Dienstag, 31. Mai 2011

Turner´s Tina

Original und einzigartig

Für mich sehr erstaunlich:
Die bisher einzige "alte Frau",
die von der Öffentlichkeit ungeschmäht = verbal ungestraft
und sogar
explizit dafür geliebt
noch ihren stellenweise nackten Körper
daherzeigen "darf" ..... ja, soll!

Wildkatzenimageromantiksyndrom ....
Rassistisch angehaucht ....
stell dir vor, eine "Weisse" würde sich so wild gebärden.

Ich liebe Tina Turner.
 
Obwohl - Nina Hagen und die schöne Blonde aus dem Norden ....
Ina Müller .... ok - es kommt.

Rollator ist nicht Rollator 1

... lerne ich heute direkt zweimal. Da gibt es feine Qualitätsunterschiede - im Grunde wie bei Autos.
Ein Corsa ist ja schließlich auch keine traumhafte Mercedes-Liomusine.

Ich fahre eine 86-jährige Dame nach "Ich muß nicht weit, aber ....." und unterbreche ihre vorweggenommene Entschuldigung mit "Das ist mir wurscht - sie brauchen sich nicht zu erklären." Wir fahren tatsächlich nicht einmal einen Kilometer weit, dennoch erfahre ich erstaunlich viel auf dieser kurzen Strecke. Das ist manchmal so - komprimiert eben, sofern man sich etwas zu erzählen hat oder einfach Interesse an dem, was der andere Mensch von sich gibt - zu geben hat.
Diese Dame hat sehr schöne strahlend grüne und lebendige Augen.
Sie fragt mich nach dem kleinen Gerät auf der Armatur - das ist mein MP3-Player, mit dem kann ich Musik hören.
Ach, diese vielen Namen - kennt sie gar nicht mehr. 
Ich erkläre ihr, daß das kleine Ding quasi der Nachfolger des Grammophons ist - Grammophon, Plattenspieler, Tonband, Cassettenrecorder .... ja, das kennt sie auch noch alles, aber hier ist sie ausgestiegen. CD-Player und MP3 hat sie nicht mehr mitgemacht.
Muß mensch ja auch nicht, es sei denn, er/sie hat Interesse daran. Es gibt ja auch noch 80-jährige, die sich frisch ins Internet wagen.  Ja - meint sie - aber die gehen dann nicht mehr raus - und sie nutzt ihre Zeit lieber, um sich an der frischen Luft und auch sonst zu bewegen. Mindestens einmal pro Woche geht sie zum Beispiel ins Schwimmbad und schwimmt eine Stunde durch. Rückenschwimmen - dazu bräuchte es ja nicht viel. Soso .... manch 50-jähriger würde hier bereits protestieren, denke ich bei mir. Ja, und ansonsten verbringt sie die Zeit auch gerne in Gesellschaft, beim Rommé beispielsweise.  Doch - sie hat noch erstaunlich viele Bekannte in ihrem Alter. Die haben früher viel Sport miteinander betrieben. Muß also doch was dran sein, daß das jung hält ....

Ich stimme ihr zu, daß Internet und andere Elektronik heutzutage einfach viel Zeit frißt, ohne wirklich effektiv zu sein und bin beeindruckt, wie eisern sie sich körperöich fit hält und trainiert!
Wir halten gegenüber der Arztpraxis, wo sie ein Rezept ändern lassen will. Ich hole den Rollator und sie läuft praktisch mit dem Teil los. Ich rufe ihr zu "Machen Sie langsam ...." und staune, wie flink sie ist mit ihren 86.

Auf dem Rückweg erfahre ich noch, daß sie morgen einen Termin bei einer Gynäkologin hat und ziemlich Bammel davor, daß doch etwas nicht in Ordnung sein könnte. Ich wundere mich mal wieder - denke so, mit 86 sollte mensch vielleicht auch mal einkalkulieren, daß es keine ewige Jugend gibt? Andererseits spricht dieser Bammel klar für ihre ungebrochene Lebenslust.

Nachdem ich ihren Rollator für angenehm leicht und sehr gut handhabbar befunden habe, eröffnet sie mir noch den Horizont auf diesem Gebiet und beschreibt mir das neue Modell, welches sie sich in Kürze schenken wird. Was es alles gibt ....

Trotz  Fahrziel "Ich hab es nicht weit, aber ich kann ja nicht mehr so gut laufen" - war das für mich am Ende doch eine sehr gute Tour, der Fahrpreis summiert sich mit Hin- und Rückfahrt sowie Wartezeit, dazu bekomme ich ein schönes Trinkgeld und - unbezahlbar - freue mich mal wieder, solch einen kraftvollen, an Jahren alten Menschen getroffen zu haben.

Hier ist aber keine Autobahn !!! ...

... sagt die Einheimische in einem der vorderen Vororte der Kolonie, den ich heute ansteuerte, da ich zuvor Kundschaft dort entließ. Auf dem Display steht außer der mir unbekannten Adresse in einem verschachtelten Wohngebiet noch soviel wie "Hinter dem Sportplatz - das Hochaus anfahren". Ich komme also zu besagtem Sportplatz und frage mich, wie ich jetzt bitte das Haus dahinter anfahren soll. In die eine Richtung sieht alles wie eine Sackgasse aus, also beschließe ich, es mal ganz langsam über einen Trampelpfad am Platz zu versuchen - wo gerade eine ältere Dame entlanggeht. Die entrüstet sich prompt "Hier ist aber keine Autobahn!!!" Ich lache, hab ich´s doch gewußt vorher, daß irgendwas kommen muß, und erkläre ihr freundlich, was ich suche und daß ich ja über den anderen Weg offenbar nicht drankomme an die Adresse. "Doch doch, sie können da so rum fahren ...." Ihre Hilfsbereitschaft ist geweckt und die Empörung wie weggeblasen. "Ne", sage ich, "da ist so ein Pöhler, da komme ich doch mit dem Auto nicht durch?!" "Doch doch, der Postwagen fährt auch da lang. Warten Sie, ich zeige es Ihnen ..." meint sie, jetzt hellwach und in der Tat sehr freundlich. Sie geleitet mich nochmal um die Ecke und zeigt mir, wie ich ans Ziel gelange .... geht doch. Diese lebenslänglich dauernde Übung, freundlich und ruhig mit den Menschen umzugehen, nur sehr wenig persönlich zu nehmen und nicht aggressiv zu re-agieren ist wirklich in den allermeisten Fällen sehr fruchtbar.

Montag, 30. Mai 2011

Draussen 1

Seit ich denken kann, habe ich mich dort herumgetrieben, was wir "draussen" nennen. Ich war schon als 3-Jährige den ganzen Tag draußen - auf dem Hof, der zum Glück groß war. So mit spätestens 5 - habe ich auch vor dem Haus gespielt, bin dort z.B. permanent Rollschuh gelaufen. Eines Tages kam mein Vater plötzlich auf einer Vespa dahergefahren und rief mir zu: "Komm mal her - steig auf, wir fahren eine Runde." Ich stieg mit Rollschuhen auf und hab die Fahrt genossen.
Seit meiner Einschulung bin ich praktisch - bis auf den ersten Tag- allein zu Fuss zur Schule gegangen. Trotzdem ich in einer gefährlichen Gegend lebte, in der sich wenige Monde zuvor die Erwachsenen abends nicht auf die Strasse getraut haben, wegen einer Akut-Umzingelung durch die damals sogenannten "MauMau´s" ...   und zahlreicher Schlägereien. Mußte mich auch durchaus manchmal zur Wehr setzen gegen miese hinterfotzige Attacken - einmal wurde ich mit zerkauten Erdnüssen vollgerotzt und flog in die Matsche auf dem Schulweg Danach - habe  ich diese Angelegenheiten fast  immer diplomatisch lösen können. Und ich habe festgestellt, daß ich keinerlei Angst vor niemandem habe - wenn ich wirklich wütend bin.
Ich blieb draußen, habe es geliebt, immer draußen zu sein - zu jeder Jahreszeit. Trieb mich viele Jahre mit knapp Hundert anderen Leuten in einem Park herum. Der "harte Kern" drehte sich etwa um 10 Leute, manchmal 15 .... wir trafen uns wenig später sehr oft auch bei mir zuhause bzw. in diesem recht kleinen Raum in der Wohnung meiner Eltern, in der ich ja lebte. Ich habe meine Eltern seinerzeit sehr geschätzt dafür - daß ich ständig die Bude voll hatte, haben durfte ..... Sie haben sogar noch (antialkoholische) Getränke und Häppchen serviert für uns.
Und wenige Male - wenn ich sicher war, daß sie weit genug weg sind, habe ich noch ganz andere Parties in ihrer Wohnung organisiert und gefeiert - übrigens als Zwillingssonne schon immer mit dem Hauptaugenmerk darauf, wie man die verschiedensten Raupen friedlich und wohlgesinnt zusammenbringen kann und wie spannend es ist, vermeintliche Gegensätze zusammenzubringen.

Allerdings - und darüber war ich sehr lange sehr sauer - hat meine leibliche Mutter nie angeklopft, sondern aufgrund ihres "Hausrechtes" ist sie einfach so mit ihren Wohltaten hereingeplatzt in unseren kleinen Raum. Übelste Kontroll- und Herrschsucht. Mein Vater war davon eher frei - allerdings war er - wenn auch selten - radikal schonungslos, wenn er jemanden nicht riechen konnte. Das - habe ich sicher von ihm.

Jetzt - habe ich scheinbar eine ganz gute Balance, um mehrere Perspektiven zu sehen: Meine sehr weit geöffneten Spielräume bei diesen mich aufziehenden Menschen, die mir sicher viele Freiheiten gelassen haben - weit mehr, als "üblich" zu der Zeit bzw. für ihre Generation - 1921 und 1927 geboren. Indoktriniert - von allen Seiten - und über mehrerw Generationen!

Damals - mußte ich zwar auf diversen Wegen für mich kämpfen - dennoch war mir klar, daß ich im Grunde sehr gutherzige Menschen erwischt hatte, die mir Raum geben und mich nicht sinnlos "bestrafen" wollten ... Maßregeln - war das Thema. Maßregeln - und somit begrenzen ..... schllimm genug für mein Naturell. Ich lasse mich bis heute nicht wirklich maß-regeln, bleibe maß-frei bzw. will das meine selbst festlegen und keineswegs durch Andere gesetzt bekommen.

Trotz Kontrollsüchten und diesem Nicht-Respektieren meines Raumes in ihrer Wohnung .... war ich seinerzeit echt sehr zufrieden mit diesen Eltern, die mich meist weit laufen ließen und immerhin neugierig waren auf den Umgang ihrer Tochter, um sämtliche Freunde und Bekannte täglich zu beherbergen. Es war ein offenes Haus bzw. eine offene Mietwohnung - wenn wir nicht wieder alle draußen waren ...

Donnerstag, 26. Mai 2011

Wieder Extra-Urlaub für FlugbegleiterInnen?

Gestern traf ich auf eine Flugbegleiterin einer bekannten deutschen Fluggesellschaft - nicht in der Limousine, sondern beim Jauchen in der herrlich knochenwärmenden Sonne in einem wahrlich paradiesischen Naturgarten.
Sie stand unter erstaunlichem Termindruck, da sie nur noch wenig Zeit hatte bis zum nächsten Abflug. Etwa 5 Tage jetten - Übersee, innereuropäisch, hin und her und her und hin.
Zunächst wußte ich gar nicht, welches ihre Profession ist und wunderte mich nur, wie mensch soviel Hektik und Terminstress mit ins Paradies bringen kann. Als sie gar ihre Armbanduhr ablegen mußte - wegen des Ankommens und der daraufhin anstehenden Arbeit mit den Pflanzen - wurde sie spürbar noch nervöser. Es änderte sich, als wir  uns in die Brennesseln begaben, die die Gabe haben, mittels ihrer sehr feinen brennenden Härchen die meisten von uns doch nochmal in den Moment zu bringen.  

Diese ins Paradies mitgebrachte Hektik war für mich eines von zahlreichen Sinnbildern unserer Unkultur - in der soviele glauben, daß das Leben von irgendeinem Termin abhängt. Und eine Erinnerung daran, wie privilegiert mein derzeitiger Job ist: Ich bin einfach immer dort, wo ich gerade bin. Und irgendwann - geht´s halt weiter. Wohin weiß ich (meist) nicht, muß ich auch nicht wissen und ist mir wurscht - außer, daß ich natürlich längere Strecken favorisiere.
Ich habe oft Fahrgäste, die aus der Eile heraus in die Limousine fallen, weil sie verschlafen haben und gerade noch einigermaßen pünktlich zur Arbeit, zu einem Termin oder zum Anschluß an das nächste Verkehrsmittel gelangen wollen. Fast jedesmal bin ich dankbar, daß dieser unsinnige Stress in meinem derzeitigen Broterwerb so gut wie hinfällig ist.
Inzwischen habe ich wohl ein paar Hunderten dieser Gestressten auf ihren Fahrten zum ersehnten Ziel  mitteilen können, daß sie gleich noch in Ruhe lecker Kaffee trinken und bei Bedarf essen gehen können - da wir sehr gut in der Zeit liegen.

Ich frage also diese terminfixierte Frau, die ihren persönlichen Terminstress ins Paradies mitbringt und von der ich noch gar nicht weiß, daß sie Fliegende begleitet - ob sie sicher sei, daß sie gleich fliegen wird? Wegen den lustig-klingenden isländischen Vulkanen? Doch - sie ist sicher. Dachte erst, sie sei Geschäftsfrau - da sie sich auch so darstellte - sie sagte, sie sei Geschäftsfrau und habe bereits die ganze Welt gesehen - Europa sei am schönsten, meint sie -  und sie habe ständig mit Managern zu tun. Es klärt sich so: Sie bedient die Business-Class. Und sie berichtet, daß diese Typen in der Tat immer heftiger werden. Paßt natürlich gut zu den aktuellen "Wichtigwichserwellen" in den öffentlich-hysterischen Medien.
Ich denke bei mir: War das denn nicht immer so, daß die vermeintlich Herrschenden angesichts des bevorstehenden eigenen Untergangs nochmal so richtig die Sau rausgelassen haben? Also nochmal mehr als vorher eh schon. 
Jedenfalls - und das will ich wissen - hatte sie vergangenes Jahr eine Woche Extra-Urlaub in Hongkong und sogar ihren Partner dabei, als die berüchtigte Vulkan-Wolke alles lahmlegte.
Diesmal - freut sie sich schon auf einen längeren Stop im Mittelmeer bei guter Küche - falls die Wolke wieder für Sonderurlaub sorgt. Ich gönne es ihr von Herzen.

Montag, 23. Mai 2011

Lachen und Schweigen

Heute hörte ich durch den exzellent klingenden Äther der elfenbeinfarbenen Limousine diese "Nachrichten":
In Island brodelt laut Massenverblödungs-Sprachrohr mal wieder ein Vulkan - mit einem erneut kiefer-trainierenden Namen übrigens -  und man weiß noch nicht genau - ob denn der Luftraum bald wieder ...... uahahaha.

Und - die aktuelle lebensbedrohliche Pandemie ist auch gelandet. Es handelt sich um ein pöses pöses Darmtier mit "E" am Anfang. Das spätestens seit der Schweinegrippe-Zwangsimpfungsverordnngs-Attacke noch vertrauenswürdigere  Robert-Koch-Institut warnt!  Jajaja..... sehr ernste Angelegenheit mal wieder!
Und in Fukushima raucht es auch noch in allen Kartons.
Der Iran - darf aber immer noch keine Atomkraftwerke bauen - weil ... der ist ja  äh .... ??? ... ach ja: Pösepösepöse.

"Was dem einen recht ist - ist dem anderen billig?"
Eine geniale Weisheit in der deutschen Rechtsprechung- sollte viel mehr gelehrt und erläutert werden auf diesem verblassenden Stern  - dann gäbe es sicher weniger Sklaven im Land und drumherum.

Viele Sex-Geschichten von vermeintlich "wichtigen Wichsern" gab´s auch ....
Sackosi zersägt Strus-Kann mittels schwebender Jungfrauen?!

Ne - kommt alles nicht mehr bei mir an.
Diese Vor-stellung der Welt und des Lebens -
ist so erbärmlich -
ärmlich!

Die unerhörte, bemerkenswerte und für alle sichtbare Fülle,
mit der die Natur zugange ist und sich
selbst erhalten will -
das ist eine Nachricht für mich,
die ich aufnehme,
mit allen Sinnen

Sie wird ihren Grund haben.

Samstag, 21. Mai 2011

Würde ich über meinen Job Tagebuch schreiben ....

oder sogar bloggen, würde ich heute in etwa dies notieren:
Umsatz mäßig bis schleppend.
Schleppend?
Ja.
Zum Glück
hat die Bude gestern richtig gebrummt!
Und neulich auch schon.
So - hält sich die Motivation besser.
Glück läßt sich auch durchaus locken.
Wenn es will - sonst nicht.
Heute - habe ich wenig Umsatz -
doch sehr angenehme Begegnungen
zu verzeichnen.

Ich arbeite jetzt im verflxten 7. Jahr in diesem Beruf ....
in diesem Jahr würde sich entscheiden,
ob ich bis an mein Lebensende
elfenbeinfarbene Limousine fahre -
oder doch nochmal anders die Mernschheit studiere  -
... wäre ich denn abergläubisch.
Und dazu - war heute akuter Hochzeitstag in der Limousine ....
 anderer Post!

(Rand-Exkursion in Sachen Sprache -
abergläubisch ist doch eigentlisch Kölsch?
Jetzt mal nur wegen dem "sch .....")

Wie ich vielmals zuvor schon schrub -
die Schuile ist gut.
Du kannst dir deine Studienfächer selbst wählen.
Du kannst deinen Focus schärfen
auf das,
was du lernen willst
über die Menschen,
das Menschsein,
und
damit
über dich selbst.

Als Zwillingssonne und Schmetterlingsnatur
ist es mir natürlich von der Natur her
nicht mitgegeben, zu lange den gleichen Nektar zu saugen.
Aber hier - tat sich eben eine Art Blütenmeer auf -
welches im Grunde
unerschöpflich ist.

Freitag, 20. Mai 2011

Eine Rumba ...

 ... gaaannz langsam
Yambu

Heute - hatte ich wieder den schönsten Beruf der Welt

... und ich wiederhole mich an dieser Stelle bewußt und gerne.
Es ist und bleibt eine "Hassliebe", diese Limousinenlenkerei.
Mal liebst du es - mal verfluchst du es.
Einmal fühlst du dich frei und ungebunden, dann kotzt es dich wieder an, in der engen Blechkiste zu hängen und zu warten, bis jemand endlich deine Dienste benötigt.
Was ich aber unabhängig von dieser Ambivalenz erlebe in den vergangenen Monden, hat noch eine andere Qualität:
Obwohl ich jetzt im siebten Jahr fahre - ist jeder Tag neu und anders.
Und zwar so neu und anders - daß ich manchmal morgens laut über mich selbst lachen muß, weil ich "gefühlt" meinen allerersten Tag auf der Limousine habe .....

Ja, sicher gibt es auch diverse Routine in diesem Job, wie sollte es anders sen. Dennoch - kannst du jedes Mal morgens wieder frisch und neu rausgehen, wenn du willst. Der Tag davor - ist vergessen. Die Karten werden neu gemischt  - und du wirst sicher nicht die gleichen Gesichter sehen wie gestern. Hier und da triffst du mal wieder auf Menschen, die du schon mal gefahren hast - aber das sind nicht wirklich viele. Jedenfalls nicht bei mir, da ich ja freifliegend bin und keinen festen Kundenstamm aufbauen und bedienen möchte. Dafür bin ich nicht der richtige Typ. Ich selbst fahre lieber freifliegend überall in der Kolonie - und natürlich besonders gerne weit über ihre Grenzen hinaus - mit möglichst ökonomischen Wegen, sprich - zum nächstgelegenen Halteplatz, statt durch die halbe Stadt wieder zurück in mein "Katzenkörbchen".
Ich gehöre zu der Kategorie "Hauptsache, die Kiste rollt .... ". Wo sie rollt, ist mir wurscht - Hauptsache, die Reifen und somit die Rubel rollen. Natürlich habe ich auch ein paar Lieblingsplätze ... aber ich bestehe nicht drauf, immer wieder dorthin zu fahren.
Es gibt diese Gewohnheitstiere, die immer wieder zurückfahren an einen bestimmten Platz, vielleicht sogar schon seit Dekaden, hier und da meldet sich auch die Stammkundschaft - und das kann sich sicher auszahlen. Kann - muß nicht. Aber kann .... Es gibt auch diese eingeschworenen Flughafen-LimousinenlenkerInnen. Kann sich alles auszahlen ... siehe oben. Dann gibt es noch viele Mischtypen .....

Für mich gibt es nach diversen (Selbst-)Experimenten - auch mit festen Terminen etc. pp. -  nur diese eine Weisheit bzw. Wahrheit - die für das Leben selbst auch gilt: Es gibt keine Regeln. Es gibt keine Sicherheiten und ganz sicher keine Garantien. Vielleicht ist es deswegen der Job, den ich bisher am längsten zelebriere in meiner bisherigen Existenz - es ist jedenfalls der ehrlichste.

Ehrlich, einfach, klar.
Ich fahre dich von Hier nach Dort -
du kennst den Tarif dafür -
wenn nicht, zeig ich ihn dir.
Ich muß mich nicht verstellen,
bringe einfach meine Dienstleistung.
Du mußt auch nichts weiter tun,
und ganz sicher nichts, was du nicht möchtest,
kannst einfach tun, was du willst -
bzw. lassen - 
solange du nicht grenzüberschreitend bist,
mir in die Armatur oder in mein Radio greifst
oder gar das Lenkrad übernehmen möchtest ...

Im besten Fall -
geniessen wir einfach das Rollen der schnurrenden Limousine
als eine Auszeit
vom Rest des Irrsinns ....

Mittwoch, 18. Mai 2011

Aufprall der Kulturen - sanft - mit Airbag

Bekomme einen Auftrag für einen Krankenfahrt. Hole ein türkisches Ehepaar an einem Krankenhaus von der Chemo ab. Hat bischen gedauert - die Verkehrsführung wurde geändert. Das - kann in der Kolonie stündlich passieren. Jetzt bin da, gut. Sie sitzt hinten, eine ältere Frau mit Kopftuch, ich vermute mal, daß sie nicht viel deutsch spricht. Ihr Gemahl sitzt vorne neben mir und spricht relativ gebrochen deutsch. Er beginnt ein Gespräch - oder ist es wieder so eine Art Fragestunde?  
Also - erst mal erzählt er zumindest etwas von sich und so erfahre ich, daß er 35 Jahre bei Ford gearbeitet hat und jetzt in wohlverdienter Rente steht.
Ob ich schon lange Taxi fahre?
Die Kollegen - fahren immer anders rum.
Ist mir wurscht - ich fahre so.
Wir kommen  sehr gut durch - so gibt es keinerlei Einwände.
Er fährt jetzt seit drei Wochen jeden Tag - hin und zurück - und ich sei die erste Frau, die sie treffen.
Tja .... denke ich so bei mir ... da siehst du mal, wie gut du mit Frauen fahren kannst -
wenn du willst.

Er will - ist nicht voreingenommen.
Nur gesprächig.
Fragt die üblichen, kulturell geprägten Fragen -
nach Familie, Ehemann, Kindern
und so...

Ich habe alles nicht.
Findet er komisch.
Sagt er jedenfalls.
Erst mal.
"Ah, warum immer diese Freiheit?"
Hmmmh - ich schweige.
Ich setze eins drauf und sage:
"Keinen Mann, keine Kinder,
die ganze Familie tot und -
keine Haustiere!"
Er meint noch
sowas wie
"Schlimm!"
Ich antworte
sowas wie
"Nicht unbedingt."
und lache.

Dieser 75-jährige türkische Mann begreift plötzlich und lacht mit.
Er begreift, wie leicht das Leben auf diese Weise sein kann.
Redet mir von Freiheit.
Davon, wie gut es sein kann, niemandem etwas erklären zu brauchen ....
Wir lachen ....
Nein - meine Telefonnummer
kann ich ihm nicht geben -
ich fahre nicht jeden Tag.

Ich lerne etwas über "begehrte 1-Euro-Jobs ... "

Ich "lade" eine relativ unscheinbar anmutende Frau, schwer zu schätzen vom Alter, vielleicht 5 Jahre jünger, vielleicht 5 Jahre älter als ich. Vielleicht sogar eine von diesen, die mit 60 noch total jugendlich aussehen, obwohl sie beige tragen. Wir grüßen uns freundlich und gehen auf Fahrt. Sie spricht. Sehr leise und mit halb geschlossenem Unterkiefer, durch die nicht geöffneten Zähne. Ich muß regelrecht lauschen, um sie zu hören.
Sie spricht über´s Wetter - was ich größtenteils nicht tue mit den Fahrgästen. Aber sie spricht nicht davon, wie die meisten, daß das Wetter so schlimm sei, der Regen, alles grau ... blabla .... sondern wir sind uns gerade einig, daß die Erde den Regen dringend braucht, der da endlich kommt. Wir wissen beide, daß es ein Segen ist, wenn es jetzt regnet. Viele Ernten sind schon vertrocknet, andere erfroren in diesem Frühjahr. Regen - bringt eben Segen!
Sie weckt meine Neugier, da sie eine sehr "trockene" Art hat, so leise, wie sie spricht. Stille Wasser sind tief. Ich lausche weiter ....
Wir fahren zu einem großen Areal in der Kolonie, auf welchem die Alten ihre restlichen Tage verbringen, wenn sie nicht genug Kohle haben, um sich ein schickeres Wohnheim zu leisten. Städtisches Gelände, der Betreiber immer noch die Stadt Köln, glaube ich zumindest ....
Auf diesem Areal verrichtet meine Kundin ihre Arbeit. Sie leistet Gartenarbeit. Schwerstarbeit. Auf den Knien. Trockene Erde macht es nicht leichter. Ich lausche. Während ich lausche, wird sie lauter - worüber ich mich freue, denn da kommt ihr Feuer rein in ihre Erzählung.
Am vergangenen Freitag hat sie also viele Stunden damit verbracht, sogenanntes "Unkaut" zu jäten, auf den Knien. Zwischen den Steinplatten und so ... Ja, das kenne ich. Akribische Arbeit. Es handelt sich um einen dieser "1-Euro-Jobs", mit denen der gemeine Hartz-4-Sklave sein Salär aufbessern darf - auf dem "2. Arbeitsmarkt".
Und dann, erzählt sie, kam da nach ein paar Stunden schwerer Arbeit so ein Typ, der das auch noch kontrollieren wollte - und da ist sie fast ausgerastet. Ich habe mich inzwischen verliebt in diese Type .... und lausche weiter, laut lachend. Sie sagte daraufhin zu ihrem Kollegen "Wenn der jetzt auch noch anfängt zu meckern, schmeisse ich sofort alles hin und gehe!" (Rate mal, was der sagt? Genau:"Das kannst du doch nicht machen!") 
Gut so - denke ich bei mir - rede aber nicht viel. Sage nur einmal, es wäre besser, wenn es diese Jobs gar nicht gäbe und die Leute von vorneherein ordentlich bezahlt würden. Ja - sieht sie auch so. Und erzählt mir dennoch davon, wie begehrt diese 1-Euro-Jobs seien und - ich staune mal wieder !!! - die seien so begehrt, daß sie jeweils für ein Jahr begrenzt seien. Damit dann die Anderen, die auch gerne wollen, auch mal drankommen ....
Aha?
Hmmmh ....

Und - hast du jetzt endlich Angst vor mir?

Vor ein paar Jahren schon fiel mir dieser Unterweltskönig in die Limousine, er stieg am Halteplatz ein, sehr betrunken. Sagte mir sein Fahrziel und ich fuhr los. "Hast Du Angst vor mir?" fragt der mich und ich denke nur bei mir "Boah, geh mir bloß nicht auf die Nerven jetzt." Aus Er-fahrung weiß ich aber, daß es ratsam ist, nicht sofort zu re-agieren auf solche dummen Provokationen. "Und - hast du Angst vor mir?" Ich denke "Gleich sagt er noch BUH".
Ich sage laut "Nein - ich habe keine Angst. Wenn ich Angst hätte, wäre dies der falsche Beruf für mich!"
Mit irgendetwas will er sich noch brüsten, um den Geruch meines Angstschweisses zu inhalieren ... hab es vergessen nach so langer Zeit, muß irgendwas aus seiner kriminellen Karriere gewesen sein. Soldat, genau ... Ex-Jugoslawien ... völlig abgefuckt. Er wünscht sich, daß ich Angst vor ihm habe. Hab´ich aber nicht. Und ebendas merkt er sogar noch - trotz 3,5 Promille. Mein Schweiß - riecht vermutlich einfach nur genervt.
Der kuriose Typ, den ich an seine Domina-Freundin in Frankfurt erinnerte, tauchte erst viel später auf in der Limousine - aber er hat mir auf gewisse Weise gezeigt, daß ich wohl selbst meine schärfste Waffe bin. Ich denke - weil ich eben keine Angst habe.
Buh!

Hahaha, ich habe gar kein Geld dabei .... hahaha ....

Ich fahre zum Privat-Puff im Viertel. Kriege natürlich mal wieder den Puff, den ich am liebsten gar nicht mehr kriegen täte. Das Gesetz der diametral-entgegengesetzten Anziehung quasi - oder so. Bin aber ganz guter Dinge an diesem frühen Sonntagmorgen und fahre das Bordell entspannt an. Es regnet Bindfäden ... naja, Regenwasser macht
ja bekanntlich schön. Der Fahrgast kommt sogar zügig aus dem Etablissement dieses Mal, sehr erfreulich. Manchmal brauchen sie länger, ziehen sich vielleicht noch an oder lassen sich nochmal schnell bedienen von den Damen, wer weiß das schon so genau?
Ein kurzer Typ mit kurzen Hosen taucht auf, eher stämmig und mit einer richtig dioptrinstarken Brille - oder sind es Glasbausteine? Er schaut zu mir rüber und dabei etwas hoch - ich bin länger als er und kann auch sehr streng schauen. Tue ich aber gar nicht, frage nur, wo er denn hin will? Zum Dingens-Platz will er. Ok. "Ich habe aber gar kein Geld - hahaha ..." lacht er sich eins mit östlichem Akzent. "Na", sag ich, "dann fahren wir auch nicht."
Doch doch ... sein Kollege würde kommen - mit Geld - und bezahlen. Na gut, dann fahren wir mal. Mal sehen, was passiert. Das habe ich schließlich öfter - und in der Regel sind sie ehrlich, die Leute.
Nein, eine Unterhaltung möchte ich lieber nicht mit ihm, ich antworte einmal freundlich aber bestimmt auf ein wenig Smalltalk und gebe kein weiteres Signal zum Sprechen von mir. Er ist sturzbetrunken, aber sehr friedlich dabei. Schaut nochmal von der Seite zu mir rüber und ich amüsiere mich im Stillen ... sicher hat er Angst, weil ich so einen strengen Eindruck machen kann ... Ein sehr chaotischer aber durchaus symphatischer Typ, den ich mal aus der Krankenhaus-Ambulanz abholte, nachdem er nach einer Schlägerei verarztet worden war, meinte, ich würde ihn an eine befreundete Domina aus Frankfurt erinnern. Seither muß ich immer an diesen Spruch denken, wenn die Herren so zaghaft von der Seite rüberschauen ...
Der Kopf des kleinen Mannes fällt nach vorne und ich denke "Ne, komm, jetzt nicht auch noch einschlafen." Ich frage nochmal laut und rein taktisch das Fahrziel ab, um ihn wachzuhalten bis dorthin. Es ist nämlich manchmal nicht leicht, die Herren wieder wachzubekommen, wenn sie ins Koma gefallen sind. "Jaja, genau .... Dingensplatz. Ich habe gar kein Geld - hahaha ....." lacht er sich wieder eins.
Ich denke so bei mir: "Gut, daß ich keine Prostituierte geworden bin und ihn bedienen muß.Was für ein Albtraum!"  Andererseits - verstehe ich gut, daß der ja auch mal gern zum Zuge kommen will und denke daher ebenso: "Hoffentlich hat er wenigstens Spaß gehabt und ist ordentlich bzw. nachhaltig verwöhnt worden ..." Nicht, daß ich für Prostitution plädieren wollte, aber durch meinen Beruf habe ich halt mittels der Limousine er-fahren, daß es keine reissenden Bestien sind, die die Liebesdienste der Frauen in Anspruch nehmen. Manchmal eher "arme Würstchen". Oder trefflicher: Alles eben, was es so gibt an Männern. Besonders auch die, die eheliche Treueschwüre abgaben. Hahaha .... Ach ja, genau: Es wird auch gelacht im Puff. Nein, es ist sicher nicht alles traurig dort. Hart bestimmt - aber nicht immer traurig. Das alles - sind auch nur Vorstellungen und das wahre Leben - geht immer anders.
Dieser hier telefoniert zwischendurch noch auf seinem Handy und erklärt seinem Kollegen auf polnisch oder tschechisch oder wasweißich, daß er gleich bitte ausgelöst werden möchte .... nicht, daß ich die Worte verstehe. aber ich höre es dennoch heraus. Außerdem sagt er einige Male "Curva" und das heißt "Nutte" im Osten - weiß ich noch von Reisen und weil es oft als Fluch gebraucht wird. Ein drittes Mal vermeldet er treuherzig-lachend "Ich habe gar kein Geld, hahaha ...."
Als wir zum Ziel kommen, steht schon sein Kollege da, etwa zwei Köpfe größer und eher die Kategorie  "hochgewachsener schlanker attraktiver Mann". Der kommt breit grinsend zur Limousine herüber, löst seinen Kollegen bei mir aus - hallelujah - und empfängt diesen dann laut lachend mit einer freundschaftlichen Umarmung.
Hahaha .....

20 something and so wise .....

Ganz feiner Swing/Jazz/ Blues / Latin
und weise Gedanken über das Leben
und was damit so alles anstellen kann.
Jamie Cullum und "Twentysomething".

Montag, 16. Mai 2011

Radikal-Ketzerische ..

.... Eingebungen erleichtern mein Herz.
Und nicht nur dieses kleine Areal. 
Habe (fast) alle Kämpfe abgegeben.
Besonders den Überlebenskampf.
Überlebenskrampf.
Es - überlebt mich ohnehin.
In diesem Frühjahr bin ich
wieder einmal
noch mehr
beeindruckt
von der Kraft der Natur,
die soviele Samen
ausbringt
wie selten zuvor
und sich
verschenkt.
Für
uns
alle.
Also
alles
was
lebt.

Donnerstag, 12. Mai 2011

(Zuviel) Innere Unruhe (zum Lesen) ....

Als ich die Scheiben der Limousine in der angenehm kühlen Morgenfrische putze - was derzeit ein recht sinnloser Vorgang ist, da sie nach zwei, drei Stündchen wieder verklebt sind mit freifliegenden Pflanzenspermien - und anschließend mit dem verwendeten Papier nach vorne zum Mülleimer gehe, registriere ich, daß der Kollege an der Spitze Video schaut. Ich lache und frage nur sehr leicht ironisch "Alles dabei für Camping? Video, Fernsehen, Kühlschrank?" Immerhin - wieder mal  - mehr als eine Stunde Wartezeit.
Er schaut sich DVD´s auf einem Player an.  Berichtet von einer recht informativen Dokumentationssammlung auf DVD, die er noch gar nicht gesehen habe. Dieser Bericht im Moment - handele von Globalisierung.
Und - zur Zeit sei er innerlich zu unruhig zum Lesen.
Ja - sage ich - das mit dem Nicht-Lesen-Können kenne ich gerade auch, es ist einfach zu warm. So - schlafe ich lieber und döse vor mich hin, statt zu lesen. So ein Gerät zum DVD-schauen - reizt mich zwar in gewisser Hinsicht - doch gehöre ich zu denen, die den Einsatz derartiger Techniken so weit als möglich herauszögern, da ich auch weiß, wie schnell mensch an der Nadel hängt, sobald einmal angefixt von dem ganzen Zeug.
Das "Navi" ist das beste Beweisteil dafür -
im LimousinenlenkerInnenAllTag.
Ja - das sieht er ähnlich - doch - sagt der Kollege - "der Job ist schon hart genug."
So - versucht er also, sich diesen zu erleichtern.

Hart genug sei der Job - ob des Druckes, den man sich selber aufbaut. Sagt er ....
Ausgerechnet er - einer von denen, die ich bisher für recht gelassen hielt. Und auch schon so erlebt habe?
Schau her - dieser Berg von einem Mann - baut sich Druck auf?
Immer wieder? Trotz - Er-Fahr-ung?
Hmmhh....

Und dann - komme noch der ganze Stress mit den Kollegen hinzu.
Aha ....
Ich biin baff erstaunt.
Sage dazu soviel wie:
Najaaaaa ...
Manchmal ist es halt etwas antsrengend - aber die meisten sind doch ganz in Ordnung.
Da gibt es Nette - und solche - mit denen mensch ja nicht reden muß.
Und dann gibt es eben noch die, mit denen es hier und da mal richtig knallt -
aber so ein reinigendes Gewitter kann schon mal ganz gut tun.

Zwar treffe ich gerade in den letzten Tagen auf echte "Freibeuter"
und hätte mich auch fast geärgert,als mir einer von denen nach über 60 Minuten Wartezeit meine Kundschaft abgreift und vor meinem Auge davon fährt .... kurz danach will mir einer sogar noch die Kundschaft vorm Hotel abgraben - obwohl er mich genau sieht ....   so ein Asi! ... aber dafür werde ich jetzt vehement und melde mich entsprechend. Hallelujah - ist es eher noch selten so krass.

Mir geht es jedenfalls gerade richtig gut an diesem ruhigen, erfrischend kühlen und schönem, frühen Sonntagmorgen .... 
Ich nehme mir fest vor - mir keinesfalls irgendeinen Druck aufzubauen im Laufe dieses Tages.
Ich werde diesen Tag glücklich, friedlich, freudig und drucklos verbringen.
Punkt.
Genau -
ich bleibe einfach -
so glücklich wie jetzt -
den ganzen Tag!
Ha !!!
Gewonnen -
in jedem Fall.
Komme - was will ....
und
Nach drei von zwölf Stunden
finde ich mich erneut vor
mit einem Umsatz von insgesamt
12 Euro
von dem ich
immer noch großzügige
50 % Prozent bekomme
andere bekommen lange weniger als 45 % ....
und
meine guten Vorsätze
einfach weiter glücklich zu bleiben
bröseln ein wenig zusammen.

Immer wieder steht die gleiche Frage für jede(n) im Raum (des Spielers) :
Erreiche ich denn heute wenigstens einen guten Umsatz oder ..... ???!!


Am Ende dieser Schicht
bin ich nicht zufrieden mit dem Umsatz.
Eher frustriert.
Ich höre aber, daß der Wagen nachts nicht besetzt sein wird -
erst wieder mit mir am nächsten Morgen -
und fahre weiter, bis ich zufrieden bin mit meinem Umsatz
Denke bei mir:
Gut, daß ich kein eigenes Taxi habe -
ich würde kein Ende mehr finden
mit der Arbeit.
Ich würde immer weiter fahren ...

und weiter fahren ....
und nocb ein bischen ...
Es ist wie ein Sog.

Dienstag, 10. Mai 2011

Das kölsche AKW ...

... ist eine Moschee. Als ich gestern mit einem Pärchen im Fond an der immer größer werdenden Kölner Protz-Moschee vorbeikomme, sagt er staubtrocken: "Sieht aus wie ein AKW."  Ich schmeiß mich weg vor Lachen. Allerdings: Recht hat er! Und er wiederholt es nochmal "Dat kölsche AKW."

Hier ein "getürktes" Foto: 



So sollte es sein - ein derart großes Protzgebäude braucht viel Raum und Licht um sich herum. Das aber gibt es nicht in Köln, hier wird so ein Megateil samt zahlreicher Nebengebäude einfach mal in eine eh schon zu- und verbaute Strassenecke gepresst, an der bereits jetzt Verkehrschaos herrscht. Wenn dann täglich bei Normalbetrieb noch mindestens 1.000 Besucher dazu kommen, kracht diese Ecke völlig zusammen. Etwa 300 Tiefgaragenparkplätze werden gebaut, habe ich mir erzählen lassen. Wenn die Muslime ein Fest feiern, kommen mal locker 3.000 Leute, sagte der türkische Fahrgast, der ganz gut informiert war über den Gebäudekomplex - in dem es auch Ladenlokale und eine Bank geben wird.
Ich habe nichts gegen eine Moschee - aber gegen eine absurde Stadtplanung, die wieder mal nur zu chaotischer Überbelastung der armen alten Colonia führt.