Donnerstag, 28. Februar 2013

Post von irgendeinem Anwalt ....

... heute. Knapp 500 Euro werden da in Rechnung gestellt - gleich zweimal - ein Brief für mich und einer für den Nachbarn, dessen Reifen ebenfalls platt waren. Wegen angeblicher "Verleumdung" - aha. Mit Klageandrohung. Bei Nichtbezahlung. Schön schnell verdientes Geld eigentlich - für das Aufsetzen eines nicht allzu komplizierten Schreibens - aufgrund von unwahren Behauptungen - knapp 1.000 Euro. Die darin stehenden Behauptungen - kläre ich kurz ab mit denjenigen, die sie angeblich aufgestellt bzw. vermittelt haben sollen. Nein - nichts davon ist wahr. War komplett anders. Ok.
Jetzt also nur noch - meinen Drucker wieder ans Laufen bringen - das knappe und präzise Antwortschreiben ist mental schon fertig. Wird schon klappen. Immerhin habe ich gestern fast 12 Stunden mit meinem neuen Mini-Notebook verbracht zwecks Installation von viel Zeugs - und das lief ja auch alles prima. Steht - wie eine Eins.
Nach Erhalt des Schreibens - war ich erstmals wieder privat auf dem Weg in die Kolonie - einiges erledigen. Auch noch - für´s kleine neue Arbeitsgerät. Und traf auf einen sehr angenehmen, außergewöhnlichen Geschäftsbetreiber - von dem ich viel lernte - in einer ganz anderen Akku-Angelegenheit. Viele "technische Schwierigkeiten" zur Zeit .....
Der runde Tisch für den Hausfrieden - ist also hiermit ad acta gelegt. Und - ich lerne: Es reicht jetzt wirklich - mit meiner Freundlichkeit - für Kreti und Pleti. Kein Anlaß mehr - wie gestern noch spontan - einen normalen Gruß abzusenden .... Die Fronten sind dank des Anwalts-Gebühren-Schreibens und des abtrusen Inhaltes nun sehr klar - und das Einzige, was mich wirklich noch ärgert, ist, daß ich als Privatperson keine adäquaten Gegengebühren erheben kann. Schreiben kann ich ja .... schließlich auch. Auch "formaljuristisch".

Mein gesunder Menschenverstand - sagt mir - das kann gar nicht sein, daß mir irgendjemand etwas in irgendeine Rechnung stellen will - aufgrund von abstrusen Behauptungen. Ohne echte Klärung von Sachverhalten. Soweit das Eine. Das Andere - in diesem verrückten Spiel des Lebens scheint - vordergründig und zunächst - das es "rechtens" zu sein scheint. Das liegt wohl daran - daß die Spielregeln im Großen und Ganzen mehr als durchgeknallt sind. Aber das ist ein ganz anderes und sehr umfangreiches Thema. Jedenfalls - ist die welt-beste Medizin wieder da - ich kann drüber lachen. 

Dienstag, 26. Februar 2013

Lärmende Zeit ... oder segensreiches Katapult?

... manchmal stehe ich morgens auf, wenn noch alles ruhig ist draußen - und höre mir das Gelärme in meinem eigenen System an. Niemand ist dafür verantwortlich - als mein eigener Geist, der in die morgendliche Stille schon lärmende Geschichten hineinspinnt, obwohl der Moment ebenso gut sehr friedlich sein könnte. Manchmal lärmen auch noch die Albträume einer vorausgegangenen Nacht dazu. Und ich sitze an meinem Kaffeetisch und staune - über soviel Unsinn. Und darüber - wie ich mir eine Welt erschaffe, die voller Hindernisse zu sein scheint.
Im Laufe eines Arbeitstages - lärme ich weiter, indem ich mir im Radio schlechte Nachrichten anhöre - und Diskussionen zu Lebensmittel-Skandalen oder zu den nun sehr berühmt gewordenen Leiharbeiter-Sklaven bei Amazon & Co. Ich höre "Nachrichten" - also nachgerichtete Botschaften - zu Überfällen auf Völker und somit Menschen in dieser Welt - Syrien, Mali u.a. - die das Pech haben, über von Anderen begehrte Ressourcen zu verfügen. Höre - irgendjemand möchte ihnen die "Demokratie" bringen - obwohl sie gar nicht darum gebeten haben. Höre noch mehr Wahnsinnniges - Rüstungsindustrie, Atommüll, Fracking .... lauter Irrsinn.
Meine eigenen Klein-Klein-Geschichten nicht zu vergessen - alberne Nachbarschafts-Animositäten, unerquickliche Erwerbs-Situation ....

Und es scheint - scheinbar - immer mehr zu werden. Immer unübersichtlicher. Und auch brutaler. Aber - ob das wirklich so ist, oder ob es nur daran liegt, daß mein lärmender Geist im Laufe von zunehmenden Lebensjahren immer mehr Zeug ansammelt, kann ich nicht wirklich sagen. Vermute es nur. Zumal der Lärmgeist gerne "vergleicht" - mit Geschichten aus der Historie - und sich fragt, wo genau denn der qualitative Unterschied sein soll - zu Profitgier, Sklavenarbeit und Mordgelüsten in der Vergangenheit - die ich ja selbst nicht einmal erlebt habe.
Höre sowas wie - etwa 4 Milliarden Euro würden benötigt, um die maroden Brücken (Sinnbild ...) in Deutschland zu sanieren. Denke - ja und? Was sind denn 4 Milliarden in dieser Zeit? Peanuts ... nur nicht für die, die nix haben. Und bei denen - soll es geholt werden. Ist also - einfach ein klarer Systemfehler. Diese 4 Milliarden - könnte mensch einfach schon in einem Stadtteil der Kolonie einsammeln bei Leuten, die danach immer noch sehr reich wären.
Die Rüstungsindustrie wäre pleite, wenn die Menschen sich wirk-lich für ein friedliches Miteinander begeistern würden.
Sklavenarbeit wäre kein Thema mehr - wenn die Menschen sich ihrer eigenen, auch noch so kleinen Gier bewußt würden und sie zugunsten einer für alle wohlbringenden Ethik aufgeben würden.
Mein Geist - denkt immer in simplen Lösungen. Alles, was mir als kompliziert verkauft wird - glaube ich nicht. Angebliche Komplexität dient in der Regel nur solchen - die ein Interesse daran haben, Andere glauben zu machen, sie seien zu dumm und unwissend, um etwas zu verstehen. Jedes Kind versteht die Welt - noch - ganz gut. Nur später wird´s unverständlich - warum sich nie etwas wirklich ändert. Dann kann man sich einsetzen und für oder gegen etwas kämpfen - in diesem unüberschaubaren Spiel der Welt. Um die Welt besser zu machen. Oder auch, um für sich selbst mehr vom Kuchen abzubekommen.
Oder man kann - wie ich an manchen Tagen - einfach aufhören damit und sich fragen, was diese Welt eigentlich ist? Welchen Wert ich ihr beimesse - und warum. Warum ich nicht aufhöre, Wünsche zu kreieren und mir ein besseres, anderes Leben zu wünschen - einen anderen Traum also. Einen anderen Traum - in einem Traum von einem Leben - der nicht einmal einen Wimpernschlag dauert - und doch manchmal so lang oder zäh erscheint. Und jeden Morgen nach dem Aufwachen aus der Erinnerung wieder auftaucht - scheinbar so real und greifbar, fühlbar. Immerhin bin ich im Nachttraum - auch aber anders unterwegs.
Gleichzeitig gibt es ein Wissen darum - daß ein Menschenleben nur einen kurzen Moment dauert. Egal - was alles passiert ist ... welche Erscheinungen passiert sind. Egal - welche Träume einmal auftauchten, welche Wünsche und Sehnsüchte. In Momenten des für mich wahrlich echten Luxus (lux von Licht ... nicht besser als Dunkelheit) - in denen ich mich einfach diesen Fragen widmen darf, ohne jemals gültige Antworten  zu finden - weiß ich, das ich träume - geträumt werde - mitsamt der Welt. Und etwas sagt mir, daß jedes nur für sich träumen kann und muß. Weil das, was träumt, das Einzige - welches überhaupt Träume erschaffen kann - es so tun muß. Aus einer gnadenlosen, sich selbst verzehrenden Liebe heraus - die mit den menschlichen Vorstellungen von romantischer Liebe so überhaupt nichts zu tun hat. Sarkastisch ausgedrückt würde ich es so formulieren: Das Eine - aus welchem alles entspringt - versucht sich selbst in völlig verrückten Träumen aller träumbaren Arten von Erschaffen, Erhalten, Zerstören - um sich selbst .... zu spüren? Wie Shiva - scheinbar ewig bekifft.
Aber es bleibt ein Taschenspieler-Trick - trotz aller Finessen. Dieses Eine, Einzige ... von dem ich ein temporär orchestrierter Teil zu sein scheine (wenn ich als solcher wieder auftauche), bleibt eben einzig und allein. Mitsamt aller erschaffenen Götterwelten und Universen. Wie ein Kind, welches zahllose Welten erschafft und zu beleben versucht - und selbst dran glaubt - für eine Weile.
Eine Ahnung ist den Spielfiguren gegeben - mit dem Spruch "Jeder stirbt für sich allein". Auch ein Buchtitel von Remarque - den ich einst zu lesen liebte. Innerhalb des Traumes. 
Am Ende aber - so es eines gibt - oder: welches es ebenso wenig gibt wie einen Anfang - versinkt es wieder in sich selbst. Und bleibt einsam. Dunkel. Still. Manchmal - geschieht dies auch mitten im Traum - für anfangs- und endlose Momente. Und ich - als Gespieltes - frage mich, wenn ich wieder zurück auf die Bühne des Spiels muß - wozu das gut sein soll? Jede neue Frage - ist wieder nur ein Teil dieses Spiels.

Montag, 25. Februar 2013

Der Eine sagt so - die Anderen sagen so - und ich ....

.... würdige jetzt mal den Einen - und meine gute Zeit der streßfreien Zusammenarbeit mit ihm.
Heute war es also soweit - wir sind alle "mitverkauft" worden und haben neue Arbeitsverträge unterzeichnet. Im Prinzip - kann es mir relativ wurscht sein, weil ich ja eh in erster Linie für mich fahre und arbeite. Dennoch - ist es eben ein Abschied - von einem seltsamen Exemplar Mensch, der mit mehr als fairen Konditionen sein Geschäft geführt hat. Die Neuen - sind auch fair.  Dennoch - werde ich weniger Prozente bekommen (auch diese noch besser als woanders) - und vor allem werde ich weit mehr abgeben müssen für "Sozialabgaben". Bei einem Salär knapp überm Limit von "Hartz IV" werde ich also etwa 160 Euro "Sozialabgaben" leisten müssen. Das - war mir bis dato gar nicht klar. Weil - der weltbeste Unternehmer immer nur die Hälfte meines zu leistenden Betrages von mir genommen hatte - was ich bis eben de facto nicht gewußt habe. Dieser hatte also derart - ein freiwllig von ihm gesponsertes Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld an seine Leute rausgegeben. Wo gibt´s denn sowas noch? In dem Gewerbe - wohl nicht mehr. Bedankte mich nochmal bei diesem - nachdem ich aus meiner Unkenntnis erwacht war. Und habe gerade - noch weniger Lust, weiterzumachen, als zuvor. Mal ehrlich - das sind zweimal 160 Euro Sozialabgaben bei einem Job, der gerade für 800 Euro gut ist? Einmal - 160 Euro meinerseits - und zum Anderen der gleiche Betrag für die neuen Unternehmer. Hallooo ??? 320 Euro Abgaben also zusammen - bei einem 800 Euro-Job? Da - stimmt doch was nicht mit der Mathematik ....
Und weiter geht´s dann - mit "Mehrwertsteuer" auf alles, was mensch so ersteht zum Leben. Also - "versteckte Steuern" - erst mal nicht so direkt realisiert. Schaute mir vor ein paar Monden einen sehr erhellenden Beitrag dazu im Netz an. Dachte aber bis dato - daß ich eh zuwenig Einkommen habe - um in diese Fallgrube zu geraten. Dabei  - hatte ich einfach nur großes Glück - mit einem sehr selten gewordenen Ausnahme-Exemplar zusammenzuarbeiten.
Der Abschied - stimmt mich ein wenig wehmütig. Und kommt jetzt doch noch - mit drei Monaten Verzögerung.
Seit etwa drei Monaten - hörte ich immer wieder - daß die Einen das nicht auf die Reihe kriegen. Heute hörte ich - der Andere würde nichts auf die Reihe kriegen. Wunderte mich mal wieder - in einer Art "Schußlinie" zu sitzen - aber sagte nichts weiter zu diesen seltsam-differierenden Wahrnehmungen. Nur einmal - soviel - daß ich den bisherigen Unternehmer schon ewig kenne - und daß es immer bestens geklappt hat, was meine Angelegenheiten mit ihm betrifft. Ehrlich gesagt - geht mir das ganze Gerede - von verschiedenen Seiten etwas auf die Zwiebel.
Und irgendwie - ist es wohl gerade eine Art "Dopplung" - weil mir ja auch hier im Haus das Gerede "über die Anderen" auf die Zwiebel geht. Weil es - auch gar nicht wirklich meine Angelegenheiten sind.
Als Bild - sitze ich also manchmal zwischen zwei Stühlen - und bin überhaupt nicht bereit dazu, nicht willig. Nicht willig - Partei zu ergreifen - weil´s nicht wirklich meine Angelegenheit ist.
Sie bringen mir also alle bei - mich um meine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Und manchmal wundere ich mich noch darüber - wie verschieden doch die Wahrnehmungen von "Realität" sind. Und wie schwierig sich scheinbar der direkte Austausch über solche gestaltet.

Freitag, 22. Februar 2013

Scheiße gebaut ...

... hänge drei Stunden am Flughafen - bis ich die Spitze habe. Warte wie immer auf das große Taxiwunder - und das es weeiiiit weg geht.  Tatsächlich - fragt eine Frau einer Vierergruppe von zwei Pärchen - ausgerechnet mich (ich bin ja eine Frau und deshalb freundlich?!!!) .... ob es für mich ok wäre, sie nach Porz-Wahn zu fahren. Das ist - der nächste Stadtteil und eine Scheiß-Fahrt. Ich höre mich sagen "Nein, ok ist das nicht wirklich für mich. Habe jetzt drei Stunden hier gewartet - und die Kollegen hinter mir auch." Ob sie nicht einen ganz hinten fragen könne - oder noch besser - einen, der gerade vorbeifährt - weil sich das echt nicht lohnen würde.
War also - eine ehrliche Antwort. Aber - auch die verkehrte. Werde ein "Disziplinar-Verfahren" bekommen. Irgendwann in den kommenden Wochen. Die Kollegen - die von hinten zu mir nach vorne gelaufen kommen und an mein Fenster klopfen, als ich mich gerade vom Acker machen will - werden mich sicher melden. Sie sind erbost und fragen - ob ich das zu den Leuten gesagt hätte - das sie sich jemand hinten suchen sollen? Ich bin sehr müde - und sage nur "Ja. Hab´ ich gesagt." Fertig.
Denke noch: Wie gewonnen - so zerronnen - und habe die Scheine vom Mulato gestern im Sinn dabei. Die werde ich also abgeben - für meine "Strafe". Die Strafe dafür, daß ich mich nicht an die Beförderungspflicht gehalten habe.
Was mich heute selbst erstaunt hat. Die Reaktion auf eine solche Frage - ob das "ok" für mich wäre - kam einfach spontan und unüberlegt. Völlig unprofessionell - und aus dem Bauch raus.
Mit berstender Wut in diesem - im Bauch - fahre ich drei Männer in die Kolonie zu ihrem Ziel. Mit berstender Wut darüber - wie sinnlos das alles ist. Und auf mich selbst - weil ich´s vermasselt habe. Aber - wie geschruben - in dem Moment habe ich nicht "nachgedacht". Und will es auch im Tagesverlauf nicht mehr tun - es war halt so, wie´s war. Und es wird kommen, was kommt. Gut - habe ich eben Scheiße gebaut. Sollte ich wirklich öfter tun.
Für einen Moment werde ich noch zornig über diese Scheiße - daß manche Leute sogar warten - bis eine Frau an der Spitze ist - weil sie von dieser Sanftmut und Freundlichkeit erwarten. Aber - das nur am Rande. Und vermutlich in diesem Fall - gar nichtso.
Ärgere mich also kurz - über mich selbst und meine überraschende "Unprofessionalität" - über einen saublöden Patzer - und steck´s dann in die Historienkiste. Habe noch einen ganz guten weiteren Tageslauf - aber auch das ist mir heute völlig wurscht. Habe einfach -  überhaupt keine Lust mehr - jeden Tag zu "jagen".  Ein paar Penunsen nachzujagen. Und mich dafür auch noch rechtfertigen zu müssen. Ein "Verfahren" zu bekommen. Kindergarten! Kontrollwahn! U.v.m. .....  Ja - war ich - zahl ich. Ich hab´s ja.  Fertig.
Bin einfach müde. Müde - mich über das Leben und seine seltsamen Wege und Unbilden aufzuregen.
Schließlich - ist das Leben Afrika. Und - alle Sorgen sind vertane Lebenszeit.
"You know, ...., this country here is not man's, it is god's country. So if anything should happen, just sit down, and don't worry." - hilft eigentlich immer. Und: "Wenn Du sieben Mal hinfällst - steh acht Mal auf."

Donnerstag, 21. Februar 2013

Aha - ich habe also Eier ....

Ein hübscher Mulato fällt mir als letzte Fahrt zu. Der - ist völlig dicht - mit Verschiedenem - und erzählt wirre Geschichten. Und gibt mir sinnlose Labels - von wegen, ich wäre ein guter Mensch und solches Zeugs. Ich lasse ihn reden - was Anderes geht hier kaum. Als er mir in die Armaturen fuchtelt - werde ich aber sehr deutlich. Aggressiv ist der nicht - aber anmaßend. Denke nur - ok, wird eben eine nicht ganz unanstrengende, aber immerhin gute Abschlußtour heute. Dann wird er anstrengend wie ein ungezogenes Kind - schnallt sich ab und meine Ersatzlimousine fängt laut an zu piepen. Der merkt wohl nicht mehr viel, labert weiter wirres Zeug. Ist kein Schlechter - eher ein feiner Kerl, wenn er nicht derart zugedröhnt ist. Dann kommt die "Standardfrage": Was ich von Negern halten würde? Die Frage kommt - nachdem ich sehr klar meine Ansage gemacht habe - nicht in die Armaturen greifen - und MICH AUCH NICHT ANFASSEN !!! Habe schon wieder diese "vertraute Hand" auf der Schulter. Wie bei Leuten, die sich schon lange kennen .... Also - hier, in Folge - die "Standard-Opfer-Frage" - mit dem vorgegebenen Tenor - ich wäre ja nur so, weil er ein "Neger" wäre. Ich selber - bin weit davon entfernt, sowas auch nur zu denken. Im Gegenteil. Dennoch - geht mir sowas auf die Zwiebel. Ich schaue ihm also tief in die Augen - nachdem mir schon ein spontanes "Wat is dat denn für ´ne Frage!" in den Äther entwichen war - und frage zurück - was er denn von Chinesen halten würde? Naja - da gäbe es wohl ein paar Nette. Genau - und so ist das auf der ganzen Welt - überall gibt es Nette und Arschlöcher.  Zwischendurch schlägt er mir noch vor, mit mir Kinder zu machen - in einer Art Kindersprache. Ich tue mal so - als hätte ich überhaupt keine Ahnung - worum es gerade geht - und sage das laut. Wie gesagt - der ist nervig, aber nicht aggressiv. Und darf mich sogar "Schwester" nennen. Als er dann wieder anmaßend wird - und mir weiter irgendeinen Unsinn über "meine Person" erzählen will - und ich hätte es gleich versaut - reicht es mir. Kündige an - daß er gleich aussteigen wird. Und zwar da vorne, wenn wir durch den Stau durch sind. Unsere gemeinsame Fahrt sei dann beendet - er würde sicher einen Kollegen finden, der vorbeikommt an der Ecke -  mit dem könne er dann ja weiterfahren. Bin erstaunlich ruhig und unaufgeregt - einfach nur ein wenig genervt ob soviel Unsinn. Und habe beschlossen - den Typen genau an der Kreuzung rauszulassen, von der aus ich nur noch zwei Minuten zu meinem Abstellplatz habe. Feierabend!
Kostet mich noch drei weitere Minuten Geduld - ihn loszuwerden. Er kramt in allen Taschen rum, nach Geld. Ich meine - ob er kein Geld dabei hätte? Oh - davon hätte er mehr, als ich denken würde. Es landet sein Handy in der Mittelkonsole, ein Flachmann auf dem Armaturenbrett und einen Schlüssel kriegt er wohl gerade noch gehalten. Die Fahrt macht knapp 15 Euro. Er gibt mir einen Zehner und ich sage - das reicht nicht. Dann gibt er mir noch einen Zwanziger - und ich reiche ihm den Zehner zurück - "Das ist zuviel!". Ach, Quatsch .... Gebe ihm den Zehner und weitere fünf Euro - so paßt es.
Daraufhin - gibt der mir nochmal den Zehner wieder - und Zwanzig drauf .... meint "Nimm doch." Ja - sage - nehme ich auch, ich kann es gerade brauchen. Ja - wüßte er. Und er habe es wohl völlig verbockt. Aber - er sei kein Arschloch. Ne - sage ich - habe ich auch nicht gesagt. Hab´s ja nicht mal gedacht.
Als er aussteigt - sehe ich noch einen hübschen, runden und knackigen Hintern - seine Hose rutscht ihm runter, als er sich aus dem Sitz pellt. Wirklich ein hübsches Exemplar - also von Antlitz und auch von hinten. Sogar in der Seele - aber der Zeitpunkt war denkbar ungünstig. Etwa zwanzig Jahre zu spät ....
Bevor ich ihn raussetzte - meinte er noch - ein kurzer Moment der Erhellung in tiefem Nebel: "Du bist ja ein Typ!"
und "Du hast ja echt Eier."
Tja - so ist das mit den "Rollenspielen" im Leben.
Nahm seine freiwillige Spende sehr gerne an - habe mir mal irgendwann vor Jahren geschworen, eine solche nie wieder abzulehnen. Da hatte mich schon mal jemand im Vollrausch mit Geld beworfen und schrie "Hier - nimm et doch!" Ich war damals so blöd - und habe ihm alles wieder in die Tasche gesteckt.
Vom schönen Mulato - war es heute eine Art "stellvertretendes Schmerzensgeld für sinnloses Generve."

Mittwoch, 20. Februar 2013

Mißerfolge und Erfolge

Ein wenig halbherzig ging ich zwei Versuche an, meine finanzielle Lage etwas zu verbessern. Wollte meinen alten Silberschmuck in Komission geben - nein, tut uns leid, davon haben wir im Moment genug. Ok, danke - Deckel zu und raus aus dem Laden. Zweiter Versuch - wie wäre es mit einem kleinen Versicherungsbetrug - aus der Not heraus? Nein - geht auch nicht. Gott sei Dank - liegt mir eh nicht im Blut und hätte daher nicht gut geschmeckt. Vermutlich wäre es auch nicht nachhaltig gewesen. Hatte mich eh schon gewundert, überhaupt auf eine solche Idee gekommen zu sein.
Kaum denke ich heute - fahr halt für eine Weile wieder mehr Taxi - klingelt das Telefon und der Kollege fragt, ob ich morgen seine Schicht übernehmen kann, er ist immer noch krank. Ja - klar, mach ich. Aha - so sieht´s also aus. Für Lappöhrchen (also solche oben angedeuteten Schummeleien - kölscher Ausdruck) - eigne ich mich immer noch nicht. Und es ist ganz gut so, gut, daß zügig zu merken. Den Silberschmuck hätte ich ohne Weiteres hergegeben - aber hat halt nicht geklappt. Die Extraschicht - paßt. Werde mein neues Buch mitnehmen - dieses habe ich mir geschenkt, denn manchmal tut es einfach gut, sich in scheinbar verfahrener Situation ein schönes Geschenk zu machen.
Eine wohlmeinende Freundin empfiehlt mir hartnäckig, zum Amt zu gehen. Sie rief nochmal zurück neulich nach einer Unterhaltung - und meinte, sie hätte nachgedacht und eine Idee. Ich dachte mir schon, was ihre Idee sein würde - und bedankte mich für ihre Mit-Aufmerksamkeit - aber das sei wirklich die allerletzte Lösung für mich - und gerade nicht Thema. Gut. Sie erwähnte es später nochmal. Nein - immer noch nicht. Als sie es zum dritten Mal erwähnte - wurde ich leicht ärgerlich und sagte ihr recht klar und unmißverständlich, sie möge mich nun bitte damit in Frieden lassen. Gut.
Tatsächlich habe ich mich in der Vergangenheit auch schon eine zeitlang vom Amt "alimentieren lassen" - als sogenannte "Aufstockerin". War eine Lektion - und zu der Zeit wichtig und gut so. Dennoch - habe ich mich damit nie wirklich wohl gefühlt - im Gegenteil. Und im Gegensatz zu anderen Menschen, die damit keinerlei Schwierigkeiten haben - weil sie es so in Ordnung finden. Für mich: Der reine Horror - jemandem Rechenschaft und Erklärungen liefern zu sollen. Hat zwar funktioniert - aber war einfach ein schlechtes Gefühl. Hatte sogar Glück, auf einen ganz netten "Arbeitsvermittler" zu treffen - meist haben wir den für mich anberaumten Termin mit einem relativ netten Schwätzchen verbracht und die nötigen Formalitäten schnell erledigt. Denoch blieb immer so ein seltsames Grundgefühl bei mir -  mich doch lieber "selbst und ehrlich" durchzubringen. Vermutlich möchten das die meisten lieber - aber es geht eben nicht immer. Und für viele immer schlechter in einem Land - in dem mit immer schlechteren Löhnen immer mehr Profite für Aktionäre erzielt werden. Ein sogenannter "Mindestlohn" von 8,50 Euro die Stunde - bleibt in meiner Branche noch ein Traum. Bei 12 Stunden pro Schicht - käme ich damit wohl ganz gut hin.
Eine zeitlang - fand ich es auch völlig in Ordnung - zum sogenannten "Prekariat" zu gehören. Das ist ab-geartetes Neusprech - früher hieß das mal "Proletariat" und in dem Wort steckte viel Arbeit.  Heute wird per "Prekariat" suggeriert, daß die, die nicht mehr von ihrer Arbeit leben können - faul sind.
Ist nun mal so ... also das als "prekär" Eingekastelte - und ich hatte soweit keinerlei Schwierigkeiten damit - weil ich ja meine Rechnungen immer pünktlich bezahlt habe und mir so manch köstlichen Einkauf auf dem Markt erlaubt habe. Jetzt aber - war´s nicht mehr ganz so lustig, weil ich bereits anfing, an erstaunlichen Stellen herumzuknausern. Nahm neulich die Zucchinis aus dem Supermarkt nicht mehr mit, weil sie mir zu teuer erschienen. Oder einfach - zuviel - es waren drei - und ich brauchte nur eine. Ich hasse - Knauserigkeit. Aber auch sinnlose Verschwendung, irgendwie. Kaufte mir also später woanders - eine. Gut. Nur ein Beispiel.
Besorgte mir für meine freien Tage - ein paar gehaltvolle Gemüse und kochte einen großen Topf mit köstlichstem Eintopf. Stand davor und dachte - hey, es geht Dir immer noch gut. Das hier - ist Gold wert.
Und alles Andere - kriegst Du wieder hin. Mit ein bischen mehr Einsatz eben. Vielleicht sogar mit ein wenig Glück. Fragt sich eben - was mensch so als Glück betrachtet. Heute - denke ich: Siehst Du - da hast Du schon Glück - kannst einen Tag mehr fahren. Und der Rest kommt auch zusammen. Ohne "Amts-Alimentierung".
Ne - das ist nichts für mich. Wenn´s sein müßte - würde ich hingehen. Aber ich denke, solange ich ganz gesund bin - krieg ich´s auch anders wieder hin. Nehme es immer noch - als Übung. Und staune inmitten von vielen Unwägbarkeiten - wie ruhig ich eigentlich bin. Immer noch. Mit der Extraschicht - wird´s schon hinhauen. Nicht sofort - und nicht ganz mühelos - aber es wird schon gehen. Und so - geht´s mir wirklich besser - als mit irgendeinem "Amt". Also mit Menschen, die andere Menschen gängeln und kontrollieren. Oder mit solchen Menschen - die völlig unverdient fette Kohle verdienen - und über andere ihren Stab brechen. Solche - die leben wie die Maden im Speck - und für Andere beschließen, daß sie mit einem minimalen Tagessatz doch sehr gut zurechtkommen.
Ja, ich komme prinzipiell gut zurecht - und freue mich drüber.
Geld ist fein - wenn man´s hat - erleichtert vieles und macht in bestimmten Bereichen des Lebens durchaus sorgenfrei. Aber es ist eben - nicht alles. Es gibt noch vieles mehr - was die Seele nährt.
Mir fiel ein - daß ich auch in den Zeiten, wo ich es reichlich zur Verfügung hatte - manchmal bis zum Anschlag meine alten Geräte genutzt habe - bevor ich mir endlich etwas Neues kaufte. Habe über Jahre an einem alten Autoradio herumgedrückt - man mußte eine Zahlenfolge eingeben und meine Zahlentasten waren schon lange hinüber .... aber es hat doch immer wieder geklappt. Mit viel Geduld. Geht doch - habe ich mich dann gefreut, wenn es doch wieder lief.  Fast schon verrückt. Wenn man die Mittel für ein neues Gerät hat jedenfalls ... immerhin hatte ich viel Anlaß, über mich selbst zu lachen aufgrund von soviel Verrücktheit. Und auch jetzt - gibt´s viel zu lachen - über mich selbst - und diese Verrücktheit.  Sowas kannst Du nicht kaufen.  

Mit den Füßen nach vorne

Telefoniere mit einem befreundeten Menschen - dieser erzählt, er habe gerade seine Wohnung grundrenoviert, nach 15 Jahren. Oh, meine ich, wohnst Du schon 15 Jahre dort? Ja - und er will auch nicht mehr weg. Will dort bleiben - und nur noch mit den Füßen nach vorne herausgetragen werden eines Tages. Der Mann ist knapp Mitte 50. Ich staune mal wieder - über mir so fremde Gedanken und "Pläne". Hörte Ähnliches im Radio neulich, Hörer riefen an in einer Sendung, in der es um Wohnen ging. Viele sagten ebenfalls - sie wollten nie wieder dort weg. Nicht etwa 80-jährige .... Vielleicht habe ich ja einfach noch keinen guten Ort zum Sterben gefunden? Oder einfach kein "Zuhause" - in Form von Ort und vier Wänden. Dachte immer - das Leben ist bis zum letzten Atemzug für Überraschungen gut. Und denke - ich habe eh schon allzu viele Gewohnheiten, in die ich mich einkastele und in denen ich unflexibel werde. An diese erinnert mich das Gespräch.

Frei ....

.... in der Nacht träumte ich, daß die Häuser, in denen ich einst lebte als Kind und für kurze Zeit als Jugendliche - schwarz angemalt wurden. Die Grundierung war schon aufgetragen, ich sah es im Vorbeifahren mit der Limousine. Alle anderen Häuser in dem Viertel waren gelb und orange. Ich wunderte mich - und dachte, wie häßlich. Und schwarz - die Farbe des Todes. Das Haus, in dem die Mutter bis zuletzt lebte, ebenfalls. Dachte noch - gut, daß sie es nicht mehr erlebt. Dann wachte ich auf und erinnerte mich an den Traum. Und auch an einen anderen Traum, in dem ich ganz woanders lebte, irgendwo weit weg von der Kolonie. Plötzlich - lösten sich alle Erinnerungen und ich bemerkte: Ich habe gar keine Mutter. Und keinen Vater. All das sind Illusionen. Alle Erinnerungen - an ein Leben - sind Illusionen. Und Geschichten. Aber nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist: Ich bin frei. In diesem Moment. Und frei - von allen Geschichten. Es ist nicht nötig, an irgendetwas festzuhalten, was scheinbar irgendwann einmal war. Es gibt nur das - was jetzt ist. Und in diesem Moment - bin ich völlig frei. Frei von den Träumen und Illusionen - die ein geradlinig verlaufendes Leben vorgaukeln. Eines mit einer "Geschichte" und einem "Faden". Eines mit "Wurzeln" und "Herkunft". Eines mit "Mutter" und "Vater" und anderen Personen. Tatsache ist - ich habe weder Mutter noch Vater - jetzt. Irgendwann habe ich sowas mal geträumt. Und viel anderes Zeugs. Aber alle Träume - waren, sind flüchtig. Und ich bin nicht nur "frei von" ... sondern da ist einfach - alles frei. Wie bleibt man dort? Kleiner Scherz - denn schon konstruiert der Verstand wieder eine Art "geradlinigen Verlauf mit Notwendigkeiten". Aus der Vergangenheit, also aus einer Erinnerung heraus, wie es mal gewesen sei. Gestern oder vor ein paar Jahren. Lauter altes Zeug, Traumzeug, welches die Sicht auf die Realität verstellt. Schon taucht die Welt mit all ihren Erscheinungen auf und mit den Glaubensmustern. Und die stärkste Illusion - nämlich, daß die Welt so sei, wie sie erscheint. Dabei - erscheint das alles nur in einem Traum von Wirklichkeit, der für real gehalten wird. Die Übung bleibt - den Traum als solchen zu erkennen. Im Traum erscheint Uranus - und fegt gründlich die Gedankenräume aus.

Dienstag, 19. Februar 2013

Laßt es Euch schmecken - in Deutschland nehmen etwa 5 % der Bevölkerung "Antidepressiva" ....

.... heißt es in diesem Filmbericht.  Der lief gestern irgendwann - und ich registrierte es nur am Rande - weil ich auf dem Sessel schon in Tiefschlaf gefallen war - und ab und an aufwachte - um erstaunt etwas über diese Thematik zu vernehmen, im Halbschlaf. Zu müde - um ins Bett hinüberzuwechseln. Immerhin - dachte ich - das scheint ein recht offener Report zu sein.
Ist er auch - geradlinig und schonungslos, was den Dreck der sogenannten "Psychopharmakas" betrifft. Durchaus sehens- und hörenswert.
Also bittesehr, Leute - es ist ja ein "freies Land" - in dem jeder für jeden noch so kleinen Furz einen Arzt konsultieren kann und sich jeglichen Dreck verschreiben lassen kann. Ohne jemals über sich selbst und mögliche Ursachen nachdenken zu müssen. Gib mir die richtige Pille - damit es mir - sofort - wieder besser geht. Nein, ich will selbst nichts tun - und auch nichts ändern. Ich glaube - an die Macht der Pille. Ich gebe Dir auch mein Neugeborenes - um es von Dir impfen zu lassen - gegen jegliche Unbilden - und im Rahmen der modernen, aufgeklärten Menschheit - die ihre Krankheiten, geistig und körperlich - mithilfe von chemischen Substanzen regulieren will. Und ich gebe Euch meine heranwachsenden Kinder - damit ICH nicht unter ihren Leiden - zu leiden habe. Amen.
Amen - ich glaube an den Fortschritt.
Amen - der alles Menschliche ausblendet.
Früher - AWEN - ich glaube an die GötterInnen und an die Naturkräfte.
AWEN - wurde umgedreht - in AMEN.
Die Hirne wurden umgedreht ... ließen sich umdrehen.
Kreuze - einst der Natur und dem Mysterium gewidmet -
wurden verdreht und einem PapstMzugeordnet.
Ein ehemals gleichfömiges Kreuz wurde an einer Seite verlängert - wohin eigentlich genau?
Ja - mea culpa - daß ich immer nur gefühlt schreibe - aus dem Bauch heraus.
Ich ertaste so die Welt - fühle nach - und weiß, wo ich zutiefst betrogen und verarscht werde - und auch, wo ich vertrauen kann. Also tue ich nur etwas - was jede/r tun kann.
Und wundere mich umso mehr - warum es immer noch Menschen  gibt - die an die gut verdienenden und modernen  Quacksalber und Vergifter glauben. Die - zutiefst -  an ihre eigenen Henker glauben. Die sogar - ihre eigenen Kinder vergiften und henken lassen - in solchem abstrusem, fortschrittlichem Glauben.
Das ist vielleicht der übelste Frevel - die eigenen Kinder zu opfern - und schon von klein auf zu vergewaltigen.
Wen wundert es da noch ernstlich - daß soviele Kinder noch weiteren und abtruseren Ritualen zum Opfer dargeboten sind im weiteren Verlaufe ihrer von Anbeginn an brutal angegriffenen Natur? Schutzlos - und ohne Hinsehen - der sie zum Hüten und Behüten vorhandenen Erwachsenen - die keine solchen sind ...
Gleichzeitig schreien diese geistig hinfälligen Kreaturen - die ihren eigenen Vergiftern und Henkern huldigen und diesen Verbrechern bereitwillig und ergeben ein fürstliches Salär zubilligen  - danach, daß die, die anders zu heilen vermögen, auf keinen Fall auch nur einen Cent dafür nehmen dürften. Also: Echte Hilfe - darf nichts kosten - aber alle Verbecher sollen horrend verdienen. Zutiefst geisteskrank !!! Jesus - kriegt nix - weil ihn die Armut und  die Mittellosigkeit schließlich ziert - aber der Teufel kriegt es in den gierigen und sinnlosen Rachen geworfen. Nur ein Bild - aber ein Eingehendes - für komplette Verdrehtheit. .
Während meiner Wartezeit am Flughafen neulich - stand ich mit der Limousine vor dem Fenster einer Apotheke und staunte: Ein farbiges Riesen-Poster mit vielen, durch´s Weltall fliegenden bunten "Smarties" = Pillen. Wie Süßigkeiten angepriesen. Ja - so nehmen wir sie doch - oder? Nein - ich nicht - mir kommt der sinnfreie Dreck nicht in meinen Körper - aber ich bin ja auch nicht repräsentativ. Eine Art "Haribo-macht-Kinder-froh-Werbung" - für bauchfühlfreie Erwachsene ..... die gerne teuer dafür bezahlen - aber nie auch nur einen Cent für alternative und unschädliche Heilweisen hergeben würden - weil - der "Heilige" macht´s ja für umsonst. Was Heil bringt - kostet nix. Gar nix. Weil: Heilige - Heilende - sollen gefälligst von der Hand in den Mund leben und kostenlos Wunder vollbringen.
Und nochwas - "Anti-Depressiva" bedeutet - Anti-Gefühl.
Alle nicht erwünschten und unbequemen, unwillkommenen, dennoch sehr menschlichen Zustände - sollen also via Pille abgetrieben werden? Statt aus diesen zu lernen, zu wachsen? Ein Segen kann es sein - eine Depression zu erleben. Aber in dieser auf Schmerzfreiheit ausgerichteten Gesellschaft - betäubt bis zum Anschlag - erfordert eine echte Depression bzw. das Er- und Durchleben dieser - auch echten Mut. Wollen denn nicht alle - daß Du endlich wieder "gut drauf" bist - damit sie sich nicht an Dir reiben müssen? Nicht unter Deiner Depression leiden müssen! Also - nimm doch die Pillen, sei nicht asozial .....was für eine konsum-und funktionsorientierte, durchgequillte, geistige Scheiße! .
Wie geschruben - der o.g. Filmbericht - ist sehens- und hörenswert. Überdenkenswert für solche - die ernstlich an Pillen glauben - aber vermutlich gucken ja gerade diese das wieder nicht.

Die Panzerknacker ....

... treiben es weiter - immer noch sehr geschickt. Nachdem man mir - nach etwa zehn vorhergehenden unserer Zunft -  an einem meiner bevorzugten Halteplätze im Dezember meine Taxi-Börse entwendet hat mittels elektronischem Aufknacken der Limouse - Marke Daimler - ist es inzwischen weiteren Kollegen an gleichem Halteplatz ebenso ergangen. Mindestens noch Dreien nach mir - seit Dezember. Gestern morgen - auch einem mit Marke "VW-Touran". Unsere Zentrale - scheint nicht in der Lage zu sein - sachdienliche Hinweise auf´s Display zu geben. Immer erscheint nur: Paßt auf - auf Eure Geldbörsen - am Halteplatz Soundso wurde ein Kollege beraubt. Ist es denn so schwer - mal eine Info rauszugeben - daß elektronisch geknackt wird? Scheinbar ja ..... muß nochmal ausführlich dazu mailen - mein Drucker ist immer noch kaputt und ich kann keine Briefchen versenden.
Inzwischen entwickelt sich eine gewisse Wachsamkeit am Ort. Wir sprechen uns ab. Wird vielleicht auch zu erfolgreichem Ergebnis führen - mit gegebener Aufmerksamkeit. Scherzte noch gestern mit dem am Morgen Beraubten: "Und was machen wir, wenn wir die zu greifen kriegen? Ins Auto sperren? Hahaha .... geht ja nicht, die haben ja alle Codes, um die Türen wieder aufzumachen - von innen. Gut - dann halten wir die Türen eben solange von außen zu ...." Humor ist ja - wenn´s trotzdem was zu Lachen gibt.
Dem beraubten Kollegen - ist es relativ wurscht. Waren eh nur knapp hundert Euro in der Börse - und keine Papiere. Er hat keinen Elan - für eine Anzeige bei der Polizei. Meint - er habe schon ganz Anderes überlebt - das hier wären für ihn lediglich Peanuts.
Ich höre ihm zu ... als er mir seine Geschichte erzählt - und relativiere währenddessen so Einiges, was mir an Unbilden in den vergangenen Monden begegnete. Vor etwa drei Jahren - habe er mithilfe der Götter einen Überfall überlebt. Seinerzeit noch in der Nachtschicht unterwegs. Am Bahnhof sei ein Typ eingestiegen und wollte nach Rodenkirchen, südlicher Randbezirk der Kolonie. Ok ... der hätte soundso ausgesehen .... also nichts weiter Auffälliges. Darum geht´s ja gar nicht - Du siehst ja nichts wirklich - egal, wie sie aussehen. Das ist uninteressant, wie einer aussieht!  Der habe während der Fahrt telefoniert - wohl auf russisch. Gut - nichts Außergewöhnliches. Was willst Du denn sehen oder hören -  von und über fremde Menschen, was immer sie an Kleidung tragen oder in welcher Sprache sie sprechen, die Du nicht verstehst? Nix - natürlich. Gehst Du natürlich immer erst davon aus - daß alles in Ordnung ist. Ansonsten - wärst Du auch völlig verkehrt in dem Job ....
Am Ziel dann - äußerster Süden und am Rheinufer - habe plötzlich ein Zweiter überraschend die Fahrertür aufgerissen und ihm ein mit Flüssigkeit getränktes Tuch ins Gesicht gedrückt - er hat noch bemerkt, wie er bewußtlos wurde.Die Typen haben ihm das Portemonnaie geklaut - und die Taxi-Geräte demontiert. Er kam langsam zu sich und hat noch im Nebel registriert, daß die die Motorhaube geöffnet haben und den Gaszug festgeklemmt haben - auf Vollgas. Die ehemalige Mercedes-Limousine in Richtung Rhein ausgerichtet. Sie wollten ihn versenken. Im entscheidenden Moment - konnten sie aber das Auto nicht abschließen, weil der Schlüssel auf wunderliche Weise abbrach. Sie versuchten es wohl nochmal - aber ließen es dann sein, weil´s nicht klappte - und hauten einfach ab.
Er war inzwischen wieder einigermaßen "anwesend" und hatte all das am Rande und noch vernebelt mitbekommen. Dachte bei sich - mach mal lieber keinen Mucks jetzt. Als die Durchgeknallten weg waren, habe er die Motorhaube schnell geschlossen und sei zwischen festgeklemmten Gaszug, also mit Dauer-Vollgas und "N-Stellung" = Leerlauf  hin- und herwechselnd durch den Wald gejagt mit der Limousine - bis zum nächsten Halteplatz bzw. Standort von Kollegen in dem Stadtteil - dort gibt es einen Mietwagen-Stützpunkt. Ein Höllentrip - für nichts und wieder nichts. Wegen ein paar wenigen Moneten und für ein paar lächerliche Ausrüstungsteile. Und dafür - um ein Haar mitsamt Limousine im großen Fluß versenkt und abgesoffen. Hallooo?
Erlebe diesen Kollegen erstmals lachend - vielleicht eine Art "Grunderleichterung" - ein wenig selbstironisch nach dem Motto - Ja, und? Was soll mir denn noch passieren nach dieser Geschichte? Ich höre staunend zu - muß zwichendurch auch lachen, weil es wirklich absurd klingt - und denke "Was für eine gesunde Reaktion - hellwach - derart durch den Wald zu brettern!" Bin nicht sicher - ob ich so hätte reagieren können. Kann ja auch niemand sein - der´s nicht erlebt hat.
Ob ihn das nicht entsprechend angeschlagen hätte im Nachgang? - frage ich ihn. Naja - nach zwei freien Nächten sei er wieder unterwegs gewesen. Ich denke an den alten Spruch - "Wenn Du vom Pferd fällst - steig sofort wieder auf - sonst wirst Du es nie wieder tun." (Gilt in gleicher Weise für unsere feine "Diva", die sich mehrfach überschlagen hat mit der Kiste neulich - er fuhr auch nach zwei freien Schichten weiter .... gilt für viele, denen die Reifen während der Fahrt weggeplatzt sind - und gilt auch für mich - nachdem man mir die Reifen mutwillig plattgemacht hat ....) Irgendwann sei er dann aber in die Tagschicht gewechselt.
Ja - ich verstehe - daß ihn der Diebstahl seiner Geldbörse - mit nur knapp Hundert Euronen - am Morgen nicht weiter aus der Ruhe bringt. Dennoch - bleibt es ein Ärgernis für uns alle - und vielleicht kriegen wir diese Panzerknacker ja noch - wie gesagt - mit inzwischen verschärfter Aufmerksamkeit. Von den "Stamm-Fahrern" am Platze sowieso - und die neu Hinzukommenden werden entsprechend informiert. Was sonst noch getan werden kann - ist in Arbeit. Schaumermal .....

Montag, 18. Februar 2013

Wie machen das Deine Kollegen, die vielleicht `ne Familie haben? ...

.... treffliche Frage von einer wilden Gans! Die stellte ich mir auch schon oft. Und sicher gibt es da verschiedenen Varianten. Nehmen wir mal den ein oder anderen türkischen Unternehmer - der fährt die Kiste halt mit Hilfe der Familie - alle helfen mit und arbeiten so in einen gemeinsamen Topf.  Und wenn´s mal eng wird - gibt es noch viele andere Verwandte, die helfen. Nehme ich mal - viele türkische oder persische Kollegen -  die sind ggf. sechs oder sieben Tage draußen. Gestalten einen Teil ihrer Arbeitszeit mehr oder weniger mit befreundeten Kollegen und verbinden so vielleicht Arbeit mit Freizeit? Ein feiner polnischer Kollege fährt weit über dreißig Jahre - und hat eineinhalb freie Tage in der Woche. Seine Frau arbeitet ebenfalls. Bei vielen ist es so - daß die Frau eben auch arbeitet. Sonst reicht es nicht. Auch manche deutsche Unternehmer besetzen ihre Kisten mit Familienangehörigen. Da fahren eben beispielsweise Vater und Tochter.
Ein Kollege - fährt wie ich und andere "nur noch" an vier Tagen - mit den Jahren. Da arbeitet ebenfalls die Frau in ihrem Job - sonst reicht es nicht. Und drei feine Kinder - wollen und bekommen viel Zeit und Zuwendung von ihren Eltern. Neulich sagte dieser noch "Geld ist eben nicht alles" - und ich stimmte ihm gerne zu.
Im Übrigen ist es de facto so - daß ein "Single-Haushalt" - "pro Kopf" - mehr Kosten verursacht, als eine Familie oder Gemeinschaft - in der die Kosten sich durchs Teilen reduzieren. Das ist natürlich nicht "political-correct" - denn überall herrscht ja ein anderer Tenor. Aber - sich selbst über Wasser zu halten ist in der Relation oft teurer - als in einer Gemeinschaft zu wirtschaften und zu teilen. Mancher geschiedene Einzelkämpfer - der auch noch Unterhalt zu zahlen hat (nein, ich weiß nicht, wie das geht ...) - lebt mit Schulden. Und vielleicht gibt es auch solche - die ein paar Nebengeschäfte betreiben. Kenne ich aber keine - zumindest nicht in der Tagschicht. Hörte nur ein paar amüsante Anekdoten dazu.
Nein - einen "Nebenjob" kann man nicht machen in dem Gewerbe - schließlich hat die normale Schicht schon 12 Stunden - und viele, die ein eigenes Auto fahren, arbeiten oft länger.
Ich kenne einige, die "nur noch" vier Tage fahren - was immerhin 48 Stunden Dienst bedeutet. Die Mehrzahl macht wohl 60 Stunden, also fünf Tage. Angefangen habe ich - mit sechs Tagen und 72 Stunden. Ging dann auf fünf Tage, für ein paar Jahre. Und dann auf vier - weil die Knochen kaputtgehen vom Sitzen in verdrehter Position und Ausgleich brauchen.
Es ist eigentlich egal - ob Du vier oder sechs Tage fährst - wenn Du einmal "infiziert" bist, mußt Du gut auf Dich aufpassen, denn so verrückt es ist - diese Form von "Straßendasein" hat erstaunlich viel Suchtpotential .... wie ich schon oft in der Vergangenheit schrub - es ist eine Haßliebe. Liebe zur Freiheit - und Haß auf die täglich wiederkehrende Lotterie, jenseits von etwaigen, erfüllenden Erfolgserlebnissen - jenseits von vermeintlicher Selbst-Einwirkung auf das Geschehen. Letzteres mögen viele andere Menschen zwar auch in keiner Weise wirklich haben - aber sie merken es jedenfalls nicht täglich.

Sonntag, 17. Februar 2013

Frust in Wut und Wut in Kraft = Energie .....

.... wandeln. Der erste Teil vollzieht sich bereits. Seit zwei Tagen bin ich wütend - nicht zum ersten Mal in meiner Limousinen-Zeit, aber anhaltend. Nach einer länger anhaltenden Phase der Frustration - kam endlich wieder Wut. Wut ist gut, ist Kraft. Und kann in Energie umgewandelt werden.
Ich bin wütend, weil ich seit mehr als acht Jahren versuche, mich mit diesem "Beruf" über Wasser zu halten - und in letzter Zeit nur noch abzusaufen scheine. Nicht nur, daß es die Seele nicht nährt, im Gegenteil, nährt es jetzt auch den Leib nicht mehr. Und das bei einem 48-Stunden-Einsatz, zuzüglich Hin- und Zurückkommen. Irgendwas - stimmt da nicht. Und die Wut darüber meldet sich nun.
Nicht, daß ich nach Karneval den besten Lauf erwartet hätte - aber so miserabel habe ich es mir auch nicht vorgestellt. 80 Euro, inklusive Trinkgeld, in zwei Tagen - das ist zu wenig zum Bestreiten eines ohnehin schon bescheidenen Lebensstiles.  Und da liegt auch die Wut: Ich lebe ohnehin schon recht "bescheiden" und erlaube mir keinen Luxus. Fahre nicht in Urlaub - weil´s nicht geht mit den paar Penunsen - und habe mir viele Jahre lang nicht mal wirklich nennenswerte Zeit frei genommen. Die längste Zeit im letzten Dezember - ganze 17 Tage. Kaufe mir auch nichts. Nichts, was ich nicht brauche. Geht ja eh nicht auf diese Weise.  Arbeite also - um meine Rechnungen zu begleichen und weiter funktionieren zu können - auf schlichtem Niveau. Jetzt - ist es soweit, das nicht mal das mehr
aufgeht - und das macht mich wütend.
Erschwerend kommt hinzu - daß ich soviel Zeit verschwende für nichts - mit Warten - und heute kamen in acht Stunden ganze vier Fahrten. Könnte ironischerweise noch von Glück sprechen, weil eine Fahrt raus ins Bergische ging - zu mir ums Eck, sehr feine Gegend.  Ich freute mich - war noch zuversichtlich für den weiteren Tagesverlauf - wie eine Königin heute, bei herrlichem Sonnenschein hier rauszufahren und innerlich zu jubilieren: Hier wohne ich jetzt - Hier wohne ich jetzt !!! Auf die nächste Fahrt wartete ich dann - etwa drei Stunden vergeblich. Und drehte fast durch über soviel Sinnlosigkeit. Besonders auch - weil es was zu tun gäbe - was ich aber in der Limousine nicht tun kann. Da kann ich - gar nichts tun, habe keinen Einfluß auf die Geschehnisse. Es tröstet auch nicht, daß die anderen arbeitswilligen Kollegen an zahlreichen Halteplätzen ebenfalls schon zwei Pünktchen und über 99 Minuten Wartezeit haben. Es bleibt - gnadenlos erfolglos und nicht-kreativ verbrachte Lebenszeit - und das seit Jahren. Selbst kurzzeitiges Wegtrancen ist hier kein "Ersatz" für Notwendigkeit. Und auch das Lesen von hochgeistiger Lektüre - kann zur Miete und zu den Rechnungen nichts Pragmatisches beisteuern. Jedenfalls - scheint es so.
Es ist also die Wut - über sinnloses Festsitzen und Mich-nicht-entwickeln. Spaßfrei oft - nicht immer. Schon ein paar lustige, vorbeiwackelnde Hunde können ein feiner Spaß sein - immerhin. Auch nette Kollegen - sind manchmal noch ein kurzer Trost. Aber insgesamt - stimmt nichts (mehr). 
Die Limousinenübergabe an den neuen Unternehmer zieht sich mysteriös hin - und eine Limousine ist total geplättet vom Nachtfahrer, dem Gott sei Dank (!!!) nichts weiter passiert ist, obwohl er sich ein paar Mal überschlagen hat und gegen einen Baum geprallt ist.  Foto in der Zeitung - mit Limousine, auf dem Kopf liegend - erzählt die nette Kollegin. Und nervt mich dennoch, weil sie spekuliert, wo das wohl passiert sei - und mir von einer ganz gefährlichen Verkehrsinsel erzählt, die man auf dieser Straße im Dunkeln überhaupt nicht sehen könnte, bevor sie dann plötzlich auftaucht. Und vielleicht wäre der Kollege üermüdet gewesen. Ist mir ehrlich gesagt - wurscht. Sage nur - das kann jedem und jeder von uns jeden Tag genauso passieren, dafür reicht ein einziger unaufmerksamer Moment. Hauptsache, dem Kollegen ist nichts weiter passiert!
Ich finde mich auch unaufmerksam wieder. Die erste Fahrt am Freitag morgen - hinterläßt mich völlig verwirrt. Ich war derart mit den Gedanken woanders - daß ich mich dreimal verfahren habe - auf einer mir bekannten Strecke - und ehrlich gesagt überhaupt keine Peilung hatte, wo ich eigentlich hin will. Und was das überhaupt soll - was ich da gerade tue ..... zum Piepen! Ich entschuldigte mich bei den beiden Fahrgästinnen und sagte - das ist wirklich das erste Mal in über acht Jahren, das mir sowas passiert - entschuldigen Sie bitte! Die wollten zu einer OP und hatten es sehr eilig. Hat auch noch geklappt und ich sagte ihnen bereits während der Fahrt, daß sie meine Fehler sicher nicht bezahlen müßten - sie würden den gleichen Preis wie am Vortag bei einem Kollegen bezahlen. Ich wäre ein wenig durcheinander - weil in letzter Zeit so dies und das passiert sei. Irgendwas - muß ich denen ja sagen, damit die einigermaßen ruhige Nerven halten. Eigentlich - hätte ich gerne laut gelacht.  Besonders beim dritten, eklatanten Patzer ... über mich selbst. Es war etwa so, als hätte ich den Job noch im Leben zuvor gemacht. Gut und in der Zeit angekommen, legt mir die junge Frau neben mir tröstend ihre Hand auf meine Schulter und meint verständnisvoll - ja, wir sind ja alle Menschen.
Kurz danach bekomme ich sofort wieder eine Fahrt - und hänge daraufhin drei Stunden am Flughafen fest.  Streik. Andere - alte Hasen - dachten wohl wie ich: Naja - aussteigen müssen die Leute ja - und gestreikt wird ja aus dieser Perspektive nur in Hamburg ..... ähm. Pech gehabt.
Thema ist also - Lebensunterhalt erwirtschaften. Aber auch: Erfolglosigkeit auf ganzer Linie. Es gibt sowas nicht in dem Beruf - "Erfolgserlebnisse" - also dieses Gefühl, etwas geschafft zu haben über einen langen Tag, kreativ gewesen zu sein. Was zu gestalten. Es gibt immer nur - eine Lotterie. Und mein Spielerglück scheint hier nicht mehr zu funktionieren. 
Sehe es auch - wenn auch noch nicht klar -  in gewisser Weise positiv. Würde die Kiste und damit der Rubel rollen - würde ich wohl einfach weitermachen und nicht allzu viel drüber nachdenken. Würde - bis ins Alter weiter Taxi fahren - weil´s ja auch mal gute Aspekte hatte. Zuvorderst diese schöne Illusion von Freiheit.
Apropos "Freiheit" - oft scheint mir, daß eine ganze Armee von Mitmenschen nur dafür unterwegs ist - die anderen von dieser fernzuhalten und sinnlos zu tyrannisieren - mit Vorschriften, Regeln und Anweisungen. Nur - die werden auch noch dafür bezahlt.
Heute die "Ansage" auf dem Display: "SOFORT alle Autos waschen - es wird KONTROLLIERT." Am Sonntag! War eh schon geladen - weil nichts lief - und kurz versucht, mal bei den Anweisern anzurufen, mit der Frage - WO denn genau bitte am Sonntag? Am Sonntag sind nämlich die Waschanlagen - GESCHLOSSEN !!!! Ich ließ es sein - für meinen eigenen Seelenfrieden.
Thema bleibt also - den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit der Limousine - scheint es nicht mehr wirklich weiterzugehen. Und wenn ich ehrlich bin - ich würde sie auch nicht wirklich vermissen. Die Nerven - sind trotz aller Unbilden erstaunlich ruhig - manchmal dachte ich schon, ob sie nicht eher zu ruhig sind? Nein - sind sie nicht. Wird schon ....
Gestern erzählt mir dann noch ein sehr quicklebendiger 18-einhalb-jähriger, daß er das Gelände-Geschoß seines Vaters fährt - mit 520 PS. Kostet 150.000 Euronen, die Kiste - ist aber geleast, Firmenwagen und Vollkasko-versichert. Der war sehr nett - hatte allerdings keinen Schimmer, was Geld in Relation für Andere bedeuten kann. Papa hat ihm eine Kamera für´s Rückwärtsfahren einbauen lassen - sehr vernünftig, denn mit solchem Geschoß kann man schnell mal rückwärts jemand ungesehen umfahren. Er erzhlt mir noch, daß sein Kumpel einen Porsche-Cayenne plattgefahren hätte - der hätte aber nur 12.000 Euronen gebraucht gekostet .... ich denke, "nur" die - würden mir gelegen kommen - um meine Rechnungen zu bezahlen und mich komplett selbstständig zu machen. Lerne noch, daß ein Pferd eigentlich 4 PS hat - nachdem ich fragte, wozu man bitte 520 PS brauche? Und ein Mensch hätte eigentlich ein PS. Na, dann - geht´s ja ..... Und nicht uninteressant - diese Rechnung: Einen Menschen in einer Pferdestärke zu bemessen.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Film über Wasserversorgung - mit positivem Ausblick

"Water makes money" - Dokumentation über Privatisierung und bereits gelungene Re-Kommunalisierung von Wasser. Und natürlich geht´s - u.a. - wieder mal um Seilschaften. Aber auch um viele engagierte Menschen - auch Politiker. 

Zum Papst-Rücktritt ....

... werden wir wohl noch einiges zu hören bekommen.
Hier ein interessanter Artikel mit zahllosen Bezügen - was die üblichen Vernetzungen angeht - Thema hier: Geld.
Wieder so erstaunlich: Immer wieder kommen die gleichen Seilschaften vor - und nicht mal heimlich. Wir alle - jedenfalls sehr viele Menschen - wissen es also bereits - und dennoch passiert eigentlich nicht viel. Also den SeilschafterInnen jedenfalls nicht. Dieser Artikel - bezieht sich wie gesagt - auf monetäre Machenschaften. 
Anderes ist sehr laut zu vernehmen im Netz - kocht hoch - auch hier scheint der Deckel auf dem lange verschlossenen Topf nicht mehr allzu lange zu halten, wackelt schon gewaltig - es geht um Pädophilie,  Kindesmißbrauch und noch viel häßlichere Dinge. Seit Monaten springt mich das immer wieder an - und ich gebe zu, das sich mein Interesse aus eigennützigen Motiven in Grenzen hielt - weil es einem leicht die Schädeldecke sprengen kann. Es gibt allerdings ein paar Hinweise darauf, daß auch dieses Faß ohne Boden mit dem Rücktritt vom Herrn Ratzinger in Verbindung stehen könnte. Wir werden´s sicher noch erfahren. Hier der Trailer zu "Mea maxima Culpa - Silence in the house of god." - Mißbrauchte Menschen erzählen von ihren Erlebnissen. Am Ende des Trailers wird der Herr Ratzinger erwähnt.

Und - zum Faß ohne Boden - welches ja nicht allein die katholische Kirche betrifft - eine Rede von Laurent Louis - belgischer Abgeordneter - aus 2012. Er wollte den bekannten "Fall Dutroux" neu aufrollen - und wurde daraufhin einhellig gnadenlos abgestraft von den "Kollegen" im Parlament (127 von 128 Stimmen sprachen sich gegen ihn aus) Sehr hörenswert, noch nie habe ich einen Politiker derart reden hören - nämlich ehrlich und ohne jegliche Umschweife. 

Eine weitere erstaunliche und mutige Rede von diesem Ausnahmemenschen - hier - es geht um Mali, Nordafrika, den nahen Osten und 9/11. ,

Was das eine mit dem Anderen zu tun hat? Keine Ahnung - ich bin ja keine Verschwörungstheoretikern.
Denke mir nur - für große Projekte gegen große Teile der Menschheit - braucht es sehr stabile Freundschaften. Da wird  sicher die eine oder andere Freundschaft mithilfe von ein paar intimen Fotos und mit diversen Ritualen gefestigt.

Es ist ja auch seit Jahren viel von "Satan" und solchem Zeugs die Rede im Netz. Von dämonischen Kräften, die die Welt übernehmen usw. Leider wird dabei von den meisten gerne vergessen, daß wir alle unseren Teil dazu beitragen, daß dieses "System" weiterhin funktioniert und die Daumenschrauben immer mehr angezogen werden. Es fängt im "Kleinen" an - zum Beispiel damit, daß Babies auf absurde Weise geimpft werden und Kinder sinnlos mit Ritalin ruhiggestellt werden. Insofern - um mal diesen blöden Terminus zu gebrauchen - arbeiten wir doch alle dem angeblichen "Satan" zu. Will aber jetzt nicht weiter ausholen .... (da gibt es genügend Seiten im Netz) ... lieber noch ein bischen ins Bodenlose fallen.

Und was macht das Leben?

... nach einer Runde Surfen im Internet habe ich mal wieder viel erfahren, was so alles auf der Welt passiert ist und geschieht. Das geht recht zügig, kein Problem für Zwillingssonnen, wenn sie einigermaßen wach sind, Informationen aufzunehmen. In den vergangenen Monden stellt sich mir aber immer wieder die Frage: Und was mache ich jetzt damit? Mit diesem angeblichen Wissen?
Erfahre, das der Großteil der im Supermarkt erhältlichen Lebensmittel keine sind - was ich schon wußte, da muß man nur mal seinen Körper dazu befragen - und inzwischen in China produziert werden und angeblich unter nicht schönen Bedingungen.  Aha. In Kosmetik-Artikeln werden irgendwelche Teile von Föten verarbeitet und anderes Zeugs, welches nicht gesundheitsförderlich ist. Glaube ich sofort - da muß mensch einfach mal seiner Nase nachgehen. Fluor in der Zahnpasta - ja, deshalb kaufe ich meine ja beim Inder, da ist sowas nicht drin.
Die Franzosen dürfen angeblich nichts mehr mit Bargeld erstehen, was den Betrag von 1.000 Euro überschreitet. Ja - ist ja schon lange geplant, jeglichen Zahlungsverkehr mit Bargeld abzuschaffen - wegen der "Transparenz" .... mein persönliches Allergiewort derzeit.  Wird wohl zuerst über Smartphones laufen - und wenn der Traum so weitergeht, via Chip. "Transparente Menschheit". Der Vatikan soll Dreck am Stecken haben und der Papst angeblich eine Morddrohung erhalten haben. Ganz neue Nachrichten, daß es bei der katholischen Kirche um viel Macht und Geld geht. In NRW soll demnächst Mutter Erde "gefrackt" werden. Super-Idee, der Erde weitere naturgegebene Substanzen mit hochgiftigen Chemikalien herauszuziehen - unter Inkaufnahme, daß das immer noch gute Trinkwasser verseucht wird. Fangen wir doch gleich im bevölkerungsreichsten Bundesland an - das gibt feine Erlöse für Ärzte und Pharma-Konzerne. Gleichzeitig wird´s Trinkwasser an "Privatunternehmen" verkauft - und ich frage mich, von wem genau?
Drohnen braucht "der Staat" auch - weil er ja mit dem Fortschritt gehen muß. Anhaltender Arbeitsplatzabbau erfreut die Aktienbesitzer - wie schon seit Jahren. Neusprech ist inzwischen absolutes Muß für alternativlos angeordnete politische Korrektheit. Usw usw. ... Wer schon einige Jahre lang die Materie beobachtet - braucht nicht viel Zeit, um die "Neuigkeiten" zu überfliegen. Aber wem nützt es?  Und was macht das Leben inzwischen?
Bemerke in den letzten Monden - daß alle diese "Informationen" eines gemeinsam haben: Sie erzeugen Angst. Diffuse Überlebensängste. Sicher bei vielen auch greifbare Lebensängste. Immer mehr Selbstmorde auf dem Kontinent - Menschen verbrennen sich sogar selbst vor Parlamenten. Wenig bis nichts davon in den Mainstream-Medien. Aber - egal auf welche Medien oder Kanäle ich gehe - überall ist das Thema "Angst".  Auch bei den Alternativen - da bewaffnen sich Menschen mit Überlebensvorräten und arbeiten an einer Autarkie für den Katastrophenfall. Oder sie meiden alle Gifte - was zu einer Ganztags-Beschäftigung ausarten kann. Ich werde es mir also sparen, in meinem Duschzeugs nach giftigen Substanzen zu suchen. Und ab und an mal ein bischen Gift - macht resistent. Ansonsten - steht es mir ja frei, meine Lebensmittel auf dem Markt einzuholen - regional. Und Marmelade kaufe ich grundsätzlich von Menschen, die diese liebevoll selbst machen - schmeckt eh besser.
Was das Bargeld betrifft - ich habe - in diesem Moment - gar keine 1.000 Euro. Und schon gar keine Idee, wie ich Durchgeknallte daran hindern könnte, Fracking zu betreiben und Drohnen zu kaufen bzw. einzusetzen - flächendeckend. Dazu bräuchte es immerhin eine sich wenigstens in Grundzügen einige "kritische Masse". Angeblich braucht es ja lediglich 10 % der Menschheit dafür - und ich bin schon lange dabei. Gibt´s die denn immer noch nicht - diese schlappen 10 %? Dann - weiß ich mir auch keinen Rat. Und dann muß es eben noch eine Weile so weitergehen.
Derweil - schaue ich mir an, was innen drin los ist - und stelle fest, es handelt sich bei jeder Angst im Grunde um Todesangst - in immer anderen Mäntelchen. Manchmal mehr und manchmal weniger offensichtlich.
Stelle fest, daß ich bis vor nicht allzu langer Zeit wohl noch geglaubt habe - irgendwie unsterblich zu sein. Und stabil eingebunden ins Leben - unerschütterlich quasi. Seltsame Idee. Jetzt geht´s mehr Richtung freiem Fall. Nichts greift mehr und nur wenig bietet noch Halt. Eigentlich - zeigt mir das der Wahnsinn auf dem Planeten sehr gut. Und im privaten Bereich gibt es auch genügend Unvorhergesehenes, welches in die gleiche Richtung weist.
Etwas - was ich zwar auch schon früher wußte, aber dennoch nicht recht glaubte: Es gibt keine Sicherheit. Und - es gibt auch niemanden, der weiß, wohin es geht - selbst, wenn er es glaubt. Es gibt nur unzählige Möglichkeiten ... in einem großen Traum, der am Ende tödlich endet - für diesen Körper. Nein, das ist natürlich nichts Neues. Neu, anders - ist lediglich die "eigene Wahrnehmung".

Diese Flut an "Informationen" - die unüberschaubar ist für einen begrenzten Verstand - führt also nicht zu mehr Wissen - sondern im Gegenteil - zu immer mehr Unwissenheit. Auf weltlicher Ebene. Der eine sagt so - die Andere so .... Die eine will dies - der Andere das. Alle wollen recht haben. Alle wollen nur das Beste - und niemand weiß, was das ist. Niemand will es jetzt - alle wollen es in der Zukunft - anders und besser machen. Für die Zukunft sorgen. Noch dazu - aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit - die auch jeder anders interpretiert.
Und jetzt? Wie ist es jetzt? Und jetzt? .....  Fliegt sich doch ganz gut.

Dienstag, 12. Februar 2013

Trance

"Werte, Wünsche und solches Zeugs" .... kurz vor meinem 50-sten bedeuten für mich - inzwischen etwas völlig Anderes als in vergangenen Zeiten.
Einstmals - gehörte ich zu den Menschen, die sich eine offene, tolerante "Weltbevölkerung" gewünscht haben. Also - in meinem Fall - sehr offen und möglichst grenzenlos. Frei. Schlicht und naiv - die echte und eigentliche Verwandtschaft und im Grunde sehr ähnliche Bedürfnisse realisierend.  Scheint - allzu schwierig zu sein für allzu kleine und enge Geister. Ich gab es also auf - irgendwann - und vielleicht auch in der Begegnung mit sovielen Geistern - die schlicht beschränkt bleiben wollen.
Die keine andere Vision haben, nicht einmal entwickeln wollen - und die stoisch dabei bleiben - daß der Mensch eben so sei - wie er sich in der Vergangenheit gezeigt habe. Und das es niemals - niemals - niemals - anders werden könnte. Glückauf - für Euch! Holt Euch den Rest ...... Eures Traumes!
Ich träumte immer was Anderes. Im Wissen darum - daß auch der Traum vom ewigen Krieg und von der ewigen Gier - nur ein Traum ist. Wie alles - nur ein Traum ist.
Habe auch lange meine Energie vergeudet - auf der Suche nach Mit-Träumenden.
Habe - zutiefst konditioniert und hypnotisiert - daran geglaubt - daß ich solcher Mit-Träumender bedürfe.
Und dann - aufgegeben. Im - nur teils frustrierten, also scheinbarem - Wissen darum - daß ich diese nicht finden werde. Niemals - und nirgends
Dieser vermeintliche Frust - ist also eigentlich keiner.
Macht eher frei. Von jeglichen einstigen und übernommenen Gedanken.

Inzwischen frage ich mich eher: Was träume ich eigentlich in die Welt?
So - wie die Welt sich derzeit zu gestalten scheint - habe ich wohl nicht gut aufgepaßt auf meine Träume.
Nicht nur das - ich hatte selten den echten Wunsch - die Welt zu ändern.

Eine Art Grundvertrauen - war mir meist näher - daß alles gut ist, wie es ist.
Selbst in den Zeiten - in denen es scheinbar nicht leicht ist.
Und jetzt scheint ja so eine Zeit zu sein - in der es für viele nicht leicht ist. 
Eine Zeit - in der sich scheinbar alles Mögliche verdichtet und immer schneller verändert.

Aber etwas ist inmmitten aller Veränderungen geblieben - bleibt:
Temporäres Verschwinden.
Plötzliches "Wegtrancen" - was ich seit Kindertagen immer wieder erlebe.
Plötzliche Nicht-Anwesenheit in der "Tagwelt"..... Verschwinden - für selige Momente - selbst bzw. sogar oft mitten im Treiben auf den Straßen, während ich in der Limousine auf eine nächste Fahrt warte.
Auflösung - nur noch "Licht" bzw. Nichts wahrnehmen.
Nicht mehr - nicht weniger.
Keine Deutung - und keine Bewertung - in Trance.
Ich könnte auch sagen: Das ist mein eigentliches "Zuhause".
Und völlig alterslos, zeitlos, raumlos. 
Ich nenne diese seligen Momente der Nicht-Anwesenheit schlicht Trance.
Erzählte einst einigen "Meistern und/oder -innen" davon - die mir lustigerweise einst irgendwas über diese  "Zustände" zu berichten wußten, sie kategorisierten und mir erklärten - nein, daß sei nicht die "Erleuchtung".

Heute denke ich mir meinen eigenen Teil dazu. Ich sage halt "Trance" dazu - der andere nennt es vielleicht "Samadhi".  Scheint jedenfalls eine Tür zu sein - hinter der die Welt mit allen Erscheinungen nicht mehr existiert.

Für den Verstand ist das nicht nachvollziehbar. Dieser bemerkt erst - daß er verschwunden war, wenn er wieder auftaucht - und mit ihm die Welt.
Ich kann jedenfalls sagen - daß ich nichts Süßeres "kenne" bzw. eben nicht kenne - als wegzutrancen.
Dorthin - wo nichts ist - und wo niemand etwas braucht. Dorthin - wo auch das Kind schon hinging - und weder das Kind noch die Erwachsene haben einen Schlüssel für das Portal ... welche sich immer nur öffnet, wenn es sich öffnen möchte. Das einstige, tief erstaunte Kind - wie die immer noch zutiefst erstaunte und für diese Trancen dankbare "Erwachsene" - bedanken sich - bei den Trance-Göttern - für den segensreichen Einlaß.... in die Auflösung.
Und weil es nichts Süßeres gibt -  als dieses Verschwinden - lösen sich auch viele weltliche Träume auf - haben schon nicht mehr die Kraft, die sie mal zu haben schienen.
Sicher - das Leben kann auch sehr schön sein - und es gibt gute Momente.
Manchmal auch noch Wünsche. Zumindest - für eine kurze Weile.
Aber - all das kommt nicht dran - an das "wahre Zuhause".
Oder so ....

Grobe Körperverletzung- mittels Drei-Dur-Akkord-Einheitsbrei .... oder: Abstruse Spiritualität

... seit einigen Tagen wieder. 
"Viva Colonia" ..... krisse ni mi erus us dem Kopp .....
Drei-Dur-Akkord-Klang-Angriff - der übelsten Art.
Do besse dabei -  ob´s de wells oder nit - un dat es nit immer prima ...
"Da simmer dabei - dat es prima" -
ist der Klang dieser wabernden Masse -
die mir oft unheimlich ist.
Immer wieder - frage ich mich -
was genau diese Magie der Standard-Drei-Dur-Akkorde ist?
Hab´s noch nicht raus .... 
Auf anderen Kontinenten (also als Kölle ... uhahaha ....)
jitt et dat ooch. Ävver anders.
Gerade die "Reinwaschung"  im Ganges.
Oder pilgern - nach Rom oder zur Kaaba nach Mekka.
Hauptsache - Masse,
In der Masse - abtauchen.
Sehnsucht nach Einheit und Auflösung -
für die, die nicht alleine sein können und wollen?
Als bekennende Massenbrei-Spaßbremse -
freue ich mich immer wieder außerordentlich -
daß ich in alledem Irrsinn -
immer wieder ein gutes Quäntchen Humor finde.

Kurzweiliges Frauen-Netzwerk

Eine Famile landet an - Eltern mit relativ-erwachsener Tochter. Die Mutter sitzt neben mir in einem sehr stattlichen, traditionellen Karnevalskostüm. Trägt Stiefel mit Sporen dazu - da sie unüberhörbar am Rosenmontags-Zug teilgenommen hat, gehe ich mal davon aus, daß sie es auf einem Pferd sitzend tat.
Mein Handy klingelt - mein Unternehmer ist dran. Ich entschuldige mich für einen kurzen Moment und meine "Ich hör nur mal eben nach, ob es was Wichtiges gibt." .... "Gut - alles klar, Herr Dings!" ..... die üblich scherzhaft-höfliche Anrede  unter lange Bekannten mit "Guten Tag, Frau Dings" und ebensolcher Entgegnung. Wir fahren los - und die kluge Frau neben mir hat in Windeseile kombiniert, daß ich mit dem Taxi-Unternehmer gesprochen habe. Sie fragt unverbindlich ein, zwei Dinge - ich antworte gerne und harmlos .... "Ja - sage ich - das war mein Unternehmer. Der Beste, den Mensch sich überhaupt denken kann. Leider - hat er uns jetzt verkauft." Oh - da käme jetzt sicher ein übler Bursche hinterher? Nein - meine ich - im Gegenteil - auch jemand, der sehr korrekt ist. Gut. Sie wäre neugierig von Haus aus und würde manchmal mittels harmloser Fragen schauen, was sie so alles "rauskriegt" in Kürze. Ja - sage ich - das ist ja eine Eigenschaft von Frauen ..... naja, von klugen Frauen jedenfalls. Wir sind uns einig. Quasi - in Windeseile "Verbündete".
Schon kommt Protest von hinten. Der Mann meint - wir könnten ja jetzt eine "Selbsthilfe-Gruppe" aufmachen. Und dort "weiterjammern". Ich meine "Halloooo?!! Wer jammert denn hier? Und was heißt hier Selbsthilfe-Gruppe? Das ist - Networking. Unter Frauen." Jaja .... er grummelt ein wenig - scheinbar. Hat Humor. Beschließt daraufhin - eine Selbsthilfe-Gruppe für Männer aufzumachen .... "Ja" - sage ich - "gute Idee. Wie neulich diese Männer-Selbsthilfegruppe, die nach Budapest ins Schwimmbad gefahren ist." .... Bleibe absichtlich dezent - wegen der Tochter. Wir haben aber dennoch Spaß.
Die Tochter fängt an zu nölen (jammern, meckern ...), weil ihr Freund nicht einmal mit ihr gemeinsam ausgegangen ist über Karneval. Nicht einmal "kurz gezeigt" hätte er sich irgendwo. Sie fände das fürchterlich - immer alleine ausgehen zu müssen unter Pärchen. Und wie das denn aussieht ..... Außerdem würde der Geliebte nur zuhause sitzen und nichts Sinnvolles tun. Ich amüsiere mich - über soviel jugendliche Unsicherheit. Die Eltern pflichten ihr zwar bei - daß der junge Mann wohl eine Spaßbremse sei - aber ich kann nicht anders, als dem Unbekannten beizupflichten, als überzeugte Anti-Karnevalistin. Meine noch "Das hat doch mit der Liebe nichts zu tun." Schon kommt von hinten ein temperamentvolles "Ja - genau das sagt der auch immer !!!" Scheint ein weiser Mensch zu sein - ist mein Kommentar.
Faul sei er.  Ja - sage ich - weise Menschen sind von Haus aus faul. Darauf die Eltern "Gut - daß wir unsere Söhne nicht mitgebracht haben - die hätten ja Ihr volles Mitgefühl bekommen." Genau so ist es! Und nun haben diese angenehmen Menschen sogar noch etwas "Neues" über ihre Söhne und über den nicht-repräsentativen Liebhaber der nölenden Tochter gelernt. 
Feine, humorvolle Menschen (die Eltern jedenfalls - die Tochter hat noch was zu lernen, was Tiefen-Entspannung betrifft ...) - und ein feines Trinkgeld mit der Anmerkung "Was für eine kurzweilige Fahrt!" Für mich auch .... und auch wieder so eine Gelegenheit - über sinnlose und oberflächlich geartete Äußerlichkeiten zu staunen. Die für viele Mitmenschen eine wichtige Rolle zu spielen scheinen.
Als die beiden Frauen schon Richtung Brauhaus gehen, schaut der Mann nochmal kurz rein und meint "Budapest - sagten Sie??!!" .....

Un-heimliche Menschen ....

... dieses Jahr zu Karneval dachte ich öfter sowas wie: Diese Menschen sind mir ein wenig unheimlich. Also diese Karnevalsfreunde - die am vergangenen Donnerstag mal wieder per Knopfdruck bzw. Uhrzeigerstellung auf 11 Uhr 11 - ihre Gesichter wechselten und über´s Jahr meist krampfhaft verborgenes Potential und Teile ihrer ansonsten verheimlichten Persönlichkeit hemmungslos nach außen zeigten.
Aus den Kostümen kann mensch leicht lesen. Wieder einmal staunte ich, wieviele Kinder unterwegs sind - Erwachsene, die sich in Biene-Maja, Bärchen und andere kindliche Figuren verwandeln.
Anmerkung: Obacht mit den Bärchen - einer soll angeblich eine 16-jährige vergewaltigt haben, am frühen Abend um acht in der Nähe eines riesigen Festzelts - und Passanten sollen vorbeigegangen sein. Den Passanten muß aber zugute gehalten werden, daß es in diesem tobenden Wahnsinn nicht wirklich leicht ist - eine ernste Situation als solche sofort zu erkennen. 
Andererseits Piraten, Hexen und andere "bösere Gestalten".  Viel vermeintlich "Aufreizendes", welches echt abtörnen kann - aber auch viel Schönheit. Wenige wirklich Originelle zwischen den gekauften Kostümen von der Stange - die alles selbst machen, manchmal sehr kunstvoll und aufwändig. Andere - meine glasklaren Favoriten in diesem Jahr - schaffen es, mit sehr wenig Aufwand und nur einer Kopfbedeckung für lautes Lachen zu sorgen. So geschehen, als ich mit einem netten jungen Mann losfuhr und wir zwei Typen sichteten, die sich einfach nur ein großes gelbes "Taxi-Schild" als Kopfbedeckung gebastelt hatten. Wenig Einsatz - große Wirkung. Wir lachten und stellten uns vor, wie am Abend und in der Nacht wieder unzählige schöne Frauen nach einem Taxi rufen würden ... genialer Einfall.
Natürlich gibt es verschiedene Schattierungen und Motivationen dieser Karnevalsmenschen - manche pflegen ihr Vereinsleben und die sozialen Kontakte. Andere nutzen diese Zeit und die stumpfsinnigen Standard-Sitzungen für die Pflege ihrer Seilschaften - viele Geschäftskontakte werden derart hergestellt bzw. aufrecht erhalten.
Aber ein Großteil, der auf den Straßen zu sichten ist -  scheint die Gelegenheit zu nutzen, um sich endlich mal ihren eigentlichen Trieben hinzugeben: Fressen, Saufen, Ficken und Grölen.
Letzteres - also Grölen - ist mir grundsätzlich zuwider.
Die ersten drei - zähle ich zwar zu den Grundbedürfnissen - wundere mich aber dennoch immer wieder über die Heftigkeit, die da zutage kommt. Das kann nur daran liegen, daß sie ansonsten allzu sehr unterm Deckel gehalten werden. Außer dem Fressen vielleicht. Ansonsten bestände ja keinerlei Notwendigkeit, derart exzessiv zu werden - und endlich mal so richtig die echte, innewohnende Sau rauszulassen.
Am Morgen hole ich eine Frau an einem Vorstadt-Hotel ab - nach einem One-Night-Stand. Die für-Eine-Nacht-Beständigen  verabschieden sich mit einem heißen Kuß - und ich denke "Mein Gott - ist der häßlich .....".  Nicht alle schaffen es - und so gibt es viele Fahraufträge am Puff.
Ein türkischer Fahrgast gestern - selbst betrunken - fällt mir in die Limousine und bekundet seine Verwunderung über diese Menschen und was mit ihnen los sei. Er schäme sich - dafür, daß überall nur "Sex" sei. Ja - sage ich, verwunderlich ist es schon. Er meint - Karneval sei doch ganz anders gemeint, es ginge doch um die Austreibung des Winters - spricht in gebrochenem Deutsch, aber ich verstehe schon, was er sagen will. Erzähle ihm - nein, in Köln nicht, da hat der Karneval eine andere Tradition. Es ging ursprünglich um die Verhöhnung der französischen Besatzungs-Soldaten .... daher auch die vielen Uniformierten - die es aber mittlerweile wohl eher allzu ernst nehmen mit ihren Uniformen.
Was sein Fremdschämen betrifft - denke ich mir nur meinen Teil, nämlich derart, daß er vermutlich auch gerne mal würde, aber nicht kann, weil er anders sozialisiert ist. Natürlich sage ich das nicht laut.
Sichte zwei-, dreimal einen muselmanischen Kollegen mit Rauschebart und üppig verziertem Käppchen - der geht das ganze Jahr so, es ist kein Kostüm - und frage mich, was der wohl so alles zu hören bekommt in diesen Tagen. Werde ihn demnächst mal fragen ..... grins.
Sitze gestern mit einer feinen Kollegin im Auto und wir lästern hemmungslos über die seltsamen Gestalten, die an uns vorbeiwackeln - kichern und lachen uns einen und vergessen, daß es auch traurig ist. Ich lache viel und laut gestern - verbuche das unter "Spannungsabfall". Die Atmosphäre in der Kolonie steht unter Hochspannung - ich bin - ganz sicher nicht alleine - sehr fühlig für sowas.
Natürlich will die Kollegin mir erst nicht glauben, daß der Papst gerade zurückgetreten ist .... nein, kein Rosenmontagsscherz. Was für eine "historische Koinzidenz".
Sichte nur einen einzigen Kollegen mit Verkleidungsansatz - er trägt einen Cowboyhut. Meine Narrenkappe habe ich für den "Ernstfall" bzw. eine mögliche Infizierung mit diesem Karnevalsvirus im Kofferraum - brauche sie aber nicht.
Alles in Allem - habe ich sehr nette und moderate Kundschaft über die Tage. Und keine Schwer-Alkoholisierten oder anderweitig Zugedröhnten. Niemand kommt mir blöd von der Seite - wie früher mal - im Gegenteil, es gibt viel Mitgefühl und sogar "Bewunderung" - "Sie sind aber mutig, über Karneval zu fahren ...". Manche Betrunkene kommentieren meinen Job mit einem "Boah ... ich könnte das nicht." (Spiegel-Erhellung?) Ich denke nur - ich "könnte" soviele andere Jobs nicht - bei denen ich so tun müßte, als würden sie mich ernstlich interessieren. Die meisten freuen sich einfach - daß jemand in dieser Zeit arbeitet und sie gut fährt.
Gestern abend zum - noch nicht vorgesehenen - Abschluß (wollte ja heute nochmal raus, aber die Limousine ist ja nicht mehr in Betrieb) noch zwei explizit angenehme und sehr amüsante Fahrten mit wirklich netten Menschen. Geht doch ...
Und dann - als ich mich gestern sozusagen an den Ausnahmezustand gewöhnt und sogar mit ihm angefreundet hatte - dachte ich noch: Wäre doch schön, wenn es immer so wäre. Dann würde es sich auf ein ausgewogeneres Maß einpendeln und wäre insgesamt ehrlicher, als es während des Jahres ist - wo ja auch alle nur ihre Rollen spielen. 

Das Wichtigste zuerst: Dem Kollegen geht es relativ gut ...

.... finde am frühen Morgen eine Nachricht auf dem AB. Die muß in der Nacht angekommen sein - und das wird entweder ein Irrtum oder etwas weniger Erfreuliches sein. Natürlich fallen mir direkt wieder die Reifenstecher ein und anderer Vandalismus ums Haus. Nein. Der Nachtfahrer hatte einen schweren Unfall mit der Limousine. Die gute Nachricht sei - ich erbete mir auf der Ansage des AB, gute Nachrichten zu hinterlassen - ich könne weiterschlafen. Und: Dem Kollegen sei relativ wenig passiert. Hallelujah !!!
Er habe einen schweren Unfall gehabt und sich mit der Limousine überschlagen - gegen einen Baum gekracht.  Totalschaden - an der Limousine. Bleibt jetzt zu hoffen, daß es nicht sein Verschulden war. Unsere "Diva" ist es - ein feiner Mann. Komischerweise hatte ich noch vor dem Aufstehen heute an ihn gedacht ....
Manchmal scheint der Wurm drin zu sein. Erst klappt es mit der Geschäftsübergabe nicht zu den vereinbarten Terminen - weil die Firma Mercedes-Benz die laufenden Leasing-Verträge nicht korrekt weiterlaufen lassen will, sondern einen deftigen Aufschlag auf die Kosten anvisiert bei Übergabe ... niemand begreift, warum eigentlich bzw. mit welcher Berechtigung?!  Und jetzt ist eine Limousine geschrottet. Mal sehen - vielleicht war der Kollege ja nicht der Verursacher - und dann gibt es womöglich eine niegelnagelneue Limousine. Wer weiß?
Ich bin wahrlich nicht traurig, heute nicht mehr in den letzten Karnevalstag rauszufahren. Im Gegenteil. Bemerke mal wieder - wie fragil das Leben ist. Und wie alles miteinander verwoben ist.
Die wichtigste Nachricht - war eine gute! Glück im Unglück ist wahrlich nicht zu unterschätzen.  Wünsche allen Beteiligten einen guten Ausgang und werde mir also einen schönen Tag machen. Am Nachmittag - kommt der Dorf-Karnevalszug hier vorbei .... tätätä.
Der weltbeste Unternehmer  - hat heute Geburtstag.
Und eine Menge Unerwartetes zu regeln.
So relativ ist alles - un för wat jenau maach´isch mir manches Mool eijentlisch ene Kopp?
Et es - wie et es.
Et kütt - wie et kütt.
Un - ett hätt noch immer joot jejange.
Kölsche Fillesoffie ....
un nit emol schlääsch.
Aluja.

Donnerstag, 7. Februar 2013

"Obama-Care" heißt also: Ab März wird in USA durch-gechipt?

Ehrlich - ich habe gar keinen Impuls mehr, mich noch über irgendwas aufzuregen oder zu wundern. Möchte es nur mal als Hinweis hier einstellen - für solche, die es interessiert - ab März 2013 geht´s dann also offenbar mit dem Durchchippen der Menschen in USA los. Ein 36-Monate-Programm soll anvisiert sein. Hier eine kurze, informative Mail dazu - von dieser aus kann mensch sich das "Gesetz" dazu durchlesen, welches bereits in 2010 vom Herrn Obama unterzeichnet worden sein soll. Und selber prüfen, ob was dran ist.
Unglaublich für den gesunden Menschenverstand - aber wo gibt´s den denn noch? Die elektronische Gesundheitskarte und gechipte "Personal"-Ausweisdokumente haben wir ja auch gefressen. Ebenso, wie quecksilberhaltige, giftige und wärme-entziehende Glühbirnen. Und wie eine "Privatisierung von Wasser". Und und und ..... Wer 1 und 1 zusammenzählen kann - der wird sich schon seine eigenen Gedanken machen - wie alles zusammenpaßt.
Was mich betrifft - ich habe keine Energie mehr "übrig" - irgendwelchen Leuten, die nichts begreifen und sich gerne vertrauensvoll in die Hände von Herrschaften begeben, die sie angeblich mittels einer Chemotherapie wieder gesund machen wollen, noch irgendetwas zu erzählen. Oder solchen, die sich freiwillig impfen lassen - gegen Grippe. Und die schon ihre Babies dem System ausliefern. Oder solchen, die sich darüber freuen, daß sie Arbeit haben - von der sie nicht leben können. Oder solchen, die noch wählen gehen. Oder oder oder ....
Ich finde - es war genug Zeit und es ist mehr als genug passiert in den vergangenen paar schlappen Jahren - daß jeder mal selber über dies und das hätte nachdenken können. Fängt beim "Wetter" an - über das ja alle ständig reden. Und es war mal wieder ein total heißer Winter - wegen der Dings natürlich (ich kann das schlimme Wort schon nicht mehr aussprechen), also wegen 0,038 Prozent von dem Zeugs in der Luft .......
Morgen werde ich also meine "Karnevalsschichten" abfahren - und vermutlich werde ich keinen Menschen treffen, der sich mit all diesen Fragen auseinandersetzt. Brauche viel Gelassenheit für die kommenden Tage. Und natürlich - heile Reifen. Schaumermal .....
Und wir schauen dann im Fernsehen - nachdem wir unsere Zwangsabgabe bezahlt haben - wie sich das so angeht ab März mit dem Durchchippen bei den Amis. Während wir all die nahrhaften Köstlichkeiten aus China verzehren. Und während sich bereits zahlreiche andere "europäische Mitbürger" von irgendwelchen Höhen stürzen - weil sie nicht mehr wissen, wie´s weitergehen kann. Nur gut in solchen Zeiten, daß die Kanzlerin immer noch Vertrauen in unsere Bildungsministerin hat. Und daß ein Franzose jetzt die Menschen in Mali rettet - vor ihren eigenen Bodenschätzen.
Beruhigend auch, daß ein englischer Prinz so einen schnellen Daumen hat - mit dem er die Drohnen in Afghanistan in seinen Palastferien bedienen konnte.
Sarkasmus - hilft auch nicht weiter - ist aber manchmal angebracht.
Was weiterhilft?
Nur Gottvertrauen - was immer das sein mag.
Aber kein Vertrauen mehr - in die "Intelligenz" der Menschheit.
Und auch keine Hoffnung mehr in diese.
Hoffnung heißt schließlich: Warten.
Und damit verbrachte ich nun schon viele Jahre - auch beruflich.
Ein paar gute Begegnungen helfen - und ein paar eigene Interessen.
Um die Jetztzeit zu geniessen.
Wer berufen ist - an der Verbesserung der Welt zu wirken - dem wünsche ich viel Glück.
Ich habe keinen solchen Ruf mehr.
Meiner lautet neuerdings "Gibs einfach auf - und laß alles fallen."
Ein Abgrund tat sich sichtbar auf - und ich übte schon mal das Mich-Hinenfallen-Lassen.
War gar nicht übel.
Und um nochmal "Gott" zu bemühen:
"Du kannst nicht tiefer fallen, als in Gottes Hand" - fiel mir wieder ein.
Was die Anderen inzwischen tun - darauf habe ich keinen Einfluß.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Sexismus-Debatte die einhundertundachte .... und alle anderen Debatten die eintausendundzigste ...

Ich schaue mir mein kleines, kurzes und begrenztes Leben an - und stelle fest: Ich habe da scheinbar ein paar Themen - die mich immer wieder irgendwie einholen und die scheinbar auch irgendwie gelöst werden wollen. Allzuviele sind es wohl nicht. Ein paar wenige eben. Als ich einst für einige Jahre zum Satsang ging und aufmerksam lauschte, was andere Menschen jeweils beschäftigte - stellte ich fest, daß es bei jedem einzelnen immer wieder um die gleichen Themen ging - in anderen Kostümen, aber im Kern die gleichen Themen.  Manche Frau saß regelmäßig beim Meister vorne - und berichtete über Beziehungsprobleme. Mancher Mann ... dito. Andere - sprachen über andere Dinge, Aber in der Regel - änderte sich auch über Jahre nichts an den eigentlichen "Aufgaben". Und diese - sind bei jedem anders. Also schwerpunktmäßig.
Letztlich - kann man von fast allen etwas lernen, indem man einfach zuhört - und sich selbst wiederfindet. So verschieden ist der Mensch im Inneren gar nicht von seinen Mitmenschen. Nur die Schwerpunkte, die Lernaufgaben - scheinen jeweils individuell zu sein.
Mit einer mir wertvollen Freundin, die ich in sehr verschiedenen Lebenssituationen immer wieder einmal unverhofft wiedertraf - erstaunlich eigentlich - tauschte ich mich einst und auch heute noch genau darüber aus. Über diese Beobachtung, daß die Menschen jeweils immer wieder mit den gleichen Themen beschäftigt sind. Wir selbst - auch. Solange, bis es sich löst, gelöst ist. Am ehesten würde ich das mit dem Bild einer Spirale in Verbindung setzen - Du kommst immer wieder an die gleiche Stelle, die sich Dir präsentiert - in neuen Formen.
Kürzlich trafen wir uns - im Gespräch über diese "Sexismus-Debatte" - vor jeweils unterschiedlichen Lebensgeschichten. Sie als ehemals engagierte "Feministin" - und ich eher aus der Position der Ignoranz und Respektlosigkeit gegenüber jedem, der mir suggerieren wollte, wie ich mich als Frau verhalten soll(t)e.
Sehr schnell aber - kamen wir beide drauf - daß wir momentan ganz andere Dinge zu meistern haben - als diese Debatte. Und daß wir inzwischen beide ein Alter erreicht haben - in dem wir uns damit nicht mehr wirklich beschäftigen brauchen. Sie eher noch als ich - weil in Beziehung lebend mit einem sehr charmanten männlichen Exemplar, der sich durchaus gerne auch von anderen Frauen begehrt fühlt. Das ist aber widerum - sein Thema.
Fazit war also - hier schlägt wieder einmal eine Debatte hoch - die vermeintlich alle interessieren soll - aber die Fakten liegen anders.
Und so - geht es mit allzu vielen "öffentlichen Debatten" in unserem medialen Zeitalter. Plötzlich und scheinbar aus dem Nichts schwappen riesige Wellen hoch - und mensch soll sich scheinbar dazu positionieren. Zu jedem Furz. Und zu ewig-wiederholten Themen - die man selbst vielleicht schon lange durch hat. Oder die gar nie auf dem eigenen Hausaufgaben-Plan standen. Und auf die mensch allzu oft keinen echten Einfluß hat.
Alles zusammen - lenkt oft ab von den ganz individuellen Aufgaben und von dem, was ein Mensch in einem kurzen und beschränkten Leben für sich lernen kann - und soll.
Ein Beispiel: "Islamistischer Terror" ... Hallo?! Ich arbeite jetzt im neunten Jahr auf der Straße und treffe auf etwa 65-70 % muselmanischer Kollegen. Habe anfangs ein paar wenige Monde gebraucht - um meine eigenen Ressentiments zu erkennen - und seither darf ich mit all diesen Menschen in Frieden sein - und sie ihren eigenen Themen überlassen.  Darf mich sogar mit solchen in Frieden und respektvoll unterhalten - und etwas daraus lernen - die völlig anders ticken, als ich.  Anders gesagt - war es auch bei mir - erstmal den nötigen Respekt aufzubringen, statt lediglich Vorurteile. Aus rein praktischer Erfahrung also - kann man bei mir keinerlei irrationale Ängste mehr vor angeblichen "Salafisten" o.ä. schürenm mittels medialer verordneter Trennung.
Ein Wiener brachte es auf den Punkt: Alle diese Debatten dienen dem "Dividere et Impere" - und ich ergänze - dienen der Ablenkung von den eigentlichen Verbrechern und Schurken. Aber selbst dies - ist eine Fallgrube: Es nützt auch nichts, auf andere Schurken zu zeigen. Nur damit - kann ein Mensch (s)ein ganzes Leben verbringen - ohne sich mit dem zu beschäftigen, was gerade wirklich dran ist. Also "zuhause" - bei sich selbst.
ADS - eine debattenschwangere Abkürzung dafür - Aufmerksamkeits-Defizits-Syndrom.
Je mehr ich mich in irgendwelche von außen an mich herangeführten Debatten verstricke - desto mehr verliere ich mein eigenes Leben aus den Augen. Verliere die Überschaubarkeit - der wenigen für mich wirklich relevanten Themen - die meistens an einer Hand abzuzählen sind. Wenn überhaupt.
Hier - kann ich mich fast schon wieder für die aufgeschlitzten Reifen vor der eigenen Tür bedanken - die mich auf mich selbst zurückwerfen und mich aus sinnfreien Weltbetrachtungen und ewig-andauerndem Welten-Gelärme, auf das ich keinen wirklichen und direkten Einfluß habe, zurückholen - in eine kleinere Welt. Dorthin, wo ich mich gerade befinde. Wo Frieden gemacht werden muß. Wenn ich auch noch nicht weiß - wie genau. Nicht einmal weiß - ob es möglich sein wird.
Anders gesagt - seit ich meinen ersten PC anschaffte - mitsamt Internet-Zugang - so in 2000 oder 2001 .... habe ich nicht wirklich viel mehr gelernt über die Welt und das Leben - als vorher. Es wurde lediglich immer mehr und mehr - an Informationen, die sortiert und verarbeitet werden müss(t)en. Die Bilder erschaffen - und viele Meinungen. Der Irrsinn wächst - scheinbare Möglichkeiten tun sich auf - aber nicht zwangsläufig Erkenntnis. Keine von Wert jedenfalls. In dieser kurzen Lebensspanne.
Habe scheinbar gelernt - daß die Welt ganz anders ist, als ich dachte. Aber - ist sie das wirklich?
Oder gehen wir alle nur allzu leicht in Programme rein - die uns nicht wirklich weiterhelfen - und vergessen dabei, was wichtig ist? Eine Antwort habe ich nicht. Nur ein Gefühl - eine Wahrnehmung. Und eine Erinnerung - an Zeiten, in denen die grenzenlose virtuelle Welt noch keine große Rolle spielte.
Und die Erinnerung an einen Spruch eines Bruders: Kümmere Dich nicht um das, was Du nicht ändern kannst. Nur um das - was Du ändern kannst.

Dienstag, 5. Februar 2013

Übrigens ....

.... inmitten aller verrückten Verwirrungen hier - gibt es etwas Wunderbares und Seltenes - eine lange, tiefe und sehr verbundene Liebe. Ein seltenes Glücksgut. Dieses sitzt quasi im Herzen des Hauses. Noch. Er - ist jederzeit bereit, woanders hin zu gehen. Sie - möchte gerne bleiben. Schaumermal ....

Sexismus ..... die fünfundzwanzigste.

Diesmal sehr simpel: Es ist gut - daß die Frauen laut werden und all die Dinge aussprechen, mit denen sie ihr Leben lang konfrontiert werden - bzw. sich sinnlos konfrontieren lassen. Oftmals auf hinterfotzige und perfide Weise. Je lauter über solche vermeintliche "Normalität" gesprochen wird - desto eher vermag sich dieser seltsame Zauber aufzulösen.
Es scheint ein Zauber zu sein - denn mit was sonst könnte eine mitgegebene Stärke auf Dauer gebrochen werden?!
Außer - mit Hypnose ... und diese funktioniert ja immer noch ganz gut.
Auch die Selbst-Hypnose der Schwestern.
Also diese - daß Frauen in der Lage sein müssten/sollten: Eine gute Beziehung zu pflegen, Kinder gesund großzuziehen - und dazu noch eine treffliche Karriere hinzulegen. Natürlich alles - gleichzeitig und reibungslos, ausgewogen und harmonisch.
Sonst noch was?!
Zeig mir mal einen Mann - der all dies - mühelos und mit Hilfe von Waschmittel-Werbung - bewältigt.
Und: Auch keine Frau - vermag dies wirklich entspannt.
Ich begrüße diese neu-aufkeimende alte Diskussion -
vielleicht vermag sie ja - diesmal - Früchte zu tragen.
Und alle Beteiligten - auf sich selbst zurückwerfen - jenseits aller absurden Vor-stellungen.

Testosteron ... und Fußball

... so einfach ist das - mit simplen Geistern. Zwei sehr hochgepuschte und testosteronlastige Typen haben ein Taxi bestellt. Sie kommen in "Karnevalsmontur"- gar nicht mal übel - der eine von beiden in meiner "Lieblingsmontur" seit einigen Jahren - ich weiß nicht mal, wie ich die nennen soll. Es sind quasi Kostüme, Jacken - aus der Zeit der sogenannten "Dichter und Denker" - also zumindest nach außen hin gediegen. Und wirklich sehr schick - für meinen Geschmack. Würde mir - bei gegebenen Kohlevorräten - durchaus ernstlich ein solches Gewand schneidern lassen - aus feinstem Material.
Drin steckt aber - trotz edlem Abholviertel - viel Proll. Und vermutlich auch viele Drogen. Nebst Alkohol - erscheinen die beiden Herren mir recht aufgepuscht. Vielleicht Koks .....
"Schätzelein, Herzelein - kannst Du bitte mal sofort und stante pede Karnevalsmusik laufen lassen!" Ich erwidere - daß ich gerade ein gutes Kabarett-Programm anzubieten habe im Radio - meine Lieblingssendung läuft. Nein - das wollen sie nicht. Nein - Karnevalsmusik habe ich nicht im Angebot - das sei auch Körperverletzung für mich. Aha! - ich sei also keine Kölnerin! Im Gegenteil - ich bin sogar hier geboren. !!!??? Ja - ich gehöre eben zu den anderen 50%. Nein - das seien maximal 5 %. Ich gebe noch kurz zu bedenken - daß die 50 % Anti-Karnevalisten der Kölllner - eben immer wieder bereitwillig die Stadt verlassen - um den anreisenden Touris das Feld zu räumen.
Merke aber zügig - die sind gerade sehr frech. Bzw. - besonders der eine von den beiden.  Der Andere, der neben mir sitzt,  ist recht harmlos - oder besser gesagt "kompatibel". Das ist schon viel wert. Von hinten ertönt es - ich solle doch mal die Kindersicherung für die Fenster freigeben. Der vorne meint - es stinke wirklich allzu sehr nach viel zu viel Parfüm, mit dem sein Kumpel sich eingenebelt hat.
Dann wird noch dies und das gewünscht - und ich denke bei mir "Gut - daß ich gerade gute Laune habe!" Früher mal - wäre ich mit solchen Typen sehr zügig aneinandergeraten. Besonders - weil ich sie ernst und persönlich genommen hätte. Heute - lasse ich oft "untereinander schlichten" - und sag nichts weiter. Außer - zutiefst sarkastisch  - sowas wie "Ja sicher - soll ich Euch vielleicht noch ein paar Schnittchen servieren während der Fahrt?!!!" Genau - das sage ich gerade. Es trifft einerseits den Kern - und sorgt aber auch wieder für einen gewissen Humor in der engen Blechbude.
Nachdem "mir"  quasi noch unterstellt wird - daß ich vermutlich prüde sei - weil ich nicht zu Karneval ficken gehe - meine ich nur - daß wohl das Gegenteil der Fall sei. Also - daß nur die zu Karneval "ficken gehen möchten" - die ihren sexuellen Gelüsten über´s Jahr offensichtlich nicht nachgehen. Die beiden Testosteronen - begreifen natürlich nichts von alledem - wobei der Eine wenigstens noch drüber nachzusinnieren versucht und meint: Tja - da ist wohl was dran. Eigentlich - wäre das nicht wirklich befriedigend mit dem Sex, wenn man ohnehin nur noch völlig strack irgendwo an einem Tresen abhängen würde.

Der "vermeintlich-verkappte" - aber durchaus offen Aggressive von hinten meint zu seinem eher moderaten Kumpel vorne - dieser solle doch mal das Radio auf den richtigen Sender einstellen. Ich werde kurz nochmal sehr deutlich - und sage laut - daß das hier mein Cockpit ist. Punkt. Und: Finger weg! (vom Cockpit natürlich)
Aha .... Ich soll doch mal - Fußball ins Radio drehen. Merke - ohne vorab genau  zu wissen, warum - es wird hier wirklich das Beste sein. Gehe auf den Fußball-Übertragungssender und drehe die Lautstärke deutlich hoch - für mich schon fast schmerzhaft. Nicht nur für meine Ohren - sondern vor allem wegen für mich unerträglichem Blödsinn - der da hochstilisiert wird mittels simpler, ewig repitierter  "Sport-Reporter-Rhetorik" - also so, als würde gerade wirklich etwas Aufregendes passieren. Ich kann endlich in Ruhe gähnen - denn ich bin wirklich müde.
Die beiden zuvor vermeintlich testosteron-lastigen Typen mit ihren ewig-langweiligen-sexistischen Kommentaren - halten ihre Klappe und sind völlig gebannt. So einfach ist das also. So simpel. Gut - zu wissen. Daß viele Typen simpel gestrickt sind - war mir ja ganz sicher nicht neu - aber das sie derart simpel gestrickt sind - habe ich erstmals in dieser unerschütterlichen Klarheit registriert- die ich mir natürlich auch in Zukunft ggf. derart nutzbar machen kann.
Testosteron - ist offenbar sehr flüchtig - und kann leicht umgelenkt werden.
Wie gesagt - nichts Neues unter der Sonne - aber in der Intensität schon erstaunlich.
Bei mir bleibt diese manchmal leichte, subtile Übelkeit - die sich auftut, wenn mensch jahrelang mit Kreti und Pleti zu tun hat.
Gut, daß ich einen Pferdemagen habe!

Radio-Koinzidenz ....

... lauschte in den vergangenen Tagen gespannt zwei Radiobeiträgen. Ein Krimiautor berichtete davon, daß dörfliche Strukturen die idealen Vorlagen für seine Werke liefern, mit all ihren Verstrickungen und Verkrustungen. Ein anderer Autor - machte aus seiner Not eine Tugend, indem er aus seiner selbst erlebten Begegnung mit einem unberechenbaren Stalker einen Roman machte - im Nachgang, nachdem die Geschichte überstanden war. Diese - hatte sein bisheriges Leben wohl völlig auf den Kopf gestellt.
Immer tröstlich - mit nichts alleine zu sein als Mensch. Und auch tröstlich - daß ich´s nicht persönlich nehmen muß, denn im Grunde kann es jeden treffen. Der Autor und seine Familie hatten sich ganz sicher etwas Idyllischeres ausgemalt, als sie in ihre neue Altbauwohnung zogen - und dann auf einen übelgesinnten Nachbarn trafen.
Im Moment - ist es ruhig. Die afrikanischen Götter und Göttinnen sind auf Posten, wirbeln im und ums Haus, sind wachsam, aber entspannt. Ich würde sagen - unangreifbar - denn sie haben viel Humor und sind sehr gelassen. Und natürlich haben sie keine Angst vor ein paar potentiell überlwollenden Ahnengeistern, die sich hier noch herumtreiben und scheinbar noch nicht ihren Frieden gefunden haben. In derart guter Gesellschaft - kann ich mich also entspannen und auf mich konzentrieren. Alles, was es gerade zu tun gibt - ist immer wieder das Haus und die Umgebung mit liebevollen Gedanken zu füllen. Wer möchte - kann sich etwas davon nehmen.
Haß, Kampf, Gewalt, Rache etc. - sind keine Optionen. Wobei ich ehrlich sagen muß, daß so ein wenig "Rache" schon süß schmecken würde. Einfach in Form von entsprechender, finanzieller Entschädigung. Schaumermal.

Sonntag, 3. Februar 2013

Nie wieder wegwollen ..... ???

Heute fuhr ich bereits zum dritten Mal in jüngster Zeit den gleichen jungen Mann - er ist Stammgast bei unserer Zunft. Wir sprachen über Wohnen und Wohlfühlen. Auf meine Anmerkung, daß er ja in einem der schönsten Viertel der Kolonie wohne, meinte er: Ja - und er wolle nie wieder hier wegziehen. Er sei schon achtmal innerhalb der Kolonie umgezogen - aber hier wolle er "nie wieder weg". Huch ... denke ich nur und meine "Und sowas sagen sie in so jungen Jahren?" Ist ein sehr jugendlicher Typ - sieht jünger aus, als er ist - ich gebe ihm also mal um die Vierzig an Jahren.
"Nie-wieder-wegwollen" kenne ich nicht. Im Gegenteil. Ich kenne nur "Eine-zeitlang-bleiben-wollen-und-dann-weitergehen".  Eine zeitlang - saß ich gegen meinen Wunsch viele Jahre fest, bis es sich löste. Und dann - zog ich so oft um, daß ich mir dringend eine Erholung und eine zeitlang Bleiben wünschte. Schon - wurde diese wieder zu lang.
Jetzt - bleibe ich erst mal hier, solange es auf dem Plan steht. Wie lange das exakt sein wird, weiß ich nicht. Anvisiert - aus dem Gefühl heraus - waren zwei Jahre.
Sicher keine vierzig Jahre - wie die Leute im Haus, die nun unfreiwillig über einen Auszug sinnieren.
Den mir bislang bekannten Rekord in Sachen "Umziehen" hält eine sehr bunte und lebendige Frau, die in ihrem Leben etwa um die vierzig Mal umgezogen ist. Und sie tut es auch jetzt noch - landet in fortgeschrittenem Alter an den schönsten Plätzen. Ne - stimmt nicht - ich traf auf noch mehr Menschen, die derart unterwegs sind. Nur, daß auch diese letztlich eine Sehnsucht hatten oder haben, irgendwo anzukommen. Die erwähnte Bunte, die jetzt um die 70 sein muß, hat sowas eher nicht. Und mich hatte es ja aktuell mal wieder aus diesem Traum von einem "zwischenzeitlich beschaulichen Zuhause"  herauskatapultiert. 
Nein - ich kenne keinen Ort, an dem ich bleiben möchte. Von wegen "Nie-wieder-wegwollen ..." Und wenn er noch so schön wäre - würde es mich wohl irgendwann woanders hinziehen. Im Moment weiß ich nur soviel - daß ich mir diese Zwischenstation nicht verleiden lassen werde. Und daß es eine solche - Zwischenstation - ist, wußte ich ja auch schon, als ich hier hinkam. Würde das Leben mir überraschend die Mittel an die Hand geben, mir ein Haus zu kaufen - wäre meine Grundüberlegung sofort, wie ich dies so flexibel wie möglich halten könnte.
So - geben die bislang nicht überführten Reifenschlitzer mir erneut die Gelegenheit - nochmal über diese Idee von "sich zuhause  fühlen (wollen)" und den wirklichen Wert von sogenannten "eigenen vier Wänden" zu sinnniern.
Verrückterweise - kehrte sich mein "Rückzugsort" in dem Moment um 180 Grad um - als ich hier attackiert wurde. Ich machte die Limousine zu einem solchen. Anders - kein Ort auf diesem Planeten ist ein echter "Rückzugsort" - wenn das Leben es scheinbar nicht so will. In Umkehrung also: Jeder Ort - ist ein solcher .... usw.
Echter Rückzug findet m.E. nach innen statt. Und den habe ich in der vergangenen Woche wieder mal zu Genüge geübt. Und dabei (endlich wieder) entdeckt - wieviele Schätze bei mir sind. Materiell und immateriell. Sehr erstaunlich.Ein wenig müde bin ich - jetzt - und doch habe ich wieder gelernt, daß in jedem Moment neue Energie kommt - soviel, wie gebraucht wird.
Hatte das Zaubern vergessen - jetzt zaubert das Leben wieder. In Träumen - die kaum bis keinesfalls vom Tagleben zu unterscheiden sind. Eine Armee von Helfern tauchte über Nacht auf - und seither sind sie ständig im und ums Haus versammelt - Bessere gibt es nicht. Der Herr Jung würde diese wohl "Archetypen" nennen - ich nenne sie anders - und bei anderen Namen. Holte die Königsmaske von der Zauberin zurück, bei der ich sie in ihrem Laden in Kommission gegeben hatte, beim letzten Umzug. Die Maske - der König - meldete sich plötzlich sehr deutlich bei mir zurück, nachdem hier die Wellen erstaunlich hoch schlugen. Ja - er sei noch da. Die "Ladenfee" nahm ihn von der Wand und bürstete den Staub von seinem Haupt, liebevoll - packte ihn dann sehr sorgafältig ein und übergab ihn mir in einer Papiertasche. Ja - er wäre sehr freundlich gewesen in den vergangenen Monaten. Die beiden ihn begleitenden Vogelmasken - sind verkauft.
Das ist wohl das erste Mal - daß ich etwas - scheinbar Materielles - "zurückgeholt" habe zu mir. Habe den König gewaschen und trocknen lassen und ihn beobachtet seither. Sehr aufschlußreich, seine Augenbewegungen. Mittlerweile - hat er wieder "den alten Blick". Er wird ein neues Band bekommen heute - und seinen "angestammten" Platz. Dieser - wird mir Raum geben, gibt ihn mir schon seit Tagen - auch, als er noch nicht wieder hier war und sich "lediglich mental" einmischte in die seltsamen Geschehnisse hier. "Nie-wieder-weggeben" - kommt mir hier in den Sinn. Und dies: Meine zehntausend geliebte und gesammelten Steine - stehen (auch) für Beharrlichkeit. Wenn und solange es nötig ist. Nicht länger.
Ich will sicher wieder weg hier - aber nicht, weil mich (und Andere) jemand sinnfrei attackiert.
Im kommenden Frühling, Sommer und Herbst - möchte ich mich vielmehr ausbreiten und meinen Raum hier einnehmen, erweitern. So daß Leben es ebenso auf dem Spielplan hat.
Für den König aus Guinea - und alle beschwingten, unerschrockenen und tiefenentspannten Götterwesen !!! Und auf Afrika - welches überall ist (siehe oben rechts .... danke auch an MM. - für die bereits tiefenwirksame Erinnerung in Form eines einfachen "Spells"!)