Donnerstag, 31. Januar 2013

Kein Flugblatt - und keine Opferhaltung

Die Flugblattaktion - lassen wir mal sein. In gegenseitigem Einvernehmen und mit dem Segen von bisherigen technischen Problemen, die den Start verhinderten. Mein Drucker ist kaputt - und die E-Mail-Übertragung an den Computer des Nachbarn schlug auf wunderliche Weise fehl. Heute hatten wir beide die gleiche Eingebung - es sein zu lassen. Man soll ja keine schlafenden Hunde wecken oder sich womöglich noch Trittbrettfahrer an Land ziehen. Auch möchte ich gar nicht wirklich meine Telefonnummer in der Siedlung verteilen.
Habe mich nochmal auf die Polizeiwache begeben - und mit dem dort Diensthabenden ein paar Worte gewechselt. Er hat unser Haus freundlicherweise auf die Liste für´s Streifefahren gesetzt. Und empfahl die Installation einer Videokamera mit Gelinse auf unseren gemeinsamen Carport. Gut. Halte ich in diesem Fall für die sinnvollste Lösung - und bei der anstehenden Versammlung aller Bewohner und der Vermieter - werden wir ja sehen, ob jeder bereit ist, seinen Obulus dazuzugeben. Einstweilen - ist eine zumindest nach Außen hin neutrale Haltung dringend geboten - um nicht noch mehr böses Blut zu schüren. Die Geschichte hat sich in der Siedlung ohnehin wie ein Lauffeuer herumgesprochen - und ein Flugblatt ist daher auch überhaupt nicht mehr nötig.
Ich übe mich also weiter darin - mit Unwägbarkeiten zu leben. Und so gut es geht - bei mir zu bleiben und ruhige Nerven zu halten. Grundsätzlich hilft nur - eine eigene, friedliche Grundhaltung. Und Ausrichtung auf erfreulichere Gedanken. Dazu das Wissen darum, daß es überhaupt keinen Sinn macht, gegenüber Leuten, die nicht innerhalb des grünen Bereichs angesiedelt sind - deutlich offensiv zu werden, solange mensch keine konkreten Beweise hat.
Was hier nun in Zukunft geschehen wird - liegt ebenso wenig in meiner Hand, wie es in der Vergangenheit in dieser lag. Werde nach Ersatzfelgen mit Reifen Ausschau halten. Und will zusehen, ob ich nicht noch ein paar Dinge (bleiben nur  noch Instrumente - von denen ich immer noch reichlich habe, aber sie ja eh nicht wirklich bespiele) verkaufen kann - so scheinbar schmerzlich es auch scheinen mag - um mich finanziell etwas zu erfrischen.
Habe schon mal ein paar ganz feine Congas fotografiert zu diesem Zweck.
Nehme das alles als Übung - wenn ich auch nicht wirklich "begreife", wozu das alles genau gut sein soll. Vielleicht nochmal als Ermunterung, mich leichter zu machen für den nächsten Aufbruch. Wer weiß ....
Heute morgen kam jedenfalls die klare Botschaft: Bleib in Frieden, Sati. So gut es geht. Anders - geht´s nicht.
Also - rein sachlich gesehen. Schau Dir all die Gefühle an, die hochkommen - aber laß sie auch wieder gehen und halt sie nicht fest. So kitschig es klingen mag - aber die größte Macht ist halt die Liebe. Und ohne diese - bin ich nur sehr schwach. Mit Liebe, liebevollen Gedanken - geht es besser.
In jüngster Zeit - war ich oft mit der Frage konfrontiert "Haben Sie denn einen Verdacht?". Und ich bemerkte - daß ich damit nicht weiterkomme - solange es keine klaren Tatsachen gibt. Immerhin - kann auch alles ganz anders gewesen sein - und ich kann mich auch durchaus täuschen. Das Eine oder Andere ist klar und unzweifelhaft - aber wer hier die Reifen durchstochen hat - bleibt offen. Da gibt es viele Möglichkeiten.
Seit ich hier bin - treffe ich wieder auf dieses alte Phänomen - daß die Menschen in der Umgebung viel reden - wenn der Betreffende nicht anwesend ist. Es wird viel hinter den Rücken geredet. Ich habe einen kräftigen Rücken - und mögliches Gerede hinter dem meinen ist mir recht wurscht. Aber ein "Burgfrieden" - von mir aus auch auf Minimalkonsens - ist mir schon wichtig. Schaumermal .... inzwischen kann ich mich ja weiter erleichtern von immer noch mitgeschlepptem Hab und Gut.
Das ist nicht das erste Mal - daß ich mit seltsamen Ereignissen konfrontiert bin. Eine alte Geschichte fiel mir wieder ein, lange her. Jemand drohte mir, mich umzubringen, weil ich ihn verschmäht hatte. Er lauerte jede Nacht vor meinen Fenstern und schrie laut - er wolle mich umbringen. Mir die Bude abfackeln. Warf mit Wackersteinen in Richtung meiner Fenster im ersten Stock. Die Nachbarn haben´s mir erzählt - ich habe tatsächlich geschlafen. Oh, wohliger Schlaf, was für ein Segen!
Ich ging zur Polizei, um ihn anzuzeigen. Dort traf ich auf einige Männer, die mir zwischen den Zeilen suggerierten, daß müsse ich wohl selbst schuld sein - ich hätte mich ja schließlich auf den Typen eingelassen, via One-Night-Stand. Sehr interessante Erfahrung - nicht nur, weil der Typ mich am Morgen unbedingt heiraten und "zu seiner Frau" machen wollte - sondern auch, weil die Herren Polizisten von mir erwarteten, daß ich hellseherische Fähigkeiten habe, die mir bereits im Vorfeld die nötige Intuition hätten geben müssen. Es handelte sich - um einen sehr schönen und attraktiven Mann - mit vordergründig viel Charme - und ich bin sicher, daß die Herren Polizisten im umgekehrten Fall nicht einmal an hellseherische Qualitäten gedacht hätten. (mein Rand-Beitrag zur "Sexismus-Debatte ....)
Ich hatte eine Kopie dabei - vom Filofax des Wahnsinnigen - die hatte ich mir zügig gemacht, nachdem mir ein guter Kumpel dieses vertrauensvoll in die Hand gab - der Verrückte hatte es eines Abends in der Kneipe vergessen. Wir stießen auf völlig durchgeknallte Einträge und auf zahlreiche Zitate aus  "Clockwerk Orange". Ich machte also die Kopie - und gab es danach zügig zurück, damit der Psycho es nicht bemerke. Es stellte sich heraus - das er schon seit Monaten derart unterwegs war und zahlreiche Frauen  derart bedroht hatte. Die Adressen hatte ich - in der Kopie vom Filofax. Sie haben ihn dann recht zügig geschnappt - und die nächtlichen Todesdrohungen  via Anrufbeantworter und vor diversen Häusern waren Geschichte. Nicht nur für mich. Ein Ami war´s - völlig durchgeknallter Ex-Soldat. Er wurde des Landes verwiesen.
Der fiel mir nun wieder ein. Das hat mich damals ein paar gute Nerven gekostet - und ein paar Nachtschichten. Meine ehrlich größte Sorge damals war - daß er meinen Katzen nichts antut. Hätte ich keine Katzen zu verteidigen gehabt - hätte ich mich einfach schlafen gelegt. Um mich hatte ich wenig Sorge. Hatte aber auch ein paar sehr gute Kumpels, die mir oft Gesellschaft geleistet haben während meiner Nachtwachen - todesmutig. Und das alles geschah - während ich gerade auf einer Großbaustelle lebte - wegen Grundrenovierung meiner vier Wände - zwischen Schutt und Asche. Wenn ich den überlebt habe - und Anderes - werde ich dies hier wohl auch hinkriegen. Ohne Nachtwache - weil keine Katzen oder anderweitig zu verteidigende Wesen vorhanden sind. Mit erstaunlich gutem Schlaf - albtraumfrei und tief. Selig.
Im Gegensatz zu den anderen direkt Betroffenen, die seither nachts wachliegen und nicht in einen solchen Schlaf finden  - und zu einer Freundin, die auch nicht schlafen kann wegen Sorgen und mich in ihre nächtlichen Grübeleien miteinbezog, um mich am Morgen anzurufen - mit einer "Idee".  Ich bedankte mich herzlich - für´s aufrichtige Mitfühlen und Mitdenken. Die "Idee" war nicht wirklich gut für mich - aber ihr Mitgefühl auf jeden Fall.
Es scheint - am Tage - ein Traum zu sein. Und jeder Traum - läßt sich umträumen. Oder so .....

Mittwoch, 30. Januar 2013

Krimi-Material frei Haus

Was hier so abläuft - könnte eine gute Inspiration für einen "Dorfkrimi" sein. Es gibt einen großen Clan, der sich über die Siedlung verteilt - und der mit den jeweiligen Nachbarn im Streit lebt. Inzwischen erfahre ich so einiges, was ich lieber gar nicht erst wissen würde. Das könnte einen feinen Krimi ergeben. Vielleicht sollte ich die Gabe meiner teils sehr wilden Phantasien und die häßlichen Verdachts-Momente aufgrund von nicht abwendbaren Tatsachen nutzen, um einen Kriminalroman zu schreiben - als Ventil. Und so - aus temporärer Not eine Tugend machen.

Ohnmachts-Lektionen

Das Leben scheint mir was beibringen zu wollen: Mit Ohnmacht klarzukommen.
Es ist leider so - daß ich in den vergangenen Monden nicht wirklich viel "tun" kann.
Ich muß es eben hinnehmen - daß mir jemand meine Taxibörse klaut, daß ich wegen Glatteis nicht arbeiten konnte, daß jemand die Reifen zersticht .... und daß ich trotz "Bemühung" nicht mal die laufenden Kosten erwirtschaftet habe. Ein schlechter Lauf also ....
Aber - ich lebe ja noch.
Ist schon ein Phänomen, wie mensch am Leben hängt.
Ich hänge auch - an einem friedlichen Dasein - habe überhaupt kein Bedürfnis nach Ärger und Streß.
Aber - manchmal kann man sich das wohl nicht aussuchen.
Tröstlich: Das Leben hat soviele Optionen - das sich auch alles schnell wieder zum Guten wenden kann. 
Aber bitte - schnell ....Am liebsten jetzt gleich.
Heute fiel mir auf - daß ich das Beten verlernt habe.
Und - daß ich auch früher immer erst gebetet habe, wenn´s gar nicht mehr anders ging.
Wenn ich mir also meine eigene Ohnmacht eingestehen mußte.
Jetzt ist es soweit - nach langer Zeit.
Oder anders: Im Grunde ist man als Mensch das ganze Leben lang ohnmächtig.
Diese Illusion, irgendetwas im Griff zu haben, ist eben nur  eine Illusion.
Bei manchen scheint es leichter zu laufen, mancher scheint Erfolg zu haben.
Aber letztlich - ist es immer nur das, was einem Menschen zufällt, was auf dem unüberschaubaren Spielplan steht.
Erfolge - rechnen wir uns gerne persönlich an, Mißerfolge lieber dem Schicksal.
In allen Fällen aber - orchestriert das Mysterium.
Daher - freue ich mich nun, daß ich immer noch einen wunderbaren Schlaf finde und über eine gute Portion Selbstironie und Humor verfügen darf. Beide Zutaten sind äußerst wertvoll, wenn mal nichts zu laufen scheint.
Nachher - werde ich inbrünstig beten.

Dienstag, 29. Januar 2013

Besuch der Nachbarn - und Hausaufgaben ...

.... die Nachbarn, die hier seit über vierzig Jahren - meist friedlich - wohnen - sind ebenso verstört wie ich über die jüngste Reifenattacke. Sie kamen zu mir hoch heute - um das alles nochmal zu besprechen und zu überdenken. Ich freute mich darüber - denn dies war auch mein Gedanke seit Freitag - und seit ich unterwegs war - wir müssen reden!
Mein übler Nachgeschmack - bleibt. Und auch sie - sind zutiefst irritiert. Wollen sogar ausziehen - nach über 40 Jahren - das heißt was.
Ich gab ein paar bislang für mich behaltene Dinge zum Besten - die hier geschehen waren seit meinem Einzug.
Um mal ein paar Dinge zu sortieren.
Mit denen ich - wirklich nichts zu tun habe.
Sie - offenbar auch nicht.
Häßlich also - die aktuelle Situation und das, was seit etwa zwei Jahren hier geschieht - bevor ich überhaupt hier anlandete.
Eine Art "Zettelkrieg" nimmt derweil Überhand - nun auch abgerissene Zettel - neben neuen, eingeworfenen  in irgendwelche Briefkästen. Very crazy.
Was ich für mich spüre - ist eine sogenannte "gesunde Aggression".
Aber auch die Ohnmacht - das der Terror weitere Blüten treiben könnte.
Jetzt - habe ich meine "Hausaufgaben" gemacht - auf meinen Vorschlag  hin, ein Flugblatt in der kompletten Siedlung zu verteilen - objektiv, neutral und mit der Bitte um mögliche Mithilfe seitens der Siedlungsbewohner - also einfach Aufmerksamkeit ...... Der Nachbar wird´s verteilen - in jeden Briefkasten. Gut. Mehr - können wir gerade nicht tun.Vielleicht noch ein wenig Liebeszauber - ums Haus rum - scheint sehr nötig.
Den mache ich aber - ohne die Nachbarn.
Und jetzt - wieder mal Staub abklopfen und weitergehen.
Wenn ich  denjenigen kriege -  soll er es mir teuer bezahlen.
Das wäre sehr schön, denn bislang hat mich das viele Nerven und 350 Euro geskostet.
Nachtrag: Heute bekam der Nachbar, dessen Reifen ebenfalls zerstochen wurden, Besuch von der Stadt - jemand hat ihn angezeigt, weil er Gasflaschen in seiner Garage hätte. Außerdem wurde mittlerweile der Bewegungsmelder draußen mutwillig demontiert - quasi ausgeweidet - und nun unbrauchbar.
Scheint also noch kein Ende zu finden, dieser seltsame Krieg.
Nach Karneval - wollen die Vermieter alle an einen Tisch laden -
damit mal Tacheles geredet wird.
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben - wenn´s dem Naachbarn gefällt" ... ist leider was dran.

Manchmal fahre ich diese Frau ...

... die ich einst traf, als sie um die Ecke wollte. Sie war aus dem Krankenhaus abgehauen - und wollte nur mal kurz nach Hause und wieder zurück. Sie hielt es nicht aus den ganzen Tag im Krankenhaus - und entschwand immer mal wieder, auf eigene Faust. Schon das - machte sie mir sympathisch. Sie bat mich, sie am kommenden Sonntag bei sich abzuholen für eine längere Tour - und sagte mir dann fünf Minuten vorher ab. Ich fuhr zum nächsten Halteplatz und stellte mich in die Reihe - wo ich sie dann plötzlich doch erblickte, wie sie auf einer Mauer saß und ein Zigarillo rauchte. Sie hatte mich wohl auch wiedererkannt und kam zur Limousine, um zu fragen, ob wir jetzt doch fahren könnten. Ja - sicher.
Seither sind wir immer mal wieder zusammen unterwegs. Ich bringe sie zu ihrem schwerbehinderten Sohn, der auch einmal mitfuhr. Oft warte ich dort einfach eine kurze Weile - vor dem Wohnheim - und fahre sie dann wieder nach Hause zurück. Bis heute - blicke ich nicht durch. Sie ist sehr angeschlagen und konnte zeitweise nur noch mit einem Rollator gehen - kürzlich kam sie recht lebendig mit einer Krücke für den Notfall, es war wieder besser geworden. Manchmal erzählt sie wirre Geschichten - besonders von Arztbesuchen - und dann ist sie wieder ganz hell und klar.
Sie muß gebildet sein - und sie muß einst ein komplett anderes Leben gelebt haben. Sie hat Charme und Humor und eine sehr angenehme Art, zu kommunizieren. Wir reden - nicht wirklich viel, aber wenn, dann eher Essentielles. Und - wir machen aus unseren Touren - jeweils eine Art kleinen Urlaub - bzw. einen Ausflug. Meist scheint die Sonne für uns, wenn wir losfahren. Oder sie kommt während der Fahrt raus und lacht.
Einmal brachte ich ihr einen kleinen, feinen Karneol mit, den ich zuhause hatte. Gegen ihre Beschwerden - für ihre angeschlagenen Knochen. Das hat ihr eine derartige Freude bereitet, daß sie mir bis heute immer mal wieder davon erzählt, wie gut ihr dieser schöne Stein tut. Und wenn sie mal aufgeregt ist, nimmt sie diesen einfach in die Hand - und schon wird es besser. Immer, wenn sie von diesem Stein spricht, verfällt sie ins Duzen. Ansonsten sind wir per "Sie". Einen telefonischen Neujahrsgruß und beste Wünsche ihrerseits für mich - übermittelte mir mein Handy seltsamerweise erst zwei Wochen später. Ich reagierte nicht weiter im Außen, aber freute mich innerlich. Jetzt waren wir erstmals wieder unterwegs, nach gut einem Monat. Und ich hatte zuvor auch ein paar unangenehme Gefühle - die einzig darauf beruhen, daß ich mir keine "potentiellen Pflegefälle" via Limousine zulegen möchte. Was widerum Blödsinn ist - denn diese Frau meistert trotz aller Hürden ihr Leben sehr gut. Ich freute mich dann sehr, als ich sie wiedersah. Und sie sich wohl auch. Wieder - waren wir uns einig, daß wir einen guten Ausflug zusammen machen werden. Sie berichtete mir von einem Taxi-Kollegen, mit dem sie etwa ein Jahr lang gefahren sei - der hätte aber keinen Humor gehabt und immer gesagt "Arbeit ist Arbeit". Tja .... Arbeit ist es zwar schon - aber auch und manchmal besonders eine Einstellungssache. Mit der richtigen Einstellung kann zumindest diese Form der Arbeit - auch öfter in ein Vergnügen münden. Und in Begegnungen - die sich sonst so nicht ergeben hätten.
Als sie wiederkommt zur Limousine zum verabredeten Zeitpunkt - hat sie diese Krücke vergessen. Ich sage "Soll ich mal eben hochspringen?" - denn ich bin wahrlich besser auf den Beinen als sie. Ja - gerne. Oben im zweiten Stock dieses Wohnheimes für Schwerbehinderte - frage ich zwei sehr nette Pfleger, ob sie mir helfen können, die Krücke von Frau Soundso zu orten? Ihr Sohn und ein anderer Junge sind auch auf dem Flur. Der andere Junge - faßt mich sofort an, "befühlt" mich - und ich erinnere mich instantan an zwei königlich-reiche Wochen einst, bei denen ich als Betreuerin auf einer Fahrt mit Behinderten nach Holland ans Meer mitreiste. Selten zuvor hatte ich soviel seltsam-colorierte und unerwartete Freude - mit diesen "unschuldigen" und zutiefst im Moment befindlichen Menschen.  Die kurze Berührung dieses Wesens - berührte mich also. Und ich freue mich über die echte Freundlichkeit der beiden Pfleger. Als ich erfolglos wieder rauskomme - hat meine Fahrgästin ihre Krücke bereits geortet - sie hatte sie im Parterre in einer Ecke vergessen. 
Sie erzählt mir u.a. heute, daß ihre Schwester, ihr Ex-Mann und ein paar Bekannte sie unter Druck zu setzen versuchen würden. Ich frage, warum sie meine, daß diese das tun würden? Erstaunliche und klare Antwort: Damit sie sich als die besseren Menschen fühlen können. Ja - da hat sie wohl recht. So läuft es oft - unter Menschen. Und wir haben wieder mal zusammen etwas sehr Essentielles besprochen. 
Zu meiner freudigen Verwunderung bemerkt sie heute - etwas über einen angenehmen Fahrstil, wie Fließen sei das gewesen. Fein. Zuvor hatte sie immer Angst gehabt und ich habe bei ihr daher drauf geachtet, nicht zu zügig zu fahren. Heute - haben wir wohl beide nicht einmal darüber nachgedacht.

Süße Fahrgäste ....

... Süßwarenmesse in der Kolonie. Internationales Publikum. Fein. Ich mag das. Studiere jeweils die verschiedenen Mentalitäten und besonders die differente Gesprächskultur. Die anders-sozialisierten Leute - machen andere Gespräche auf, als die meisten Einheimischen. Niemand von den "Internationalen" macht ein Gespräch über´s Wetter auf - hallelujah. Ich werde z.B. sowas gefragt wie - ob ich gerne hier lebe. So eine "Eröffnung" - macht viel potentiellen Raum auf - aus dem interessante Unterhaltungen entstehen können.
Im Hotel "greife" ich mir einen Australier an der Rezeption ab, als er gerade kundtut, daß er ein Taxi bräuchte. Ich sage (huch?!) - "Ich BIN ein Taxi. Sie können ja mit mir fahren, in zwei Minuten bin ich wieder hier" - und gehe mal eben auf die sanitären Anlagen mit Musikbeschallung. Mit diesem Australier komme ich nach einem anderen kurzen Austausch - und nachdem ich mich auf seinen Sprachrhythmus eingetuned habe, völlig andere Betonungen und zunächst schwerlich für mich zu verstehen, die Melodie weit entfernt von anderen Englischsprechenden - doch noch auf Wetter zu sprechen. Nämlich auf die angeblichen "Feuerkatastrophen" auf seinem Kontinent. Nein, das sei überhaupt nicht unüblich bei ihnen im Sommer. Und der letzte Winter wäre sehr trocken gewesen - so daß nun bei 45 Grad die ausgetrockneten Gräser schnell Feuer gefangen hätten. Ein Holländer berichtet, daß die Hallen inzwischen auf dieser traditionellen Messe nur noch halb ausgefüllt wären - die Geschäfte gehen zurück.. Der Südafrikaner in feinem, elegantem Anzug, gefällt mir wegen seiner sehr ruhigen und gelassenen Art - und einer angenehmen, äußerst höflichen Kommunikation. Drei ältere Italiener fahre ich - und genieße den Gesang ihrer Sprache. Der Zahlende - gibt ein für Italiener ungewohntes und fürstliches Trinkgeld. Andere Kulturen - lassen sich alles auf den Cent zurückgeben. Auch ok. Es gleicht sich eh immer wieder aus. Insgesamt - sind diese Süßwaren-Messe-Leute - wirklich süßer als Andere. Ob´s mit der Branche zu tun hat? Eine schrille, spanischsprechende Schönheit aus südamerikanischen Gefilden fällt mir auch noch in die Limousine - völlig unverhofft. Die - geniesse ich am meisten - mit wenigen Worten gibt es viel zu lachen. Ob ich doch mal wieder an ein paar Sprachkenntnissen feile? Manchmal macht es wirklich Spaß, zwischen diesen hin- und her zu springen. Wie so oft schon stelle ich fest, daß dies immer dann am Leichtesten ist, wenn mensch erst gar nicht darüber nachdenkt.

Morgenschreck - 2 mal 2 zerstochene Reifen

Freitag Morgen, zwanzig vor sieben, gehe ich frohen Mutes aus dem Haus und setze mich in mein Auto, um in die Kolonie zu fahren. Als ich gerade losfahren will, bemerke ich, daß mein Auto irgendwie sehr schief steht. Steige aus und gehe im Dunkeln auf die andere Seite, um festzustellen, daß ich mal wieder einen Platten habe. Verdammt! Ich muß doch endlich mal wieder Limousine fahren und ein paar Euro erwirtschaften - nach den beiden schon wegen Eis ausgefallenen Tagen.
Da ich keine Praxis im Reifenwechseln habe - und in solchen Situationen auch keine Nerven für Experimente - nehme ich das wiederholt geäußerte Hilfsangebot des Nachbarn an und klingel bei ihm - seine Frau öffnet mir und  meint, nein - Reifen wechseln ginge nicht, wegen seinem Rücken. Ich entschuldige mich für die frühe Störung und rufe den ADAC. Wenig später klingelt es bei mir - der Nachbar ist´s und vermeldet "Sie haben ZWEI platte Reifen. Und ich auch." Mutwillig zerstochen, in die Seite, so daß nichts mehr repariert werden kann. Ich schlage vor, nun mal die Polizei zu rufen - denn es ist ja nicht das erste Mal. Zwei in die Vorderreifen gedrehte Schrauben vom Sommer - glücklicherweise bin ich damit nicht abgeschmiert - und jetzt das hier. Der engelsgeduldige ADAC-Helfer tauscht unbürokratisch beim Nachbarn, auf meinen Auftrag mit, der Ersatzreifen auf Felgen in seiner Garage hat, die beiden kaputten Räder - nachdem er die Einstichstellen geortet hat. Bei mir die gleichen Einstichstellen - aber ich habe keine Ersatzreifen und sitze nun erst mal fest. Später pumpt er diese auf und ich fahre vor ihm her in die Werkstatt - solange hält die Luft. Nein, meine Reifen seien nicht vorrätig beim Händer. Ich gehe also in der klirrenden Kälte - inzwischen ordentlich durchgefroren vom Warten und Organisieren seit zweieinhalb Stunden draußen - wieder nach Hause und telefoniere wegen verfügbaren Reifen. Lasse diese vom freundlichen Reifenhändler mittels Taxi zur Werkstatt bringen und die montieren sie mir. Alles in allem - 7 Stunden und zweihundert Euro, die ich nicht habe. Ich nutze diese Zeit für ein Mentaltraining - indem ich meinem Verstand jegliche unnötige Panik untersage und auch keine demotivierenden Gedanken zulasse, wie "Ach, das lohnt sich doch jetzt nicht mehr, noch in die Kolonie zu fahren." Um 14 Uhr fange ich also an mit meinem Job - statt um 7 am Morgen. Und diesmal - ist die Limousine sogar wie Balsam - weil sie mich ablenkt von dieser häßlichen, wiederwärtigen Geschichte mit dem hinterfotzigen und durchgeknallten Reifenschlitzer. Komme noch in einen glimpflichen Lauf - besser als erwartet.
Der bittere Geschmack bleibt - von nun an quasi jeden Morgen.
Die Polizei kam noch - und wir haben beide Strafanzeige erstattet - gegen "Unbekannt" natürlich. Ob einer von uns Feinde hätte? Nein - nicht daß ich wüßte, ist meine Antwort. Ich kenne die Leute hier ja nicht einmal, bin erst im Mai hierhin gezogen. Ob ich welche aus der Kolonie "mitgebracht" hätte? Nein. Der Nachbar hat auch keine ihm bekannten Feinde. Aber er hat da so einen Verdacht .... Auch sowas - hat einen bitteren Beigeschmack - ebenso, wie meine Gedanken zu dieser Angelegenheit. Einer im Hause blieb verschont - sein Auto stand in seiner Garage.
Tja - soweit - so übel. Da machst Du nicht viel. Bleibt die Hoffnung, daß der Übeltäter Wind davon bekommen hat, daß wir diesmal die Polizei gerufen haben - und das ihn das abschrecken wird in Zukunft. Ich werde nochmal auf der Wache vorbeifahren wegen einem Schriftstück - und fragen, ob ich nicht auch Anzeige erstatten kann wegen "versuchtem Totschlag" oder sowas .... das ist wirklich kein Witz.
An diesem Tag - lerne ich dennoch was - nämlich darüber, nicht aufzugeben - und stoisch zu tun, was gerade zu tun ist, um wieder an den Start zu kommen. Der Verstand will - auch berechtigt - lärmen, wie sinnlos und frustrierend das alles ist. Doch das hilft nicht weiter. Und es geht ja - immer weiter. Erinnere mich an den Spruch - "Aufstehen, Dreck abklopfen, weitergehen." - der hilft.
Eine andere, schale Erinnerung  kommt auf - dieses Gefühl, kein Zuhause zu haben und nirgendwo "sicher" zu sein. Seit langer Zeit - fahre ich so gerne Limousine wie selten und genieße, was mir das Leben so schenkt. Übe mich darin - nicht mehr allzu viel an diese häßliche Begebenheit zu denken und bekomme von den Gästen soviel Trinkgeld wie selten. Erzähle die Geschichte niemandem, will sie nicht nähren. Hier - halte ich sie kurz in Lettern fest - für den Fall, daß ich mich nochmal erinnern müssen sollte - was ich nicht hoffe.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Haben die mich vergessen? Fein ...

Habe bislang noch keine Zahlungsaufforderung von der "Ge- e- Zett" erhalten. Ob die mich vergessen haben? Prima ... fühlt sich gut an, vergessen zu sein. Fühlt sich richtig gut an - die Vorstellung, an der Peripherie der Welt einfach in Frieden gelassen zu werden.
Heute - eine völlig unerwartete, gute Geschäftsidee angekommen. Mit feinen, gesunden Materialien und Produkten - an die ich bislang noch nie derart gedacht hatte. Könnte mir schon vorstellen, daß ich eine gute Verkäuferin wäre - aber immer nur für solche Dinge, die ich auch reinen Gewissens vertreten und vertreiben kann. Diese unverhoffte Eingebung - würde gut hineinpassen - in meine ethischen Vorstellungen. Und ließe sich auch mit Schönheit verbinden.
Schaumermal ... nur eine Idee - und das erst seit einer knappen halben Stunde. Aber sind es nicht auch Ideen - die einen überhaupt lebendig erhalten?! Diese Idee - schwelt schon - immer wieder anders - seit vielen Jahrzehnten wabernd mit im Raum. Danke an den unwissenden Inspierierenden.  

Mittwoch, 23. Januar 2013

Die "Privatisierung" des Wassers .... ???

.... ist wirklich - eine - weitere - starke Nummer.
Also - nach der einstigen "Privatisierung" von Luft - im Rahmen von sogenannten und teuer an den Börsen  verkauften "Emissionsrechten".
Wat is denn mit dem Feuer? - Ahja - läuft wohl unter Energieversorgung - Heizung natürlich - und Warmwasser - Strom. Jegliche Wärme-Energie eben ....
Und die Erde? - Nehme ich einfach mal "Agrarrechte". Stichwort "Monokultur", "Gen-Technologie", Enteignung von "Kleinbauern" - Ausdünnung von Boden -  etc. pp.
Also schon drei Elemente - an den Börsen. 
Das Wasser - als letztes der vier Elemente - soll nun auch "privatisiert" werden.  Natürlich zum Wohle der Allgemeinheit. Weil - Krieg ja mittlerweile Frieden ist und vieles mehr.
Ich bemerke - mein Verstand stößt erneut vehement an seine Grenzen.
Das tut er zwar immer - wieder - aber hier werden diese nochmal besonders deutlich.
Es kann sich nur - um einen ver-rückten Traum handeln.
Sonst - könnte ich wohl nicht mehr darüber lachen.
"Realitätsverlust" - heißt also "Traumeintritt" - oder wie?
Mit Verlaub - das Wasser des Lebens - wer möchte denn dieses abgraben?
Und wohin?
Was ist mit dem fünften Element - wann wird dies vermeintlich weitergerreicht werden - an die Börse?
Äther - heißt das - in dünnen Worten.
Äther - kommt später ... sicher auch noch dran. 
Ich finde mich - perplex wieder.
Darüber, was Menschen vereinnahmen und verkaufen wollen.
Für nichts.
Und ich weiß - das alles - wird nicht funktionieren.
Woher ich das weiß - weiß ich nicht.
Interessiert mich auch nicht.
So - wie mich ein Handel mit Wasser nicht interessiert
Kein Handel mit Elementen - mich beeindruckt.
Mag sein - daß es meine Person in irgendeiner Form tangiert im Film des Lebens - aber das ist nicht entscheidend.  Größenwahn - fällt - immer.
Und - die Elemente lassen sich doch nicht von ein paar Menschen-Hanseln vereinnahmen und kontrollieren. Nicht von den größten Zauberlehrlingen und nicht mal von potentiellen Außerirdischen.
Irre.
Einfach nur - komplett - Irre.

Wem gehört das Wasser?
Wem gehört das Feuer?
Wem gehört die Luft?
Wem gehört die Erde?
Wem obliegt der Äther?
Wer´s noch nicht weiß -
der sag´ es mir später.

Habe mal petitiert - das tut nicht weh und ist zügig erledigt.
Und wer weiß - vielleicht hilft es ja sogar?
Hier geht´s lang ....

Wiederkehrende (s Gähnen über) Fleischfresser-Skandale .....

.... huch! Schon wieder Skandale. Um Fleisch, welches anders deklariert wurde. Statt Rindfleisch in Hamburgern (dessen Konsistenz ich von Haus aus bezweifle ... für meinen Geschmack ist da lediglich viel Elend, Wasser und Pharmagift drin ...) - sei nun Schweine- und Pferdefleisch in diesen Produkten gefunden worden. Kein Link hier erforderlich. Nur die kurze, knappe Erinnerung ans vielgenossene und weitgehend unbemerkt verzehrte "Gammelfleisch" - und die Erinnerung an eine immer noch vorhandene Freiheit - einfach gar kein Fleisch mehr zu essen. Simpelste Lösung. Und wenn Du doch was fressen willst, was Dir einfach zu schmecken scheint - so tu auch dies. Aber bitte - keine künstliche Aufregung mehr über Zusammensetzungen - die schon aufgrund von Preisgestaltung - nur viel Dreck enthalten können. Soviel - dürften wir doch begreifen können.
Also - wie gesagt - keine moralische Keule. Nur die Erinnerung daran, daß keine wirklich nahrhaften Produkte zu Schleuderpreisen produziert werden (können). Und die Erinnerung daran - daß auch das Fressen nur von Glaubenssystemen und somit kulturellen Vorstellungen auf absurde Weise geprägt ist. Sag ich mal - als grundsätzlich vegetarisch orientierter Fresser. Über 13 Jahre lang habe ich kein Stück Fleisch mehr angerührt - nachdem ich einst als Vielfleischfresser sozialisiert worden war und auch besonders Eingeweide gerne fraß, bevor ich kein Tier mehr anrührte. Bis mein Körper mir nach vielen Jahren spontan signalisierte, daß er nun ein überraschend starkes Verlangen nach blutigen Steaks hat. Ich gab dem undogmatisch für eine Weile nach. Vermutlich einfach kurzfristiger Eisenmangel. Das Verlangen hat sich wieder gelegt. Und dennoch - kaufe ich mir immer noch ab und an bei einer Metzgerei meines Vertrauens ein Brötchen mit "Fleischkäse" - eine der größten Sauereien überhaupt - wie mal ein Metzger kundtat, als er gefragt wurde, was denn da genau drin sei. Wenn ich dies tue - so geniesse ich das. Punkt. Es wäre wahrlich albern - dabei unterscheiden zu wollen - ob Pferd, Ratte, Schwein, Rind, Katze, Hund oder Krokodil drin verarbeitet wurde. Den Geschmack - machen immer die Gewürze. Und das Fett. Nicht etwa -  das darin verarbeitete, schlicht tote Fleisch - oder eine Pseudo-Moral.
Eine Pseudo-Moral ist eine solche - die das mehr als grausame Abschlachten von Rindern und Schweinen als "völlig normal und schwer in Ordnung" akzeptiert - und sich vor Katzen-, Hunde- oder sonstigem Fleisch plötzlich ekelt. Also nicht etwa beim Fressen selbst - sondern erst, nachdem die Pseudo-Moral erfahren hat - was sie da tatsächlich frißt.  Ich denke mir - wir würden nicht einmal merken, wenn vielleicht irgendwo Menschenfleisch gut verwürzt und gefettet daher käme. Laßt es Euch also schmecken. Aber bitte ohne Pseudo-Moral.

Wie heißt denn bloß die "Diagnose" ....

... für Menschen wie mich - die nichts mehr wirklich glauben? Im Film des Lebens. Natürlich auch nichts mehr ... was von "offizieller Seite" - also von der temporär agierenden Regie - verlautbart wird?
Nicht mal die offiziellen Wahlergebnisse. Ich kann wirklich nicht mehr glauben, daß meine Mitmenschen tatsächlich noch CDUSPDGRÜNEFDP gewählt haben sollen - daß knapp 60 % ihre Kreuzchen gemacht haben an immergleichen Stellen - und daß die anderen Parteien alle erst gar nicht ins Parlament kommen.
Auch kann ich kaum an ein derart knappes Wahlergebnis in Niedersachsen glauben -  mit dem exakt die beiden "Parteien" gerade mal eben und um ein dünnes Haar ans Ruder  kommen - deren aktuelle Vertreter auf den jüngsten Treffen der "Bilderberger" eingeladen waren. So ein Zufall! Schaun wir doch mal - wie die kommenden Wahlen ausgehen werden. Aber das alles ist nur - ein weiterer Furz im Weltenlauf, der sich auflösen wird..
Also - "paranoid" wäre sicher eine angeführte Diagnose."Ketzerisches Gedankengut" - steht glaube ich nicht im "DMS" - könnte man ja mal wieder aufnehmen. Deja-vu!
Wobei ich mich heute morgen nur kurz und spontan fragte - wieso eigentlich alle "Bundesdeutschen" im aktuellen Film glauben, daß immer nur woanders die Wahlergebnisse manipuliert sein könnten - hier bei uns natürlich nicht! Bei uns daheim - gibt es ja auch keine Korruption, keine eng verwobenen Seilschaften oder sonstige Strukturen - nur bei den Anderen, da gibt´s Mafia und sowas. Ach, was bin ich froh - daß Unrecht immer nur woanders auf der Welt geschieht. Aber nicht bei mir hier - im schönen Deutschland. Hier ist doch die Welt noch in Ordnung.
Und hier - funktioniert ja auch noch alles.
Dauert halt noch eine Weile, bis die Brücken möglicherweile zusammenkrachen.
Wer weiß - vielleicht werden sie ja auch neu gebaut?
Kürzlich meinte ein Fahrgast - es funktioniere ja tatsächlich noch sehr Vieles in Deutschland. Dies liege aber daran, daß die Mehrheit der Menschen ihre Arbeit tut - und so dafür sorgt, daß immer noch die Müllabfuhr kommt, der Rettungsdienst herbeieilt, das Transportwesen nicht stillsteht usw.  Es liege daran, daß die "ordinären Menschen" (meine Wortwahl) für eine gewisse Reibungslosigkeit sorgen. Ich konnte ihm da nicht widersprechen - hatte auch keinen Anlass dazu.
Die Diagnose "Desillusionierung" - wäre vielleicht hilfreich. Steht sicher auch nicht im "DMS" - wäre allerdings eine der wenigen eher konstruktiven Diagnosen - meiner Wahrnehmung nach.
Die Welt ist so anders - als ich mal dachte, daß sie wäre.
Ich habe wohl früher mal an "das Gute" im Menschen geglaubt. Und dabei nicht bemerkt - daß "das Gute" auch zwangsläufig "das Schlechte" mit sich bringt. So, wie Hell und Dunkel sich ergänzen. Tag und Nacht.
Heute - glaube ich nur noch an sehr wenig. Vielleicht - ein wenig noch - an diese gegenseitige Bedingtheit.
Wenn ich nach Etwas suche, an das ich wirklich und zutiefst glaube - finde ich nicht viel.
Selbst an "Gott" - und unzählige andere Namen für das "Göttliche" -  vermag ich nicht mehr zu glauben.
Nicht mehr - nachdem ich über viele Jahre nach "so etwas" gesucht habe - und allzu viel Unsinn gefunden habe - der doch immer wieder nur von Menschen geschaffen ist. Gerade vor wenigen Tagen - habe ich zum ersten Mal "begriffen", was es bedeutet, wenn es heißt, der Mensch solle sich kein Bild von Gott machen. Und es bröselt weiter vor sich hin. Haltlos .... ist das vielleicht eine treffliche "Diagnose"?
Es gibt noch ein verbliebenes Glaubensmuster - das ist diese Idee von "Leben" und "Sterbenmüssen".
Wobei mir hier ein paar "menschliche Zufallsbegegnungen" weitergeholfen haben - die sich ihrerseits intensiv mit einer Art "Geburtstrauma" beschäftigt und darüber viel sinniert haben. Die irgendwie wohl erkannt haben - daß der Albtraum bereits mit der Geburt angefangen haben muß. Über sowas - hatte ich nie sinniert. War einfach hier. (Aus-)Geworfen eben. Aber es gehört ebenso zusammen, bedingt sich, wie Tag und Nacht. Wie Wunschtraum und Albtraum.
Macht denn so ein Post überhaupt Sinn?
Nein. Und ja.
Er verwischt - zwischen den Wahrnehmungen.
Zwischen einer Wahrnehmung von "Welt" -
und einer von angenommener "Existenz".
Eine andressierte Wahrnehmung - die sich mit den Erscheinungen der Welt beschäftigt - und dies oftmals nicht zu knapp. Die aber diese Erscheinungen und Begebenheiten der weltlichen Bühnen - letztlich immer wieder auf einen anderen "Prüfstand" stellt. Stellen muß. Auf diesem wird ausschließlich der "Wahrheitsgehalt" geprüft. Und dort hat noch nie etwas auf Dauer standgehalten. Noch nie wurde auf diesem eine Plakette erteilt. Für keine Theorie der Welt.

(PS: diagnosis - übersetzt auf Wikipedia mit "Unterscheidung, Entscheidung" ... besonders Letzteres recht aufschlußreich - wer entscheidet - wann, warum - über wen`?!)

"Paranoia-Affäre" - wie vier einst sehr erfolgreiche Steuerfahnder mittels zweifelhaftem psychiatrischem Gutachten lahmgelegt werden ....

Ein aufschlußreicher Artikel in "Capital" - spannender als jeder fingierte Krimi - und augenöffnend. Seit ich neulich erstmals von dem Herrn Gustl Mollath hörte - höre ich immer mehr in Sachen "Psychiatrie-Gutachten". 
Mit einem solchen - werden lustig Existenzen demontiert. Erlesene "Fachbegriffe" wie  "paranoid", "querulatorisch" oder "anpassungsgestört" werden hier verwendet. Also Begriffe, die im Grunde gegen jeden ganz normalen, kritischen Menschen  als Keule verwandt werden können - sobald einer unbequem wird. Mensch lasse sich eine solche "Diagnose" mal langsam im Hirn zerschmelzen - jeder, der nicht angepaßt ist, ist demnach aus psychiatrischer Sicht nicht geistig gesund. Jeder, der an unglücklicher Stelle aufbegehrt - kann kurz mal als "querulatorisch" gelabelt werden. "Paranoid" ist jeder - der etwas sieht, was nicht gesehen werden darf. Es braucht nur die richtigen Seilschaften - und schon ist einer weg vom Fenster.
Was die hier betreffenden vier ehemaligen SteuerfahnderInnen betrifft - die sind inzwischen durch ein anderes Gutachten von solchen "Diagnosen" rehabilitiert. Was für eine Überraschung. Also nicht etwa - die Wiederlegung der zu Unrecht übergestülpten "Diagnose" - sondern die Gegebenheit, daß jemand den Mut hat, ein vernünftiges, erneutes  Gutachten zu stellen. Ich wünsche allen zwangsweise zu Unrecht Einsitzenden und allen zu Unrecht Denunzierten - alles erdenklich Gute! Und viel Kraft, an solcher Perfidität - Hinterfotzigkeit - nicht zu zerbrechen.

Dienstag, 22. Januar 2013

Seit 17.01.2013 - Psychiatrische Zwangsbehandlung durchgewunken im Bundestag

Zwei  Hinweise hierzu - nur mal so zur Information - nebenbei ..... Ganz nebenbei - und von den Meisten völlig unbemerkt. Ca. 40 Anwesende - von etwa 600 bei kompletter Versammlung vor nicht gähnend leeren Sitzen - entscheiden hier über eine potentielle Zwangsmedikation von 82 Millionen Menschen im Lande - auch gegen deren ausdrücklichen Willen. 
"Der Deutsche Bundestag hat am Abend des 17. Januar 2013 über einem Gesetzentwurf zur Legalisierung psychiatrischer Zwangsbehandlung abgestimmt. Nur die Abgeordneten der Linksfraktion stimmten gegen den Gesetzentwurf.Das Bundesverfassungsgericht hatte 2011 mit zwei Beschlüssen der Zwangsbehandlung in der Psychiatrie die gesetzliche Grundlage entzogen. Psychiatrische Zwangsbehandlung sei mit dem in Grundgesetz Artikel 2 Absatz 2 garantierten Recht auf körperliche Unversehrtheit unvereinbar und daher verfassungswidrig. Im Juni 2012 schloss sich das zweithöchste deutsche Gericht, der Bundesgerichtshof, dieser Rechtsprechung an. (.... unterm hier verlinkten Video von schlappen 2 Minuten Laufzeit kann man weiterlesen ....)"

Dazu heute ergänzend ein trefflicher Arikel auf den "NachDenkSeiten" -  es geht u.a. um das in den USA herausgegebene offizielle Diagnose-Handbuch für angebliche psychiatrische  Störungen - "DMS" genannt - welches seit Jahrzehnten immer dicker wird und immer abstrusere "psychische Störungen" aufführt - lustig erfunden in Zusammenarbeit mit einer rapide wachsenden Pharma-Industrie. Der Artikel gibt am Ende einen guten Ausblick - auf eine weit gesündere Geisteshaltung und läßt den Leser nicht ratlos zurück.
Dieser "Psychiatrie-Markt" ist ein gigantischer, mit kräftigen Zuwachsraten - die Pharmaprodukte werden an den Börsen gehandelt, mit zweistelligen Gewinnmargen. Und es ist mehr als absurd, welche neue Diagnosen von dieser Seite ständig herausgehauen werden. Hier darf ich auch nochmal kurz an diese Ausführung erinnern - von einem Postboten, der die Leitung einer psychiatrischen Klinik übernahm und der ebenfalls über - höchsteigene -  "Diagnose-Erfindungen" zu berichten weiß.

Nun - die meisten von uns glauben vermutlich, daß könne sie alles nicht treffen - weil wir ja noch im "grünen Bereich" funktionieren? Ich stieß selbst auch nur per Zufall auf die obige "Abstimmung" und das nun "geltende Zwangsmedikations-Gesetz".  Aber es läßt mich - zum eigenen Erstaunen - doch sehr staunen. Der Irrsinn treibt immer neue Blüten aus. Und die freimütig erfundenen Diagnosen, um die es im "DMS" geht - betreffen im Grunde jeden ganz normalen, fühlfähigen Menschen.

Die gute Nachricht - bislang ist niemand, der nicht durch andere, unglückliche Umstände in den Klauen dieses oft menschenverachtenden Apparates landet, gezwungen - überhaupt zum Arzt oder Psychiater zu gehen. Aber wer weiß - vielleicht gibt es ja bald eine "Psychatrische Vorsorgeuntersuchung" für alle - zuzutrauen ist es diesen (un!-) verantwortlichen, leicht-entscheidenen Mitmenschen ohne Weiteres, daß sie sowas einführen wollen.
Ein "allgemeiner Impfzwang" ist beispielsweise gerade nochmal äußerst knapp an allen Schweizern vorbei gerauscht - in letzter Sekunde. Und hier war´s ja auch im Gespräch - bei der letzten Fake-Grippe. Soweit ich weiß - gibt es ja schon Zwangsimpfung bei Neugeborenen und anschließende Durchimpfung mit Giften während der ersten Jahre. Schulzwang - nur nebenbei erwähnt - anderes Buch. Und eben hörte ich in den "Honigmann-Nachrichten" von einer Zwangsumsiedlung für Bewohner in Amsterdam. Zwangsabgaben fallen mir auch noch ein gerade. Und Leinenzwang - für freundliche Vierbeiner. Soviele Zwänge? Wozu denn nur?

Ein Mensch, der einen Anderen "zu-was-auch-immer" zwingt - hat vom Leben und von Liebe schon gar nichts verstanden.  

Lange Leitung und sanfte Helfer

Heute morgen im Bett - endlich eine Erhellung. Typisch für mich mal wieder, wie lange ich für die einfachsten Erkenntnisse und Lösungen brauche. In diesem Falle: Du bist mitten in den Wechseljahren, Sati. Dein Hormonhaushalt stellt sich um und schickt Dir ein paar heftige Schübe. So einfach. Oft vergesse ich das aber wieder - wie nun schon seit vielen Monden. Die Hitzewallungen nehme ich zwar zur Kenntnis, doch mit denen kann ich ganz gut leben. Dann gibt es aber auch diese seltsamen, kleinen "Panikschübe" aus dem Nichts, die sich im Körper ausbreiten, besonders in der Herz- und Bauchgegend,  verbunden mit einer temporären mentalen Niedergeschlagenheit. Als "Durchhalte-Konditionierte" - warte ich meistens einfach, bis die wieder von alleine verschwunden sind. Geht auch. Kostet aber - manchmal die gute Laune für den Tag, den Antrieb, die Lust, etwas zu tun. Und das ist derzeit ein zu hoher Preis - es gibt Einiges zu tun. Also - raus aus der Kiste und ein paar Zugaben in den Körper an harmlosen "Sojaflavoniden". Die sollen der Frau in ihren Wechseljahren helfen- und die habe ich sogar im Haus. Ein verrücktes Programm - es sich selbst unnötig schwer zu machen. Und schon alleine die (-zigtausendste) Erkenntnis - sorgt für sofortige mentale Erleichterung. Übrigens: Es wird schon wieder Frühling - seit gestern kann ich´s vernehmen.  Die Säfte sammeln sich - zum unaufhaltsamen Sprießen. Schluß mit Winterschlaf.

Montag, 21. Januar 2013

Die Fee kam nochmal wieder ....

.... wenn ich mich recht erinnere - war sie schon oft in meinem Leben erschienen. Und wieder bot sie mir diese drei Wünsche an. Ich fand das zunächst, wie immer, sehr freundlich von ihr - aber irgendetwas hielt mich inzwischen auch ab. Vielleicht die wenigen grauen Haare - die mir doch wider Erwarten erscheinen auf dem eigenem Haupte? Oder nur die grundlegende und fundierte Erfahrung - daß ein Menschenwesen sich im Leben niemals auf nur drei Wünsche beschränken lassen will? Und - selbst wenn der Wille da wäre - ein mensch ist oft nicht in der Lage - sich weise zu fokussieren - bzw. auch dabei zu bleiben.  Von daher - trau ich keiner Fee mehr - die mich zu wählen auffordert.
Ich übe - selbst zu wählen - ohne Fee(n) und Gehilfen. Gibt eigentlich eh nur eine Wahl ....... von daher würde mich die Fee mit zwei weiteren Optionen inzwischen merklich überfordern.
Nachtrag - am Folgetag: Liebe Fee - ich nehme alles zurück und wünsche mir, nie wieder Unsinn zu von mir zu geben.

Lautes Getwitter in der Thuja ....

... jetzt hab´ich sie .... geortet. Seit ein paar Tagen schon höre ich sie laut fiepen und piepen, ein Konzert von Jungvögeln vorm Fenster. Wußte nicht, wo sie genau sind. Am Abend - hörte es sich so an, als seien sie irgendwo im Osten baumwärts. Im Moment zwitschern sie in der großen, prächtigen Thuja direkt beim Fenster - und ich kann den einfliegenden Elternschatten sichten, der die Hungrig-Zwitschernden zu speisen bemüht ist.
Ein lebensfrohes Konzert - romantisch betrachtet. Unromantisch betrachtet - viel Arbeit für die, die neues Leben ausgebrütet haben und nun für hungrige Schnäbel sorgen. Ihre Arbeit - klingt für mich, wie Musik. Neulich noch gehört - warum wir Menschen Vogelgesang so sehr lieben: Vögel singen angeblich nur, wenn die Luft rein ist. Also feindesfrei. Aha!

Zügige Morgenentscheidung

Auch heute morgen - galt es wieder, eine Entscheidung zu treffen. Diesmal - ging es zügig, nachdem ich etwa 10 Zentimeter Schnee gegen 5 Uhr von den schrägen Fenstern schob. Nein - ich werde auch heute nicht in den Kampf gegen eisige Straßen ziehen. Zwei Bilder tauchten vor dem geistigen Auge auf - das eine sehr anstrengend, mich durch Schnee und Eis kämpfend über einen tristen Mondtag in der Kolonie mit fleißig über ihre Unfälle berichtenden, nassen, dampfenden Fremden an der Seite. Der Körper in Konzentration verkrampft über Stunden.
Das Andere: Ich gebe heute fröhlich auf, lasse es sein. Sortiere, was ich zu sortieren habe - davon habe ich noch reichlich - und gehe Schnee schieben, wenn es taghell wird - im Rahmen meiner Hauspflegewoche. Und ich genieße es - mich entscheiden zu dürfen - für das Eine oder das Andere. Ein Anruf ist schnell getätigt gegen halb sechs. Alles klar, kein Problem. Fein. Der übliche "Mindfuck" - darf heute entfallen.
Was der Tag tasächlich bringt - wird sich zeigen. Natürlich gibt es unzählige Optionen von Seiten des richtigen Lebens - nicht nur die zwei, die mir als Bild erschienen.
Die erste Abwandlung meiner Entscheidung findet bereits statt: Der Nachbar von unten schiebt gerade, seit halb sieben, tatkräftig den Schnee zur Seite. So hat sich also dieser Teil meines Tagesplans bereits gewandelt.
Einem alten Gewissensimpuls - ging ich nicht nach, ich konnte gerade noch wiederstehen, hinunterzulaufen und ihm mitzuteilen, daß ich das unbedingt nachher machen möchte. Was getan ist - ist getan. Wenn einer schneller ist als ich - und in solchen Fällen ist das keine Schwierigkeit - bittesehr. Ich verzichte also - auch heute wieder - auf die Vergabe eines Arbeiter-Denkmals an meine Person. Und lerne weiter - umzudenken. Sanftmut - statt sinnfreiem K(r)ampf. Oder so .... Der Verstand ist einverstanden - auch bei ihm ist Winter eingekehrt und eine gewisse, mit milder Müdigkeit verbundene Einsicht, daß ein altbekanntes "Weiterkämpfen" mit magerem Erfolg zu nichts Neuem führt. Heute ist das "(Mich) Versagen" schon viel süßer. In der Erinnerung an den Herrn Einstein, der ja mal sinngemäß gesagt haben soll, daß ein mensch seine Hindernisse nicht derart bewältigt, indem er immer wieder das Gleiche tut. Schönes Bild von der wilden Gans dazu: Das Fenster aufmachen und ein Lied singen. Danke für die Anregung.

Sonntag, 20. Januar 2013

(Sich )Versagen, nachlassende Geld-Gedankenschleifen und Balsamgespräch

Es ist einfach: Wenn ich genug Geld hätte - bräuchte ich mir keinerlei Gedanken zu machen - um einen Tag, den ich nicht fahre - weil mir meine innere Stimme sehr laut und deutlich seit den frühen Morgenstunden sagt: "Laß es sein!" Jetzt kommt aber dieser "Geldterror" dazu. Du mußt, Du brauchst - und gerade jetzt ist es knapp. Außerdem - und dies ist der eigentliche Gewissensbiss - reitest Du Andere finanziell mit rein. Usw. .... Mit genügend Geld im Hintergrund - wäre es also gar kein Thema. Daher ist das Thema ja auch ein Anderes. Da ich einen solchen Tag, an dem ich "versage", nur schwerlich einfach unbeschwert geniessen kann - werde ich ihn also nutzen, um meine Gedanken-Konditionierung zu beobachten. Diese sitzt tief und ist sehr alt. Könnte ich jetzt vermuten. Vielleicht sind aber auch dies nur - Gedanken. Und Gedanken erschaffen ja bekanntlich Welten. Die Übung bleibt: Alle nutzlosen Gedanken sein zu lassen und ihnen keine weitere Aufmerksamkeit geben. Einfach - ein Tag - anders, als geplant und angedacht.

Ich bin sicher nicht alleine mit diesen terroristischen Gedanken, was ich alles "tun" und "schaffen" muß. Nicht umsonst heißt es ja, immer mehr Leute hätten "Burn-Out". Burn-Out - hieß früher mal Depression. Wie es auch genannt wird - ich denke, es handelt sich um eine Wahrnehmung von Sinnlosigkeit. Sinnlosigkeit - seine Lebenszeit mit Tätigkeiten zu verbringen, für die es zwar (oft wenig) Geld gibt - die aber nicht unbedingt Freude machen. Und eben - keinen echten Sinn. Geld alleine - ist kein Sinn, höchstens Zweck. Mittel zum Zweck. Wenn aber die Mittelbesorgung das Leben bestimmt - wird es gefühlt-sinnlos. Im Grunde ist es das ja auch - also das Leben an sich sinnfrei - aber die Suche nach einem Sinn scheint dem Menschen eben innezuwohnen.
Ich würde nicht mal sagen, daß ich einen "Burn-Out" habe. Was ich gut kenne - ist eine Unlust auf weitere, langweilige Wiederholungen. Das ist aber kein gravierender Burn-Out. Ich finde mich - wie vermutlich viele andere Menschen - in mehrmals am Tage wechselnden und verschiedenen Stimmungen wieder, auf einer breiten Palette. Bin ja oft des Jobs sehr müde und der Jagd nach ein paar Kröten. Diese temporär-tiefe Müdigkeit steht aber schlicht sehr eng und einfach mit der im Job gegebenen, körperlichen Bewegungslosigkeit in Zusammenhang - mangelnde Durchblutung also, in Körper und Geist, um es noch schlichter zu sagen - und nach ein paar Jahren stellen sich auch die entsprechenden Schmerzen ein, wenn man nicht ausgleicht. Bewegungslosigkeit macht eben müde - der Mensch ist ebenso wie alle anderen Tiere ein Bewegungstier.
Dennoch - stehe ich ja morgens auf und habe somit auch immer wieder die nötige Energie, um einen neuen Tag zu beginnen. Und meistens - gibt es auch gute Momente und was zu lachen - wie gestern noch, als ich mich mehrmals laut lachend über diverse Absurditäten auf der Straße wiederfand. Auch einmal über ein junges Paar, welches offenbar sehr selten Taxi fährt - die Kälte wehte sie mir hinein. Die waren ganz nett und "unschuldig". Am Ende standen 8,35 Euro auf dem Taxameter - und sie sagt tatsächlich zu mir "Machen Sie 8,40 Euro." Ich gebe das Wechselgeld raus und als die beiden weg sind, muß ich ein paar Tränen lachen über diese Ansage. Sie wußte es einfach nicht besser - und für mich war´s amüsant.

Ein Buch ("Dharma-Road") erinnert mich gerade freundlich an den sogenannten "Anfängergeist" und ich gebe dem amerikanischen Schreib- und Fahrkollegen recht: Es ist sinnvoll, sich einen solchen "Anfängergeist" zu bewahren und sich nicht "endgültig-abgeklärt" zu wähnen. Jeder Tag bleibt neu. Manchmal weiß ich das - und manchmal vergesse ich das. Letzteres läßt den Menschen samt Körper und Geist einrosten - wie ich ebenfalls aus eigenem Erleben weiß. Wer denkt, es käme nichts Neues mehr - der bekommt genau das. So wie ich in den vergangenen Jahren - als ich mich "abgeklärt" wähnte. Wer aber weiß, daß er nichts weiß - dem steht die Welt weiter/wieder offen, um über sie zu staunen. Auch die eigene, innere.
Habe mich inzwischen selbst ausgetrickst - mit ein paar Schlucken Rotwein. Das beendet zügig die Gedankenkreise, die da seit zwei Stunden in der Schleife namens "Soll ich nicht doch noch los?!" kreisen. Nicht, daß ich mich jetzt besaufen würde - habe gar nicht soviel Sprit im Haus - aber mit einem Glas Rotwein im Blut erledigt sich die Frage zügig, ob ich nicht noch losfahren möchte. Simpler Trick. Nein, ich möchte  nicht mehr losfahren. Ich möchte jetzt - während es draußen lustig weiterschneit - alte Gedanken-Muster lösen. Fühlen, wie es sich anfühlt - (sich) zu versagen. Erstaunt fühlen - daß immer noch keine Panik aufkommt, obwohl ich gerade durchaus Geld bräuchte. Andererseits - schon sehr ironisch - kam ja auch kaum Geld rein und wurde es mir auch noch kurzerhand geklaut neulich gegen Schichtende - alles, obwohl ich ja normalerweise meine Schichten durchziehe.  

Eben - ruft mich der Sohn vom Noch-Unternehmer an - ob ich draußen wäre? Nein, bin nicht gestartet heute morgen. Er auch nicht, teilt er mir mit. Er "durfte nicht" ....seine Geliebte hat protestiert. Normalerweise fährt er eh nicht an den Wochenenden - hat Frau und Kinder und will schließlich auch noch Lebens-Qualitäts-Zeit mit diesen verbringen, aber jetzt war halt Möbelmesse.  Andererseits seien ja heute nur noch die "Honks" da ... - (???) was sind denn bitte "Honks"? - ... das sind die Nicht-Business-Privat-Messe-Besucher, die wenn überhaupt eh nur bis zum Bahnhof wollen. Jetzt geht´s also stattdessen mit den Kindern raus - Schlittenfahren. Ich solle mir kein schlechtes Gewissen machen, wäre eh sinnlos heute - und gefährlich. Und er - kennt das selbst sehr gut, dieses Theater mit dem schlechten Gewissen. Aber es würde sich in der Tat nicht auszahlen - und ein potentieller Unfall bei dem Wetter sei auch nicht erstrebenswert, brächte ggf. eh nur wieder viel Ärger mit sich - für die paar Kröten. In vier Wochen sei das eh wieder vorbei mit dem Schnee. Falls ich morgen auch nicht fahren würde - dochdoch ....steht zumindest bisher so auf dem Plan - soll ich Bescheid sagen, er könne ein Fahrzeug brauchen. Gut. Schon taucht eine süße Verlockung auf - morgen ggf. nicht zu fahren - ich werde es morgen früh nach dem Aufstehen peilen, wie die Lage ist. Tut gut - wenn man sich gut versteht - auf gegenseitiges Verständnis trifft. Der Anruf tut gut wie feines Balsam.

Für einen dressierten Kämpfergeist - bleibt es eine Übung, zu versagen. Sich zu versagen. Neben dem einstigen "Stell Dich nicht so an!" ertönt noch ein "Kann ich nicht, heißt, will ich nicht." Stimmt. Ich wollte - heute - nicht können.
Die Relation zwischen Einsatz und möglichem Ergebnis - stimmte nicht, in keiner Weise. Dies zu lernen - ist auch gut. Früher mal - war ich bei jedem Wetter draußen - manchmal sah ich stundenlang kein anderes Taxi weit und breit. Auch nicht auf dem Display. Der Körper zog sich dann mittels plötzlicher Krankheit - Grippe oder Bronchitis - aus dem Verkehr, manchmal für drei Wochen. Macht auch keinen Sinn.

Das Leben selbst - bleibt also - sinnlos. Von Haus aus. Das bedeutet aber nicht - das man allen Unsinn mitmachen muß.  Zum Glück.                

"Stell Dich doch nicht so an" ....

... Bearbeitung des alten, oft gehörten Kindheitsmantras in diesem Winter. Die dritte Gelegenheit. Einmal habe ich ja schon beschlossen, wegen Schnee und Eis nicht zu fahren, im vergangenen Dezember. Vergangenen Montag stellte ich nach einer glimpflich überstandenen Erstfahrt am frühen Morgen nach blitzgefährlichem Blitzeis die Kiste für zwei Stunden stoisch am Rand ab, bis der Streudienst durch war. Heute - wieder eine Entscheidungsfindung - es schneit sich ein, wie vorhergesagt, und etwas in mir weigert sich, überhaupt loszufahren bzw. loszurutschen. Den lieben langen Tag auf zwei Tonnen Blech zu schliddern ist wahrlich kein Spaß. Und die wenigen Meter, die mensch bei diesen Straßenverhältnissen zurücklegt, bringen nicht viel ein, außer hoher Anspannung. Es wiederholt sich also etwas in diesem Winter - die Frage, ob ich bereit bin, auf mich selbst zu hören bzw. auf die sogenante innere Stimme, die mir klar mitteilt: Laß es sein - es lohnt sich nicht, für ein paar Euros derartigen Streß zu machen und den ganzen Tag alle Konzentration darauf zu verwenden, keinen Unfall zu bauen. Viele Fahrgäste haben übrigens die äußerst sensible Eigenschaft, bei solchen Gelegenheiten ihre eigenen Unfallerlebnisse zum Besten zu geben oder kräftig zu unken, wie gefährlich das doch sei, bei solchem Wetter zu fahren. Sie merken nicht, wem sie das gerade erzählen.
Es gilt also heute wieder, die alte zweite Stimme - das ist die des konditionierten schlechten Gewissens und des Pflichtbewußtseins - diese Stimme, die sich wiederholt in einem ewigen "Stell Dich nicht so an." zu entkräften und bei dem zu bleiben, was mir gerade etwas Anderes erzählt: "Stell Dich an. Und laß es." Dieser Job bringt auch so schon genügend "Härten" mit sich, auch, wenn die Straßen frei sind.
Wie beispielsweise die beiden völlig volltrunkenen Herren gestern am Abend, die von der einen zur nächsten Kneipe im Viertel wollten. Ansage war "Zur Annie". Antwort "Ja, gerne. Wenn Sie mir sagen, wo ich die finde?" Die üblich-unangemesse Anrede wie "Liebschen" und "Herzschen" ließ ich irgendwo fernab von meiner Person einfach verhallen und freute mich, daß die nur eine kurze Strecke mit mir zurücklegen wollten.  Der eine reicht mir von hinten einen 20-er rüber, den ich gerne entgegennehme - die Fahrt selbst macht 3,65 Euro. Fein. Der Andere ranzt ihn an "Bess Do beklopp` - 20 Euro - wir fahren doch nur ein paar Meter?!" Ich meine - "Ach, das ist völlig in Ordnung so - nach einem anstrengenden Tag darf ich auch mal Glück haben." und stecke den Schein weg.

Auf der vorhergehenden Fahrt unterhalte ich mich mit dem kölschen Mann über eine Fernsehsendung, die ich mir ausnahmsweise anschaute - es ging eine Dreiviertelstunde um das Taxigewerbe nach dem Krieg und bis in die 70er, 80er Jahre. Zwei der dort zu Wort kommenden alten Hasen habe ich noch manchmal auf den Straßen angetroffen, bevor sie vor Kurzem in den Ruhestand gingen. Vollblut-Taxileute. Einer meint - viele würden erst mal als Aushilfe anfangen und dann hängenbleiben - es wäre eine Art Sucht und manch einer könne nicht mehr aufhören. Ich weiß, was er meint - nannte das früher immer "Haßliebe" - aber es gibt schönere Süchte und ich gehöre eh nicht zu diesen Völlig-Infizierten, die es zweifelsohne gibt. Besonders solche, die eine eigene Limousine haben - da ist die Versuchung groß, immer weiter zu fahren. Habe das ein paar Mal ebenfalls gemacht, wenn ich wußte, daß die Limousine keine Nachtbesetzung hat - und dabei fiel es mir jedes Mal besonders auf, in welchen Sog das ziehen kann.
Der Fahrgast fragt mich auch, was ich denn zu der Sache mit der Kollegin meine? Normalerweise hätte ich keine Ahnung gehabt, was er meint - aber die gute Wildgans sandte mir neulich einen Link zu der Geschichte: Eine junge Kollegin hatte Ärger mit einem Fahrgast, der sie angrapschte. Sie fuhr ihn - um eines sicher übel schmeckenden Pseudofriedens -  nach Hause und ging danach zur Polizei, um den Vorfall zu melden. Wenig später traf sie nochmals auf den gleichen Typen und weigerte sich, ihn erneut zu fahren.  Schickte ihm sogar noch einen anderen Kollegen. Und bekam daraufhin von ihrer Unternehmerin die Kündigung - der Typ hatte sich beschwert über sie, sie sei der "Beförderungspflicht" nicht nachgekommen. Die Unternehmerin begründet die Kündigung damit, daß die junge Frau, die bereits sieben Jahren unterwegs war, nicht hart genug sei für das Geschäft. Sowas müsse diese locker wegstecken. Wenn sie das nicht könne, wäre sie gefährdet in diesem Metier. Soso ... Was kann man dazu sagen? Da prallen Weltsichten aufeinander - und vielleicht ist die dieser Unternehmerin sogar in Teilen verständlich - jedenfalls ist ein kleiner Teil bitterer Wahrheit dran. Was eine gewisse Härte betrifft - was ganz sicher nicht bedeutet, daß frau sich angrapschen lassen müßte - im Gegenteil.
Dennoch - ist es ein dickes Ding und sicher völlig überzogen. Eine interne Unterhaltung miteinander im Sinne von konstruktivem Austausch über gewisse Potentialitäten - hätte ja hier völlig gereicht.
Ich sage dem Fahrgast noch: "Die Fahrerin hätte natürlich auch anders reagieren können, beispielsweise hätte sie direkt mitsamt dem Grapscher zur nächsten Polizei fahren können - aber von außen kann man sowas nicht beurteilen, da muß jeder von uns für sich die angemessene Reaktion finden, im Moment." Nein - ich sehe es nicht so, daß es "als  Frau" gefährlicher sei. Ist jedenfalls nicht meine Wahrnehmung. Wie die oben erwähnte kurze Dokumentation mit alten Hasen verschiedenster Couleur ebenso zeigt, wie manche Gespräche mit männlichen Kollegen zur Thematik.
Ich selber fahre vor allem deshalb nicht nachts - weil ich mir dann ein noch dickeres Fell anschaffen müßte und überhaupt spätestens gegen drei Uhr morgens einschlafen würde. Seit ich mal einst für eine kurze Weile eine Kneipe hatte - quasi als krönenden Abschluß für ein jahrelanges Nachtleben - habe ich auch für mich beschlossen, daß ich mein weiteres Leben lieber am Tage leben möchte. Genau zu dieser Zeit - machte ich damals meinen Taxischein.
Vor allem aber hätte ich Bedenken, weil ich selbst recht aggressiv reagieren kann, wenn mir einer blöde kommt. Ich hätte also vermutlich allzu oft Streß mit den betrunkenen Vögeln. Bislang - ging es noch relativ glimpflich in den meisten Fällen, frau lernt dazu im Lauf der Jahre. Wenn einer aggressiv ist - dann ist er eben aggressiv - und dann will er es eben sein. Es gibt viele Facetten hier, auch subtile. Für mich ist das wichtigste, sowas nicht mehr persönlich zu nehmen - das ist schon die halbe Miete. Und meistens - denke ich über sowas erst gar nicht "nach" oder "vor" - es lohnt sich gar nicht.
Mit Angst - läßt sich der Job nicht machen, soviel ist klar. Und die einzige echte Angst, die ich habe - ist die vor Glatteis mit einer Kiste, mit der sich kaum und oft gar nicht mehr reagieren läßt. Mit der Du nicht mal die kleinste Steigung mehr nehmen kannst - wie neulich bei dem Blitzeis. Oder im Dezember bei kräftigem Schneefall, als ich während vier Ampelschaltungen auf der Stelle hängenblieb, weil nur noch das Heck irgendwo hin trudelte, aber keinerlei Vorwärtsbewegung mehr möglich war. Vielleicht lerne ich ja noch, auch das gelassen zu nehmen. An Tagen wie heute - fehlt mir jedoch jeglicher Ehrgeiz für solche Übung. Und die eigentliche Aufgabe stellt sich für mich anders, wie am Anfang beschruben.
Irgendwie - geht´s auch um ein "Versagen". Um ein Nicht-Durchhalten. Um ein Nicht-Funktionieren. Fühlt sich ungewohnt an - und unbequem.
Nicht funktioniert hat auch mein "Nachbarschafts-Pflichtgefühl" - irgendwer hat schon am frühen Morgen den Weg freigeschaufelt ... und ich bin mal wieder nicht freudig von oben dazugeeilt. Nicht-Funktionieren ist gar nicht so einfach.

Dienstag, 15. Januar 2013

Der Schnee ist der Gleiche ....

... aber das Erleben ist anders.
Der Schnee - bleibt einfach dem Element Wasser entspringend.
Und manchmal liegen.
Gestern noch mein Albtraum - weil ich auf ihm und dem gefrorenem Boden fahren sollte mit einem schweren, unlenkbarem Blechgeschoß - ist er heute meine Freude, denn ich habe frei und muß kein Auto fahren. Darf mich einfach an den tanzenden Flocken erfreuen - und auch an meinen knirschenden Schritten über schneebedeckte Wege.
An der Akkustik - die sein Sich-über-die-Welt-pulverisieren erzeugt - das Lärmen der Welt wird deutlich gedämpft.
Es ist ein Fest - hier draußen vor der Kolonie den Schnee und das Schneien  zu genießen und mittendrin zu wandeln.
Und gerade gestern noch - war es ein Albtraum - in diesem fahren zu sollen.
Alles relativ - und eine Frage der Wahrnehmung.
Der Schnee - bleibt unschuldig und völlig neutral bei alledem.
Er bleibt einfach - Schnee.

Reisefreiheit ....

... eine dahingeworfene Nuss an die KubanerInnen -nach mehr als einem halben Jahrhundert. Seit "gestern" -  "in Kraft" - wer zum Teufel ist es, der über Derartiges zu entscheiden vermögen will? Wie mag es sich anfühlen - für die kubanischen Menschen - nun ihr Recht auf ganz normales Recht auch "offiziell abgesegnet" zu finden? Wer - zum Teufel - sind solche "Offziellen" - die überhaupt über Andere entscheiden - zu glauben?
Wünsche allen KubanerInnen - bestmöglichste Reisen ..... und auch allen anderen Planeten-BewohnerInnen.
Wie absurd und geisteskrank - sich die "offizielle Gestaltung" auch immer darbringen mag.

Bloggen ist out - hörte ich .....

... um die 60 Zeichen
würden heute reichen.
Auf Fatzebuck -
oder via Twitter.
???
Wer zum Teufel
behauptet so einen Unsinn?!
Mir -
reicht das nicht.
Mir -
sind selbst
"gebloggte Posts" -
kurze Briefe -
zu kurz.
Mich kotzt das "Neusprech"
allzu oft an -
und ich frage mich -
was da noch drinsteht,
was noch gesagt wird.
Ausgesprochen.
Ich mag eben Schönheit -
Schönheit von Sprache.
Liebe es manchmal -
den Lettern von Menschen zu lauschen - 
die vor vielleicht nur Hundert Jahren -
ihr Erleben noch ganz anders formulierten.
DichterInnen.
Verdichtende.
Erweiternde. 
Vor einem ganz anderen Sprach-Horizont.
Unbenommen und
unbeschnitten ....
es geht ja schon noch um die Kraft
von Sprache und Ausdruck
als schöpfendes Element.
So wähne ich es jedenfalls.
Da bin ich sehr konservativ.
Und da - mag ich Konserven, Konservative.
Schnell-Lebigkeit ....
kann viel schnelles Begreifen beinhalten -
aber wovon genau?
Mit 60 Zeichen -
"per defitionem" -
vermag ich jedenfalls nichts anzufangen.

Ich darf keine Almosen annehmen ....

... am Wochenende treffe ich wiederholt auf einen mir bislang persönlich noch unbekannten Kollegen. Vermutlich ein Perser - sicher einer - dem Naturell nach. Und dem Alter nach. Diese Leute nennen sich nicht "Iraner", sondern eben "Perser" - viele kamen, als Khomeini einst seine Religions-Diktatur errichtete. Viele fahren bis heute Taxi - obwohl sie durchaus anderes gelernt bzw. studiert hatten.
Der Kollege meint also bei unserem erneuten Zusammentreffen an einem weiteren Halteplatz "Wir beide haben uns heute schon öfter gesehen - das ist ein gutes Zeichen." Ok - ich nehme das gerne mal so, wie er es sagt.  Und tatsächlich geht´s dann nach einer netten Unterhaltung mit ihm zum Flughafen. Lasse mir ein paar Limousinen-Stories von ihm erzählen und amüsiere mich über seine Erzählweise - er hat diese ruhige, gelassene Art vieler anderer "Perser-Kollegen" - die ich schätze, obwohl ich eher schneller getaktet bin. 
Oftmals bieten sie sehr gerne etwas an - zumindest Tee. Ich mag das. Obwohl ich immer ablehnen muß - weil ich tagsüber fast nichts trinke. Weder Tee noch Kaffee. Auch andere muselmanisch-sozialisierte Kollegen bieten gerne an, sind freigiebig - es hat immer wieder was Seelenwärmendes.
Dieser Kollege - erzählt mir nun von unseren "Spezialfreunden" - Fahrgäste, die 5 Cent Trinkgeld geben. Also eine Fahrt zu 7,95 Euro aufrunden zu einem großherzigen: "Machen sie 8 Euro!" Ich finde mich lachend wieder ... kenne das gut. Auch solche Vögel, die bei einem Fahrpreis von 9.75 oder 9.95 sagen "Ach - das ist ja jetzt eine blöde Summe - da haben Sie aber jetzt Pech ...."
Der Kollege fühlt sich tatsächlich beleidigt durch solche 5-Cent-"Gaben" - und erzählt mir, wie er den Leuten dann gerne etwas sagt wie "Mein Chef hat mir untersagt, Almosen anzunehmen - ich darf das nicht." Und er gibt ihnen entweder auf den Cent genau ihre Almosen zurück - oder legt gleich noch 5 Cent drauf. "Ja" - sage ich - "das habe ich auch schon gemacht. Allerdings - belehre ich diese Leute nicht. Die sind halt blöd - und dürfen es auch bleiben. Oder geizig - egal. Es gibt eben immer solche und solche - und es gleicht sich immer wieder aus - wozu sollte ich mich also aufregen über irgendwelche Dummbratzen?"
Bei ihm scheint es eher ein wenig persönlicher anzukommen - ich nehme viele Menschen schon lange nicht mehr persönlich. Aber seine Version gefällt mir - auf die 5 Cent Almosen gleich 10 Cent zurückzugeben - gefällt mir. Ich sage ihm das und bedanke mich für die gute Idee. Werde also demnächst den 5-Cent-Almosen-Spendern - 10 oder 20 Cent zurückgeben mit einer potentiellen  Bemerkung wie: "Ach, das tut mir ja leid für Sie, daß Sie kein Trinkgeld geben können. Dann gebe ich Ihnen eben eines ......".  Wenn nun einer richtig viel Kohle hat- vielleicht gebe ich ihm gleich einen Euro oder zwei ..... mal sehen.
Gestern noch so passiert - ich fahre einen jungen Typen zum Puff und der hat 20,25 Euro laut Uhr zu zahlen - er reicht mir einen 50-Euro-Schein rüber und ich frage ihn, ob er irgendwas an Kleingeld hat dazu - habe keine Lust, 9,75 rauszugeben und abzuzählen - und habe es eilig. Nein - hat er leider nicht - er hat alle Münzen im Hotel gelassen. Der kriegt also von mir glatte 30 Euro zurück - und immerhin war er einer von sehr wenigen Registrierenden, der sich sogar noch bedankt hat für mein "Almosen unter Termindruck". Nein - natürlich geht´s nicht um Cents oder Trinkgelder - sondern immer um den Umgang unter- und miteinander. Was geht mich denn der potentielle Geiz der Anderen an? Und - wie geschruben - es gibt immer einen wohltuenden Ausgleich und viele Menschen, die wirklich korrekt und großzügig sind.

Taxi-Geldbörse wieder da - ohne Kohle .....

Im Briefkasten finde ich ein Päckchen, Absender ist die Post. Habe ich was bestellt? Nein. Drinnen finde ich - die einst im vergangenen Dezember gestohlene Taxi-Geldbörse - ohne Kohle, versteht sich - aber mit sämtlichen Papieren, die ich mir schon längst wieder besorgt habe. Immerhin - ein freundlich-gesinnter Mensch hat sich hier wohl darum gekümmert, daß ich wenigstens das wieder erhalte, was noch vorhanden war. Und immerhin - finde ich darin auch meine Flughafen-Karte - die mich ansonsten nochmal 20 oder 25 Euro kosten würde, bei Neuausstellung. Vermutlich muß ich diese - so es denn geht - nochmal freigeben lassen durch die Zentrale - denn meine alte FahrerInnen-Nummer steht drauf. Ich freue .mich jedenfalls heute über die gute Intention desjenigen unbekannten Menschen, der den Weg und die Versandkosten für eine nun unbrauchbare Taxibörse auf sich genommen hat. Sowas - kann nicht in Geld berechnet werden. Nur in Freude über die wohlwollende, mitfühlende Absicht. Und diese - ist süß.
Lustigerweise hat die Post zunächst meine viertletzte Meldeadresse für die Zusendung des Päckchens verwandt - kann sein, daß die auf den Dokumenten steht .... dennoch hat mich der Fund noch erreicht. Ich freue mich - wie geschruben - über den engagierten und freundlich gesinnten Finder - der mir unbekannterweise seine Zeit und Mühe geschenkt hat.
Und nehme das als "Lösung" von schlechtem Lauf in den vergangenen Wochen. Danke - lieber unbekannter Mensch.

Übrigens eine Art Deja-Vu ... einst hatte man mir an einem Büro-Arbeitsplatz meine Geldbörse mit sämtlichen Papieren und der Kohle drin gestohlen - und nach etwa sechs Wochen bekam ich auch diese Börse mit allen, bereits neu besorgten Papieren zurück.

Können wir ohne Feind (-bilder)?

.... interessanter Beitrag auf "KenFM" - zur Programmierung der menschlichen Gedankenmasse. Der Betreiber dieses Kanals ist gelernter Journalist - arbeitet aber selbstdenkend. Das muß heute explizit erwähnt werden, denn überwiegend ist dies nicht der Fall.
In der Beitragsbeschreibung heißt es u.a.: "Der Mensch ist ein Auslaufmodell. Er ist unfähig sich von seiner Hauptbatterie - die immer neue Erfindung von Feindbildern - zu verabschieden. So ist Krieg bis heute ein wesentlicher Bestandteil um ´Fortschritt´ zu generieren." Und wer denkt schon ernstlich - ganz für sich selbst - mal darüber nach? Dieser Beitrag bringt in knapp 24 Minuten sehr schön auf den Punkt - wie die Welt im Groben derzeit funktioniert, gestaltet ist. Wie unsere Vernetzung "funktioniert" - bzw. eben nicht wirklich zum Wohle "der Masse" - also einem großen "Teil" des Lebendigen  funktioniert.

Die "Prognosen" teile ich nicht - denn mein Programm ist derart gestaltet, daß es sich nicht allzu ernstlich um die zahlreichen Vorhersagen zum Untergang der Menschheit kümmert. Wohl auch, weil ich in jüngster Zeit immer wieder auf solche Prognosen aus der Vergangenheit treffe - die sich ja bislang auch nicht bestätigt haben.
Diese ewige Angst vor einem Untergang der Menschheit oder vor einem Weltuntergang - gibt es wohl schon immer im Bewußtsein der Menschheit, und für mein Empfinden kommt sie wohl aus dieser unausweichlichen Ahnung, daß wir eben endlich sind - zumindest in der gerade bestehenden Form und Person, die wir sind.
Helfen kann hier nur, sich mit sich selbst auseinandersetzen, mit der eigenen Angst vor der Vergänglichkeit - mit dem kurzen Sein zwischen Geburt und Tod. Wer keine Angst vor dem Tod - und vor der Geburt - mehr hat - welcher Angst sollte so ein Mensch noch dienen? Ich bleibe also unerschütterlich optimistisch - das ist bei mir bis ins Mark einprogrammiert (keine Ahnung, woher ...) - egal, wie sich die Welt gerade gestaltet - und bin auch davon überzeugt, daß ein Mensch seine Programmierung ändern kann oder besser noch: Sämtlichen Unsinn - also alles "Erlernte", das ganze Programm -  löschen kann. Das wäre dann die vielbeschriebene "Erleuchtung"  Erleichterung ... und wer weiß, vielleicht auch eine Auslöschung - der Person und ihres für wahr angenommenen Filmes. 

"Können wir ohne Feind?" - ist m.E. eine profunde Frage, die sich nur jede(r) selbst beantworten kann. Meine banale Antwort lautet: Ja - aber es bedarf wiederholter Übung (= Selbst-Umprogrammierung). Was geschieht bei einem "Verlust des Gegners" - wie es u.a. in dem Beitrag heißt? Im Falle der ganz normal-verrückten Menschenprogrammierung - könnte vielleicht so etwas auftreten wie - die Angst vor dem Verlust eines "Gegenübers". Jemand, der mich in der Dualität hält, der mich befeuert. Mensch stelle sich vor - es gäbe keine "Gegner" mehr - welche Ideen erscheinen? Und - wenn es keine "Gegner" mehr gibt - gibt es dann noch "Freunde" oder "Verbündete"? Im Beitrag geht´s ja auch um die Vorstellungen von "sozialer Zugehörigkeit" bzw. "Zugehörigkeit" ..... also um grundlegende Identifikation - im Programm. Übrigens - im Wort "Zugehörigkeit" steckt eine Menge "Hörigkeit" .....

Ist das überhaupt denkbar? Für die meisten wohl nicht, sonst gäbe es ja nicht die immer gleichen flachen Reaktionen wie "So ist der Mensch nicht gemacht. Das ist naiv. Das kann und wird nie so sein. Träum weiter." U.v.m.Wer keine(n) Gegner mehr hat - der befindet sich außerhalb von "Gut und Böse". Im freien Fall einer Orientierungslosigkeit. Wie wunderbar mag das sein!wenn sich die starren Begrenzungen der programmierten "Orientierung" in Luft auflösen.
"Träum weiter" - ja. Solange noch jemand da ist, der lebt. Träum mal anders. Wer sagt denn, daß die Welt ein ewiger Albtraum bleiben muß? Eine mögliche inspirierende Frage aus dem Beitrag dazu für all die, die noch an die Unausweichlichkeit von "Geld" (guilt = Schuld) glauben: "Könnten wir mit Frieden vielleicht mehr Geld verdienen, als mit Krieg?" Wer von uns stellt sich denn solche Fragen? Schon einige inzwischen. Es gibt angedachte Visionen, bei denen diejenigen Menschen am besten "entlohnt" werden (zwar immer noch eine antiquierte Vorstellung, die ebenfalls umgedacht gehört, aber immerhin ein Ansatz ....), die Projekte und Problemlösungen entwickeln,  die tatsächlich möglichst vielen Menschen zugute kommen - und die möglichst frei für alle zur Verfügung stehen.Was ist so schwer daran, derartige neue Denkansätze in die Hirne zu programmieren? Und wer hat ein monetäres und machtgerichtetes Desinteresse daran - daß wir alle nach solchen anders-als-bislang-ausgerichteten Lösungen suchen? Ich bin sicher - solche gibt es bzw. können sich entwickeln, mühelos und freudvoll - sie sind schon vorhanden - doch es braucht schlicht den Focus hierauf.

Zwei Zitate aus dem oben verlinkten, trefflichen Beitrag zur immer noch gefressenen Massensoziologie bzw. -psychologie - die heutzutage erheblich durch die Massen-Medien verstärkt wird:
"Was unterscheidet uns vom Neandertaler? - Die Wahl der Waffen." und
"Die meisten, die sich an den Kopf fassen, greifen ins Leere." (schön wär´s .... Anm. Sati)

Eine fundamentale Frage bezüglich der Botschaft (Programme!) der Massen-Medien ist: "Wer trifft die Ausschnittsauswahl, die der Masse präsentiert wird." Und aus welchen Motiven heraus! Will sagen - die Gedankenstruktur, die gedankliche Schöpfung der Menschenmasse könnte sich mühelos ändern und  wandeln - alleine via einer anders getroffenen Auswahl, einem neu-gesetzten Focus auf andere Wertigkeiten, der mit der Zeit die bisher vorherrschenden Programmierungen ("TV-Programm" ist ja wohl kein Zufallsbegriff) wandeln und erneuern könnten. Hier - ist zumindest für mich - jedwede Richtung denkbar. Alles - ist denkbar. Für jede(n) und jedes.

Ich lasse es mal so stehen - und wer gerade schlappe 24 Minuten Zeit hat - der kann viele Anregungen entnehmen aus dieser trefflichen Betrachtung von KenFM. Der spricht übrigens sehr schnell, der Mann - was mir entgegenkommt - also sagt er etwa doppelt soviel wie manch Andere in dieser Zeitspanne .....

Uns allen wünsche ich: Neue Träume, die wir ins Leben träumen können. Mühelos - und ohne sinnlose Kriege gegen "Gegner", die wir absurderweise zu brauchen scheinen, um uns andererseits "Freunde" zu erschaffen.
Der uralte, noch unversaute Kindertraum -  ein gutes Leben für alle von uns. Ein neuer Traum von "Globalisierung".
Träumt schön .... der Winter ist eine treffliche Zeit dafür.

Montag, 14. Januar 2013

Saisonables und Hellgesehenes

Ich hab´s ja gewußt, nein gerochen - daß der "Winter" nochmal kommt. Daher war ja auch mein ursprüngliches Begehr auf Urlaub ganz anders gelagert, nämlich exakt in diese Tage. Dann kam die Mär von einer Limousinenübergabe, die immer noch nicht erfolgt ist - und ich plante umständehalber um. Mein Ursprungsplan - aus guter Nase heraus - war: Dem Blitzeis im Januar entgehen und mich einmurmeln währenddessen. Naja - gut - inwzischen wäre ich auch mit meinem Ursprungsplan wieder am Start - bzw. ausgebremst.
Ausgebremst sein - bleibt  zumindest Limousinen-Thema.
Nachdem ich mich vergangene Woche freute, daß meine Privat-Limousine locker durch den TÜV ging, kam der Frost. Zugefrorene Türen, die ich mit einem starken Schraubenzieher am Morgen aushebelte. Alles vereist. Viel Vorarbeit - um überhaupt an den Start zu kommen - und noch lange nicht zur Arbeitslimousine. Gestern - habe ich fast wieder den Vogel abgeschossen - und meine eigene Limousine um ein Haar gewaltsam aufgebrochen, als ich wieder mal  mit dem Schraubendreher an der Tür hebelte, um das Eis zu brechen. Hatte zwar das Schloß auf der Beifahrerseite hörbar aufgedreht zuvor - aber wohl auch wieder zugedreht im Glauben, es ein wenig geschmeidig zu drehen. Als ich also fast die Fahrertür gewaltsam ausgehebelt hatte - ohne, daß sich wirklich etwas spürbar tat - ging ich nochmal rum und sah nach: Aha - Sati - Du versuchst gerade, Dein eigenes Auto zu knacken. Es war abgeschlossen. Ich schloß also nochmal auf - und es konnte bald losgehen. Bald - denn erst mußten jetzt noch alle Scheiben freigeeist werden und der Motor warmlaufen - Eis Eis Eis ..... aber immerhin kein Glatteis auf den Straßen.
Heute morgen freue ich mich sehr - daß unerwartet nichts vereist ist und ich zügig und sehr früh durchstarten kann. Fein! In der Kolonie an und in der Arbeits-Limousine angekommen - beginnt es zu schneien und wir haben übelstes Blitzeis - ich habe meinen ersten Auftrag. Fahre den Mann zu seinem begehrten Ziel - bzw. rutsche ihn dorthin - und entscheide mich für die gesunde Variante: Stehe konsequent und unerschütterlich am nächsten Halteplatz, bis der Streudienst die Bahn freimacht. Zwei Stunden. Ich beobachte zwei Stunden lang stoisch die Vorbeirutschenden, Schliddernden, aus der Spur Geratenden .... ein Daimler ist hoffnungslos verloren auf den Blitzeis-Platten und ich beobachte im Rückspiegel, wie es ihm gänzlich unmöglich ist, seine Blechkiste überhaupt noch in eine Vorwärts-Bewegung zu bringen - das Heck mit dem Heckantrieb trudelt gnadenlos in alle unerwünschten Richtungen. Wenige Idioten hupen. Es ist ein Daimler - der da trudelt. Wie die Limousine. Das denkbar schlechteste Auto für derartige Wetter-Unbilden - wie ich schon mit 18 lernte, als ich einst den Daimler meines Geliebten auf einer völlig vereisten Brücke nicht mehr handhaben konnte - das schwere Blech drehe sich, wohin es wollte und dann um die eigene Achse - und blieb glücklicherweise  irgendwann stehen, nachdem ich meine Hände vom Lenkrad und den Fuß vom Gas und von der Bremse genommen hatte. Ein paar beherzte KFZ-Lehrlinge auf dem Weg zur Berufsschule brachten mir die Kiste mit besseren Nerven, als ich sie nach dem unsteuerbaren Trudeln hatte, wieder runter von der Eisbrücke - mit vielen helfenden und richtungsweisenden Händen. Bis heute - lügt die Werbung im Fernsehen, daß sich die Balken biegen - ein schwerer Mercedes mit Hinterradantrieb und Automatikgetriebe - läßt sich nicht steuern auf Blitzeis. Fertig. Aus. Punkt!
Beobachte auch alle vorbeikommenden Kollegen während meiner stoischen Wartezeit auf den Straßendienst - wie sie  vorbeitrudeln und wie sich das Heck hindreht, wohin es will. Frage mich angesichts der vorbeischlitternden Schnecken - ob mit Vorder- oder Hinterradantrieb - wohin sie gerade zu rutschen wünschen? Und was genau gerade so wichtig sein kann, sich in diese erbarmungslose Eisschlange zu begeben?
Stelle zufrieden fest - daß meine sinnlose Disziplin und der sinnlose Kampfgeist um wenige Euronen gelitten haben in den vergangenen Jahren. Ich bleibe hier stehen - wie geschruben - bis der Streudienst kommt. Basta! Und bis dahin - rechne ich mir aus, für wie wenig Euronen ich mich inzwischen komplett sinnlos gestresst hätte und wie oft ich wieder geschwitzt hätte - noch rechtzeitig in die Bremsen zu kommen - also zu trudeln - weil irre Fußgänger und Radfahrer hemmungslos und planlos über die spiegelglatte Fahrbahn eilen und rutschen. Auch Mütter mit Kinderwagen. Viele rutschen - aber nur wenige schmieren ab.
Mein erster und einziger Fahrgast an diesem frühen Morgen - war Berufskraftfahrer - und erzählte mir noch eine Geschichte von seinem Unfall bei Blitzeis während der Rutschpartie.  Eigentlich - wollte ich ins nächste, nette Café gehen, um den Streudienst abzuwarten - aber es ist viel zu früh. Alles dicht - auch alle Geschäfte. Ok - dann warte ich halt in der Limousine. Bin ja trainert, was das betrifft.
Der Sohn vom Immer-Noch-Unternehmer ruft an - ich soll die Kiste möglichst laufen lassen, die alte Batterie ist noch drin, mit der ich vergangene Woche hängenblieb. Ok. Normalerweise - gehört er zur Kategorie "unerschrockener Weltmeister" - aber heute morgen höre ich erstaunt sowas wie "Ja - Horror" ...... also auf Eis oder Schnee mit diesem Blechtier zu schliddern.
Ich merke - ich hänge noch am Leben.Und an einer ganz guten Gesundheit. Diese mag ich mir nicht abkaufen lassen für ein paar Cent. Habe keine Lust - für nichts und wieder nichts bzw. für ein paar schlappe Euronen - in akute Anspannung zu gehen - was unvermeidlich ist auf solchen Eisplatten. 
Gegen kurz vor zehn - folge ich dem nächsten Impuls - und logge mich wieder ein ins Spiel. Konnte es nicht länger ertragen, eine Kollegin vor mir zu beobachten, wie sie es nicht packt, in eine schiffsgroße Lücke einzuschneisen - und mir noch zuwinkte, ich solle rückwärts setzen, weil ihr die sechs, sieben Meter nicht reichen, um ihren "Touran" rückwärts reinzusetzen. Peinlich .... für die Zunft. 
Bekomme sofort eine Fahrt - es rutscht schon weniger. Und es staut sich überall.
Möbelmesse heute - Auftakt - hatte den Traum von einem guten Lauf geträumt am Morgen, als ich "barrierefrei" aus dem Haus kam.Träume eben. Kleine Träume. Kleine, enge Träume.
Der Tag bleibt ver-rückt - und ich merke wieder mal - daß mich die vielen kleinen, engen Träume nicht mehr wirklich berühren.
Am frühen Nachmittag schnappe ich mir eine "Kurierfahrt" - kenne ich schon, hatte ich schon. Als ich in der Agentur ankomme, sagt man mir lapidar "Ach - da hat sich was Anderes ergeben, können Sie vielleicht in 20 Minuten nochmal wiederkommen?" Nein - kann ich nicht. Es ist gerade Möbelmesse - und dann schauen Sie mal, wo Sie nachher jemand anderen Anderen herbekommen." Bin sauer. Bin durch die halbe Stadt gebrettert - und niemand zahlt mir und dem Auto-finanzierenden Unternehmer  nun auch nur einen Cent für den Ausfall des Auftrages - der ohnehin geringer dotiert ist, als eine normale Fahrt mit Fahrgast. Bin nochmal kurz sauer - weil ich in einem Gewerbe arbeite, in dem der Kunde König ist - und der Dienstleistende "Schütze Arsch" - den man eben  mal ohne Konsequenzen ordern und wieder abbestellen kann. Gebe eine Fehlfahrt ein und rufe die Schichtleitung an - mit der Bitte, mir nicht wieder diesen Auftrag zu geben, wenn die sich erneut melden. Ja, aber immerhin ginge es doch nach Dings .... Ja - und da sind wir wieder bei den kleinen, engen Träumen im Limousinengewerbe. Immerhin - 7,50 Euro für mich - aber nur, weil mein Noch-Unternehmer zu fairen Konditionen arbeitet.  7,50 Euro - für zweimal Anfahrt und Treppen hochlaufen .... über eine Stunde Arbeitszeit - ist das jetzt vielleicht ein "Hauptgewinn"? Ärmliches, erbärmliches Denken - kann auch schmerzhaft sein.
Kriege eine Einsteigerin - zum Bahnhof. Volltreffer - 2,50 Euro. Fange mir anschließend doch noch mal die vorhin beschriebene Botenfahrt auf dem Display ab - bevor ich wieder eine Stunde warte. Schließe Frieden mit der Trulla in besagter Agentur, die ein übles Timing hat - und erzähle ihr derweil, wie wichtig es ist, daß sie dies verbessern kann.  Für alle Beteiligten. Auf einfache Weise: Sie möge doch beim nächsten Mal erst unsere Dienste anfordern, wenn sie auch das zu befördernde Material fertig hat - ich warte wieder - gute 15 Minuten, aber diesmal friedlich und die Gelegenheit für einen Sanitär-Besuch nutzend. Die junge Frau - hat diesmal gleich zwei Wagen geordert - einmal von unserer Zunft und dann noch einen - von einem Kurierdienst. Dieser - erhält diesmal eine Absage. Himmel, Arsch und Zwirn - wieso schalten die Menschen denn nicht ihr Hirn ein? Für´s nächste Mal - hat sie jetzt von mir dazugelernt. Hoffe ich - immerhin ist sie einsichtig.
Auf dem Weg zum Ziel der Botenfahrt - begegnet mir ein Winkender am Straßenrand. Ich bremse ein - denke mir - ok - jetzt muß eben die Agentur ein wenig Zeit haben. Der Typ will ans völlig andere Ende der Stadt - eine gute Fahrt für mich - aber auch schon wieder Zeitstress - immerhin habe ich noch was abzuliefern. Egal - ich nehme das mit. Und brettere anschließend über die erstaunlich freie Autobahn zum Boten-Ziel. Alles gut ....

Komme am Abend unerwartet eisfrei über die ersten Berge des "Bergischen" - und stelle fest, daß es hier viel weniger geschneit hat als in der Kolonie. War hier noch zu kalt.
Kurzform: Ich hab´ mich zwar mal wieder bemüht - sogar einverstanden, indem ich gegen halb fünf aufstehe - aber es war mal wieder nichts. Monetär nichts Erfolgreiches ... und was das Leben betrifft ... ??? .
Weder das Eine - noch das Andere -  macht einen Unterschied.
Ich übe mich - das endlich zu begreifen.

Freitag, 11. Januar 2013

Neumondbremse ...

Meine Privatlimousine ist rundum eingefroren am Morgen. Ich bekomme kein Türschloß auf und brauche gut 10 Minuten mit Hilfe von Enteiser, bis sich ein bischen etwas bewegt. Ein Schloß ist nach einer Weile frei und ich kann schon mal den Schlüssel im Schloß drehen. Zuvor hatte ich versucht, über die Heckklappe hineinzuklettern, es aber wieder gelassen, weil die Türen komplett vereist sind und sich nicht bewegen lassen. Versuche also nun, eine Tür von außen zu öffnen, erfolglos. Arbeite weiter mit Enteiser an den Dichtungen, von außen - und nach etwa einer halben Stunde kann ich die Fahrertür mit einem großen Schraubenzieher aufhebeln. Die Scheiben sind auch von innen und außen vereist - von innen ist lästiger und nass beim Kratzen. Nach einem schwierigen Start geht es endlich los. Fahre auf die Autobahn - und stehe sofort im Stau. S´geht nix weiter. Höre im Radio nach: 10 Kilometer Stau wegen Unfall auf der Stadtautobahn. Die Zeit streicht so vor sich hin, während alles Meter für Meter weiterschneckt. Fahre an der zweiten Ausfahrt doch mal lieber raus und über die Dörfer weiter, was auch seine Zeit braucht. Um 10 Uhr bin ich dann an der Limousine. Um halb 12 mittags - bekomme ich die erste Fahrt. Man könnte also durchaus sagen: Der Tag ist gelaufen. Es sei denn, es geschieht noch ein Glücksfall - aber wie oft haben wir schon einen solchen in der Zunft?!
Gegen zwei am Mittag hole ich ein älteres, nettes Ehepaar ab - und stelle fest, daß im rechten Vorderreifen ein Nagel steckt. Der muß natürlich raus - und der Reifen geflickt werden, bevor er platzt. Fahre also zum nächsten Reifendienst - wo sich herausstellt, daß der Nagel kein Nagel sondern nur ein einem Nagel erstaunlich ähnlich sehendes Steinchen ist .... peinlich. Der freundliche Mensch möchte kein Geld - ich lasse wenigsten fünf Euro  da, für die Kaffeekasse. Tatsächlich aber - sind beider Vorderreifen innen komplett blank gefahren - das kostet pro Reifen Punkte und vor Jahren bekam ich für so eine Nummer schon mal 3 - und eine teure Knolle. Rufe also meinen Immer-Noch-Unternehmer an und sage - die müssen neu. Ja - findet er auch. Sage, der Tag ist eh schwarz und gelaufen bei mir - ich biete also an, direkt in die andere Werkstatt zu fahren und dort mal eben zwei neue Reifen aufziehen zu lassen. Der junge Mann meint, es würde etwa eine Stunde dauern, weil die Achse noch vermessen werden muß. Komme nach etwa einer Stunde wieder - und darf noch mindestens eine weitere warten, bis sich heraustellt, daß die Achse irgendwie verzogen sein muß, gemäß der Meßergebnisse. Ob der Wagen mal einen schweren Unfall hatte? Nein, nicht das ich wüßte, ist auch noch recht neu, gerade mal ein Jahr alt.
Inzwischen ist es früher Abend, es dunkelt - und ich habe für heute genug. Keineswegs genug Geld - aber genug Hindernisse seit dem frühen Morgen. Am Abstellplatz gibt es natürlich auch keinen freien Parkplatz - als klassische Ergänzung zu den vorhergegangenen Unbilden - und ich muß noch jonglieren. Die Arbeitslimousine mit meiner tauschen, ohne daß jemand währenddessen in meine Parklücke fährt.
Habe jetzt mal die Türdichtungen bei meinem guten alten Auto mit Olivenöl eingeschmiert und das eine Schloß mit Mull und Klebeband schön warm verhüllt für die Nacht. Und Lotto gespielt - nach heutigem Verdienst von etwa  2 Euro die Stunde. Wird schon. Morgen geht´s weiter. Und der Mond wird auch wieder voll. Oder so .... 

Donnerstag, 10. Januar 2013

Die selbstauferlegte Schreibbremse ....

... entordne ich mir hiermit wieder. All diese Vorstellungen - über selbstauferlegte Bremsen oder guten Lauf - oder wie was zu sein hat - sind Unsinn. Wieder mal hatte mich eine Vorstellung ereilt, wie etwas sein soll(te). Und immer wieder ist es dann plötzlich - ganz anders. Kurz, nachdem ich die Bremse zog - geschah etwas sehr Überraschendes. In diametral entgegengesetzter Richtung. Was draus werden wird, weiß ich nicht. Aber es war eine echte Überraschung - und eine sehr erstaunliche. Über das Leben selbst - und eine gewisse ihm innewohnende Ironie dazu.
Ob ich also schreibe - oder nicht schreibe - ist wurscht. Ebensogut - kann ich also auch schreiben. Solange die Buchstaben mühelos und aus dem Bauch raus in die Tasten fließen - klappernd, rhythmisch, einfach so eben.
Anspruchslos - wie meine Posts.
Kann es einfach als Übung nehmen. Ebenso als Übung - wie alles andere. Ob im echten oder im echten Leben - es bleibt sich alles gleich. Jedenfalls dort - wo es klappert - oder auch nicht klappert.
Das Leben klappert also weiter vor sich hin - und wer bin ich, etwas ausbremsen zu wollen, was sich fast wie Klavierspielen anfühlt?
Bekam eine Anfrage - meine Blogbeiträge vielleicht als Buch  zu veröffentlichen. Zu mehr als fairen Konditionen. Siehe auch den Post zu meiner alten Limousine und fairen Werkstätten.
Wie gesagt - ich habe keine Ahnung, was draus wird. Zumal ich gefordert bin  - etwas wie "Struktur" hineinzubringen. In Strukturlosigkeit.
Jetzt - ist es gesagt bzw. geschruben.
Und ich freue mich - über solche völlig unverhoffte Anfrage.
Wundere mich auch.
Aber mit ein bischen Struktur - wer weiß - was wird ....
Jetzt habe ich - wieder mal - gegen alle Gesetze der Magie (Verschwiegenheit zuvorderst ... über mögliche "eigene Projekte" ) verstoßen - und werde beobachten, wie sich dies entwickelt.

Meine weltbeste, alte Privatlimousine ....

... ist von ihrem Wellness-Ausflug zurück. Sie hat zwei weitere Jahre TÜV bekommen. Im Prüfbericht steht unter "kleine Mängel" -  der Verbandskasten sei zu alt. Das - läßt sich ändern.
Beim Abholen frage ich noch nach, wie die Limousine denn so insgesamt in Schuß sei? Sie sei ja schließlich schon alt. 1996er Baujahr. Gut - ist gut in Schuß! Fein.
Ich freue mich - obwohl ich aktuell ins Minus rutsche ob dieser Ausgabe. Aber ich freue mich darüber, so ein altes, feines Auto zu fahren, gerne zu fahren, an dem ich wirklich nichts auszusetzen habe. Auch der Spritverbrauch hat sich seither nicht grundlegend geändert bei solchen Modellen. Ich sehe also überhaupt keinen Bedarf für ein anderes Auto. Mal ganz abgesehen davon, daß ich gerade auch nichts dafür locker hätte - aber auch, als ich noch einiges locker hatte, habe ich das nie wirklich verstanden, warum Autos nicht solange gefahren werden, wie sie laufen. Zwar heißt es, die Reparaturen würden sich mit der Zeit häufen, aber diese Limousine scheint ein Ausnahmeexemplar zu sein. Sie läuft einfach ... und springt immer an. Vermutlich gibt es aber auch nicht allzu viele Autos, die jedesmal freundlich begrüßt und mit herzlichem Dank für ihre Dienste verabschiedet werden.
Neulich hörte ich von jemandem, daß er gerne mal ein neues Auto fahren würde - aber es ginge nicht, weil sein Daimler aus den 80ern einfach nicht den Geist aufgeben will.
Sogar manche Taxiunternehmer tendieren inwzischen dazu - sich wieder gute alte Modelle gebraucht zu besorgen, weil die noch viel zuverlässiger und robuster sind als die neuen mit der überbordenden Elektronik.
Glücklicherweise hat der Prüfmensch auf allzu viele Details verzichtet - beide elektrischen Fensterheber hinten sind nämlich defekt. Das wäre ärgerlich teurer geworden. Für einen Nutzen, der sich mir nicht unbedingt erschließt.
"Ja, wenn sie einen Unfall haben und das Auto steht auf dem Kopf und sie wollen durch´s Fenster raus ....." - eher habe ich nochmal einen Sechser im Lotto. Passe glaube ich eh nicht gut durch´s schmale Fenster ....
Wenn ich mal meine alten Schätze zusammenrechne - glaube, es ist jetzt mein neunter Gebrauchter - ich fuhr sie alle bis zum Ende - dann komme ich vielleicht auf auf 50.000 bis 60.000 Euro - alles in allem, inklusive Sprit. In etwas mehr als 30 Jahren. Die letzten drei liefen jeweils am längsten. Die, die ich auf reiner Vertrauensbasis erstanden habe. Einen bekam ich mal geschenkt, vom einstigen Geliebten, der war KFZ-Mechaniker. Ging auch ohne Fensterheber durch den TÜV, damals haben wir die noch mit Schraubendrehern "befestigt". Meistens saß ich an einer günstigen Quelle - was die erforderlichen Reparaturen betraf - und/oder eine nötige Neuanschaffung von einem neuen Gebrauchten. Die letzten drei kaufte ich auf reiner Vertrauensbasis - einen treuen VW-Bus von privat und die anderen beiden in einer herrlichen Klitsche in der Kolonie. Polnische Mechaniker - sehr nette, fähige und faire Leute. Als ich mit dem vorletzten Modell auf ihren Hof fuhr, um ihn dort zu lassen zwecks Entsorgung, lachte mich meine aktuelle Limousine bereits wieder an. Sie stand dort - scheckheft-gepflegt und aus Ersthand - eine alte Dame, die in 12 Jahren gerade mal 90.000 Kilometerchen damit gemacht hatte. In den kommenden Monaten refinanzierte sich die Anschaffung fast wieder von selbst - weil mir zweimal jemand in die parkende Limousine fuhr. Nichts Tragisches. Nur zwei kleine Beulen. Das sollte wohl so sein - denn ich hatte bisher noch nie ein Auto ohne Beule gefahren.
Auch diese kleine, klassische "Klitsche" im neuen Ort scheint mir sehr korrekt zu sein. Las mir die Rechnung und die einzelnen Posten eben nochmal durch. Das ist ok. Außerdem - hallelujah - haben sie einen Teil am Auspuff repariert, improvisiert, geschweißt - von dem mir in den vergangenen beiden Jahren von zwei Seiten erzählt wurde, sogar von den improvisationsfähigen Polen - da müsse ein Ersatzteil rein. Dieses alleine hätte neu 400 Euronen gekostet - die ordnungsgemäße Klitsche (das ist meinerseits ein postiv besetzer Ausdruck) - hat das für 80 Euro geregelt, inklusive Arbeit.
Ich freue mich immer wieder - wenn ich auf Menschen treffe, die andere nicht abzocken oder über´s Ohr hauen. Und ich war früher mal mit einigen KFZ-Fachmännern liiert - habe viele Jahre im Ambiente von KFZ-Klitschen und mit dem Geruch von Schmieröl verbracht - von denen hatte ich ganz andere Geschichten zu hören bekommen über die renommierten Betriebe, in denen sie einst gelernt hatten. 
Der Nachbar, der mir diese feine Klitsche empfohlen hat - hatte einen Elektronikschaden an seiner Kiste - der sollte 2.500 Euronen kosten. Die Klitsche offerierte ihm die Reparatur für 600 Euro. Das macht doch einen feinen Unterschied.
Wenn ich also die Gebühren rausziehe - bin ich wirklich gut bedient worden, bzw. die alte Limousine. Und wir können nun noch eine Weile gemeinsam diese wirklich sehr schöne Gegend erkunden. Von der ich immer noch wenig kenne - fuhr neulich mal wieder über die Dörfer und durch die wechselnden Landschaften - mit runtergefahrenen Bremsen immer hübsch-steile Gefälle .... und staunte, wie schön es hier ist. Den Fußweg zur Werkstatt bzw. von dieser nach Hause ging ich am kleinen, wilden Fluß entlang ... und freute mich bereits auf den kommenden Frühling, wenn dort alles sprießt. Ist immer noch schön hier - und kann noch viel schöner werden. Der erste Winter - ist so gut wie überstanden - und hat nichts geändert an meiner Erleichterung und Freude, nicht mehr in einer Kolonie zu hausen.       

Dienstag, 8. Januar 2013

Hi - is there any translation for this prayer outside?

Nein - leider nicht. Ihre Gebets-Verwaltung. 
Was willste denn übersetzen hier?
Das übersetzt sich von selbst -
oder eben nicht.

Diagnosen - Bergversetzungen - Selbstexperimente

... fuhr gestern morgen einen erstaunlich quicklebendigen und gut gelaunten Mann zur Strahlenklinik. Eine "Krankenfahrt" - er ist "Krebs-diagnostiziert" und läßt sich mit Gift bestrahlen. Ich sagte nichts dazu - und dachte Einiges bei mir. Es macht wirklich keinen Sinn, Leuten, die an diese Form von Hilfe glauben, etwas Anderes zu erzählen. Glaube versetzt immerhin Berge .... und selten fuhr ich einen derart fidelen Kandidaten zu einem "Strahleninstitut" (was für ein Wort!).
Wir unterhielten uns über Eichhörnchen - und die Freude an diesen quicklebendigen Gesellen. Er frevelte noch - die seien halt ein bischen doof - vergraben 100 Nüsse und finden nur 50 wieder .... Er hat einen Eichhörnchen-Futterkasten aufgestellt - aus diesem holen sie sich jeweils eine Nuss heraus - Deckel auf, Nuss raus, Deckel wieder zu - und knabbern die dann vor seinem Fenster oder Balkon. Zahm sind sie - die roten jedenfalls. Die dunklen kommen aus Amerika, sagt er, und die seien sehr aggressiv. Mir fällt ein, wie ich solche Eichhörnchen-Kämpfe schon öfter beobachtet hatte .... erstaunt, was für laute und eindringliche Geräusche die so erzeugen können mit wenigen Zentimetern Körpergröße.
Er erzählt dann noch von einem über Hundertjährigen Kastanienbaum - der von Frühjahr bis Herbst eine "Riesensauerei" erzeugt - die er wegputzen muß von seinem Domizil. Erst der Same, dann die Blüten und später die Früchte ..... trotz der "Riesensauerei" höre ich heraus - der Baum wird geliebt.
Einen Walnussbaum hat er auch dort .... ich erzähle ihm, daß die Blätter einen köstlichen Tee ergeben, der u.a. auch sehr gut für´s Gehirn ist. Das ist ihm neu. Einfach zwei Blätter in heißes Wasser geben und ziehen lassen - im Sommer auch als Kaltgetränk, schmeckt wirklich gut und ist gesund. Wie gesagt - für´s Hirn u.a. Sieht man auch - an der Form der Walnüsse - die haben ja viel Ähnlichkeit mit einem Hirn. Vermutlich wird er es ausprobieren.

Habe mich oft gewundert in den vergangenen Jahren - über die verschiedenen Menschen, die ich zur "Chemo" fahre. Am meisten habe ich mich gewundert darüber, daß sie all das Zeugs glauben, was ihnen erzählt wird bzw. wurde. Und das - obwohl doch bekannt ist, das so eine "Chemo" eine Tortur ist und in den seltensten Fällen zur Gesundung führt. Manche haben scheinbar nichts Wichtigeres zu tun, als sich darüber aufzuregen, daß sie auch noch hier und da Geld für die Taxifahrt bezahlen müssen - bevor sie entweder an vermeintlichem Krebs oder an der Bestrahlung verrecken. Oder einfach nur - an einem über sie gesprochenen, angeblichen Todesurteil. Viele haben auch noch Zeit dafür, sich etwa darüber aufzuregen, daß alle alternativen Heilungsansätze nur Schindluder seien.  Wie gesagt - Glaube versetzt Berge. Wenn jemand nur inbrünstig genug daran glaubt, daß er wieder gesund wird, mit was-auch-immer, dann stehen die Chancen vermutlich ganz gut. Was sonst außer dem Geist - sollte denn heilen? Und dabei spielt es vermutlich nicht einmal eine gravierende Rolle - ob mit "Chemo"-Giften oder mit eher ungiftigen Pflanzenbestandteilen ein Ansatz gelegt wird.
Diesem humorigen Ausnahme-Exemplar, welches sich ebenso wie ich am Knabbern der Eichhörnchen erfreut, wünsche ich jedenfalls alles erdenklich Gute. Übrigens - war der diagnostizierte Krebs  nicht für eine Sekunde unser Thema - auch das erschien mir sehr gesund. Außer seiner Anmerkung - was da so alles los sei im Strahleninstitut ..... und das er froh sei, seine Termine nun regelmäßig in den frühen Morgenstunden zu haben -  und nicht etwa am Abend. Jemand, der sich nicht gerne den Tag versauen läßt - mit solchen Dingen.
Er fragte nach, ob ich ihn nicht fahren könne in den kommenden Wochen - aber mein Schichtplan paßt nicht dazu - sonst hätte ich es mir gerne überlegt.

Am Wochenende holte ich eine Mutter und ihr Kind vom Kinderkrankenhaus ab - und wir kamen auf "Antibiotika" zu sprechen. Ich hörte mich sagen -  vergessen sie diese! Sie wußte es bereits - sonst hätte sie mir nicht zugehört.

Das "Krankheits-System" ist groß und weit vernetzt. Vorwiegend wird inzwischen mit Krebs und Herzkrankheiten viel Kohle gemacht. Wie wir neuerdings in den ÖR-Medien hörten - auch gerne mit vorschnellen Operationen, die im Grunde nicht nötig sind - und die auch nicht wirklich gesund machen.
Dieser unheilvolle Gedanken-Apparat - und anders will ich ihn nicht nennen -  erfaßt viele Tausende von Menschen, die innerhalb dieses kranken Gedankenkonstruktes in Lohn und Brot stehen - und die alle um ihre Existenz fürchten, so dieser Irrsinn denn ans Licht kommt.
Diese Ängste - halten die Systeme. Und alle - die in ihnen involviert sind.
Auch die Krankenschwestern und - brüder - die ja noch den besten Ruf geniessen - für ein lächerliches Salär. Aber auch diese - arbeiten dem Irrsinn zu.
Eine fuhr ich am Wochenende - sie arbeitete früher in der Altenpflege, jetzt im Krankenhaus. Die Altenpflege-Betriebe nehmen inzwischen lieber Leute aus Bulgarien oder so ... die sind alle viel billiger. Sie bekam keinen festen Arbeitsvertrag mehr. Jetzt - arbeitet sie im Krankenhaus - und am Wochenende arbeitet sie weiter - als Bedienung in der Gastronomie. Eine sehr schöne Frau, Muselmanin mit langen, blond-gefärbten Haaren - für mich auch immer wieder lustig ... dieses Blond-Gefärbe - sehr kommunikativ (im Gegensatz zu mir, aber ich machte dann auf für sie und mich ...) - und offen.  Sie hat einen Sohn - den sie via Handy instruierte, er solle gefälligst seine Hausaufgaben machen und sein Englisch lernen ....  so rabiat-herzlich, wie eine Mutter sein kann.
Wir sprachen über Verschiedenes .... über Macht und Ohnmacht und und über Konsumverhalten. Eine kluge Frau - die aber nicht unbedingt über viele Einzelheiten informiert war. Ich informierte sie kurz - u.a. darüber, daß die Teigrohlinge für billige Backwaren in China und Indien hergestellt werden .... und das wir ganz gut daran tun, bei unseren unmittelbaren und direkten  Nachbarn einzukaufen - also frisch auf dem Markt.
Sie war müde - wen wundert´s.

Zurück zu "Krebs" und Auswucherungen -  für mich ist das nur eine Art Geisteskrankheit. Von allen Seiten. Von der profitierenden Seite ebenso - wie von denen, die sich in deren Hände begeben.Ich kann mich im Grunde auch direkt an den Bezirkshenker überantworten .... mit Termin.Und ich kann natürlich noch die Medikamente des Bezirkshenkers vorher zu mir nehmen - in gutem Glauben an die Wahrheit von ärztlichen Diagnosen.
Wer wird davon profitieren? Stell Dir vor - es gibt gar keinen "Krebs" - und es dient nur dem Mammon. Stell Dir vor - es ist sehr leicht, angeblichen "Immunschwächen" zu begegnen. Vielleicht  nur - mit einem wachen Geist. Substanzlos. Der Geist entscheidet - letztlich - über Leben oder Tod. Denke ich ....
Und mache ein weiteres Selbstexperiment - in der Welt der Elemente und Substanzen. Eine Art Spiel.
Mit Bitterstoffen - die allerorten aus der industriell gefertigten "Nahrung" herausgezogen werden.
Habe mir ein Kilo (!) Aprikosenkerne zukommen lassen. Die sollen sehr gut sein - um potentielle Krebszellenbildung auch schon im Vorfeld erst gar nicht entstehen zu lassen. Und für vieles mehr.
Bitterstoffe - sind reichlich enthalten. Ich kostete sie - und mein Körperzellen-Kleinlebewesen-Konglomerat begann sofort mit lautem Jubel  .... der Gaumen befand diese "Bittermandeln" sofort als unerhört köstlich. Ein gesunder Mensch soll vorgeblich nur zwei dieser Kerne zu sich nehmen am Tag - und mein Körper warf sich gestern gleich völlig enthusiastisch sechs davon ein. Übrigens - habe ich auch schon oftmals früher Apfelkerne sehr langsam zerkaut - höchst interessiert an deren "Bittermandel-Geschmack". Eine sehr ähnliche Konsistenz .... und ein schlichter Instinkt - solche Kerne zu zerbeißen und ins System zu geben.

Apropos Instinkt - also des Körper-Konglomerats (die wissen immer noch sehr gut Bescheid - schauen und hören keine Medien):  Auch "Weisskohl" sprang mich unverhofft an dieser Tage - ich aß ihn als Rohkost in der Limousine. Er gilt als "Krebskiller" - um mal mit diesen seltsamen Begriffen zu jonglieren. Und wieder - antwortete das Körperkonglomerat von Kleinst-Lebewesen mit:  Applaus - Applaus! Gestern abend - habe ich den Rest dieses großzügigen Kohlkopfes in der Pfanne verarbeitet - und ich darf sagen - es ist mehr als köstlich.

Will sagen - es gibt soviele Möglichkeiten - zur Gesundung oder zum Gesund-Bleiben. Ich wähle gerne die einfachen Dinge - und sicher nicht die sogenannte "moderne Medizin" mit ihren Pillen. Diese wird vermutlich  in wenigen Jahren der übelsten Quacksalberei aller Zeiten bezichtigt werden. Und wer weiß - welche neu erkorenen "Experten" dies verkünden werden.
Inzwischen wünsche ich allen vom kranken System Vergifteten - eine sanfte und natürliche Entgiftung - auf allen Ebenen. Und vorweggenommen - in Sachen eigener Ungeduld - üppig blühende Frühlingswiesen!