir mal wieder sehr verdreht ....

Der alte Bauer - ist vermutlich gut über die achtzig und eventuell noch weiter, der Rücken ist krumm und gebeugt, er ist hager und wäre der Rücken noch gerade, wäre er sehr hochgewachsen. Seine Hände sind überdimensional groß - vom Arbeiten. Echte Erd-Arbeits-Pranken eben.

Und während der mir das Gewünschte in seinem angemessenen Tempo zusammenholt - sagt einer seiner Mitarbeiter "Das ist mein Papa". In etwas gebrochenem deutsch - es sind nämlich alles Leute aus irgendwelchen östlichen Gefilden, die dort arbeiten. Der Alte ist der Chef. Lasse mir noch vom selbsternannten "Sohn" erzählen, wie ich überhaupt die dicken Bohnen kochen muß, habe die noch nie zubereitet zuvor. Ob ich die einweichen muß? Neinnein - soundso .... klingt gut, danke.

Der alte Mann erzählt mir - vom gestrigen Tage bei weit über dreißig Grad in der Sonne auf den Feldern. Diese mußten den ganzen Tag über mit vierzig Schläuchen bewässert werden. Fünfzehn Leute hätte es gebraucht - immer wieder diese Riesenschläuche zum Bewässern umzulegen - und am Abend sei er fix und alle gewesen. Ob ich mir das vorstellen könnte? Ja - sage ich - kann ich mir sehr gut vorstellen.
Naja - sagt er - aber schließlich habe er halt durchgehalten - er habe sich ja nicht vor den Anderen blamieren wollen. Wieder so ein Moment - den ich wohl kaum vergessen werde.

Übrigens - seit nicht mehr gesprüht wird am Himmel und der Sommer einfach sein darf - habe ich nachts nicht ein einziges Flugzeug überm Haus vernommen. Wenn wieder gesprüht wird - donnern die hier ununterbrochen drüber.

Und noch ein wenig "Übriges", neben Vergessenem- und neben hier nicht erwähnten Geschenken: Tausend Dank - für die Klimaanlage zwischendurch! Und für Nächte, in denen sich die kühlende Feuchtigkeit der Wälder ringsum wie ein Labsal auf den hiesigen Boden begibt. Es ist gut auszuhalten. Sogar im Himmelsgeschoß - so ab Neune. 

Dienstag, 16. Juli 2013

Was zu "Schule" - also nicht zur Lebensschule - sondern zu "Systemschule" ...

... natürliche Intelligenz - sofern noch nicht von anderem Unsinn untergraben - hilft. Ein junger Mensch berichtet aus seinem Erleben  - und über einen recht locker zu schaffenden Abschluß in den Systemschulen. Auf die er nie wirklich ging. 

Experiment doch noch trefflich gelungen ...

... die in den Kübel vor der Eingangstür gepflanzten Samenkörnchen - haben sich zu prächtigen, blühenden und wild anmutenden Pflanzen entwickelt. Erst bilden sich zart aussehende und hübsche, fliederfarbene, eher runde Blüten - bevor sie aufbrechen und sich verzweigen zu solchen Formen, die um sich greifen zu scheinen. Individuation sozusagen ....
Und fast jedes Mal, wenn ich dran vorbeikomme - findet sich eine genüßlich-nektar-saugende, weichhaarige Hummel darin.  Auch mal eine Biene.
So soll es sein.
Hermetisch gesehen - dachte ich oft in jüngster Zeit daran, daß wir gut dran tun, die Insekten wertzuschätzen. Die "von unten nach oben verteilen". Oder - "von kleiner zu größer". Jedenfalls - zweifelsohne vernetzt und lebenswichtig für unsereiner.
Grüße jedenfalls inzwischen - jeden einzelnen, beflügelten und nektarsaugenden Besucher höchstpersönlich - und erfreut. 

Huch - Zeitverdichtung ....

... stand heute - an meinem Sonntag quasi - sehr früh auf. Also genau in dem Moment - der darüber entscheidet, ob der Tag ein langer wird oder ob mensch sich nochmal müde schläft.  Irgendwoher - kommt gerade neue Energie.
Im Äußeren - mache ich diese mal u.a. an meinem neuen, formidablen und wohlig-tragenden Lattenrost fest. Statt wie neulich noch - völlig gerädert aufzuwachen - wache ich nun eher auf "wie ein Brett". Ungewohnt - gerade.
Dazu noch eine neue Bettwäsche - die allein vom Anblick schon fröhlich macht und sich einfach richtig gut anfühlt.
Seither - interessante und neue Träume ... heute morgen war´s eine rot-getigerte Katze, die mich als letzte verließ bzw.aus der Traumzeit entließ - und einfach ihrer Wege ging. In Freiheit ....

Babies und Katzen - verstehen nochwas davon.
Mit Babies habe ich es ja eigentlich so gar nicht. Aber neulich traf ich auf eines - an der Supermarktkasse. Die Mutter war sehr beschäftigt - den übervollen Einkaufswagen auf´s Band zu packen. Und so hatte ich genug Zeit - mit dem Baby zu "äugen", welches direkt vor mir im "Maxi-Cosi" hoch auf dem Wagen plaziert war.

Es schaute mal - und dann wieder nicht. Es spielte - mit seinem Körper - befühlte diesen, überdehnte diesen - alles sehr geschmeidig und unvorstellbar für unsereiner - der bereits konditioniert wurde. Dennoch dachte ich mir bei seinem Anblick - da schau her, so geht´s.

Babies scheinen mir - wie Katzen - noch weitgehend dort zu sein, wo wir herkommen. Nicht ganz auf dem Boden gelandet, noch schwebend. Wobei sich das ja bei den Babies verliert, wenn sie Kinder werden - und genügend Unsinn zu hören bekommen haben. Die Katzen aber - schert all das Zeugs zeit ihrer vielen Leben nicht wirklich.

Hunde - mag ich auch sehr gerne. Aber diese - sind allzu oft wirklich zu blöde .... Wie wir Menschen.
Die Katzen scheinen mir klüger zu sein - in ihrer Positionierung zwischen den Welten.
Und erheblich entspannter.
Meistens jedenfalls - wenn sie nicht gerade in ihren eigenen Welten für Ordnung sorgen .... mit bestialischem Geschrei und wildem Kampf.

Nun - habe ich also noch - erstaunt - jede Menge Zeit an diesem Tage. Mittels einer Verdichtung der Traumwelten - verdichtet sich offenbar auch die Tagwelt. Die ja nur eine andere Verlängerung der Traumwelten ist. Die Sonne - spielt sicher mit hinein.

PS: Die "Gefahr" beim Heraustauchen aus der rein materialistischen Welt - zeigte sich mir heute wieder:
Ich hatte den Termin für die Sperrmüllabfuhr blöderweise für morgen im Kopf abgespeichert. Schleppte also den alten Lattenrost heute an die Straße - weil ich dachte - morgen ist es endlich soweit.
Tatsächlich aber - war der Termin schon heute. Und am Vormittag hatte ich schon Müllwagen gehört ... au, Scheiße - jetzt steht das blöde Ding noch einen Monat rum.
Rief mal eben bei der Stadt an - und die Dame meldete sich um dreizehn Uhr mittags mit einem fröhlichen "Guten Morgen" - was mich sofort lachen ließ. Ich fragte nach - ob sie heute in den Genuß gekommen sei, auszuschlafen? Neinnein .. sie arbeitet schon seit halb acht. Aber - sie träumte auch noch ....
Und sie war die perfekte Resonanz - für mein Verpassen des Termins heute mit dem Sperrmüll - den ich erst für Morgen erwartet hatte. Gutes Ende im Tagtraum - sie waren eben da - und haben das olle Teil mitgenommen.
Und ich hatte nochwas zu lachen - mit der netten Dame von der Stadt. Geht doch ....                 

Irgendwo in der Siedlung ...

... gibt es ein recht armseliges Wesen. Dieses spielt seit meinem Einzug hier vor mehr als einem Jahr - immer nur ein Lied auf seiner Flöte. Immer wieder - nur diese eine, gleiche Melodie. Vielleicht - ein wenig flüssiger als noch vor einem Jahr. Immerhin - manche brauchen halt länger.
Aber ehrlich - wenn dieses mir unbekannte Wesen es doch schafft, diese eine Melodie zu spielen - so wird es sicher auch eine zweite und/oder dritte erlernen können?!!!
Ich jedenfalls - habe wieder ein gutes Stück Geduld erlernt - indem ich die gleiche Melodie immer wieder höre - und heute sogar veränderte Feinheiten heraushöre.
Eine Kollegin von mir ist Flötistin - und unterrichtet an Musikschulen.
Neulich erzählte ich ihr - von diesem "Flötentöne-Siedlungstrauma" ...
Wozu ist das bloß gut - das manche Menschen derart unterfordert werden?
Zu nichts - und die Antwort kommt direkt aufs Tippen der Zeilen - in Form von ein paar hingeworfenen, schrägen Tönen. In diesen aber - genau in diesen - kann  mensch sich selbst erproben. 

Hirn- und Seelengymnastik ...

... stellte neulich fest: Es wird wieder Zeit - das Hirn - anders - zu trainieren. Die simplen Funktionen des Memorierens und Kombinierens. Höchste Zeit!- für´s Wiederaufgreifen.

Zwei sachdienliche Hinweise gab es:
Zum Einen habe ich mit dem Unternehmerwechsel mein Abrechnungssystem umgestellt - und habe nun nach langer Pause wieder etwas zu rechnen. Stellte entsetzt fest, daß ich tatsächlich Schwierigkeiten mit dem Kopfrechnen hatte anfangs, jetzt geht´s schon wieder erheblich besser, einfach - weil ich es ewig nicht in der Form praktiziert hatte.
Früher mal - war das eine leichte Nummer für mich. Und langsam - kommt es auch wieder. Ich arbeite da teilweise in "inneren Bildern" und "Klängen", was schnell geht. Wenn es geübt wird. Neulich aber - war das alles nicht mehr wirklich in Betrieb aufgrund von Unterlassung in den Vorjahren. Und ich war ein wenig schockiert - daß die entsprechenden Verbindungen im Gehirn offenbar nicht mehr geschaltet waren.

Der andere, sehr gute Hinweis kam von einem vitalen, gut aussehenden 79-jährigen Fahrgast - mit dem ich kurz über´s Älter- bzw. Altwerden sprach. Ein schlanker, hochgewachsener, geistig-reger Mann, gekleidet in feinstem Tuche und sehr angenehm in seinen Umgangsformen. "Kultiviert" also.

Wie wir - zügig - drauf kamen - aufs Älterwerden bzw. -sein, habe ich vergessen.
Ich fragte ihn also - neugierig auf seine Antwort dazu: Wann ist man denn - "genau" - alt?
An materialistischen Maßstäben - und der Vorstellung an Jahren gemessen - wäre er es ja schließlich gewesen. Theoretisch .....
Nun - antwortete dieser - das wisse er auch nicht. Bislang habe er es sehr gut vermeiden können. Er verriet ein paar seiner persönlichen Tricks - mäßiges (also:maßvoll - Maß halten! - inzwischen eher entfremdeter Begriff ... ) Leben, keine Exzesse, weiter mit Freude arbeiten und unter Menschen gehen und vor allem: Immer nach dem Essen spazierengehen. Das würde er von je her so praktizieren, das gäbe es bei ihm nicht, daß er nach dem Essen nicht seine Schritte tun würde. Und einen guten Tip hätte er noch - ein Freund von ihm würde das so halten:
Jeden Tag einen Vierzeiler auswendig lernen.

Ich dachte kurz zu dem Vierzeiler, der einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hatte - ja, das gefällt mir - und das ist doch kein Problem. Und täuschte mich zunächst gründlich. Gleicher Sachverhalt in den eingeschlafenen Hirnwindungen - wie oben schon mit dem Kopfrechnen beschrieben: Die dazugehörigen Verbindungen waren nicht mehr geschaltet - aufgrund von mangelnder Übung in den vergangenen Jahren.

So - habe ich nun also für mein erstes Projekt in dieser Richtung - eine ganze Weile gebraucht, bis ich es auswendig konnte. 
Ein Gedicht von Fontane - gefunden neulich bei der Wildgans - die unermüdlich mit Gedichten und Geschichten lockt auf ihren erquicklichen Seiten. Aber erst besagter Fontane war´s - der bei mir einschlug wie ein durchsichtig-gläserner Meteorit vor kurzem. Findet sich am Rande hier im Blog .... es geht um "verdoppeltes Leben", um Intensität - und Dankbarkeit. Vier Vierzeiler ..... die jeden neuen Tag versüßen.

Habe mir nun einen Gedichtband mit deutschen Gedichten aus vielen Jahrhunderten und von verschiedenen Erschaffenden bestellt - mein Übungsmaterial. Deutsche Gedichte - mit verschiedenen Facetten dieser Sprache, wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat.
"Meine" Sprache. Eine mit Ausdrucksmöglichkeiten - die sich mir gar nicht erschließen, weil ich soviele Worte nicht nutze. Wunderbare Worte - und eine wunderbare Sprache. Glaube ich - obwohl ich relativ wenig Vergleich habe - zumindest in der Tiefe - ansonsten schon einiges - in den Umgangsformen jedenfalls.
Eine Sprache - die von vielen Schriftschaffenden auch ganz anderer Kulturen geliebt wird aufgrund ihrer Ausdrucksmöglichkeit und ihrer Klarheit, ihrer Tiefe eben. Und manches Mal sogar - weil sie humorig sein kann.
Eine Art "verschollene Schönheit" - die es lohnt, wieder zu beleben.

Auch hier - also beim Memorieren des Sechszehnzeilers vom Herrn Fontane - fand ich mich einigermaßen enstetzt darüber, wie wenig meine Hirnwindungen zusammengeschaltet waren in den vergangenen Jahren des langsamen Verblödens in der Limousine - mit immergleichen Sprüchen und nur seltenen "Zusammentreffen mit Kultivierten" - sowie auch einer gewissen Form des systematisch-fortschreitenden Verblödens vor dem Bildschirm. Eine der zahlreichen Paradoxien in einem Menschenleben - zwar lernst Du viel dazu - aber Du kannst auch viel Wichtiges dabei ver-lernen.

Zu den Zeiten, in denen ich exzessiv getrommelt habe - waren diese Schaltungen im Gehirn mehr als intakt.

(Was Exzesse, hier: Intensität betrifft - bin ich anderer Ansicht als der oben erwähnte Herr - und liebe solche durchaus, weil sie zu einer erstaunlichen Verdichtung in Zeit und Erleben führen können. Besipielsweise auch in Partnerschaften - mit Manchem war ich 24 Stunden bis ein paar Jahre pro Tag zusammen - und so bin ich sicher, daß manchmal trotz "kurzer Gesamtlaufzeit"  mindestens ebenso viel geschehen ist - wie bei anderen Paaren in 25 Jahren - nicht.)

Ich konnte alles, alles, was ich gelernt habe, memorieren - und ich tat dies auch täglich viele Stunden lang. Eigentlich - immer - nur mit wenigen Pausen. Lernte Vierzeiler und Sechzehnzeiler in einer mir - scheinbar - völlig fremden, aber doch zutiefst vertrauten Sprache - mühelos. Gesänge der Yoruba - für universalen Götter.
Viele kann ich heute noch mühelos memorieren - manchmal fehlt mir hier und da ein Wort zur Melodie. Auch die Rhythmen - lassen sich memorieren. Es ist immer eine Frage - der Übung und der Regelmäßigkeit und/aber besonders der Intensität.

Melodien habe ich vermutlich noch nie vergessen - kann mich jedenfalls nicht dran erinnern. Und es gibt bislang auch nichts, was ich auch nur annähernd vergleichbar schnell auffangen und memorieren kann. Manches Mal - wenn ich eine ganz neue Melodie vernehme, weiß ich gar vorher - was sich in der Folge quasi rein logisch erschließen wird - ohne, daß ich auch nur den geringsten Schimmer oder gar Interesse an "höherer Mathematik" hätte. Was alles selbstredend - für Musik und nicht nur als Gehirntrainerin spricht.

Velleicht war dieses exzessive Memorieren ein Grund - warum manche, die all das einst nur unter größeren Anstrengungen gelernt hatten, mir nicht glauben wollten, daß ich es in Windeseile tat: Ich memorierte etwa 24 Stunden bis ein paar Jahre am Tag - auch im Schlaf und im Traume, mit großer Begeisterung. Werde nicht vergessen, wie sich des Nachts im Traum, gerade auf Cuba und beim ersehnten Meister angekommen, Ogún - bei uns Mars - äußerst real mit einer ganzen Armee von Helfern in Bewegung setzte, um mich zu unterstützen. 
Bin bis heute davon überzeugt - daß es ein "Wiederhören" war .... also nicht das erste Mal. Ein klares "Nachhausekommen" - schon nach den ersten wahrgenommen Klängen von bespielten Batás (die "göttlichen Trommeln") einst in Deutschland im schönen Westerwald. Ein paar Hundert Meter von der Spielstätte entfernt - aber diese Trommelklänge verbreiten sich in Wellen über große Distanzen ....

Nun - bieten sich also neue, alte Übungsfelder. Und noch etwas, was schon lange vor sich hin schwelt, etwas, was verloren gegangen ist in diesem Land: Lieder!
Will heißen: Vierzeiler - Gedichte - lassen sich schließlich auch vertonen und singen! Und so - macht es nicht nur gleich doppelt Spaß - sondern brennt sich auch erheblich tiefer ins ganze System ein.

Lauschte mehr am Rande in den vergangenen Jahren hier und da gebannt und meist nur per Zufall wenigen MusikerInnen, die sich altem deutschen Liedgut widmeten - und war immer fasziniert von der Schönheit, die es mit sich bringt. Es ist aber leider - fast völlig verschollen und vergessen - so wie die Hirnverbindungen es auch tun - wenn sie nicht gepflegt werden.

An dieser Stelle also - herzlichen Dank an die wilde Gans und ihre Leidenschaft für Sprache, Bilder und "alles drumherum" -  und an den o.g. Herrn, den ich fuhr. Auch an die neuen, korrekten Unternehmer - u.a. wegen dem Kopfrechnen. Also mal an alle - für die Erinnerung!

Sommerpause und Aufschieberitis

....  das ist wirklich ein Witz - wie jedes Jahr im Sommer gehen die Damen und Herren Politizierenden also in die Sommerpause. Als hätten die wichtigen Angelegenheiten auch Pause. Und die öffentlich-rechtlichen Sprachrohre - haben auch nichts zu erzählen, alle "Polit-Talkshows" in Sommerpause - und von jetzt an verkaufen sie endlose Wiederholungen als "Highlights" im Zwangsabgaben-Programm.

Ich habe neulich per Einschreiben einen Brief an die Zwangsgebühren-Einzugsstelle gesandt, in dem steht, daß ich diese Gelder nur unter Vorbehalt zahle, bis das Ganze rechtlich einwandfrei geklärt ist. Bekam als Antwort, daß ginge aber so nicht. Zwangsgebühren könnten nicht unter Vorbehalt gezahlt werden. Und dann noch ein wirklich frecher Satz - sie könnten mich insofern beruhigen, daß es nicht zu meinem Schaden gereichen würde. Was nicht stimmt - denn de facto ist es ein finanzieller Schaden. Soweit - am Rande dazu. Und - es wird sich schon klären.

Einstweilen staune ich also - daß die "Krise" nun Sommerpause macht. Scheint ja eine sehr entspannte Krise zu sein. Allerdings habe ich so eine Ahnung, daß es im Herbst  dann zur Sache geht - mit Rambazamba. Wenn der große "Bail-In" eingeläutet ist, also die Zwangsenteignung kommt.  Nach zypriotischem Vorbild. Schaumermal ... schließlich bin ich ja keine Hellseherin und finde mich auch gerne im Irrtum wieder. 

Werde mir mal ein Beispiel nehmen - und meine persönlichen Krisen einfach ebenfalls in Sommerpause schicken. Eigentlich schon vollzogen ... fühlt sich sogar gut an.
Achja - ein Projekt gibt es noch - welches die Sonne mit ihrem Vitamin-D anstieß in den vergangenen Tagen: Die Aufschieberitis kurieren. Aufschieberitis kann man sich nur leisten, wenn man noch jung ist und sich sagen kann - ach ja, da habe ich ja noch soviel Zeit. Und es ist ja auch schön, erstmal nur zu träumen ...

Ja - träumen ist schön. Aber es ist auch schön, aufzuräumen. Alles zu seiner Zeit.

Wünsche eine angenehme Sommerpause. Ja, er ist doch wieder gekommen, der Sommer. Ich hatte da auch keine Bedenken.          

Nix weiter .... außer: Doch doch - das kann man ausstellen ...

.... Nix weiter, wie angenehm. Ein völlig "unaufgeregter Schichtblock" liegt hinter mir - und ich staune, daß ich mich an kaum etwas erinnern kann. Lauter freundliche Menschen, die nicht allzu viel sprachen. Nicht ein Mal "das übliche Gejammer" über was auch immer. Über´s Wetter geht ja gerade nicht, denn es ist ziemlich optimal. Und ich denke, daß uns Menschen das gerade so richtig gut tut - Licht, Wärme, Sonne - und . dazu noch in moderaten Temperaturbereichen.

Nur einer blieb hängen - als Erinnerung. An einem einsamen Halteplatz, an dem auch mal eine lange Weile nichts passieren kann. Ich hatte mich gerade tiefen-entspannt, als ein Kombifahrer um die sechzig plötzlich vor mir stehen blieb und wilde Zeichen machte - ich sollte mitkommen. Er stellte sein Auto ab und ich fuhr ihn weiter an sein Wunschziel. Er berichtete mir, daß er ein nagelneues Smartphone habe  seit gestern - auf diesem tippte und strich er herum und kicherte mal zwischendurch, was da so passierte. Das sei ja schon eine feine Sache - da gebe es viel Nützliches, was man wirklich brauchen könne. Ja - sage ich - das ist wohl wahr. Aber sie wissen ja, daß sie das nie wieder ausschalten können?

Doch - das könne er. Das ginge ganz einfach.
Ne, sage ich, das können sie nicht - diese Dinger bleiben immer auf Empfang.
Nein nein - er würde das ja selbst ausschalten.
Nein nein - das meine ich nicht.
Ich erkläre ihm, was ich meine - nämlich, daß er da freiwillig eine transportable Abhöreinrichtung mit sich trägt - die sich beispielsweise  jederzeit in sein Wohnzimmer zuschalten könne. Und vieles mehr ....

Er weiß nichts davon. Hat sich "mit sowas" nie beschäftigt.
Und ich bin immer wieder erstaunt - wieviele Leute immer noch nichts bemerken.
Nicht einmal trotz wochenlangem, aktuellem Medienhype.
Und er ist nicht alleine damit. Auch junge Leute wissen oft nichts davon - sie beschäftigen sich ebenfalls nicht "mit sowas". Neulich gab ich einer netten um-die-Zwanzigerin ein paar Stichworte mit auf ihren Weg - die hatte nicht einmal einen Schimmer, wer denn Edward Snowden sei? Oder Julian Assange? Oder oder und und .... Als sie am Ziel war, bedankte sie sich für die interessanten Hinweise. Vielleicht - macht sie sich ja wirklich mal ein eigenes Bild, wer weiß.

Es dauert - immer noch! - sehr lange - bis ein echtes Umdenken einsetzt. Vielleicht kommt das ja nie .... Aber das positiv zu Bemerkende in den vergangenen Jahren ist: Auch die, die sich nie informieren oder es bisher nicht taten - sind recht offen für neue Informationen, von denen sie zuvor nichts hörten. Der einstige heftige Widerspruch - "Weil nicht sein kann - was nicht sein darf" - scheint sich schon zu einem Großteil aus dem kollektiven Geist entfernt zu haben.

Sonntag, 14. Juli 2013

Pervertierte Begrifflichkeiten - heute: "sozial schwach"

Und heute nur sehr kurz - weil mich der Zorn packte- oder ich diesen.
Als "sozial-schwach" in den von uns akzeptierten und pervertierten Gesellschafts-Begriffen - gelten solche - die wenig oder kein Geld haben.
Das können zwar Menschen sein - die gerade sozial sind und gerne eine Menge tun würden - aber es nicht können, weil die Kohle fehlt und sich der Großteil der Lebenszeit einfach nur noch auf die Überlebensmechnanismen bezieht.

Und die, die jede Menge Kohle haben - sind oft (nicht immer!) äußerst asozial. Bis hin zum Absurden.

Eine alberne Charity - hat mit "sozial" einen Scheißdreck zu tun.
Und großflächig angelegtes "Impf-Sponsoring" von einem bekannten Multimilliardär - weltweit angestrebt - ist nicht nur asozial, sondern lebensgefährdend für die Menschen.

Sozial ist auch nicht "was Arbeit schafft" - sondern nur das - was Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und in die Lage versetzt, kreativ zu sein. Und wer arbeitet - will dafür auch entsprechende Kohle bekommen. S.o.
 
Viele Menschen - die in Unkulturkreisen als "sozial schwach" bezeichnet werden - sind alles Andere als das. Geld - ist noch lange nicht sozial.

Ich übernehme mal den Spruch vom Herrn Sommer - da kannst Du mal mindestens eine Woche lang drauf rumdenken - was eigentlich "sozial stark" ist.

Ich tu´s auch .... und werde es sicher noch ausfeilen .... aber nicht mehr heute abend.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Manchmal ist es hier echt laut ....

... aber anders als in der Stadt - wo es dazu noch eng war in den Häuserschluchten.

Wirklich "idyllisch" - ist es hier auch nicht immer.
Aber schon mindestens dreimal idyllischer - als in der Stadt an sich.
Und Dutzende Male idyllischer - als meine letzte Behausung. Und viele andere davor.

Viele Kinder - sind hier schon recht laut den ganzen Tag über.
Aber alles - anders als in der Stadt.
Manchmal amüsiere ich mich gerne drüber - und oft höre ich es gar nicht mehr.
Bei schönem Biergartenwetter - grölen die Insassen sehr laut - und singen Schlager.
Oft dröhnen morgens schon die Rasenmähermotoren.
Manche Nacht - fliegen die großen Flugzeuge so nah überm Haus, daß meine Fensterscheibe im Schlafzimmer zu wackeln beginnt.
Auf der nahegelegenen Hauptverbindungsstraße rauschen beständig Autos vorbei.
Die Feuerwehr rückt manchmal mit Sirenengeheul aus - ist nicht weit entfernt.
Im Sommer - ist alles nochmal lauter - weil die Menschen gerne draußen sind.

Und alles das - höre ich irgendwie - überhaupt nicht so, wie in der Stadt.
Gerade jetzt - fällt es mir mal wieder auf.
Und geht mir gerade ansatzweise auf die Zwiebel ....was aber eher selten ist.

Wohl auch, weil ich weiß - daß die Nächte hier eher ruhig sind.
Und die wilden Kinderchen - gehen immer so gegen sieben oder acht nach Hause, dann wird´s allerorten ruhiger.
Die rollenden Kugeln von der Kegelbahn - Verlängerung des Biergartens - höre ich schon gar nicht mehr wirklich.
Und - der Biergarten macht früh zu - die Kegelbahn auch.
Nur sehr selten - eigentlich nur im vergangenen Sommer - gibt es solche strapaziösen Parties irgendwo - hörbar - wo die die Nächte durchgefeiert werden.

Wenns dunkel wird - klappen noch die Schwalben ein auf der rechten Seite des Bettes - in ihre Nester unterm Dach.

Und manchmal - wenn ich nachts nochmal wach werde - höre ich immer noch so ein leises "Klack klack" - aber auf der linken Seite vom Bett ... Fledermäuse - die wohnen auch hier im Himmelsgeschoß - nachtaktiv.
Aber sehr rücksichtsvoll, die Damen und Herren Fledermäuse - machen wirklich nur ein kleines, leises "Klack klack".
Da kann ich gut drüber hinwegschlafen. Ebenso - über manche Katzenkämpfe da draußen - mit gefährlich klingenden Geräuschen. Viele recht wilde Katzen sind hier unterwegs.

Was ist genau anders - an der "Lautstärke"? Ich weiß es gar nicht so genau - habe nur ein paar Ideen. Zuallererst - denke ich an die Weite von Himmel und Wäldern ringsum. Und daran - daß hier nur recht wenige Menschen in der Siedlung leben - also kein Vergleich zu der geballten Stadtenergie - und ich wohnte ja dazu noch mittendrin und Parterre - wo jeder Esel aus dem Zehn-Parteien-Haus nachts hinter mir an meinem Kopfkissen vorbeilief im Treppenhaus - getrennt nur durch ein Mäuerchen - gespürt allzu nah. Jedes noch so kleine Geräusch im Hinterhof - war, als säßen sie mit in der Hütte. Mal ganz abgesehen von vier Höllenjahren auf einer Riesenbaustelle - und alles im Dunklen. Das alles - erinnere ich quasi nur noch in solchen Momenten - in denen ich temporär zuviel Lärm empfinde.

Hier - habe ich Licht, Sonne und wohlige Wärme - sogar manchmal wohlige Hitze - wie in den vergangenen Tagen - 30 bis 35 Grad in der Hütte, weit über 40 draußen an der Hauswand, wo die Sonne bis zum Abend steht. Und einen offenen Blick - in die Weite.

Die temporär lauten Menschen - sind nicht exzessiv unterwegs - bis auf wenige, die an Reifen herumstochern - wie in der Stadt so oft. Hier wird nicht "gechillt", "gegroovt" oder lauter solches Zeugs - hier wird einfach nur - "ganz normal gelebt".

Und manchen Morgen - wenn ich früh genug auf bin - und alle Anderen noch schlafen - besonders an Sonntagen - höre ich ein Vogelkonzert der Extraklasse aus den umliegenden Wäldern. Fast - wie einst im Urwald.

Jetzt - ist diese kurzfristige Lautstärke da draußen schon wieder verebbt - die "Rush-Our" geht ihrem Ende zu - und die lauten Familien haben sich wohl zum Abendbrot zurückgezogen. Jetzt wird´s wieder - "idyllisch". Fast wie Urlaub - und das jeden Tag.

Nochmal "Sommer in Orange" ...

.... hier neulich schon kurz erwähnt - ein wirklich amüsanter und erhellender Film für mindestens alle die, die sich in irgendeiner Form schon mal mit der "spirituellen Suche" beschäftigt haben.
Kommt am kommenden Samstag um 20.15 auch im "Ersten" - und ist dann wieder für eine Woche in der Mediathek sichtbar.

Mir selbst - hat der Film nicht nur viel Spaß gemacht - sondern auch einen feinen Spiegel vorgehalten. Zwar war ich nie bei den "Bhagwans" - aber auf anderen Baustellen unterwegs. Sehr schön erkennbar ist in dem Film - ein "spiritueller Dogmatismus", selbst bei solchen, die auf vermeintlichen Befreiungspfaden wandeln.
Köstlich überzogen viele Szenen, aber dennoch viel Wahres dran.

Wirklich gut gemacht - es wird klar, daß auch "spirituelle Gruppen" lediglich in Glaubenssätzen und  Ideen verhaftet sind - wie das heranwachsende Mädchen im Film u.a. zu spüren bekommt, als die orangefarben gekleidete Mutter sie anfährt:
"Wie siehst DU denn aus!!????"
als sie sich  einen Trachtenrock der Großmutter geworfen hatte.

Der Konflikt zweier heranwachsender Kinder zwischen den Welten - einerseits die etwas schräge Bhagwan-Gemeinschaft, in der sie aufwachsen - andererseits das ebenso schräge bayerische Dorfleben - wird deutlich.
Gegebenfalls also: Viel Freude mit einem guten Film. Auch für "Nicht-Spirituelle" .... (gibt es sowas?)

Mittwoch, 10. Juli 2013

Kuhmilch, Zellwachstum, Fleisch und natürlicher Ekel

... Kuhmilch - als Krebs-Faktor? Klingt logisch .... hörte in einem Interview mit dem Herrn Rüdiger Dahlke - daß Kuhmilch ein starker Zellwachstumsbeschleuniger sei. Ursprünglich sei diese ja von der Natur nur für die Kälber bestimmt - und diese würden mittels der in der Muttermilch vorhandenen Ingredenzien schnell wachsen und gedeihen. Viel schneller - als ein Mensch. Soweit - in aller Kürze und nur sinngemäß wiedergegeben.
So betrachtet - enthalten also alle Kuhmilchprodukte ordentliche Anteile an Zellwachstumsbeschleunigern. Und was ist Krebs? Genau - außerordentliches Zellwachstum.
Außerdem sei noch erwähnt - daß laut Herrn Dahlke das Kalzium in der Kuhmilch für den Menschen nicht wirklich verwertbar ist. Inzwischen gibt´s ja wohl viele Erkenntnisse in dieser Richtung.

Wenn ich jetzt mal in einem Supermarkt in die Kühlschränke schaue - finde ich: Kilometerlange Regale mit Kuhmilchprodukten - von der Butter über den Käse zur Sahne und hin zu tausend Joghurtsorten mit reichlich Geschmacksverstärkern. Alles in Plastik und/oder Aluminium verpackt. Fast nichts davon - scheint mir ein echtes "Lebensmittel" zu sein. Oder nur - mit Vorsicht genießbar.

Nach zahlreichen Selbstexperimenten in Bezug auch auf Ernährung - von hohem Fleischkonsum in der Kindheit und Jugend über viele Jahre der vegetarischen Ernährung später - auch vegan und eine Weile Rohkost - habe ich mir in den letzten ein-, zwei Jahren nicht mehr wirklich viele Gedanken dazu gemacht. Habe auch hier und da Fleisch gegessen - in Maßen, weil der Körper einst danach verlangte - nach blutigem, eisenhaltigem Fleisch.

Jetzt - stellt sich langsam wieder ein "natürlicher Ekel" ein - so nenne ich das. Das letzte "Selbstexperiment" war also - völlig undogmatisch und un-ideell - einfach alles zu essen, was ich will. Auch ein fettiges Wurstbrötchen oder sogar einen Burger mit mehr als totem Zeugs drin bei Bedarf. Erhitzt bei über 1000 Grad - da kann man eigentlich auch gleich ein Stück Teppich mit Geschmacksverstärkern essen. Wider besseren Wissens also - probierte ich nochmal eine Weile, wie es sich nun anfühlt - Fleisch zu essen. Vorgestern abend - gab´s zum Abschluß Lammsteaks aus der Tiefkühlung - angeblich besonders eisenhaltig - und am nächsten Morgen tat mir der ganze Körper weh, als ich aufwachte. Hat nicht lange gebraucht - um einen möglichen Zusammenhang zu bemerken.

Nu´- is also wieder gut. Das Fleisch darf wieder von der Speisekarte fliegen. Aufgrund von o.g. "natürlichem Ekel", der sich von selbst einstellt. Die Sommerhitze bietet sich sogar für viel Rohkost an - alles andere ist im Moment eh zu schwer. Schaumermal ...

Käse und Butter - dürfen auch weniger werden - oder ganz rausfliegen. Milch habe ich noch nie gerne getrunken und Eier brauche ich auch nicht wirklich.
Für eine Weile war es in Ordnung - wieder all das gwohnheitsmäßige Zeugs zu mir zu nehmen - aber jetzt merkt der Körper erneut - daß das alles recht tot ist. Und dieser ist hier die Chefin, was die Ernährung betrifft. Dieser meldet - was er zu sich genommen haben möchte. Nunmehr - jenseits von ideologischen Vorstellungen. Und die aktuelle Meldung lautet: Gib mir frisches Gemüse - am besten oft ungekocht.

Muß ich mal schauen - wie ich das organisiere, wenn ich unterwegs bin. Ist ja nicht wirklich neu und wird sich finden - wenn auch nicht an jeder Ecke. 

An jeder Ecke - findet mensch Brötchen mit Butter oder Margarine und Fleisch und Käse ... Döner, Pommes, fettige Würste und noch mehr Fleisch. Die genialen, raren, vegetarischen Imbißläden, die es mal gab, haben wieder dichtgemacht. Zu meinem Bedauern. Aber es gibt ja noch ein paar Thais oder Inder und ganz gute Salatbars ... und vor allem gibt es  Wochenmärkte.
Es gibt auch noch zwei, drei Lokale - in denen sich gesunde, leckere Nahrung ohne tote Tiere findet. Klappt schon - ist aber immer mit ein wenig mehr Zeit und/oder Aufwand verbunden. Zuhause - ist das eh alles problemfrei.

Ich freue mich, daß der "natürliche Ekel" wieder einsetzt. Eine Weile lang - konnte ich mich über diesen hinwegsetzen und hatte auch kein schlechtes Gewissen gegenüber den Tieren - mit denen ich darüber kommuniziert habe - an anderer Stelle. Und bei denen ich mich jeweils bedankte. Jetzt - ist auch das wieder anders. Und es schüttelt mich gerade - wenn ich an das Lamm denke.

Du bist, was Du ißt - ist tatsächlich so. Nichts dreht mehr die Zellen an, als Rohkost - meine Erfahrung. Aber - Dogmatismus bringt´s auch nicht. Es muß sich irgendwie - von alleine einpendeln, dann ist es auch kein Krampf.
"Zwei Schritte vor - einen zurück" - und nochmal nachschauen. Ob´s auch wirklich stimmt. Für einen selbst.

Auf sinnlose Diskussionen mit Anderen - was denn nun richtig oder falsch sei - würde ich mich heute überhaupt nicht mehr einlassen. Früher bin ich noch manchmal auf sowas hereingefallen ... und wurde von einer Horde Fleischfressern als "naive Weltverbesserin" oder sowas bezichtigt - obwohl ich lediglich erwähnte, daß ich kein Fleisch mehr essen würde. Sehr aufschlußreich einst ... und heute zum Piepen. Heute weiß ich - die haben gar nicht mich angegangen - sondern sich selbst - weil jemand ihnen ihr eigenes schlechtes Gewissen gespiegelt hat.

Und so ist es mit vielen "Lebensdingen" - ein jedes darf für sich selbst schauen, was es braucht und/oder möchte.

Kein Essen von Monsanto in Monsanto-Kantinen ....

... Hallo? Ob man da wohl dran fühlen kann? Die wollen ihre eigenen Produkte lieber nicht essen?
Gehört habe ich das hier - in der zweiten Hälfte der Sendung kommt es zur Sprache. 
Und: Auch in den Kantinen des britischen Parlamentes soll kein Genfood ausgegeben werden. Allerdings haben die Herrschaften beschlossen, daß es für das normale Fußvolk keinerlei Gesundheitsrisiko beinhalte. Und sie haben entsprechende Gesetze durchgelassen - zugunsten von Genfood.

Nur - selbst wollen sie solches Zeugs lieber nicht essen.
Vor Jahren gab´s ja auch schon mal diese Nachricht, daß der "Herr Nokia" seinen Kindern keinesfalls die Nutzung eines Handies erlauben würde.
Ob die auf einer Insel leben? Nein - aber was beispielsweise die Lebensmittel betrifft, so gibt es wohl viele Leute mit reichlich  Geld, die ihre eigenen Gärten und Felder bestellen lassen - alles genfrei und biologisch - von bester Qualität.

Das Gute an solchen Meldungen ist:
Man muß nicht lange drüber nachdenken, was das wohl bedeutet.

Dienstag, 9. Juli 2013

Fast keine Kirsche mehr ...

--- am neulich noch üppig trächtigen Methusalem.
Nahezu alle Kirschen abgeerntet - von den Vögeln.
Keine einzige - liegt am Boden.
Kein Restmüll - kein Verpackungsmüll - keine Transportwege ...
alles rein öko-logisch. Und öko-nomisch.
Die Natur - schaffts noch locker -
nur der Mensch ist zu blöde.

"Bio-Supermarkt"-Besuchs-Gedanken ....

...  bremste gestern kurz an einem neuen Bio-Supermarkt ein, in dem Viertel der Kolonie, in dem ich letztmals hauste. Wollte erst woanders einbremsen, aber dann ergab es sich so - und ich warf mal einen Blick in den relativ neuen Laden. Auf der gezielten Suche nach einem Deo - mit neutralen und natürlichen Ingredenzien - bei diesen Temperaturen.
Dieses fand ich auch - zügig. Machte noch einen Rundgang durch diesen mir bisher unbekannten Laden - und stellte fest: Naja - viel lebendiger scheinen mir die sogenannten "Lebensmittel" hier auch nicht - als in den Massen-Discountern. Großenteils - ebenso in Plastik eingepackt, eingeschweißt - wo ist denn da der Unterschied - also zwischen Plastik- und Plastik?

Stellte fest - Vieles von dem Zeugs fühlt sich in diesem Bio-Supermarkt ebenso "tot" an - wie in den großen Discountern. Außer der Abteilung mit dem feinen Gemüse natürlich. Nehme noch zwei Töpfe mit feinen Kräutern mit.
Und ließ einfach Revue passieren .... was ich einstmals so alles geglaubt habe - welchen Ideen und Dogmen ich schon aufgesessen bin - meist, um ein "besserer Mensch" zu werden. Der recht strikte Einkauf in Bioläden - gehörte auch einst dazu.

Und - nein - ich bin kein "besserer Mensch" geworden.  Aber - heute weiß ich - ich bin völlig in Ordnung. Eigentlich - war ich immer schon - genau so.

Seit einiger Zeit - finde ich mich aus reiner Bequemlichkeit öfter auch mal im abendlichen Vorbeiflug in einem Lidl wieder ... und nehme mir dort ein paar Dinge mit. Wenn ich´s nicht vorher auf einem Markt besorgt habe - was meine liebste Lösung ist.
Das "Zeugs" aus den Discountern ist ja bekanntlich "verstrahlt - besprüht ... und so weiter. Aber - es erschüttert mich irgendwie nicht mehr wirklich.

Gemüse - läßt sich gut abwaschen - und mit Liebe betrachten. Des Vaters einstiger Lieblingsspruch - unter anderen, die ich mir für´s Leben gerne gemerkt habe - "Dreck reinigt den Magen" - tut das Übrige.

Übrigens - die scheinbar "nebenbei" dahingeworfenen, einfachen Lebens-Weisheiten dieses Vaters - sind mir bis heute weit wertvoller, als aller Unsinn, den man mir in Schulen beizubringen versucht hat. Von einem - der zwar die meiste Zeit seines Lebens "als Soldat gedient" hatte - an der Oberfläche - und der dennoch so gar nicht konform war.

So dachte ich also gestern - kurz über mehrere "Konformitätsphasen" in der Vergangenheit nach. Erinnerte mich an viele verschiedene Ideen - an die ich schon eine Weile geglaubt habe im Leben. Immer in der Hoffnung - etwas zu finden - bzw. etwas Besseres zu finden, als das, was ist.

Viele Ernährungs-Experimente fielen mir auch in Sekunden wieder ein. Alles - durch. Ebenso - wie einst - sämtliche Haarfarben und/oder verschiedene "Outfits". Alles - nicht von Dauer. Und nichts von alledem - ein Brunnen der Weisheit.

Bremste später nochmal kurz ein - an einem "Kik" - und holte mir eine Shorts.
Die perfekte Shorts - genauso, wie ich sie gesucht hatte - für fünf Euro.
Und - ich hatte keinerlei Skrupel.
Aus sehr simplem Grunde - ich habe nicht viel mehr Kohle dafür zur Verfügung.
Hätte ich diese - hätte ich ganz woanders  eingebremst.

Schon recht ironisch inzwischen - meine Reaktion auf arme Leute, die mich anbetteln:
"Nein, danke" lautete diese - neulich im Straßencafé mit der Freundin noch laut drüber gelacht, nachdem wir "angehauen" worden waren. De facto - hänge ich selbst in den Miesen - und könnte nun auch betteln gehen. Will ich aber nicht. Und sie - auch nicht. Also - sagten wir beide: "Nein, danke." Und amüsierten uns dennoch - über solch abstruse Situation.

Neulich hörte ich dies nochmal - zur Erinnerung: Diese Welt war schon so verrückt, als Du gekommen bist.
Ja - genauso isses.

Wenn mich jemand gefragt bzw. ermächtigt hätte - hätte ich erst mal sämtliche Gesetzestexte und "Vereinbarungen" gelöscht - um ganz von vorne zu beginnen. Unter diesen Umständen aber - kann ich nicht mehr länger - eine sinnlose Verantwortung übernehmen - für allzuviel Irrsinn.

Und dies hörte ich auch noch - von einem, der als "spiritueller Lehrer gilt" - und in keiner Weise ein solcher sein möchte: "Wenn doch eh alles Scheiße ist - genieß´es doch einfach."
Stark verkürzte Version. Und - absolut (!) - ausreichend.

Es ist halt so: Es liegt nicht in meiner Hand - Andere oder die Welt eines Besseren zu belehren. Zum Glück. Ein Jedes - belehrt und entleert sich selbst.

Was die Shorts betrifft aus dem Billigladen: Die wird nun sicher die nächsten 5 bis 10 Jahre gute Dienste für mich leisten - und ich werde mich jedesmal daran erfreuen und derart an die denken, die sie genäht haben - ebenso, wie ich es mit anderen Dingen halte - die ich erstehe. Und die in der Regel - sehr lange bei mir halten.

Gestern abend vernahm ich - äußerst erstaunt - etwas über die "Textil-(Un-)Kultur" meiner Mitmenschen. Junge Leute wurden auf der Straße befragt - was sie denn eben so alles gekauft hätten - und wie lange sie das tragen würden? Kein halbes Jahr ... dann müsse wieder was Neues her. Und - sie definierten ihre "Wandlungen" stark über dieses Äußerliche.
Was auch meine Generation einst tat - aber mehr "von innen nach außen" - bzw. nicht im Vierteljahrestakt.
Nun gibt es wohl eine neue, mir noch unbekannte Handels-Kette - die "Textilien" genau für solche Zwecke anbietet - um sie nach dreimal tragen oder nach drei Monaten - in die Tonne zu treten. Hmmmh ....

Ich lauschte weiter - es war ein tatsächlich aufschlußreicher Abend - sogar in den "ÖR´s" - für die, die sich noch nicht selbst informiert haben in den vielen vergangenen Jahren und Jahrzehnten:

Die Felder der einstigen Bauern, der echten Land-Wirte - werden weltweit zugunsten weniger Großaktionäre aufgekauft - und so wird den Menschen ihre Existenz unterm Arsch weggezogen. Ein Riesengeschäft - welches zu zunehmnder Abhängigkeit von den Großkonzernen führt. Interessante Doku auf Arte - einer der Aufkäufer wurde begleitet, z.B. auf seinen Aufkaufreisen in Rumänien. Anschließend noch "Plastic-World" - Doku über unseren Umgang mit diesem Material ....

Es wird "gefrackt" - was zu fracken ist.
Und es wird "gefuckt" - was auch nur zu "fucken" ist.
Menschen - lassen sich das Rauchen und sovieles mehr "verbieten" - als seien sie noch im Kindergarten.
Goldhandel - mit echtem Gold - wird "verboten".
"Krankenversicherungspflicht" - wird einfach so gefressen - ein jedes verpflichtet sich also hiermit - krank zu werden.
Zugunsten der "Gemeinschaft" - der Nutznießenden.
Leute - die sich nicht vergiften lassen wollen - sollen sich in Kürze mittels einer "Impf-Pflicht" zwangsweise vergiften lassen. Babies werden vollgestopft - mit hartem, chemischem Dreck - und fast alle Eltern schauen artig zu - wider besseren, intuitiven Wissens - wohl schon verstrahlt, das Hirn - und das der Kinderärzte ganz gewiß.
Möge jeder diese schlappe "Anlistung" - für sich selbst - prüfen bzw. fortführen ....

Und - ich freue mich hier einfach für mich - daß ich nicht mehr so dogmatisch bin, wie einst.
Ich freue mich - weiterhin - oder wieder - an der Schönheit der Existenz.

Laß´ sie doch fracken, fucken, wegwerfen .... klammern, festhalten und beharren.
Guckst Du einfach mal "zuhause" - bei Dir selbst - was noch aufzuräumen ist - im Traum von Leben.
Oder so ....