Donnerstag, 30. August 2012

Pa´ Ogún ... y Oyá

... otra vez - für Ogún = Mars 
Und für Uranus 
Und für Kali-Yuga.
Habe ein paar Jahre nicht mehr an Kali gedacht. 
Für Pluto.
Für Lilith, die niemals Eva war.
Für das Verleugnete.
Oyá - ist die, die das mühelos tragen kann.
Und abschütteln kann - wie sie eine Fliege abschüttelt.
Oyá - "da los siete colores" - hier haben wir wieder die Spektralfarben!
Nichts anderes - sind auch die sogenannten "Chakren".
Inhärentes Licht.
Oyá - ist also auch Hüterin des Lichtes,
Immer finden wir die heilige sieben.
Auch hier -
Ihr Quecksilber-Dilettanten, die ihr niemals an ihr vorbeikommen werdet ...
Ihr Gold- und Silber-Dilettanten ....
Ihr Pharma-Dreck-Dilettanten,
Ihr Rüstungs- und Mord-Profis,
Vergiftungs-Profis,
Ihr Schuld-Verteilungs-Dilettanten ...
Ihr kommt - alle - nicht dran vorbei!
Nicht an Oyá!
Oyá - hat Zugang - zu den Toten. Sie ist die Hüterin der Friedhöfe. 
Übrigens - mein magischster Ort von Kind an und für viele folgende Jahrzehnte.
Direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite der einst heißgeliebten Oma gelegen.
Als Kind noch - gerne freiwilig dort geweilt - aus seltsamer Faszination heraus - später aus vielen tödlichen Gegebenheiten heraus.
Heute - zieht es mich nicht mehr dorthin - obwohl es durchaus sehr schön sein kann dort - im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung - wenn die vielen Tiere sich zeigen, die dort noch einigermaßen in Frieden gelassen leben. Besonders viele Füchse kann mensch dort in aller Ruhe treffen.
Obbatalá - noch - vorm Schlafengehen. Der androgyne Weise.
Y muy buenas noches. 

Gegen allzu viel Kotzreiz ...

... hilft übrigens Nux vomica.
Da steckt das Kotzen verbal schon drin - vomicare.
Kotzen an sich - ist ja durchaus gesund.
Aber Kotzreiz - eher nicht.
Ich freue mich jedenfalls weiter über all diese Offenbarungen, die mich zur Zeit erreichen.
Eben auch - Nux vomica.
Aus rein psychologischer Betrachtung - hätte ich mich nicht unmittelbar mit ihr angefreundet.
Zumal sie - auf den ersten Blick Managertypen zugeordnet ist, zu denen ich mich sicher nicht zähle. Aber was den Zorngehalt betrifft - bin ich dabei.  
Hier ist sie sehr hilfreich - und hat viel mit dem völlig überstreßten Zeitgeist zu tun.
Dies ist - selbstverständlich - eine rein subjektive Betrachtung und keinesfalls eine Empfehlung.
Glaube ich jedenfalls  ...

Weitere Nachrichten von der Kotz-Nuss:
Habe den Rasen eben mit links gemäht  - literal. Bin eher Rechtshänderin. Will sagen: Die aufgestaute Wut - kann produktiv eingesetzt werden. Blöderweise mußte ich nochmal eine kurze Pause einlegen, weil ich nicht immer alle Schlüssel in der Tasche habe. Und dabei war ich so schön im Rhythmus. Egal .... nur ein Fitzelchen übrig, zu dem dieses blöde Kabel nicht reichte. Optimal-Temperatur - unter 25 Grad. Und die nackten Füße auf feuchtem Gras und Erdboden respektive auf angenehm warmem Stein. Gut!
Das Verlieben in den Garten ist nicht allzu schwer - zumal ich heute sogar auf ein wildes, bewehrtes Gewächs in Form einer Brombeere traf - solange niemand da ist. Wenn sie aber da sind - gibt es allzu viel Geschrei für meinen Geschmack. Interessant das recht durchdringende Geschrei von dieser Nachbarin, die mir permanent ausweicht und den Blick abwendet, wenn wir uns dochmal sehen. Interessant auch die Reaktion des Kindes - es scheint ein wenig unsicher zu sein, was die "Hexe" von oben betrifft. Als er mich ein paar knallrote  Congas hochschleppen sah neulich - grinste er plötzlich sehr breit und freute sich. Aha ... da war wohl die eingegebene Ratio kurz außer Kraft.
So - jetzt noch den Fitzel wegmähen. Mit Nux-Kraft.

Energiewende und Klimawandel ....

... sind hochinteressante und geniale Wortschöpfungen seitens der zuständigen Propaganda-Stellen.
Beide spiegeln den aktuellen Zeitgeist - aber m.E. auf ganz andere, als die offiziell-ausgegebene Weise.

An die offizielle Mär vom Klimawandel in Form von Wetter glaube ich nicht. Dafür - gibt es allzu viele widersprüchliche Aussagen und immer noch keine glaubwürdigen Hellseher unter den "Spezialisten". Mit Bildern läßt sich die Masse der Menschen leicht manipulieren - aber die technischen Möglichkeiten hierzu sprechen für sich.
Der Golfstrom soll eine Rolle spielen,  wurde ich neulich noch informiert, nachdem ich meinen Unglauben äußerte. Er würde sich abkühlen. Am Folgetag hörte ich im Radio - das exakte Gegenteil zu dieser Theorie und mußte kurz lachen. Obwohl ich manchmal eher betrübt darüber bin, daß die Menschen allzuviel Unsinn zu glauben bereit sind.

Dennoch - gibt es natürlich einen Klimawandel, global, aber einen auf einer energetischen Ebene. Das soziale Klima  wandelt sich seit vielen Jahren. Und das politische Klima wandelt sich. Die Vorgaben für´s große Spiel erfolgen seitens der wirtschaftlich-interessierten Klima-Mär-Erfinder. Kann auch sein, daß sich das ursprünglich und vordergründig gemeinte Klima ebenfalls wandelt - das hat es ja wohl immer mal getan - aber hier zuverlässige Prognosen zu stellen ... s.o. unter Widersprüchlichkeiten und Hellsehen. Geo-Engineering - nur am Rande erwähnt - es wird ja immer populärer, also verlautbar. Für mich persönlich übrigens bisher - ein guter und ganz "normaler" Sommer, was das Wetter betrifft. Ich weiß nicht, was mit den Mitmenschen los ist, die permanent über´s Wetter klagen. Und auch eine gute Nachricht seitens der hiesigen Bauern - eine feine Ernte steht an.

Energie-Wende - die nächste geniale Wortschöpfung. Ja, sicher gibt es im Zusammenhang mit dem psychologischen Klimawandel auch eine solche. Denen, die wenig haben, soll ihre Energie immer mehr abgezogen werden - und die, die sich das den Anderen Abgezogene zusammenraffen, nähren sich derart von der Energie der Verarmenden bzw. Verarmten.
De facto - im propagierten Wortsinn - ist keine echte Energie-Wende sichtbar. Immer noch fahren sinnlose Spritfresser durch die Gegend und werden innovative, saubere Techniken nicht wirklich gefordert und gefördert.
Statt saubere Energie vor Ort zu produzieren und dort zu nutzen - was geht, wie manche kleine, widerständige Kommunen gezeigt haben - sollen Überlandleitungen gebaut werden und Strom von der Nordsee nach Bayern transportieren. Was für ein Unsinn - zugunsten eines Fortbestandes der Zentralisierung von Energie in den Händen weniger (Großkonzerne). Mittels Teuerung für die Mehrzahl der privaten Haushalte - wird diesen wieder Energie abgezogen und kommt den hungrigen, nimmersatten Energievampiren zugute. Diese zahlen immer weniger für die gelieferte Energie. Und mit "zahlen" meine ich nicht etwa nur "Euros" - oder wie auch immer die aktuelle Währung sich nennen mag. Sie geben - keinerlei Ausgleich.

Die Daumenschrauben für die Masse der Ausgepressten werden immer härter und schneller angezogen.
Unter dem Vorwand von edlen, "grünen" Motiven.

Das ist eine geniale Methode - denn jeder, der da Einwände erhebt, gilt sofort als Abtrünniger und Umweltsau.

Eine weitere genial-verblödende Wortschöpfung: Alternativlosigkeit.
Was für eine Suggestion - ein Meisterstück !!!
Es gibt nur diesen einen Weg - der vorgegeben wird mittels immer mehr Zentralisierung von Macht und Energie - und kein Abweichen ist gewünscht. Wer abweicht - fällt aus der Gemeinschaft. Und ist das nicht eine der größten Ängste eines Menschen? Isoliert zu werden? Wer isoliert ist - fällt wieder aus der Energie.
Das muß zwar nicht so sein, wie einige wenige Exemplare immer wieder bewiesen - doch wer will schon aus der Gesamtversorgung fallen? Auf diese Weise ist es ein Leichtes - immer mehr zentralistische, gleich diktatorische Strukturen zu etablieren. Es ist ja - alternativlos. Es gibt nur diesen einen Weg. Und ein einziger Weg - bedeutet immer Dogma bzw. Diktatur.

Die Masse der Menschheit - soll also Lebens-Energie sparen - um sie abzugeben - an die Profiteure. In einer Konsumgesellschaft sieht das so aus, daß keine echten, individuellen Interessen mehr gepflegt werden (sollen), sondern die Funktion ist wichtig. Arbeiten und konsumieren - mehr arbeiten, mehr konsumieren. Klappt zwar nicht - aber noch merken es die wenigsten. Und nach meiner bescheidenen Beobachtung auf den Straßen gibt es tatsächlich sehr viele Menschen, die keine anderen Hobbies haben - als zu "shoppen" und sich mit möglichst viel Unsinn einzudecken. Das Wort "Altersarmut", welches noch folgen wird - bekommt hier eine schöne Zusatzbedeutung für mich.

Energie-Knappheit ist eine weitere Parole, welche einfach gefressen wird von den meisten.
Doch gibt es so etwas überhaupt?
Ich meine - nein. Gäbe es das, wäre diese Welt endlich und könnte sich nicht stets aus sich selbst neu gebären. Ich glaube nicht an eine Endlichkeit des Traumes von der Welt - deren Ursprung wir nicht ergründen können. Alles, woraus sie sich zusammensetzt - ist Energie.
Natürlich - kann man Ressourcen ausbeuten und sie so zur Neige bringen - aber gleichzeitig erwächst etwas Anderes, Neues, aus sich selbst heraus und für Menschen unkontrollierbar. Auch die Spezies Mensch - kann zu ihrem Ende gelangen - aber nicht das Leben selbst, vermute ich jedenfalls stark.

Inmitten all dieser Energie-Spar-Verordnungen und "Einspar-Verordnungen" werden "Rettungsschirme" von den Zentralisten aufgespannt, die suggerieren - daß ein Mensch so etwas braucht und sich nicht selbst retten kann. Er braucht die Spezialisten dazu. Die haben zwar keinerlei humane Ethik - und sicher keinerlei Bio-Ethik (bios = Leben) aber die Masse glaubt dennoch dran, daß sie durch Verbrecher nochmal vor dem größten Übel gerettet werden wird.  Wenn sie nur genügend Energie spart. Und auf genügend verzichtet. Muß ja sein - wegen der großen Schuldenlast. Die - soll ja abgebaut werden. Das das unmöglich und absurd ist in einem System, welches auf der Erzeugung von Schuld(en) basiert - wird durch die zahlreichen ausgegebenen "aktivierenden" Propaganda-Parolen - immer noch - verschleiert. Was mich wundert. Denn hier - muß man schon mit der Dummheit der Menschen als feste Größe rechnen. Klappt aber immer noch.
Vielleicht ist es für mich an der Zeit - mich hiermit abzufinden und diese ebenfalls als gegebene Größe zu nehmen.
Fast 50 Jahre vergebliche Hoffnung auf einen echten Wandel und eigene Dummheit in vielfältigen vArianten - wären immerhin ein gutes Argument.

Altersarmut - neueste Parole, von allen Prekären aller Alterstufen scheinbar bereits gefressen als unausweichliches Schicksal. Ehrlich gesagt - ich möchte heute auch nicht zur "Generation Praktikum" gehören - und recht hoffnungslos in die Zukunft blicken. Dann doch lieber so, wie es ist - das ist inzwischen wenigstens einigermaßen hoffnungslos, denn "Hoffen und Harren - hält manchen zum Narren".

Auch dieser Beitrag - bleibt natürlich absolut unvollständig. Nur einige energetische Beobachtungen zum "kollektiven Bewußtsein", die mir zufallen. Ich bleibe naiv - und bei meiner Vision aus Kindertagen, in denen ich wußte, daß es auch alles ganz anders gehen kann. Diese - habe ich mir damals nicht ausgedacht, sondern die war mitgebracht. Wird von vielen Kindern mitgebracht auf den Planeten.
Ein weiteres Erbe war die Nazi-Vergangenheit der Eltern und des Clans - und mein Unverständnis  über viele Jahre - wie sie es hatten soweit kommen lassen können. Heute - weiß ich aus eigener Erfahrung, aus eigenem Erleben, wie das funktioniert und lebe mittendrin. Nichts - hat sich geändert und ist besser geworden. Nur die Verdrängung - ist scheinbar noch angewachsen. Wer würde heute noch ernsthaft sagen können wollen - er/sie habe von nichts gewußt? Einmal habe ich versucht, diese Einsicht in meine eigene Ignoranz und Verdränung  noch meiner Erzeugerin mitzuteilen - ich glaube, sie hat es nicht begriffen - aber es war mir ein Anliegen, ihr irgendwie mitzuteilen, daß ich mich wohl in meiner ehemaligen Be- und Verurteilung geirrt hatte - und es wahrlich nicht besser gemacht habe. Das war - kurz nach 9/11 .... wie lange ist das her?!

Es gibt noch einen kleinen Lichtblick .... dieser ist sehr simpel: Man kann die ganzen Propaganda-Parolen auch anders interpretieren, für sich selbst - und sie somit wandeln. Eine eigene Energie-Wende herbeiführen. Niemand ist gezwungen, an den scheinbar auferlegten und kollektiven Unsinn zu glauben - und all diese Wörter bzw. Psycho-Parolen lassen sich auch durchaus mit anderen Inhalten füllen.

Selbst so ein trostloses Wort wie "Altersarmut" - läßt sich sinnvoll befüllen. Wenn auch durchaus holprig. Und - ich würde mir das nicht erlauben, wenn ich in einer bequemeren Situation befindlich wäre, denn dann hätte ich keinen Schimmer, was ein solcher Ausblick für viele bedeutet.
Für mich persönlich - hat so eine Art "Altersarmut" bereits eingesetzt. Ich bin zwar offiziell an Jahren noch nicht alt - aber oft fühle ich mich so. Manchmal fühlt es sich an, als hätte ich mein Leben irgendwie schon abgeschlossen. Traumlos - visionslos. Keine echten Wünsche da, keine die rufen.
Das - ist verwirrend - aber nicht unbedingt schlecht.  Armut nehme ich hier also als Armut an Illusion - in der Welt mein Glück zu finden. Der Schreck vor dem Wort Armut - will überwunden sein. Würde auch nicht behaupten, daß das immer prima klappt, aber es geht schon viel besser. Und ich genieße den Reichtum, über sowas sinnieren zu können. Mut - steckt übrigens auch drin. Holprig herbeigeholt, wie bereits zugegeben - doch lieber holprig uminterpretiert, als alternativlos hingenommen.
Der Mut also steckt drin, den ganzen Unsinn und alle Glücksverheißungen hinter sich zu lassen. Sinnfreien Tand hinter sich zu lassen. Kann sein, daß ich, falls ich alt werde, arbeiten muß. Ja - und? Wozu sollte es gut sein, mich schon jetzt davon beunruhigen zu lassen? Es gibt noch eine sehr wertvolle Wahlmöglichkeit  - niemand zwingt mich, ggf. mein Leben mit allen Mitteln verlängern zu müssen. Es wird ohnehin ein Ende finden, ein Erwachen aus diesem Traum.
Und was vielleicht noch wichtiger ist, was einen lichten Ausblick betrifft - es wird ohnehin alles ganz anders kommen, als es uns von den Propagandisten gerade verkündet wird. Dennoch - wird dieser Traum ein Ende finden.
Und etwas Neues wird geboren werden.
So - what?

Nochmal zur Energie: Die meine ist festgelegt und begrenzt. Ich werde in jedem Fall irgendwann gehen müssen - oder dürfen. Es ist ist mir genau soviel davon mitgegeben, wie es das Unergründliche beschlossen hat.  Und so - wird es sein. Da kann keine Propaganda dran rütteln. Erleichternd auch das hieraus resultierende Wissen - daß ich keine Vorräte anzulegen brauche.   

Eine ungeliebte Tante ....

.... meiner Kindertage - hat sich ins Hirn gebrannt mit einem einzigen Satz, den sie mir als Kind einschärfte: Ich solle die Teller gut mit Wasser spülen nach dem Spülen, denn dieses Spüli sei sehr giftig. Sie war es auch oft - aber sie hatte dennoch recht. Seither - kann ich quasi nie ohne sie meine Teller spülen. Sie hat sich mittels Spülmittel unsterblich gemacht. Und fast - sympathisch. Ne, die hatte es nicht leicht ...

Die Toten in den Träumen

Las bei C.G. Jung in seiner Autobiogaphie, daß er nach dem Tod seines Vaters wiederkehrende Träume hatte, in denen dieser gar nicht tot war. Es bereitete ihm Scham, daß er geglaubt hatte, der Vater sei tot, obwohl er es nicht war - im Traum.
Ich staunte und erinnerte mich - jahrelang träumte ich sowas, nachdem mein Vater gestorben war, als ich sechzehn war. Immer wieder - kam er die Treppe zur Wohnung rauf und ich tat meine Verwunderung auch kund im Traum - sagte ihm manchmal, daß ich geglaubt hätte, er sei tot. Irgendwann wurden diese Träume weniger und waren wohl ganz verschwunden. Dann starb viele Jahre später meine Mutter - und wieder kamen diese Träume. Albträume - denn sie war anfangs im Traum "noch nicht" gestorben - aber darbte und litt und ließ dies auf grausamste Weise an ihrer Umgebung aus. Irgendwann - stellte ich verwundert fest, daß sie wohl wieder gesund war. Sie hatte ihre Krankheit überstanden und auskuriert, ging wieder aus dem Haus und tat sich was Gutes, ging sogar auf Reisen.
Alte Konflikte kamen hoch. Sehe das jetzt erst klarer, seitdem die Räume für sehr alte Trauer plötzlich geöffnet sind.
Dann kamen wieder andere Träume, beide Eltern lebten - und führten ein gemeinsames Leben. Waren wieder vereint in seltsam-guter Kameradschaft. Ihre Wohnorte wechselten, gestalten sich immer mal wieder anders. Und ich stellte fest - die führen ein gutes Leben zusammen, auf ihre Weise, die sich mir nicht erschließen kann. Und ich gehörte nicht mehr dazu. 
Irgendwie - waren all diese Träume äußerst real.
Und ich freute mich - irgendwie - von einem anderen Menschen zu hören, der ähnliche Traumerfahrungen gemacht hat mit den nie wirklich gestorbenen Toten. Die leben in ihrem eigenen Reich munter weiter - und Heilung ist möglich. Das ist gute Kunde.
Und für mich war es wichtig, im Traum deutlich zu spüren - daß es ihre Welt ist und dort kein Platz für mich ist. Lange gab es bewußt-unbewußt einen Sog, hinterherzugehen, nachdem der komplette Clan verstorben war.
Jetzt geht es drum - neue innere Räume aufzumachen und auch der uralten Trauer den ihren zu geben - oft noch gepaart mit Zorn darüber, von ihnen allen zurückgelassen worden zu sein. Das geschieht von ganz allein. Fein.

Mittwoch, 29. August 2012

Energiesparlampen ...

... sind eine Riesensauerei und ich würde behaupten, man darf es ruhig als ein Verbrechen an der Menschheit bezeichnen, daß so ein Dreck ab September "verordnet" wird.
"Verordner" und "Gesetzgeber"  ... gehören für mich seit je her - zum Absurdesten, was das Leben zu bieten hat. Ein tiefgreifender "Autoritätskonflikt" - zu dem ich mich gerne und immer noch mit jeder Zelle, die dafür sorgt, daß ich atmen kann, bekenne.

Selbst, wenn sie nicht hochgefährlich und giftig wären - sie enthalten ja bekanntlich Quecksilber, welches ein Nervengift ist - also selbst, wenn dies nicht der Fall wäre - wären sie eine Attacke auf die Gesundheit und auf das Wohlbefinden von Menschen, da ihr Licht etwa so warm und kuschelig ist, wie die Atmosphäre in einem U-Bahnhof oder Operationssaal. Interessant hier die Verdeutlichung ab Minute 45 im unten verlinkten Film - es sind pure Streßerzeuger.
Hörte, der Zirkus Roncalli hat sich vorsorglich für die kommenden Jahre mit alten Lampen eingedeckt - man stelle sich mal einen Zirkus mit diesem eiskalten Blau-Spektrum vor. In der DDR gab es eine Fabrik, die Glühbirnen mit einer quasi unbeschränkten Lebensdauer herstellte, fast unkaputtbar. Klingt doch sehr nachhaltig. Wurde nach der  Wende schleunigst geschlossen.
Diese Lampen - enthalten nun aber zusätzlich zu ihrem für die Seele dumpfen Licht auch noch Quecksilber.
Ich wundere mich - wieso eine solche Verordnung überhaupt durchkommen soll und kann, gebe zu, daß ich es nicht begreife, wieso wir uns dies und vieles Andere anscheinend gefallen lassen. Seit einiger Zeit - kann ich es mir damit erklären, daß die Menschheit inzwischen tatsächlich geisteskrank ist - und das meine ich genau so. Schließe mich auch nicht aus - kenne viele blinde Flecken bei mir selbst. Bin leider keine Juristin - was nicht das Hauptproblem wäre - und habe auch kein Kleingeld übrig - das ist ein größeres Problem - um eine Klage eingereicht zu haben. In letzter Zeit fallen mir eine Menge Dinge ein, gegen die ich klagen könnte, daß wäre mehr als Fulltime-Job. Und glücklicherweise gibt es ja einige solcher Idealisten. Ich wünsche ihnen nochmal und immer wieder viel Kraft und gute Sterne für ihren Einsatz - allerdings ist es mehr als schwierig, gegen offensichtliche Geisteskrankheit mit Vernunft und Argumenten vorzugehen. Besonders aber glaube ich schon lange nicht mehr, daß sich innerhalb der herrschenden Systeme wirklich etwas verändern läßt - sie sind durch und durch marode.
Ich kann im Moment nur den trefflichen Satz unterschreiben "Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen könnte" ... und da die Dinge, die mich so zum Kotzen bringen könnten, immer mehr werden, will ich auch gar nicht mehr Energie hier auf weitere Worte verwenden - nur den Film "Bulb-Ficition" verlinken, der sich mit diesem speziellen Wahnsinn dieser Beleuchtungsmittel auseinandersetzt. 
Ich habe sowas Ähnliches schon mal gepostet - und dazu gehörte auch meine Einsicht, daß ich ebenfalls lange Zeit gehirngewaschen war und u.a. an diese Mär vom Energiesparen geglaubt habe. Das hat sich inzwischen sehr gründlich geändert. Und nicht nur in Bezug auf diesen einen, kleinen Teil des menschenverachtenden und naturverachtenden  Irrsinns. Siehe oben unter "Kotzen". Bevor ich mich aber krank werden lasse, sortiere ich lieber meine Energie und lasse sie mir von Verbrechern nicht stehlen. Es lohnt sich nicht - auch, wenn die offenen Attacken rundum zunehmen in diesem Irrenhaus.
Bleibt immer noch die entscheidende Frage - was treibt solche selbsternannten Elitären dazu - derart gegen alles Natürliche und Lebendige vorzugehen und vom Blut der Anderen zu leben? Gier allein - kann es nicht sein, dafür sind sie schon viel zu satt.  Habe eine für mich nachvollziehbare Antwort bislang nicht finden können. Und laß´ es auch sein inzwischen, denn schon die mit der Frage danach - würde ich allzu viel Energie an Irre verschenken. Und das habe ich schon zuviel praktiziert in all den Jahren.

Und da es ja keinen Zufall gibt - meldete sich das gleiche Thema nochmals auf "Phoenix" mit der Dokumentation "Giftiges Licht". Interessante Sendung - man achte auch auf die Aussagen von Oettingers Sprecherin in Brüssel, die sich jeweils am nächsten Tag via EMail in ihren Aussagen korrigieren muß .... und auf die auch in "Bulb-Ficiton" erwähnte "wissenschaftliche Untersuchung", die der absurden Verordnung zugrunde liegt - es wurden insgesamt fünf (5!) Lampen untersucht von den Spezialisten.  

Ich muß nochmal - weil es so perfide ist.
Ich muß also nochmal die hervorheben, die diesen Dreck "für unsereins" produzieren. Ob es dieser quecksilberhaltige Lampendreck ist - oder eine hochgiftige Schwarzfärberei in China oder Indien ....
oder Jeansproduktion - und/oder .... die Abgründe sind tief.
Und alle, die sowas sehr wissentlich durchwinken -  werden irgendwann sicher ihr "kaltes blaues Wunder" erleben, wenn es nicht schon lange geschehen ist - immerhin fehlt denen zutiefst das ganze Spektrum von Licht und Farbe.

Geschenk vom Marsgedicht ...

.... am Morgen. Im Bett liegend höre ich Ogún, den Schmied, Mars im afrokubanischen Pantheon der Santería, mit seinem Hammer in rythmisch-gleichmäßigen Schlägen Metall bearbeiten. Später merke ich - es ist ein Vogel, der diese Geräusche erzeugt, aber das spielt keine Rolle, der Gruß ist angekommen. Ich kann Ogún-Energie gerade gut brauchen. Und die "Realität" - dieser offenliegende Wahnsinn, der dem Zeitgeist innewohnt, hilft mir sicher nicht mehr weiter für die verbleibenden Tage. Lieber - werde ich völlig verrückt, in eigenen Räumen, das scheint mir zur Zeit weit gesünder zu sein, als das, was scheinbar als "normal" gilt und offensichtlich völlig geisteskrank ist. Habe das nun immerhin fast ein halbes Jahrhundert gestestet - und in der jüngsten Zeit erzeugt diese geisteskranke Menschen-Welt bei mir nur noch Trauer und Wut, manchmal Abscheu.
Morgen werde ich einen  fleißigen Gartentag einlegen - daß wird meiner Seele guttun! Ich werde mich in den Garten verlieben - und ihn nicht mehr Museum nennen. Werde dem wirklich wunderschönen und vielfarbig blühenden Hibiskus ein Lied singen. Und das Gras unter den nackten Füßen spüren. 

Schreibgelüste ....

... sind ja schön. Aber manchmal kommt allzu viel Unsinn raus, wenn es sich ums schnelle "Bloggen" handelt. Da muß ich dann - nach einem lustigen Anfall - schon mal zur Selbstzensur greifen. Vermutlich fehlt mir der nötige Ernst - um endlich mal was Sinnvolles zu produzieren.  Eine kluge Abhandlung zum Beispiel. Muß ja nicht gleich ein dickes Buch werden. Ein dünnes - würde reichen. Aber über was - welche Botschaft möchte ich denn gerne in die Welt bringen? Schon gescheitert .... es will einfach keine echte Erhellung kommen.
Schade, denn ich schreibe wirklich gern. Aber ohne inneren Stoff, der sich unbedingt mitteilen will - ist das ein schwieriges Unterfangen. So bleibt es erstmal - beim Bloggen - und wenn wieder allzu viel Unsinn rauskommt, gibt es ja zum Glücke die Löschtaste. Über "Energie" - will ich aber noch schreiben .... später.
Weiterhin u.a. inspiriert von diesem aufschlußreichen "Tagesgespräch" bei "Bewußt TV".
Sehr hörenswert - übrigens auch die kurz aufgezeigten Hintergründe zu diesem "Batman-Amoklauf" neulich in einem amerikanischen Kino - für mich jedenfalls, die ich solche Geschehnisse i.d.R. nicht verfolge - auch nicht das Massaker von diesem Norweger seinerzeit (nochmal anders gelagert). Daß diese vielen jugendlichen Amokläufer gesteuert sein können bzw. auf heftiger Psycho-Droge befindlich - war mir eigentlich jedesmal klar. Hier muß ich auch nochmal einschränken, was ich gestern tippte - daß Substanzen an sich keine Wirkung haben (müssen). Zwar stimmt das auch - aber nur bei sehr klarem und geschultem Geist - und wer hat den hier schon? 
Aber - in erster Linie geht´s mir in diesem Gespräch um das Thema Energie - und wie es aktuell propagiert wird. 

Dienstag, 28. August 2012

Marstag ....

... Mars schleudert hier seinen Zorn ins Netz.
An seinem Tag, Dienstag, Säbelgewetz ...
Mal ein Genuß -
mal seelisches "Muß".
Mein "Wochenende" - beginnt derzeit mit Mars.
Manchmal mit Zorn - oder mit Zornes-Farce.
Mars - ist ein Freund des Durchbrechens von Zäunen -
ein Krieger gen Unsinn, gen Rückhalt von Räumen.

Ein Krieger fürs Freisein - im Schulterschluß 
mit seinem Freund, sprich Uranus.
Begleiter für mich - in all  diesen Jahren
auf Erden - und gegen alle Gefahren.
Zwei solche Kumpanen - in gemeinsamer Kraft -
ohne diese beiden - hätt´ ich´s nie geschafft.
Nur zwei Aspekte - doch sonnenhellklar -
eine Freundschaft für´s Leben -
bringt sich dar.

Die Spezialisten ....

.... entscheiden, was zu tun ist?
Die "Fach-Leute" ...
Die, die alles bis ins kleinste analysieren und auseinander-nehmen.
Die, die das Leben zerhacken, Hackfleisch aus allem machen -
und in Krankenhäusern auch die Menschen zerhacken.
Die, die den Überblick für das Ganze völlig verloren haben.
Die - sollen entscheiden -
was gut und schlecht ist,
was richtig und falsch ist.
Ich würde -
eher einem Ballonfahrendem Glauben schenken,
der die Möglichkeit hat, sich alles in einer gewissen Ruhe
aus anderer Perspektive anzusehen, als aus seiner gewöhnlichen, gewohnten.
Jemand, der Abstand nehmen kann - von sich selbst.
Jemand - der über den Kleinheiten schweben kann.
Und auch diesem - würde ich nichts ungeprüft glauben.
Jetzt -
muß ich noch schauen
wie ich schöne Gedichte
aus diesem Nichts
erschaffe.
Damit mein Unglaube
zur Poesie reift.
Obwohl - ich nicht an Poesie glaube. 
Aber die Menschen glauben dran -
fast so, wie an die Spezialisten.

You drive - like a New-Yorker

Yes. that´s true - sometimes it maybe true ... aber - kann man in New York überhaupt fahren, oder steht man da nicht nur im Stau? Nein - ich will es nicht wirklich wissen.
Der erste, der mir das mitteilte in jüngster Zeit - war ein sehr schick gekleideter, junger und gutaussehender Business-Man aus USA auf der Gamescom. Er saß hinten mit einem anderen US-Business-Collegue und sie tauschten sich aus über Millionen - bzw. Milliarden-Business. Der, der weniger verdiente, war sehr beeindruckt von dem anderen - der widerum erheblich ruhiger war. Der, der bislang nur Millionen jonglierte, war dafür arroganter am Anfang in seinem Gehabe - und mit ziemlicher Sicherheit auf Koks. Er meinte beim Aussteigen - "Hey, Du fährst wie eine New-Yorkerin, das gefällt mir!" - und er gab ein nettes Trinkgeld.
Neulich hörte ich es wieder - aber indirekt. "She´s driving like a New Yorker ...." - von einer jungen, völlig unnötig erschreckten Amerikanerin, die mit ihrem Freund hinten saß. Sie stieß einen überflüssigen, spitzen Schrei aus, als ich zügig weiterfuhr, obwohl mir eine Radfahrerin in einer engen Straße entgegenkam. Ich bin das gewohnt - hier herrscht diesbezüglich jede Menge Chaos - und ich hatte alles gut im Blick.  Die Radfahrerin auch. No danger.
Aber - beide hatten recht, wenn ich es für mich betrachte. Ich fuhr in letzter Zeit mal wieder manchmal sehr harsch und aggressiv - weil es meinem Inneren entsprach. Allerdings nicht aggressiv gegen Andere - lediglich die Kapazitäten nutzend bei freier Straßenlage.
Die New-Yorker-Taxifahrer - werden von Bailey im Buch über "Homöopathische Psychologie" ebenfalls explizit unter "Natrium muriaticum" erwähnt ... was ich wiederum sehr interessant fand. 
Und: Der eine meinte es als Kompliment - "I like that" - die andere fand es erschreckend. Mir war es beides wurscht - es entsprach gerade meiner ehrlichen Verfassung - und Aufnahmekapazität, ich war sehr wach und aufmerksam, energiegeladen.
Gestern fuhr ich zwei Araber - und gab richtig Gas. Hatte mich über eine sehr überhebliche Art des jungen Schnösels hinten geärgert .... über eine Art "Fingerschnipsen" der Sklavin vorne gegenüber .... und ließ mein Temperament entsprechend während der kurzen Fahrt durchgehen. Ich wollte dieses Untier einfach so schnell als möglich wieder aus dem Raum haben.
Alles - durchaus sicher und überschaubar - für mich. Dennoch bemerkte ich einen gewissen Schreck beim Alten neben mir - und hoffte innerlich, daß dem arroganten Jungen hinten der Arsch gewaltig auf Grundeis gehen würde.
Im Grunde fahre ich - inzwischen sehr moderat. Langsamer als je zuvor. Aber manchmal - geht der Zorn mit mir durch.

Energie-Wende

Wachte auf - voller frischer Energie.
Sicher auch aufgrund eines erhellenden Überblickes - über die jüngsten Geschehnisse, Suggestionen = Propaganda-Parolen und Ereignisse - alles betrachtet auf der Energie-Ebene - hier nachzuhören auf "Bewußt-TV" unter dem Stichwort "Tagesenergie 24" - Jo Conrad im Meta-Ebene-Gespräch mit Alexander Wagandt.

Für mich - der beste "Nachrichten-Überblick", den es derzeit zu lauschen gibt. Ich lausche auch so ...

Sinnierte über Energie-Vampirismus in Wort-Schöpfungen wie:
Energie-Wende
Energie-Sparen
Energie-Knappheit
Klima-Wandel
Alters-Armut
Alternativ-Losigkeit
Rettungs-Schirme
EURO - EFSM - ESM ....
....
wow - very interesting.
Wird später gefüllt - mit eigener Wort-Schöpfungs-Energie.

Ego me absolvo - Selbstbehandlung mit dem Salz des Lebens

Irgendwie - fanden mich in jüngster Zeit homöopathische Mittel und ich verstand den Hinweis, der mir da mit einem großen Zaunpfahl geschenkt wurde. Setzte also - an der Oberfläche - sehr hilfreich, zunächst dem akuten Bedürfnis und einer Sehnsucht nach Erleichterung entsprechend, mit den mir zufliegenden Mitteln an. Zügig drauf - ging es an die Wurzeln, wieder meldete es sich bei mir, ich hatte nichts gesucht. Aber - es hat mich offensichtlich gefunden - und ich hatte keinen Anlaß, dies zu ignorieren. Das Wurzel-Mittel heißt "Natrium muriaticum" - und der größte Teil der "zivilisierten Menschheit" ist derart gepolt und konditioniert. Ich lese es im Bestand vorhandenen Buch "Psychologische Homöopathie" von Bailey nach ... das weitaus umfangreichste Kapitel - zu recht, da es ja den größten Teil der Menschen in der vermeintlich "zivillisierten Welt" betrifft. Eine recht unangenehme Wahrheit - aber eine Wahrheit und eine Zurückführung an die Wurzeln. Werde hier nicht näher auf die zahlreichen, erhellenden Einzelheiten eingehen - im Netz findet sich auch einiges zur Psychologie von "Natrium muriaticum".
Das Grundthema aber -  ist für mich von besonderem Interesse: "Schuld".
Schuldgefühle. Schuldbewußtsein. Aktuell im kollektiven Bewußtsein völlig krankhaft und auswuchernd - Schulden, Schuldenabbau, Schuldenbremse blablabla .... Gab es nicht auch mal Schuldenablaß - gegen Kohle - irgendwann vor ein paar Hundert Jahren?!!! Erteilt, ausgegeben und erlassen von ... ja, von wem denn? Wie bescheuert sind wir eigentlich - als Menschheit - uns einen Ablaß von anderen geben lassen zu wollen?!
Obwohl ich weiß, daß ich keine Schulden gemacht habe und auch keine Schuld "habe" - gibt es im Unbewußten, welches mir inzwischen durchaus bewußt ist, diesen Reflex - die Schuld für alles Mögliche zu übernehmen, was so im Argen liegt. Die Schuldübernahme für Ungeborgenheit und eine nicht-harmonische Umgebung - setzt sehr früh ein. Als ehemals evangelisch getauftes (??? was ist das für ein Schmarrn - habe ich nie beantragt!) Wesen - gab es nie diese bequeme Möglichkeit wie bei den Katholiken - mal eben die Schuld per Beichte abzulegen. Ich sammelte sie also an. Am Ende - war ich schuld am Zustand der Welt. Habe immer - die Schuld bei mir selbst gesucht, nicht im Außen. Irgendwie - habe ich nie an die Trennung von Innen und Außen geglaubt - was vielleicht schon wieder eine Art Größenwahn ist. Aber für mich - entsteht nun mal die Welt - aus dem Inneren und aus allem, was im Geist auftaucht. Ist im Grunde nicht-manifest und wird aus dem Geistigen heraus manifestiert. Für eine Weile - bevor sie sich weiter wandelt, da der Geist nie zur Ruhe kommt.
Um es sehr kurz zu halten - diese "Substanz" hilft mir, eine eigene "Beichte" abzulegen und mich selbst aus der - selbst-auferlegten und großen - Schuld zu entlassen. In den "heiligen Zorn" zu kommen und auch, die nötige Trauer zu spüren, die seit Anbeginn auf den Schultern lastet. Ob die Substanz selbst hilft - oder nur die Beschreibung, ist mir dabei gleich.
M.E. - braucht es eh keine Substanzen - aber Einsicht und Erhellung - auf welche Weise auch immer. Die Einnahme einer Substanz ist von daher gleichzusetzen mit einer Erinnerung im Geiste. Und dabei spielt es für mich keinerlei Rolle - aus welcher Richtung diese Substanz kommt. Anders gesagt - ich bin zutiefst davon überzeugt, daß eine "Kopfschmerztablette" nichts ausrichten kann - aber der Geist, der sich diese in den Schlund wirft - glaubt an die Wirkung und daher tritt eine solche womöglich ein.
Ebenso verhält es sich für mich mit diesen sanften Mitteln, den sogenannten Globuli. Ich brauche hier auch keinerlei wissenschaftliche Nachweise - die ich von Haus aus nicht ernst nehme, da sich die Wissenschaft der Medizin immer wieder selbst ad absurdum geführt hat im Laufe der Jahrhunderte. Heute lachen die Schulmediziner über die ehemaligen Bader ... und heute bezeichnen die Wissenschaftler ihre Vorgänger als "Quacksalber". Übermorgen - wird es nicht anders sein.
Von Selbstbehandlung wird übrigens meistens abgeraten - kein Wunder und ebenfalls bezeichnend für eine Kultur der Selbstverantwortungs-Abgabe. Nur "Fachleute" sind angeblich in der Lage - etwas zu orten und  zu diagnostizieren. Aha.
Aber - wer könnte ehrlicher zu mir sein und mich besser erkennen - als ich selbst. Bzw. das, was sich vom eigenen, angesammelten Bodensatz ans Licht wagt? Und welches auch bereit ist, sehr alte und verdrängte Schmerzen in Kauf zu nehmen.
Hier: Diesen dummen, alten Schmerz - die Last der Welt auf die eigenen Schultern zu laden und weiterzutragen. Aus einem angelernten und tiefsitzendem Schuldgefühl heraus .... all die Schulden, die nie von den vielen Schicksalen beglichen wurden. All die Verdrängung, die weitergetragen wird - weil sie nicht ans Licht kommen will. 
Die Bibel - und natürlich auch andere "religiöse" Dogmen - sind ein kleiner Schlüssel dazu.
Habe immer noch eine Bibel hier im Bestand - aber stellte fest, daß mir einigermaßen übel wurde beim Sortieren neulich, als ich diese erblickte. Hatte immer noch vor, sie eines Tages (sorgfältiger - fing schon früh an) zu studieren. Aber - das brauche ich wohl nicht mehr, denn mit dem Göttlichen hat sie im Grunde nur wenig zu tun. Sie ist - wie sovieles - ein Regelwerk für Schuldzuweisung und -verteilung.

Natrium muriaticum respektive die Beschreibungen zur zugeordneten Psychologie, wo immer diese gesammelt wurden - ist mein "Beichtstuhl für Konfessionslose". Eine Beichte - vor sich selbst, eine Lebensbeichte.
Für alle, die allzuviel Schuldenlast auf sich nehmen - obwohl sie nie die Verursacher waren. Für alle, die sich selbst zurückgestellt haben - um die Lasten der Anderen zu tragen.  Und die sich selbst dabei vergessen haben. Und die sich dafür - selbst - vergeben dürfen. Für diese sinnlose Verschwendung seiner/ihrer selbst - an von außen Auferlegtes.
Daher: Ego me absolvo !!!

Energiefragen und "Existenzminimum"

Den Göttern sei Dank - es klappt mal wieder. Es klappt sehr knapp, aber es klappt.
Mußte in der lauesten Zeit des Jahres - in den Sommerferien, die arg an den Nerven zerrten und mir nochmals die Sinnlosigkeit meines wartenden und dienst-leistenden Jobs aufzeigten - eine hübsche Summe zusammenbringen, um Miete und eine Rechnung zusammen zubekommen.
Die Extra-Rechnung ist von der ARGE - der Name paßt - in der Kolonie war ich nämlich noch "Aufstockerin" und habe Almosen vom Staat bekommen, da mein Salär unterhalb des festgesetzen "Existenzminimums" liegt. Einerseits war ich oft dankbar dafür - andererseits habe ich mich schlecht damit gefühlt, nicht ganz auf eigenen Füßen zu stehen. Hatte persönlich viel Glück mit den für mich zuständigen Mitarbeitern dieses Amtes - sie waren Menschen und haben mich weitgehend in Frieden gelassen, wenn ich mal wieder vorstellig werden mußte. Meist haben wir uns unterhalten über dies und das - sogar über das System an sich - während des Pflichttermins - und ich habe diese "Wiedereingliederungsvereinbaruung" gezeichnet. Seit meinem Umzug - bin ich raus aus dieser Mühle - und habe mich vor Ort auch nicht wieder "angemeldet" - habe auch nicht die Absicht, im Gegenteil.  Habe nun im Grunde erheblich weniger Geld zur Verfügung - aber irgendwie geht es. Staune selbst in letzter Zeit oft - wie ich jemals auf die absurde Idee kam, ich könne nicht mit Geld umgehen. Offensichtlich kann ich das ganz gut, denn es kommt ja hin. Und dabei ist es weniger geworden, die Miete ist gestiegen und meine Kosten auch, zum Beispiel die Fahrtkosten. Dennoch habe ich alles, was ich brauche und lebe immer noch gut.  Manchmal hätte ich gerne ein "Sicherheitspolster" und auch etwas mehr Mittel, um mal Urlaub zu machen oder wieder mal ein wohltuendes Seminar zu besuchen, mir eine köstliche Massage zu schenken - aber gerade bin ich erst mal froh, daß ich zumindest das Erforderliche zusammen habe. Eine Nachzahlung ans Amt von ein paar Hundert Euro war fällig - hatte mich etwas zu spät abgemeldet und nun forderten sie natürlich ihr Geld zurück. Sollten sie haben bzw. haben sie nun. Ich brauchte es aber - um den Sprung machen zu können und u.a. die Kaution vorzulegen. Hätte ich den Sprung beantragt via Amt - säße ich wohl immer noch der dunklen Hinterhofhütte und in der Kolonie - und wäre vielleicht inzwischen völlig durchgedreht.
So habe ich also den Absprung vollzogen - aus der Kolonie und auch aus der Alimentation über´s Amt. Beides fühlt sich gut und richtig an. Und - es geht. Komme also inzwischen mit recht wenig Geld für mich hin - bzw. mit noch weniger. Ich notiere sowas nicht auf Papier sondern habe einen groben Überblick im Kopf - und bin auch keine Pfennigfuchserin. Spare mir nichts vom Mund ab - brauche ich auch nicht, denn die besten Lebensmittel gibt es ohnehin für wenig Geld und frisch auf dem Markt.
Bin immer wieder erstaunt - wie gut mein Leben dennoch ist - und wie das Notwendige immer wieder zusammenkommt. Vertrauen muß sein - ohne das geht gar nichts.

Viel Wut war da. Ist immer noch da. Und begrüßenswert. Wut hat Kraft und gibt Auftrieb - Verzweiflung und Resignation sind weit schwieriger zu überstehen. Zeigten sich ebenfalls und waren zunächst nicht willkommen, was sich änderte. Sie sind sehr alt - und wollen ebenfalls angeschaut werden. Habe den Raum aufmachen dürfen.
Manchmal sind Neid und Zorn da - auf die, die die Taschen voll haben und doch nicht etwa klüger oder wertvoller sind. Auf solche, die sich Luxussorgen machen - wie sie ihr Geld anlegen, um es über die Krisen zu retten. Hübsche Luxussorgen. Aber ich weiß - daß die meisten es gar nicht wissen, daß es Luxussorgen sind. Ich hate selbst mal solche. Was mir inzwischen verrückt scheint. Erinnere mich an einen eigenen Ausspruch, der lautete "Jetzt habe ich nur  noch (!!!) Hunderttausend .... auweia!".
Nein - es fühlt sich nicht an, wie ein "klägliches Existenzsminimum".
Es genügt - sich mal kurz in der Innenstadt in der Nähe eines Mülleimers aufzuhalten und zu beobachten, wieviel Mülleimer-Taucher da inzwischen vorbeikommen, um zu sehen, was ein "Existenzminimum" ist. Ganze Scharen sind es inzwischen. Und die Anderen gehen derweil ihrem einzigen Hobby nach - Shopping. Aufprall der Gegensätze.
Von den meisten - immer noch unbemerkt.

Es fühlt sich manchmal durchaus wie eine Art "Existenzminimum" an - aber eines, welches getragen ist vom Wunsch nach dem Wesentlichen - dieser hat nichts mit einem Wunsch nach finanzieller Armut zu tun. Getragen von der Gewißheit, daß es nicht unbedingt mehr braucht - denn ich bin ja immer noch reich, wenn auch zur Zeit nicht an finanziellen Mitteln. Habe trotz inzwischen überwiegend verhaßtem Job - aus der diesem implizitierten Handlungsunfähigkeit heraus -  viel Zeit für mich - und wenig sinnlosen Ärger mit Anderen. Lerne - die Kollegen zu schätzen und meine Freude an dem Spiegel zu haben, welcher sie mir sind. Viel Selbstironie - aber auch viel Lebensakrobatik. 
Und: Es war ja mein Wunsch - möglichst viel Tand und Überflüssiges abzugeben. Wenn auch ein wenig anders, aber es ist eben gerade, wie es ist.

Führe zwei Leben, drei oder vier ...
Eines, welches der immer noch nicht-wirklich-aktiv-möglichen Jagd nach den Lebensunterhaltungskosten gewidmet ist, in zutiefst überlebter und nicht mehr geliebter Umgebung, manchmal zermürbend. Das Andere - die Erleichterung, von saftigen grünen Wäldern umgeben und genährt zu sein und so die Batterie wieder füllen zu können. Nach vielen Jahren endlich wieder in den weiten Himmel schauen zu können und morgens vom Sonnengott geweckt auf freundlichste Weise aus dem Schlaf- und Traumreich zu erwachen, sinnenreich, geborgen und mit dem Luxus von Morgennebel über den Wipfeln, manchmal ein Eichhörnchen beim seelenruhigen Frühstück in den Baumwipfeln beobachtend.
Ein weiteres - "innerlich", vermutlich das Wichtigste von allen, die äußeren sind wohl eher Facetten, die sich aus diesem bilden.
Nein, es ist nicht alles idyllisch oder gar leicht - aber es bleibt immerhin lehrreich. Und auch das - ist viel wert.
Den Göttern sei dank - daß sie mich weiterhin unterstützen.

Donnerstag, 23. August 2012

Schwestern-Kompliment

Eine junge Frau fragt, wieviel es wohl kostet bis .... ich antworte ihr, so etwa 6, 7 Euro. Sie steigt ein. Fährt auf ein Seminar. Sie ist Russin oder Polin, ich werde sie nicht danach fragen, aber ich mag diesen Akzent sehr. Dafür frage ich sie, was sie für ein Seminar besucht?
Permanent-Make-Up ... Aha, interessant! Sie zeigt mir an ihrem Gesicht, was alles permanent-betont und gefärbt ist. Erzählt mir, welche Grundstoffe dafür verwendet werden. Soso ... aha - ich finde es wirklich interessant.
Irgendwann sage ich ihr dennoch - daß ich sicher die schlechteste Kundin für ihre Branche wäre - ich habe in jüngeren Phasen wirklich alles aus- und durchprobiert, mich geschminkt wie ein Malkasten, alle Haarfarben und -längen bis zum Exzess gewechselt - bis ich keine Lust mehr hatte auf das ganze Zeugs.
Das einzige, was mich gegegebenenfalls noch reizen würde - wäre ein permanentes Wimpernfärben, die sind nämlich viel länger, als mensch sehen kann. Sowas - gibt es aber nur temporär. Und ich mag keinerlei Qualen mehr für vermeintliche Schönheit erleiden. Auch kein Geklebe - von Make-Up oder Wimperntusche und/oder ....
Ihre Wimpern - sind künstlich. Aha?! Ich bin manchmal sehr naiv, was das betrifft - aber ich hatte schon gestaunt über diese hübschen, langen und dichten schwarzen Wimpern. Sie meint - "Sie haben gute Wimpern. Und sie brauchen auch keine Schminke. Sie sind eine sehr schöne Frau."
Ich bedanke und freue mich - von einer so jungen Schwester nehme ich das gerne als Kompliment.
Tut ja auch mal gut.

Warten am 5-Sterne-Hotel ....

... ist eine recht spannende Betrachtung, wenn es denn gut frequentiert ist. Ich schaue mir in letzter Zeit gerne die Menschen an, die da ein- und ausgehen und frage mich etwas wie "Was haben die wohl klüger angestellt als ich - daß sie sich das leisten können?" oder andersrum "Was habe ich wohl nicht kapiert im und vom Leben, daß ich hier in der Limousine schmore?" Das - sind antrainierte Mechanismen, Glaubensmodelle ....
Meistens kommt die grundlegende Antwort sehr zügig: Gar nichts.
Die Karten werden woanders gemischt - was ich aus eigener Erfahrung sagen darf, da ich auch schon Zeiten erlebt habe, wo ich mir alle paar Tage am Geldautomaten 500 oder 1.000 DM geholt habe - und diese habe ich ebenso verbraten, wie heute einen 50er.
Es geht die Mär, daß mensch eine gute Ausbildung braucht, um es zu etwas zu bringen. Eine dumme Mär, wie zahlreiche gut-ausgebildete "Prekäre" inzwischen beweisen. Und viele durchaus Dumme - fahren dort in fetten und teuren Schlitten vor.  Ich sitze da also - und schaue nur. Frage mich - was genau den Unterschied macht? Vieles wird behauptet - viele, die es "zu etwas gebracht haben" - bezeichnen sich gerne als "Leistungsträger der Gesellschaft", was ich einfach frech finde. Würde ihnen nicht mal ihren ehrlichen Einsatz absprechen wollen - aber zum Leben gehört eben auch viel Glück, Bon-chance. Und die dümmsten Bauern ernten ja auch die bekannten, besonders dicken Kartoffeln.
Es gibt soviele echte Leistungsträger in diesen Systemen - die sich den ganzen Tag wahrlich den Arsch aufreißen und allzu viele Stunden ihres Lebens Leistungen für Andere und für Dumping-Löhne erbringen - und die nie zu etwas kommen in ihrem Leben - also, was Geld betrifft. Sie werden nicht nur ein lächerliches Salär erhalten, sondern auch keinerlei Anerkennung dafür, daß sie sich den Arsch aufreißen.
Andere - bekommen alles in selbigen hineingeschoben - ohne jemals im Leben auch nur den Ansatz von (Fron-) Dienst zu leisten. Wenn sie dazu auch noch frech sind, werden sie behaupten, daß sie es verdient haben - und die Anderen einfach nur zu dumm seien- und womöglich werden sie auch noch ein Sahnehäubchen draufsetzen und behaupten, die "Prekären" seien eben faul und arbeitsscheu. Also ihre Putzfrau beispielsweise - die ihnen den Dreck hinterm dekadenten Arsch wegwischt.
Die "Mittelmäßigen" werden vielleicht behaupten - sie hätten ihr Leben lang "das Rechte" getan und deshalb hätten sie ein gutes Auskommen verdient.
Den Vogel schießen solche ab, die behaupten, ein Mensch müsse sich das Recht auf Leben verdienen. Ver-Dienen. Dienen. Und das sind meist solche - die keinen Schimmer haben, was "Dienen" überhaupt bedeutet - aber sie verlangen es gnadenlos von Anderen.
Daher ja meine praktische Grundidee - jeder, der einen Stab über Andere brechen möchte - soll diesen zunächst einmal mit allen Konsequenzen selbst tragen - für mindestens ein halbes Jahr - damit wäre schon viel Unsinn aus der Welt geschafft.  
Hier - nochmal zum -zigsten Male die Bedienung aller angeführten Klischees.
Ein Fazit - gibt es hier nicht. Nur die Erkenntnis, daß alle ungeheuer viel dummes Zeug reden. Und keine Ahnung haben - wie das Leben spielt. Du kannst ebenso schnell auf Deinen dekadenten Arsch fallen - wie Du unverhofft und unvermutet plötzliches Glück erfahren kannst. Aber sicher - liegt es nicht daran, daß Du "besser oder schlechter" bist als sonstwer ... und niemand muß sich ein Recht auf seine Existenz ver-dienen ... dies ist mit der Geburt gegeben. Und mit dem in unausweichlicher Konsequenz darauffolgenden Tode - tritt sogar eine Art Gerechtigkeit ein.

Ratzfatz geht das ....

... mit dem abschließenden Bücher aussortieren. Hatte nun lange keine Lust mehr drauf, wegen zuviel Sortiererei vor dem Umzug. Aber jetzt - kann es weitergehen. Immer noch befindet sich allzu viel Überlebtes und allzu viel "Tand" in meinem Haushalt, welcher ja auch nur ein Spiegel der inneren Befindlichkeit ist.
Was das Trommeln betrifft - das wird wohl nichts mehr werden. Keinesfalls - in dieser ehemalig erlebten Passion. Auch ok. Werde dennoch sechs allerfeinste Congas und meine Batás behalten - ansonsten muß ich auch hier abgeben und aussortieren. Es macht keinen Sinn, ehemalige Passion und Tote weiterzutragen. Klingt nicht gerade wenig - aber ich habe noch viel mehr Zeugs .... Immer wieder darf ich bemerken, daß es gut tut, wenigstens schon mal entschieden zu haben.
Die verbliebenen Bücher lassen sich sehr leicht aussortieren - ich sehe schnell, was aus dem Kopf raus darf und will. Welche Vorstellungen und Systeme sich erledigt haben. Es werden bleiben - Nachschlagewerke und einige Seelenbegleiter. Aber auch Letztere unterliegen der Vergänglichkeit und viele von ihnen sind ebenfalls überlebt, können nun gerne den Besitzer wechseln.
Ich kann mich durchaus noch an "Dingen" erfreuen und tue das auch. Manchmal an ganz kleinen. Aber ich habe auch gesehen, daß mich viele Dinge - mittlerweile - eher beschweren und begraben und die Leichtigkeit eher heraussaugen, als daß sie Freude bereiten.
Die meisten Wünsche, die sich recht zaghaft äußern, aufgrund von sovielen erfüllten, die dennoch nie zum ersehnten Frieden führten - sind eher "immaterieller Natur", beziehen sich  mehr darauf, etwas noch lernen bzw. erleben zu wollen. Dafür bräuchte es Geld - um wertvolle Dienste entlohnen zu können, im Austausch sein zu können. Aber Geld ist ja schließlich auch äußerst immateriell, wenn man´s sorgfältig durchdenkt.
Materiell schätze ich - einen guten Platz zum Leben zu haben, mit angenehmen und hübschen Vorrichtungen zur Körperplatzierung, Geräten zur Nahrungszubereitung, viel Licht und eine schöne Umgebung, aktuell den Luxus einer Badewanne, immer noch mein weltbestes Bett und eine Waschmaschine - ja, auch das alles schätze ich sehr. 
Im Grunde - lebe ich - nach wie vor - ein sehr luxuriöses Leben. Mit fließendem Wasser aus dem Hahn, Strom für die erstaunlich zahlreichen elektrischen Geräte, einem zuverlässigen weltbestem Auto, welches mich gut mobil hält, solange niemand Schrauben in die Reifen dreht und es derart quält .... u.v.m. Mache mal einen Punkt hier, denn gerade könnte ich eine endlose "Liste mit Segnungen" anfertigen - und das, obwohl ich laut Statistik zu den "Prekären" hierzulande gehöre. Letzteres - sind seltsame "Systematisierungen", auf die ich auch gerne verzichten kann. Und über die ich oft in der Limousine sinniert habe in jüngster Zeit, besonders, wenn ich vor 5-Sterne-Hotels stand - anderer Post ....
Zu diesen Segnungen gehört sicher auch - daß ein Mensch sich auch trennen kann von Überlebtem.

Mittwoch, 22. August 2012

Schon wieder gefunden worden ....

... meistens, wenn ich mein Glück suchte, wie ich es mir so erdachte - entschwand es und  machte sich sehr rar. Wenn ich überhaupt nicht ihm rechnete - überwarf es mich manchmal unerwartet mit Segen.
Dachte lange über einen möglichen Trick nach - irgendwo in der Mitte zu bleiben und es derart anzulocken. Hat auch nicht geklappt. Es macht einfach, was es will, dieses Glück.
Und vor allem - in welcher Form es will.
So - sprangen mich jüngst nicht nur zwei  seelentröstende homöopathisch potenzierte Pflanzenmittel völlig aus dem Unerwarteten an - sondern auch dieses "Sempervivum" - und Letzteres dazu noch im "Lidl", fast schon wieder liderlich .... doch mußte ich vor dem Regal einbremsen und staunen über die Schönheit dieser "Sukkulenten-Pflanze", über ihre wundersam-perfekte-kosmische Anordnung. Ich nahm sie also mit, gleich zwei davon - das tue ich meistens, zwei mitnehmen, damit sie nicht unnötige Einsamkeit erleiden müssen. Das tat ich auch schon einst, als ich mir - nach reiflicher Überlegung - zwei Katzen als Gefährten zulegte. Wie immer - auch rein egoistische Motive: Ich möchte nicht, daß jemand unter meiner Eigen-Artigkeit zu leiden hat. Wenn schon - ist es besser für die anderen Wesen, wenn sie sich gegen allzu viel Egoismus bzw. Ego-Zentrismus verbünden können - und in guter Gesellschaft befindlich sind.
Diese Semper-vivae ... hielten mich also auf, damit ich ihre perfekte Form bewundern kann. Und dazu - mensch staune - die Form der Ton-Amphoren, in die sie eingepflanzt waren.  Griechische Amphoren ....
Ich adoptierte also zwei, wie immer. Die eine Amphoren-Form rund - die andere sehr weiblich, aufrecht stehend, mit breiten Hüften und die Arme in ihre Taille stützend. Die runde Form enthielt eine sehr hellgrüne Pflanze und ich assoziierte Jupiter. Die andere ... teils lilafarben ... mit Venus.
Heute las ich im Nachgang - Sempervivum wird auch "Der Bart des Jupiter" genannt - und amüsierte, freute mich.
Hier gibt es mehr dazu. Und kräftige Bilder.
Ich freue mich derweil - daß die Pflanzen mich finden. Es ist ja nicht so, daß ich sie (aus-) suchen würde. Dazu - bin ich definitiv viel zu degeneriert. Sie - suchen mich auf und offenbaren sich.  Das ist - ein weiteres Wunder.

Fuhr´e escht kölsch Mädsche ...

... Ende siebzig ist sie. Interessanterweise - altern die Menschen in der Kolonie nicht, das ist anders als anderswo. Du bleibst ein "Mädsche" oder ein "Jung". (Do bleevs e Mädsche od´r ene Jung). Oder aber Du wirst angesprochen mit "Junge Frau" bzw. "Junger Mann" - egal wie alt Du bist. Hat was Liebenswertes - wenn es auch manchmal etwas albern erscheinen mag. Jedenfalls - weiß ich keinen anderen Ort auf Anhieb, der derart kostengünstig und klar definiert seit Jahrhunderten schon ein solches "Anti-Aging-Brauchtum" pflegt.
Et kölsch Mädsche - wor es besche bissisch .... frech, bissig, klare Wortwahl ohne Schnörkel und mit zahlreichen Schimpfwörtern vertraut. Lebendig und temperamentvoll, sehr attraktiv "für ihr Alter" und sie trug wunderschöne Sommerfarben. Lebendig funkelnde, wache braun-grüne Augen und ein wacher Geist. Nachdem ich im Vorbeifahren an verschiedenen Plätzen der Stadt schon einige Anekdoten aus ihrer Kinderzeit vernommen hatte, fragte ich sie, was sie denn wohl für ein Jahrgang sei? Ich solle schätzen. Sage ihr, daß ich nicht gerne in Fettnäpfe trete ... schätzen ist schwierig ... ob sie vielleicht gerade dabei sei, Komplimente zu erhaschen? Ja, warum denn nicht?! Auf blödes Gelabere (Gerede) stehe sie allerdings keineswegs. Ich ergänze - sowas liegt mir auch sehr fern.
Ich gebe ihr mal 75. Sie sieht aus wie 75 und dabei äußerst attraktiv. Sie hätte auch 85 sein können, ich wäre nicht sehr verwundert gewesen, denn ich traf schon oft auf Menschen, die sich erstaunlich gut gehalten haben. In Wahrheit - interessierte mich ihr lebhaftes Temperament. Dieses kochte auch sofort hoch "Was das überhaupt für ein blöder Scheiß sei immer, von wegen Alter!"
Im Inneren - fühle sie sich erheblich jünger. Ja - das glaube ich gerne. Sie berichtet noch ein wenig von Männern, bei denen sie eine solche Frage noch viel blöder findet. Und daß sie es gar nicht nötig hätte, sich irgendwelches Gesülze anzuhören. Ja - das glaube ich ihr auch gerne.
Am Ende läuft sie in ihrem temperamentvollen, ungebrochenen Zorn zur Höchstform auf und erzählt von einem Arzt, der durch Kurpfuscherei dafür gesorgt hat, daß sie seit ein paar Jahren gehbehindert ist. Sie befindet sich in Klage gegen diesen. Zu recht - und wie meistens, schwierig.
Ich denke - sie ist zwar ein bischen anstrengend, aber ich freue mich dennoch - über eine echte Kölsche mit sehr typischem, hiesigem Temperament. Das - findet sich nicht mehr allzu oft und ich mag es, weil es so gnadenlos ehrlich sein kann.

Schon wieder - Glück gehabt ...

.... danke an die Schutzengel!
Auch im linken hinteren Reifen steckte hübsch mittig eine Schraube drin - wieder sah es fast aus, wie von Hand reingedreht. In der Reifenwerkstatt im Nachbarort - reparierten sie mir dies binnen einer halben Stunde. Schon faszinierend manchmal, was alles geht. Gestern prüfte ich den Reifendruck, es waren noch 0,7 von 2,4 Bar drin .... pumpte ihn wieder hoch und hoffte, er würde die letzten Stunden vor dem Werkstattbesuch nun auch noch durchhalten. So war es auch - und ich bin heilfroh, daß ich´s diesmal vorher gesehen habe - bevor er ganz platt ist oder bevor ich gar abgeschmiert wäre.
Wer derart sabotiert - muß ein Vollidiot sein, komplett hirnleer.
Immerhin muß ich es nicht persönlich nehmen - der Nachbar hatte ja wie gesagt neulich gleich vier platte Reifen. Und er war es auch, der mich vorgestern nochmal auf diesen anderen Hinterreifen ansprach - er hätte neulich gedacht, da wäre zuwenig Luft drin.
Ich freue mich - über solche gute helfenden Hände gleich in der Nähe - und staunte u.a. über die Computer-Technik, mit der der Engel den Reifen abschließend mal eben perfekt auswuchtete.
Die Reifenwerkstatt liegt in hübschester Landschaft und Umgebung - dachte heute wieder, da macht das Arbeiten sicher gleich mehr Spaß. 
Ein seltsamer, bitterer Nachgeschmack bleibt über einen solchen dumpfhirnigen Angriff auf Leib und Leben.
Hatte im Prinzip auch kein Geld "übrig" für Extra-Fälle - aber das ist nun wirklich wurscht - ich gab auch gerne ein schönes Trinkgeld über die Freude, daß mir wieder direkt geholfen wurde.
Beim Zurückkommen - sichtete ich ein feines Plätzchen  für heil- und abwehrkräftige Kräuter. Werde das arrangieren - ohne die Dame des tödlich-ordentlichen Gesträuches um Erlaubnis zu bitten. Manchmal - muß man sich den Raum einfach nehmen.
Ums mal positiver zu sehen: Jetzt - habe ich einen triftigen Grund - mögliche Nägel und Schrauben -  den im Prinzip sauberen Vorhof bzw. Parkplatz sowie die Zufahrt zu kehren. Zuvor hatte ich da keinen echten Bedarf gesehen.
Und: Das alte, feine, zuverlässige Auto ist wieder gesund und läuft wie ein junger Hüpfer. Bat den Engel noch um Durchsicht der anderen beiden Reifen - sie erschienen mir nun auch schon platt. Er prüfte nochmal den Luftdruck, der war stabil. Gut!

Heute morgen traf ich endlich noch eine andere Entscheidung, nämlich diverse, temporäre Dienste ebenfalls vor Ort zu verlagern.  Suchte mir eine Frauenärztin heraus bzw. traf auf eine, als ich mir die schöne Webseite einer Bekannten im Nachbarort ansah. Einmal im Jahr - will ich da vorbeischauen, nicht mehr öfter. Die Friseuse, die mich - wenn auch selten - so gut betreut hat, werde ich auch wechseln. Vorerst werde ich noch meiner Zahnärztin und ihren helfenden Engeln treu bleiben, aber alle anderen Zelte in der Kolonie sind nun abgebrochen. Werde mich nochmal kurz verabschieden von wirklich netten Menschen ... aber es zieht mich ansonsten nichts mehr dorthin - und es gibt hier alles Mögliche direkt um die Ecke.

Dazu kam der Gedanke - mich weiter zu sortieren. Eine Idee ... soweit sortiert sein, daß ich alle zwei Jahre woanders hinziehen kann, in einem Sprinter. Das - gefiel mir. Es gibt soviele schöne Plätze.  Ob es so werden wird .... keine Ahnung, aber der Gedanke gefiel mir und war neu. Ich brauche nur noch den dazu passenden Beruf. Oder einfach Geld, das würde völlig reichen ..... zu tun bzw. zu lassen habe ich immer genug.

Dienstag, 21. August 2012

Gute Medizin ...

"Es gibt keine Krankheiten - es gibt nur Zustände".
Neulich - wieder - gehört,  in solch schöner Kurzfassung.

Platte Reifen und Beifuß ....

Mein linker Hinterreifen - also der meiner Privatlimousine, aber wir sind eben eine Art Gespann -  ist krank, er verliert jede Menge Luft, aber - er hält sich noch. Fahre morgen mit ihm zum Reifendoktor im Nachbarort. Erstaunlich und erfreulich ist - hier gibt es eigentlich sehr Vieles in der Nähe, was in der Kolonie auch nicht über erheblich geringere Distanz zu erreichen wäre.
Weniger erfreulich war die Kunde des Nachbarn, daß es sich hier teils um mutwillige Sabotage handelt, in Form von destruktiv ausgestreuten Nägeln und Schrauben. Seither habe ich ein Auge drauf.
Was den abwehrkräftigen Beifuß betrifft - den habe ich eben zumindest schon mal hier oben verräuchert.
Habe genügend davon hier - er nennt sich auch "Moxa" bei den Asiaten und wird u.a. bei Akupunktur verwendet, um potentielle Energieblockaden zu beseitigen. Werde mal ein Stäbchen bei der Gartenarbeit unten verräuchern in Kürze... bevor ich ihn still-heimlich anpflanze.
Ja - ich glaube an sowas, an Urkräfte. Ich weiß, daß es helfen kann. Riecht übrigens stark nach Marihuana für Leute, die nichts davon kennen.
Wenn ich einen erwische, der mir Nägel unter meine Haxn streut - wird es sehr böse werden.
Zu-recht.

Für die Gans-Wilde ....

... mal eben rausgesucht - und selbst wieder was gelernt, danke - ich hatte ein "e" vergessen bei "Freesen":
"Freese - gemeint ist das kalte Grauen, was man bekommt, wenn man einen schrecklichen Menschen sieht. Wird jemand so bezeichnet, ist er die Ekelhaftigkeit in Person. Auch: Friko!"
Friko - habe ich nun noch nie gehört. Vielleicht "neukölsch"?
Interessant übrigens für mich - ich habe dieses Wort - "Dat es ene Freesen" - schon immer in seiner Bedeutung verstanden, wahrgenommen - an der Melodie erkannt - obwohl ich gerade erstmals eine Definition dafür erblickte.
Ähnlichkeit mit "Besen".

Wohltuende Beschränktheit ....

... ergreift mich in diesen Tagen.
Ich sehe - ich kann mich noch soviel mit dem Weltenlauf im Außen befassen und "Informationen" aufnehmen, es wird mich nicht klüger machen. Im Gegenteil, die vielen schlechten Nachrichten aus dem großen Lande des tobenden Irrsinns - ob Euro- oder sonstige derart deklarierte Finanzkrisen, ob neue Bomben oder Drohnen, Meldungen über Mord- und Totschlag, weitere Kriege und ungezählte Ungerechtigkeiten aller Art, weitere Entdeckungen der Pseudowissenschaften, die in wenigen Jahrhunderten ihre derzeitigen, modernen Erkenntnise zum -zigsten Male auf den Kopf gestellt haben werden -  machen im Grunde nur dümmer.
Irgendetwas scheint gerade dafür zu sorgen - daß mich das alles kaum noch erreicht.
Irgendetwas scheint ruhig zu werden.
Ob es an der jüngsten Zufalls-Begegnung mit zwei heilkräftigen homöopathischen MittlerInnen aus der Pflanzenwelt liegen kann? Das - wäre ja geradezu wunderbar. 
Oder schlicht an der bislang einzigen Erkenntnis, die sich mir immer wieder präsentiert: Es gibt soviele Welten und Wahrnehmungen, wie es Wesen gibt. Unzählbar und nicht in eine "gemeinsame Gedankenform" zu bringen - es gestaltet sich von selbst aus ungezählten und für ein kleines Menschlein nicht zu überblickenden Zutaten. Gottgewollt. Jedes Wesen - lebt und erlebt ein ureigenes Leben und sieht die Welt auf eigene Weise. Ein echtes Wunder!
Als Folge daraus - kommt nurmehr der Gedanke, daß es Unsinn und sogar Anmaßung ist, die Welt für Andere mit gestalten bzw. verändern zu wollen. Es gibt nur eine Welt, die sich gestalten läßt, und das ist immer die eigene. Und selbst hier könnte es sich lediglich um eine Illusion handeln, denn niemand ist in der Lage, zu beweisen, ob es diesen vielbesprochenen "freien Willen" gibt - oder eben nicht. Selbst, wenn es ihn gäbe - ich habe eine andere Vermutung  dazu - würde er nicht weit reichen, denn dann hätte jeder einen solchen - und jeder will was Anderes.
Es geht seit einigen Jahren zwar in gewissen Zirkeln die Kunde der "Allverbundenheit" um - doch aus meinem kleinen, beschränkten Leben und der dazugehörigen Wahrnehmung heraus, die die überwiegende Zeit nicht allzu weit reicht, würde ich behaupten, daß allein Gott darum in vollem Umfang wissen könnte - und manchmal bezweifle ich auch dies. Denke manchmal, er/sie/es muß sich schon öfter beim Schöpfen verheddert haben, hat selbst den Überblick verloren beim endlosen "Trial and Error" in der Ewigkeit. Und die meisten, die davon künden - haben es m.E. einfach nur irgendwo gehört und finden die Idee ganz schön - aber wie sollte diese erlebbar sein als Mensch? Außer, höchstens, in wenigen, lichten und in der Regel einsamen Momenten.
 
Dieses Wissen um die eigene Beschränktheit tut mir gerade sehr gut.
Ich muß mich nicht mehr aufregen über die Welt, wie sie angeblich ist bzw. wie behauptet wird, daß sie sei.
Es gibt keine solche Welt - es ist lediglich ein Konglomerat aus unendlichen Ideen, Vorstellungen, Erwartungen ...  und niemand vermag, erfolgreich zu "untersuchen", woher diese alle genau kommen - und wie sie sich zur "Welt" in ihrer jeweiligen Erscheinung formieren. Es geschieht einfach. Ein weiteres Wunder.

Leider gibt es noch diese zweite, wiederkehrende Erkenntnis: Schöne und friedliche Momente der wohltuenden Erhellung und temporären Zufriedenheit mit dem, was ist - gehen auch wieder vorbei. Also - genießen, solange sie andauern.

Montag, 20. August 2012

Gamescom-Selbstreflektion eines Pubertierenden

Fahre eine Familie vom Bahnhof um die Ecke ins Thermalbad - schon wieder so eine blöde Kurzfahrt ... Der Mann macht sich Gedanken, ob sie denn wohl überhaupt noch reinkämen oder ob es wohl überfüllt sei?! Ich meine etwas wie - das hätte ich bisher noch nicht vernommen, daß das überfüllt sei. Ich täusche mich.
Kann am Thermalbad sofort eine neue Fahrgästin aufnehmen - schön! Taxi-Wechselfälle eben. Eine schöne, großgewachsene, schlanke und termperamentvolle, quicklebendige Frau - die mir von der Warteschlange am Eingangsbereich berichtet - sie lassen jetzt nur noch Leute rein, wenn andere rausgehen. Ich meine - was für ein Vergnügen. Und ergänze - daß ich solche Einrichtungen grundsätzlich Montagsmorgens besuchen würde, wenn überhaupt. An diesem Tag - scheint es überall so zu sein - alle suchen irgendwie eine Abkühlung bei 40 Grad.
Sie berichtet mir von ihrem Sohn - der ist auf der Gamescom. Sie treffen sich nachher am Bahnhof wieder - und sie macht sich einen schönen Tag in Köln.  Sie liebt die Kolonie, sagt sie. Ja, meine ich, als Touristin geht das in Ordnung. Träumte selbst heute nacht - von einem Ausflug in die Kolonie, also privat, ohne Limousine. Mit Abstand. Einfach mal so, als entspannte Besucherin. Das - kann sicher sehr nett sein und es gab durchaus Zeiten, wo ich die kulturellen Möglichkeiten gerne ausgeschöpft habe. Allerdings wird mir das nicht mehr passieren, solange ich noch dort für mein Salär auf den Straßen unterwegs bin - das ist mehr als genug von dieser Stadt.
Der Sohn - ein Spielefreak, ein Ballerspieler .... hatte eine Erhellung während des Besuchs dieser Messe, auf der sich die zahlreichen Besucher wohl für mehrere Stunden in einer langen Schlange anstellen - nur, um nach zwei, drei Stunden Ausharrens mal ein Probespielchen der neuesten Art machen zu können. Siehe oben - Thermalbad-Einlaßschlange. Mir fällt ein - meine Limousinen-Wartezeiten scheinen dagegen fast schon harmlos, zumal ich diese definitv nicht "freiwillig" in Kauf nehme, sondern aus momentaner Notwendigkeit.
Der Sohn - hat sich gespiegelt im Publikum. Hat gesehen - wie er selbst drauf ist. Kam ins Nachdenken, ob er wohl wirklich so sein bzw. bleiben möchte. Er sah - das, was ich auch sah, aber im Spiegel für sich selbst: Einheitsuniformen, schwarze T-Shirts mit Emblemen, Dickleibigkeit (er selbst auch) aufgrund zuvielen Sitzens vor Bildschirmen, blasse, ungebräunte Haut wegen Meidung von Aufenthalt an frischer Luft, viele strähnige, fettige Haare und viele recht ungepflegte Erscheinungen.
Die lebendige Mutter war im vergangenen Jahr aus Interesse mit hineingegangen und hatte sich das alles mal angesehen. Sie konnte auch  viel Positives erzählen - aber wie bei allem ist es eben der Grenzgang, wie weit man in welche Welten abtaucht - und sich nicht mehr wiederfindet. Ich freue mich - für ihren merkenden Sohn und sage "Das - ist Gold wert! Lange nicht jeder ist fähig, sich selbst derart zu reflektieren."
Erzähle ihr, daß die Bundeswehr dort einen Stand hat und junge Leute rekrutiert. Sie mag es kaum glauben - aber es bietet sich ja quasi an. Ein Vater, den ich fuhr, erzählte mir das. Er selbst hat ebenfalls einen Sohn, der lange Zeit auf Ballerspiele abgefahren ist - und er hat diesen einst gnadenlos hochgenommen, indem er ihm erzählte, die Bundeswehr hätte angerufen. Die würden im Netz beobachten, wer sich für welche Ballerspiele interessiert - und wären auf ihn gekommen. Sie hätten gesagt - er wäre sehr geschickt und würde sich bestens für einen Einsatz in Afghanistan eignen. Der Sohn - hat es dem Vater abgekauft - und ich bekam was zu lachen. Was es alles gibt - und was für phantasievolle "Notwehrmaßnahmen" heute von den Erziehenden eingesetzt werden ....
Aber - wie gesagt - im Grunde fuhr ich nur friedliche, wenn auch etwas seltsame, in ihre elektronische bzw. digitale Welt versunkene Geschöpfe - die in der Regel nur auf Bildschirme schießen.

Und jede Menge Kohle ist im Spiel - ein Riesen-Business - so daß wir Taxileute auch noch einen guten Umsatz fahren konnten. Geizig sind sie nicht, die Gamescom-Gäste. Das ist doch schon was.

Gartenmuseum ....

Gestern abend paßt der junge Nachbar von unten mich ab, als ich nach Hause komme. Es gibt nochwas zu besprechen - und ich frage ihn schon meinerseits, wie es denn mit der weiteren Arbeitsteilung bezüglich Rasen und Garten stehe? Er hat nochmal den Rasen gemäht, fein. Ich erkläre mich bereit, nach Abkühlung der Temperaturen auf moderate Bereiche Unkraut zu jäten. Sage ihm nochmal - er solle mich halt einfach bei Bedarf ansprechen - und man müsse mir das hier immer noch ggf. zeigen, was da zu tun ist. Gut.
Ob ich bitte morgens die Türe leise schließen könnte, sie würden immer wach, wenn ich gehe? Ich schaue ihn etwas verwundert an und meine "Wie, noch leiser?" Ja, bitte. Gut. Habe ich ja gelernt in meiner Zeit bei Buddhistens - mich unsichtbar und unhörbar zu machen. Kein Problem. Entfernte also den Zettel im Hausflur, der tatsächlich - zu meiner Verwunderung - mir gegolten hatte. Alles ok - wenn man mit mir redet. Wenn man nicht mir redet, erweckt das nur  meinen Trotz.
Er erzählt mir, daß hier manchmal jemand Nägel und Schrauben auf den Hof und die Auffahrt werfen würde - er hatte ja gleich vier platte Reifen neulich, als ich einen hatte. Ich sage erstaunt "Wo bin ich hier nur gelandet?! Da denkste, im ländlichen Bereich ist es friedlich und still - und dann sowas!" Wer denn sowas wohl mache? Er hat keine Ahnung. Ich vermute, es sind gelangweilte Kinder und/oder Jugendliche - die gibt es hier ebenso, wie die glücklichen Kinder.
Ein Junge zwischen Kindsein und Pubertät - drückt mir hier öfter meine Knöpfe mit seinem permanenten Geschrei. Er schreit fast nur herum - auf dem Kinderspielplatz, wo er noch bei den Kleinen weilt - obwohl er im Grunde auf dem Absprung ist in die nächste Lebensphase. Er schreit und schreit ..... eine Menge destruktives Zeug .... und die Kleinen machen es ihm dann nach.
Ich spüre oft Zorn aufsteigen und denke "Hallo! Können sich bitte mal die Eltern mit diesem Sohn befassen - oder wenigstens die Nachbarn mit diesem frustrierten Geschöpf?" - aber es passiert natürlich nicht. Zum Glück - sind die alle spätestens um neun verschwunden.

Allerdings - verstehe ich bei Vandalismus und sinnloser Zerstörung -  keinerlei Spaß. Werde also drauf achten - müssen. Als ich einzog - war die Hauswand besprüht mit Ziffern der hiesigen Postleitzahl. Sah einfach nur häßlich und sinnlos aus. Ist ja auch völlig sinnlos. Eine "Bande" und ihr sinnloses "Logo".

Was aber - hat das mit diesem Garten zu tun, der mich so gar nicht begeistert?
Ganz einfach - es fehlt das Lebendige in diesem Garten, und daher reizt es mich überhaupt nicht die Bohne, wenn ich ehrlich bin, mich um das Museum der Dame unter mir zu kümmern, derweil diese für zwei Monate schönen Urlaub am Meer macht. Es ist alles ordentlich, langweilig und steril. Bis auf eine kleine Ecke mit Tomaten, die langsam rot werden, und die die jungen Leute unten angelegt haben. Da gab´s im Frühsommer auch schon Erdbeeren. Wir unterhielten uns kurz darüber - daß wir sowas lieber mögen - und sinnvoller finden.
Es ist also - überhaupt nicht, nicht ein bischen "mein Garten" - im Gegenteil - es ist eine Art Museum der tödlichen Ordentlichkeit.  Da der Garten mit den Buchsbäumchen und Büschen nichts dafür kann und ich nunmal in einer "Hausgemeinschaft" befindlich bin - sagte ich also zu, was das "Unkrautjäten" betrifft. Der Nachbar - hat wieder einen Job und viel weniger Zeit ab jetzt, sich um das von seiner Familie oft genutzte Terrain zu kümmern. Ich nutze dieses Terrain gar nicht - es ist mir schlicht zu tot. Es folgte in der Nacht ein Traum, der mir meinen Widerstand gut aufzeigte - de facto habe ich einfach keinerlei Lust auf Museumpflege. Werde also die Situation nutzen demnächst, nach Ecken bzw. Plätzen auszuschauen, wo ich ein paar heilkräftige Kräuter pflanzen kann, die sich zudem noch weitgehend selbst versorgen und pflegen.
Die - fehlen hier nämlich glasklar. Lebendige Kräuter, die viel Kraft haben und seit Jahrtausenden auch zum Schutz gepflanzt werden, zum Bewahren und Erhalten des Friedens rund ums Haus.
Ich bin sicher - schon mit Lavendel und Rosmarin an der rechten Stelle - würden hier schon weniger Irre Unsinniges und Hirnleeres an die Hauswand sprühen und Nägel auslegen. Wenn es nach meinem Gusto ginge - würde ich kraftvollen Beifuß begrüßen, der hält einem alle Verrückten vom Haus ab. Zitronenmelisse, Minze, Majoran .... köstlichstes, lebendiges Kraut. Da - könnte ich wohl eher liebevolle Pflege hineingeben - als in das überpflegte Gesträuch und die überzüchteten Baumarkt-Zierblumen.
Habe auch ohne diesen Museumsgarten genug zu tun - und daher noch mehr Widerstand, mich um fremde Vorstellungen zu kümmern. Aber, wie gesagt, will mal sehen, ob sich nicht doch noch was Gutes draus machen läßt, wenn er schon ruft - dieser seltsame "Garten", der ja (noch?) gar keiner ist.

Man sieht sich immer zweimal - habe dazugelernt

Der junge besoffene Typ, der gleich wiederkommen wollte und mit mir eine 30 Euro-Fahrt machen wollte - ohne Rabatt und Dumping - ist noch nicht wieder zurück, er steht noch da hinten und redet mit einem Kumpel. Ich stehe bereits hinter der Spitze, ein Großraum-Taxi. Registriere eine ältere "Dame", die auf uns zusteuert in Begeitung des Kaufhof-Portiers. Dieser schiebt ihren Einkaufswagen. Die "Dame" - kenne ich, erkenne ich sofort wieder. Fuhr sie vor ein paar Jahren schon mal - um die Ecke. Die Kollegin vor mir steigt aus und will beim Einsteigen behilflich sein - wird aber übelst beschimpft von der "Dame", denn diese ist in Wirklichkeit eine üble Tyrannin, die es sichtbar genießt, die Mitmenschen zu beschimpfen und herumzukommandieren, auf eine solche Weise, daß viele wirklich irritiert sind. Leider - kommt sie auf mich zu, nachdem sie die Kollegin angefahren hat, wie sie bloß auf so eine dämliche Idee komme, mit so einem Auto hier zu stehen, das sei ja das Letzte! Die Kollegin kennt den Fresen noch nicht und bleibt etwas verstört über einen derartigen Angriff zurück.
Ich denke - naja, dann eben keine 30 Euro-Fahrt, wäre eh anstrengend geworden mit dem, sondern 5 Euro und ein gutes, psychologisches Training. Dieser Portier heute - hat bessere Nerven als der damals, den sie völlig fertig gemacht hatte und der zitternd zurückblieb. Ich grinse ihn an und sage laut "Ist es nicht ein schöner Tag heute!" - Ja, das ist es. Er weiß Bescheid. Ist übrigens ein "Neger" - ich denke plötzlich etwas Komisches: Der weiß damit umzugehen, der hat ein Gefühl dafür in den Genen bzw. in seiner Geschichte ... ist es gewohnt, von den Leuten als Sklave behandelt worden zu sein - bzw. die Ahnen. Und der bleibt sehr gelassen.
Während ich ihm also grinsend und unterschwellig mitteile, daß ich den Fresen kenne ... wettert der Fresen schon lange laut herum, aber ich stelle fest, daß ich gar nicht zugehört habe. Ihre Tüten lade ich explizit nicht wie gewünscht auf die Rücksitze sondern entscheide, daß die in den Kofferraum kommen. Weil sie es ist.
Der Fresen zetert - ich könne jetzt einsteigen. Ich grinse immer noch den Portier an und verdrehe die Augen .... sage - ich mache das schon. Von innen "Ich habe doch jetzt schon dreimal gesagt, daß Sie  einsteigen können. Ich höre die gar nicht - wirklich nicht - und bin sehr zufrieden mit mir.
Bleibe neutral-höflich, der Portier bleibt nervlich-stabil .... prima.
Als ich im Cockpit sitze, frage ich "Wo möchten Sie hin?" "Nach Hause." Aha - die gleiche, dumme und provozierende Antwort wie damals. Manchmal habe ich ein Elefantengedächtnis. Und ich weiß auch noch, wo die wohnt. Denke - Du wirst mich nicht kriegen diesmal, meiue Liebe - ich kenne Dich bereits.
Sie zetert - über den Großraumwagen an der Spitze - ich sage nichts. Links rum. Ja. Sie merkt was, und ich wundere mich, daß sie überhaupt was merkt. Sie merkt, daß sie nicht durchkommen wird, hat es wohl schon beim Einsteigen gemerkt. "Wir fahren in die Dingens-Gasse." Ja, ok. "Ach wie schön - endlich mal jemand, der weiß, wo das ist." Ja. Sie erkennt mich nicht wieder, was mich freut. Und ich freue mich gerade - feststellen zu dürfen, daß ich eine Menge dazugelernt habe in den Jahren. Das es möglich ist, nonverbal klare Grenzen zu setzen. Und das es sogar möglich ist, einen solchen Fresen in gewisser Weise den Raum zu lassen - ihren Raum, den sie scheinbar braucht, weil sie verbittert und unzufrieden ist - was ich aber sicher nicht zu meinem Problem werden lasse. Jemand, der derart um sich schlägt - wird wohl eine Geschichte dazu haben. Ich werde sie mir aber sicher nicht anhören. Ein bischen erschrocken bin ich dann doch noch während der Tour um die Ecke, denn sie wird geradezu freundlich und zahm. Gibt ein schönes Trinkgeld und bedankt sich aufrichtig für die gute Fahrt. Als ich ihr die Taschen in die Hand drücken möchte ... bringt sie es nicht fertig, mich um Hilfe zu bitten. Die Taschen sind schwer für ihre körperliche Verfassung und ich sage "Ich stelle ihnen die vor die Tür." Sie freut sich und bedankt sich tatsächlich nochmal. Geht doch!
Sehr interessant, wie sich beide Begegnugen im Abstand von ein paar Jahren unterscheiden. Beim ersten Mal habe ich mich noch "kriegen lassen" von ihrer unmöglichen Art. Es ist eine etwas seltsame Art, mit Rundumschlägen um ein wenig Aufmerksamkeit zu betteln. Fast tut sie mir leid - das muß sehr schmerzlich sein, derart durch die Welt zu gehen.
Aber in erster Linie bin ich zufrieden mit mir selbst. Neutral höflich und soviel "Respekt" vorm schrägen Gegenüber, wie eben möglich - ist ein gutes Rezept für viele Situationen.

Gestern ging mir ein Licht auf, wieso ich bislang vergeblich auf die langen Touren wartete ....

... seit 8 Jahren warte ich auf diesen Godot, der einsteigt und als Fahrtziel "Frankfurt" oder etwas adäquat Entferntes kundtut. Bislang vergeblich. Gestern fiel mir gleich zweimal auf, wieso: Stehe vor einem Hotel und beobachte, wie zweimal eine schwarze Mietwagen-Limousine vorfährt und Gäste einlädt. Der junge, muselmanische Portier rief seinen mietwagenfahrenden Kumpel an - statt die Dienste des Taxirufes zu nutzen. Ich ärgerte mich kurz darüber und überlegte, ob ich mal an die Rezption gehen soll mit der Frage, ob sie nicht mehr mit uns arbeiten wollten?  Nach einer halben Stunde vergeblichen Wartens - und der Portier würde sicher an diesem Tage wieder seinen Kumpel rufen und nicht die elfenbeinfarbenen Wagen - entschied ich mich dafür, einfach wegzufahren, und zwar, ohne einen sinnlosen Zwergenaufstand an der Rezeption hinzulegen. Zumal es ja nicht illegitim ist, daß sie mit den Mietwagen arbeiten. Nur ärgerlich für mich. Und wenn Messen laufen oder die Mietwagen ihre begrenzte Kapazität erschöpft haben, brauchen sie uns dann doch wieder dringend .... Hatte jedenfalls keine Lust, noch länger zu warten - um dann die "Reste" zu bekommen, die für 5 Euro zum Bahnhof wollen - und auch keine Lust, mich weiter zu ärgern.
An einem anderen Hotel - unterhalte ich mich mit einer Kollegin. Erzählte ihr die Story vom anderen Hotel. Sie ging kurz drauf rein - und fragte beim jungen Portier an - ja, es würden noch etwa 20 Gäste auschecken heute nachmittag, aber die seien wohl noch auf der "Gamescom". Der alteingesessene Portier antwortete ihr auf die gleiche Frage "Nein, niemand mehr heute." Sie erzählt mir, daß dieser auch gerne die Mietwagen holt, statt uns die guten Fahrten zu geben.
Ich berichte ihr im Gegenzug, was ich nun schon öfter von alten Hasen hörte - daß angeblich auch in unserem Unternehmen die guten Aufträge an die Spezies weitergeleitet werden und nicht in den "freien Verkauf" gelangen. Sie will das nicht glauben. Ich betone - daß ist das, was mir die alten Hasen berichteten. Mehr wisse ich auch nicht.
Aber - so langsam wundert es mich nicht mehr, daß ich noch nicht dieses Glück hatte, mal eben eine schöne 200 oder 300 Euro Fahrt zu erwischen. Letzteres passierte mir ein einziges Mal am Bahnhof - ein junger sehr hektischer Mann wollte nach Neuwied und wieder zurück - hatte aber zunächst kein Geld dabei. Er müsse in Neuwied zu einer Bank, dort würde er Geld holen. Er käme nur dort an sein Geld und wolle dann zurück nach Köln, um ein Auto zu kaufen. ??? - naja, ist mir ja wurscht - ich ging das Risiko eben ein - und er stellte sich als korrekt heraus. Lange ist es her.
Es gibt noch die Möglichkeit - am Bahnhof oder am Flughafen zu hoffen. Also dort, wo sie sich alle stapeln und lange warten .... um dann doch wieder nur zum nächsten Hotel zu fahren.
So ist es eben - ohne Schmieren und Vetternwirtschaft kommst Du zu nichts in diesen Systemen - also in allen.
Ein Nachtfahrer "von uns" - arbeitet auch so und fährt Spitzenumsätze ein - was ich iihm gönne. Seine Portiers-Freunde rufen ihn an, wenn mal wieder einer zum Flughafen nach Düsseldorf will. Und wie neulich schon bemerkt: Die türkischen Kollegen machen auch gerne Dumping-Preise. Einer erzählte mir gar - daß er den Asiaten, der kurz zuvor bei ihm anfragte, ob er ihn in ein paar Tagen nach Düsseldorf fahren könne, demnächst privat mit seinem PKW dorthin fahren wird, für einen weiteren Dumping-Preis. Ich erklärte ihm noch, daß er uns allen derart die Preise verdirbt und das ich es daher nicht gut finde - auch, wenn ich ihm die paar Kröten gönne. Hoffte, er würde mal drüber nachdenken - daß es dumm ist, sich noch billiger zu verkaufen als ohnehin schon.

Es liegt mir einfach nicht - weder Dumping noch Schmieren. In den wenigen Situationen, in denen ich bisher bemerkte, daß das Gegenüber verklausuliert spricht und geschmiert werden will - wie einmal einst bei einer Wohnungsbesichtigung ein Hausmeister -  reagiere ich einfach nicht. Es springt nichts an bei mir. Meine "kriminelle Energie" ist zu schwach ausgeprägt. Und auch die "Not" kriegt mich nicht - bisher hat´s immer noch geklappt, ohne daß ich mich für noch weniger verscherbele. Fährst Du eben - mit jemand anders ...
Vor einigen Monaten reichte die "kriminelle Energie" gerade mal dazu, einem Afrikaner eine Quittung gegen Salär auszustellen, mit der er seinen Arbeitgeber betrügen konnte. Aber so richtig zufrieden war ich nicht mit diesem Erlebnis - am Ende habe ich dabei zuwenig verdient. Also lasse ich es besser ganz sein. Und verlasse mich weiter drauf, daß ohnehin alles zu mir kommt, was kommen soll.

Kein Dumping von Niedriglöhnen

Stehe am "Kaufhof" ... ein sehr volltrunkener Typ fragt an - ich stehe auf Platz 3 - wieviel kostet es von hier nach da - und dann weiter nach Dings? Ich sage ihm etwas an. Er will mit mir verhandeln - Rabatt. Ich sage - "Welchen Rabatt willst Du denn noch? Wir fahren eh schon für Niedrig- und Billiglöhne und sind das Ende der Nahrungs-Kette! Bei mir - gibt es keinen Rabatt auf´s Existenzminimum!"
Er ist hackezu, voll ... erzählt mir noch er würde selbst Mietwagen fahren - und - die türkischen Kollegen würden immer Sonderpreise ausmachen. Ich sage nur sarkastisch - "Ja, das ist ja besonders intelligent - sich die eigenen Niedriglöhne auch noch kaputtzumachen! - ganz tolle Kollegen !!!"
Er geht auf meinen Schätzpreis ein und will gleich wiederkommen ... derweil geschieht was Anderes ....

Sonntag, 19. August 2012

Segensreiche Hitzetage

Hallelujah, liebe Gamescom-Freaks - danke für Euren Besuch in der Kolonie mal wieder. 275 Tausend Besucher - wow! Vom anderen Planeten. Standard-Outfit: Schwarze T-Shirts mit Game-Emblem, dazu oftmals frühzeitige Dickleibigkeit und Blässe wegen rarem Aufenthalt in Sonnenlicht, oftmals auch recht strähnige und ungewaschene Haare. Gemütslage: Friedlich. Angenehm. Sie - schießen eben nur virtuell.
Heute - am 40-Grad-Tag ... ein guter Lauf, ich kann die Limousine laufen lassen und damit die Klima-Anlage.
Fast schon wieder so gut wie ein ergiebiger Regentag - es ist den Leuten zu heiß.
Und ich hab´s - gut überstanden.
Merke im Laufe der zunehmenden Hitzetage etwas, was ich hier nur selten bemerken kann: Ich bin Heißblüterin. Bleibe hellwach auch bei 40 Grad ... mein Temperament wird befeuert. Und ich habe es zunehmend mit Hitze-Schlaftabletten zu tun, die meinem zunehmenden Feuer wahrlich auf den Senkel gehen - weil sie scheinbar alle einschlafen.
Traf einen lustigen Heißblüter-Kollegen am späten Nachmittag - den hatte ich noch nie gesehen - durchaus einfach positiv aufgelegt, Heiterkeit und wunderbaren Optimismus verbreitend - keine Selbstverständlichkeit, meist das Gegenteil. Dieser - brachte mich für die verbleibenden Stunden in einen guten Lauf und prophezeihte es mir auch, indem er sagte "Ich bringe Dir Glück!". So - geht´s doch viel besser - als mit den unnützen vernehmbaren Klagen.
Tatsächlich - ging es dann zum Flughafen raus und der nette Kollege sagte noch "Bis gleich - ich komme gleich nach!" - und wir lachten.
So ein Mensch - kann viel Freude bereiten - und den Tag rund machen. Sagte noch - welche Nummer hast Du? - werde mir diese merken - also ihn als Glücksbringer!
Tatsächlich stand ich danach kaum noch auf den Rädern und die Fahrgäste erfreuten sich an der erfrischend gekühlten Limousine. Ich mich auch!
Extreme - sind gut für´s Taxi-Geschäft.

Süß - er hat lange Beine

Ein Riese steigt ein. Er ist etwa 2 Meter hoch gewachsen und sehr "raumeinnehmend". Da er das weiß, schiebt er zunächst den Sitz bis zum Anschlag nach hinten und wurschtelt seinen großen Körper in die recht geräumige Limousine.
Er meint "Ich habe lange Beine."
Er hat auch einen sehr dicken Bauch ... und ist dazu ein Riese. Ich muß grinsen - über diese Formulierung von wegen der langen Beine ....  aber ich sag mal nichts weiter dazu.

Dienstag, 14. August 2012

C.G.J. - vergessen ....

Lustig in gewisser Weise. Der gute MM empfahl mir ein Buch - eine Art Autobiographie des Herrn Carl Gustav Jung. Ich bestellte es mir und begann zu lesen ... instantan berührt von diesem Menschen.  Es ist keine "psychologische Abhandlung" - sondern eine recht persönliche Offenbarung. Ich bin keine Freundin von "Abhandlungen" - von Offenbarungen aber sehr.
Bin Schneckentempo-Leserin, brauche Zeit, um Vernommenes zu sortieren, zu verdauen und gewisse Dinge wirken zu lassen. Eventuell - immer seltener - mitzugehen.
Merkte schnell - der wird mich nochmal in meine Kindheits-Tage und -Träume entführen. War nicht sicher, ob ich da nochmal hin will. Oder - schon wieder.
Dann bemerkte ich - das es ein wichtiger "innerer" Ort ist und beschloß, mich nochmal zurückzuträumen - in bester Gesellschaft von diesem C.G.J.. Vielleicht einen sehr alten Schüssel wiederfinden.  Aus dem Irrgarten des Irrsinns zurückzugehen in eine seltsame Klarheit - der Träume.
Gestern vergaß ich das Buch in der Limousine.
Sowas - kommt mir sonst nicht vor.
Ausgerechnet bei diesem wohltuenden Eintauchen passiert´s.
Dazu - sowas kommt mir sonst auch nicht vor - vergaß ich am Morgen, das Dachfenster zu schließen. Gut, daß es nicht regnete - sonst hätte ich einen schönen Salat gehabt.

Zwei Dinge fielen mir ein zum vergessenen Buch - einmal mögliche Angst vor dem Unbewußten? - und zum Anderen: Noch mehr Zeit, um nachzuschauen und zu -spüren ... in der "Kinderseele". In Schlüsselereignissen - nicht im Außen, sondern in den ureigenen. In den Erhellungen, die jedes Kind noch hat - hoffentlich. Weilen in der gedankenlosen Ewigkeit. Zurückgepfiffen werden .... es geht weiter!

Der Herr Jung beschreibt auf sehr anrührende Weise seine inneren Erlebnisse, sehr Intimes. Las erst etwa 50 Seiten, doch höchst erstaunt über derartige Öffnung - des Wesentlichen. Des Prägenden. Das - kommt von wo ganz anders her als von außen. Das - wird mitgebracht. Und klingelt immer wieder an zu Lebzeiten, verwebt sich immer wieder mit den weiteren Erlebnissen und dem Erinnert-werden während dieser kurzen Lebenszeit. Wie gesagt - ich habe erst dem Anfang gelauscht und brauche auch hierfür - viel Zeit. Aber er scheint mir ein guter Seelenführer zu sein, der C.G.J., ein aufrichtiger. Und einer, der beim Wesentlichen bleibt. Bei dem, was wir allzu oft verloren haben - um das wir uns nicht mehr kümmern - und welches doch trägt. Einer der Raren, die wissen, wie nahe Licht und Schatten beieinander liegen und wie sie sich - gegenseitig und unausweichlich - bedingen.
Nur flache Worte meinerseits.
Aber ein schönes Erleben - der Vertrautheit mit jemand, dessen Wesen auf´s Innere  gerichtet bleibt - statt sich allzu viel im verwirrenden (und - meine Ergänzung - sinnfrei beschleunigtem) Außen zu orientieren. 
Meinen neuen - aufgeräumten - Traum verdanke ich sicher auch dem schneckenartigen Lesen und Aufsaugen dieser ersten Seiten.
Danke hierfür - auch und besonders an Dich, MM, für den seelennährenden Hinweis.

Hier - gibt es ein für mich höchst erquickliches Lauschen auf Youtube mit dem C.G.J. - eine Art Rarität.

Wachstumsbeschleunigungsgesetz ....

Die Kurkuma treibt einen neuen Trieb hoch. Dieser kleine Fuzzi - ist gerade etwa 4 cm hoch - der größte Bruder etwa 60 cm. Er wird es wohl auch schaffen. Täglich kann ich sehen, wie er wächst. Was ich übersehen hatte bis gestern - war das Wachstum der Nadelbäume vorm Fenster. Erst, als ich meine geliebten Kühe erfreut wieder erblickte, fiel mir auf, daß ich nur noch ein kleines Stück der großen Wiese erblicken kann, weil diese Bäume in die Höhe geschossen sind. Leise und von mir unbemerkt. Für das schnelle Menschenauge zu langsam, zu unauffällig. Nur in Vergleichen zur Vergangenheit oder in Vergleichen zu anderen Größen erkennbar.
Eine andere Taktung, ein anderer Lebensrhythmus.
"Wachstumsbeschleunigungsgesetz" - fiel mir ein. Eine Wortschöpfung, wie sie sich nur der kranke Menschengeist ausdenken kann. "Wachstumsentschleunigungsgesetz" - fiel mir noch ein dazu. Ebenso blöde.
Leben entfaltet sich einfach. Im jeweils eigenen Rhythmus.
Die Taktungen - finde ich interessant. Die Pflanzen zeigen die wenigste Eile - und doch die vitalste Kraft. Die Steine will ich nicht vergessen - die haben noch mehr Zeit, um in Form zu kommen und zu bleiben. Die Tiere strahlen eine eigene Ruhe aus, aber sind schon schneller getaktet als Pflanzen. Der Mensch - ist der Hektiker auf diesem Planeten. Das einzige Wesen, welches nach nicht natürlich gegebener Geschwindigkeit und nach ausuferndem Wachstum strebt. Der Mensch ist derart verrückt, daß er das Wachstum von Pflanzen und Tieren in seine Kontrolle zu zwingen versucht, ihnen seine eigene Hektik und völlig aus dem Lot geratene Taktung aufzuerzwingen versucht. Wenn ich mir mal die verschiedenen Rhythmen anschaue - denke ich, die Pflanzen haben genügend Zeit, um sich ihre eigenen Gedanken zu machen. Dazu unbemerkt, denn der Großteil ihrer Existenz findet unbemerkt unter der Erde statt. Dort - können sie unbemerkt Rat halten, was zu tun ist, welche neuen Stärken zu entfalten sind - um dieses hektische Menschen-Gewürm - zusammen mit den Elementen - in seine Schranken zu verweisen. Ich schrub ja schon von der erfreulichen Botschaft, daß die Pflanzen bereits Resistenzen gegen "Monsanto-Dreck" entwickelt haben.
Und irgendwann schrub ich auch schon mal dieses Zitat - dessen Herkunft ich vergaß und dessen Sinn lautete "Wüßte der Mensch um die Kraft der Pflanzen - er würde schon längst Krieg gegen sie führen". Tut die Menschheit ja auch in gewisser Weise - aber sie wird nicht gewinnen können. Das finde ich sehr beruhigend.

Wohnungstraum - erstmals ohne Alb

Heute nacht - bzw. morgens, ich träume meistens morgens vor dem Aufwachen - ein segensreicher Traum. Nach vielen Jahren. Über Jahre träumte ich regelmäßig nur Albträume, was meine Wohnsituation betrifft. Tagsüber - und nachts. Es katapultierte mich regelmäßig in einstige Wohnungen und albtraumhafte Situationen. Seit ich hier bin, träumte ich meist nur noch von der letzten Albtraumwohnung ... die anderen tauchten nicht mehr auf oder nur noch in Fragmenten. Jahrelang träumte ich - daß ich heimlich und unerlaubt, ohne Miete zu zahlen, immer noch in den alten Wohungen lebte. Mal in dieser, mal in jener. Oft vergaß ich über Tage, meine Katzen zu füttern, weil ich mal wieder in einer anderen Wohnung gewesen war. Der schlimmste Albtraum! Die Katzen haben es immer überlebt.
Tatsächlich habe ich bislang im Leben - sowohl immer meine Miete bezahlt als auch besonders ehemalige Tiergenossen versorgt, daher wunderte mich das immer.

Die Träume änderten sich, seit ich hier bin. Ich saß nicht mehr ganz fest - aber noch ein wenig. In der letzten Wohnung. Mußte noch für eine Weile ein, zweimal die Woche dort übernachten im Traum, wegen dem Taxijob in der Stadt. Dann - ging´s ans Aufräumen, es mußte aufgeräumt werden im Traum. Meine Aufräumaktionen vor dem Umzug ..... Es war teils nicht zu schaffen, bis neulich mal ganz viel Hilfe kam.  Hallelujah! Lauter ehemalige Bekannte und Freunde waren da und halfen beim Aufräumen von zwei riesigen Kellern. Ich sagte ihnen zwar - was meines wäre und was ich wegzuräumen hätte, der Rest sei nicht mein Anteil, sondern der der chaotischen Vermieterin - doch am Ende war alles aufgeräumt und sogar noch verschönt. Die vielen Baumaterialien der Vermieterin waren von einem befreundeten Schreiner derart sortiert worden, daß sie wie eine schöne Vertäfelung des alten, kühlen Kellergemäuers aussahen. Während des Aufräumens war sogar noch genügend Zeit für lustige Scherze. Letztlich - war alles mit Leichtigkeit geschafft, dank der vielen helfenden Hände. Ich hate nur noch mein Auto auf der Müllkippe zu leeren - und das würde ich sicher noch hinkriegen.
Im Außen - war es der Abend, an dem ich hier erstmals registrierte, daß sich unter meinem Schlafzimmerfenster in diesem seltsam länglichen Anbau tatsächlich eine Kegelbahn befindet. Drei Monate lang war dort nichts zu hören gewesen - vielleicht haben die renoviert?  Und dann diese Ironie des Schicksals - Sati auf der Suche nach Ruhe - findet eine Kegelbahn vorm Schlafzimmerfenster vor.  Ist wieder umzingelt - von allzu viel Leben. Kegelbahn, Kinderspielplatz, Jugendliche die ganze Nächte lang das von den Eltern verlassene Haus mit Garten mit grauslicher Musik beschallen, eine Baufirma am Eck, Verkehrsgeräusche von der Straße, Grillfeste, sehr gesellige Nachbarschaft, die sich gerne etwas zuruft. Still - ist es hier selten am Tage. Am Abend schon - und an den frühen Morgen. Manchmal am Mittag und Nachmittag. Das - ist doch was! Und - vor allem - es ficht mich meist nicht wirklich an, es sei denn, ich falle in den Zorn der Vergangenheit. In diesen ohnmächtigen Zorn. Schließlich - sitze ich hier oben unterm Himmel - und es kann mir wurscht sein, was da unten so los ist. Es ist Gold wert, daß niemand hier einblicken kann und ich die Etage für mich alleine habe. Alles Andere - ist das Leben, welches einen eben gewissermaßen verfolgt, solange man noch nicht gestorben ist.
Ich nahm also diese für einen Moment erschreckende Entdeckung der Kegelbahn mit in die Träume - und am Morgen stellte ich fest - daß die KeglerInnen sich im Traum in o.g. helfende Hände verwandelt hatten. Gut! Seither - nehme ich die Kegelbahn mit Humor. Und sie hindert mich nicht an seligem Schlaf. Ebensowenig wie die Autos, die vorbeirauschen höre oder gar die Flieger, die mitten in der Nacht derart nah über´s Haus fliegen, daß es vibriert.
Ich schlafe gut - es ficht mich nicht an. Dieser Schlafraum hat eine sehr freundliche, friedliche Ausstrahlung. Alles Andere - bleibt halt draußen. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf - und lausche der wohligen Stille. Stehe kurz auf und nehme eine Nase frischester, reiner Waldluft und sehe mir den Himmel an. Schlafe sofort wieder ein, sobald ich mich erneut in die Horizontale begebe.
Der letzte Vormieter hier - fand keinen Schlaf und zog nach einem Monat wieder aus. Vermutlich wieder mal eine Frage der Perspektive. Und für mich bleibt dieser Umzug eine deutliche Verbesserung meiner seelischen Situation.
Schickte die Alben neulich zurück vorm Schlafengehen - dorthin, wo sie herkommen. Sagte ihnen, sie sollen mich nun in Frieden lassen. Oder aber mir wenigstens konstruktive Botschaften übermitteln, statt weiter auf mir herumzureiten.
Heute also - endlich ein wohltuender Traum vom Wohnen - nach vielen Jahren. Ich war hier angekommen. Keine alte Wohnung mehr weit und breit, nur diese hier - und diese ist richtig. Es gab auch nichts mehr aufzuräumen. Die Wohnung trug meine einstige Lieblingszahl - die 5.  Hatte diese lange vergessen - und in den vergangenen Jahren tauchten alle möglichen Zahlen auf - aber nicht mehr die 5. Diese wieder aufgetauchte 5 - tut gut, aber ich könnte nicht sagen, wieso.

Im neuen Traum - war ich also hier angekommen. Allerdings - gab es noch eine Nachbarin auf dieser oberen Etage - die ich noch nie getroffen hatte. Sie mich auch nicht. Ich hörte noch, wie diese sagte, die 5 sei sehr angenehm, auch, wenn man sie nie sehe. Diese Nachbarin, die im Traum zwar neben mir im Dachgeschoß ihren Wohnungseingang hatte - lebte de facto im Wald. Umgeben von Wald und uneinsehbar. Eine Waldoase. Ich fragte noch andere Nachbarn - wie das denn sein könnte, das ginge doch gar nicht, wenn ihre Wohnungstüre hier oben sei? Aber es gab keine Erklärung. Ich grübelte ein wenig darüber, erfolglos, und nahm es dann einfach als gegeben. Muß wohl eine Art Zauberin sein, der freundlichen Art.
Erleichtert war ich am Morgen, als ich aufwachte. Seit vielen Jahren der erste gute und friedliche Wohnungstraum. Hallelujah! Und danke.