Samstag, 30. April 2011

Royale Schulung .... und ein fast elfenbeinfarbenes Brautkleid

Heute möchte ich mal herzlichen Dank sagen für zwei amüsant-lehrreiche 12-Stunden-Schichten in der Limousine in den beiden vergangenen Tagen. Durch die royale Hochzeit ("Huhzick" op Kölsch) habe ich wieder einiges gelernt, durfte in mir bisher fernliegende Sphären und Selbstverständlichkeiten eintauchen. Heute vormittag schaue ich mir eine Zusammenfassung dieses großen, weltbewegenden Ereignisses an und erfreue mich über die anhaltenden philosophischen und vielleicht sogar philantropischen Ergüsse, die mir dieses Ereignis beschert. 
Natürlich wollte auch ich noch das Kleid sehen, welches ein eigenes Zimmer bewohnte sowie die gestern früh via Radio-Äther verkündete rote Uniform des vermeintlichen "Prinzen"  (uahaha  - "meiner" sieht wahrlich anders aus ...). Das habe ich bereits gestern abend erledigt, mit einer kleinen Hochzeitstorte in Form eines Petit Four und einem Kölsch (so heißt der Champagner hier in der Kolonie) dazu.
Jetzt aber mal ernsthaft: Wie absurd ist das, wenn eine etwa Million Menschen tatsächlich winkend am Strassenrand "ihren Monarchen" zujubeln, in einer Zeit, in der es immer heißt, wir lebten in demokratischen Verhältnissen. Es ist sicher u.a. diese Konditionierung durch die alten Märchen, die so ein seltsames Feld erzeugt, in dem Milliarden von Menschen medial mitgehen, aufgehen, für einen Moment, diese Prinz-und-Prinzessin-Geschichte, die den Kinderherzen und -hirnen eingemüllt wird und die sich i.d.R. nicht bewahrheiten wird.

Besonders aber scheint es mir eine Sehnsucht nach einem Gemeinschaftsgefühl zu sein, dieses Eintauchen in ein (in unseren Tagen medial erzeugtes) Energiefeld, in dem man sich "irgendwie wabernd verbunden fühlt". Hierbei - spielt es übrigens nicht wirklich eine Rolle, was genau geschieht. Der Haupt-Fokus liegt schlicht auf dem vermeintlichen Erleben von "Gemeinschaft", "Dabeisein", Verschmelzen", "Sich-selbst-verlieren-dürfen" ... und hier in der Kolonie finden ja solche wabernden Vereinigungen über das ganze Jahr statt: In Kostümen wie Karneval, Fussball (Extra-Spezial-Phänomen "KFC" !!!), Papstbesuch, Köln-Marathon, Rund-um-Köln, Gay-Olympiade, CSD  ..... etc. pp.
Jegliche Massen-Bewegung und/oder Hysterie ... erklärt sich mir heute so. So einfach.
Und beginnt beim Ortsverein.
Je rigider die "Auswahlkriterien" - desto kränker ist der Geist von Angst besetzt.
Angst - treibt das Machtbestreben der "MachthaberInnen" an.

So ... jetzt wieder entspannt weiter mit den Royals ....

Eine meiner Lieblings-Erklärungen zu diesem speziellen Prinz-und-Prinzessin-Phänomen brachte ein Herr vorgestern morgen in einer Radio-Sendung zu der Frage, was denn eigentlich so interessant sei an diesem Hochzeits-Ereignis: Er punktierte es darauf, daß die meisten von uns immer noch pubertieren und nie erwachsen geworden sind. So sehe ich es auch bei diesem "Royal-Wedding-Event", wie schon geschruben oben: Es bedient die Märchen der Kindheit. Unerfüllte Kindheitstraumata.  Hier - ergibt sich wieder ein Bezug zu den karnevalistischen Tagen in der Kolonie: Die kleinen Mädchen - also jetzt die kleinen vierjähirgen ebenso wie die 40-jährigen - laufen immer noch unerschüttert in Prinzessinnen-Kostümen durch ihre mentalen Welten. Ja, und - Ritter und Prinzen schienen stark  wieder im Kommen in der vergangenen Session. Aber mal Hand aufs Herz und vielleicht den Verstand als Helfer eingesetzt:  Was hat diese Inszenierung mit dem (Beziehungs-) Leben zu tun?

Die philantropische Ader, die sich mir eröffnet beim Anschauen der sebsterklärten  Eliten, die nicht arbeiten gehen und sich vom Schweiss der vermeintlich Dummen nähren: Sie sind eben auch nur blöde.
Und sehen auch so aus in ihren seltsamen Kostümen, Uniformen und Hüten.
Wackeln und grinsen genauso blöde rum, wie jeder drittklassige Hip-Hopper auf der Strasse (siehe den kleineren Prinzen neben seinem Bruder bevor die Braut naht).
Das Paar selbst - scheint auch kaum mehr verbale Fähigkeiten aufzuweisen, als sich permanent gegenseitig "Wow" zuzukauen im Bad der Menge, ob in der Kutsche oder dem Balkon.

Rein faktisch habe ich eben etwas sehr Wichtiges gelernt aus diesem Kommentar einer Hofberichterstatterin zum Einlauf der Geladenen: "Sie hat einen winzig-kleinen Fascinator im Haar ... und das gilt (als Hutersatz)." Da bin ich ja beruhigt, daß das gilt, wo ich doch auch sowas trage - um gut zu sehen während der Fahrt.

Ein banaler fuck-tischer Nachtrag noch für alle Hartz-4-Looser: Die diversen HofberichterstatterInnen erfreuten sich in diesen Tagen eines Tageshonorars von etwa 10 bis 12 Tausend Pfund.
Schäm dich - du arbeitsfauler Multi-Minijobber, daß Du nicht auf deine Füße fällst !!!

Die Reaktionen der Menschen in der Limousine gestern haben mir schon Spass gemacht. Zwar war nicht allzu viel los, doch habe mir einfach immer mal wieder ein Späßchen erlaubt zum "Hochzeitstag" und/oder nachgefragt, ob sie denn das Ereignis verfolgen, die Kunden. Morgens fuhr ich eine abgearbeitete, ältere und magere Frau, die meinte "Tja, allzu viel haben wir ja nicht davon ...."
Am Abend dann fuhr ich jemanden, mit dem ich viel Spaß hatte zum Thema und der aufgrund einer Art wohltuenden Vernachlässigung in der Kindheit mit diesen Märchen  keinen rechten Vertrag hatte.
Auch von Extra-Spezial-Parties erfuhr ich ..... Frauen, die sich freigenommen haben und das "Event" gemeinsam live vor den Bildschirmen feiern und verfolgen. "Public Viewing" also etwa.
Auch im britischen Generalkonsulat in Düsseldorf feierte die vermeintliche Prominenz und sich selbst für eine solche haltende Elite das Ereignis - mit einer originalgetreuen Kopie der Hochzeitstorte.

Vielleicht wäre es ja ganz gut, zum "Original-Direct-Live-Living" zurückzufinden ....

Donnerstag, 28. April 2011

Mein maß-geb-licher Beitrag zur royalen Hochzeit:

Wer sich mir gegenüber in irgendeiner Art und Weise erhöhen möchte -
aufgrund seiner oder ihrer Dummheit,
Abstammung,
monetären Gegebenheiten
oder sonstigen
vorgeschobenen
Argumenten -
kann mich mal
in der Sphäre besuchen.
Wer sich selbst "Elite" nennt -
ist für mich Abschaum,
mehr noch:
Übelste und versiffteste
Kloake.
Lebensfeindlich.
All die Tumben,
die sich an diesen uralten
Lügenmärchen über die Liebe
ergötzen, nähren die Kloake.

Ich zähle inzwischen locker 5 MüllsammlerInnen pro Stunde auf der Strasse -
viele andere nicht mitgezählt, die anderweitig auf der Strasse überleben wollen
und dort gibt es ein Extrazimmer nur für das Brautkleid,
welches sehnsüchtig von der Welt gesehen werden will -
sagen die Medienvertreter,
die kräftig an dieser Inszenierung für schwerwiegend
zurückgebliebene Kleinkinder-Hirne-und Seelen verdienen.

Ich sage: Gebt Euren  Leuten vor Ort Obdach und genug zu essen,
teilt Euren Überfluss und kümmert Euch um das Leben vor der Tür.

Das - adelt.

Seit ich mittendrin bin in diesem "Multikulti" ....

... lehrt mich das Leben - anders als zuvor.
Nicht intellektuell, rational oder verstandesorientiert ...
nicht kunst-voll oder künstlich - 
sondern wirk-lich,
emotional und mit der Zeit "normal".
Immer wieder.
Es macht einen für mich inzwischen sehr wert-vollen Unterschied,
mit sovielen unterschiedlichen Kollegen und -Innen
und ebensolchen Klienten auf der Strasse zu sein.

Und - es ist - für mich - auch nicht mehr als das.
Wir gehen schlicht der gleichen Tätigkeit bzw. der gleichen
unerquicklichen Untätigkeit nach.
Das heißt erst einmal gar nichts weiter.
Erfordert auch nichts weiter.
Aber dennoch lerne ich viel,
auf sehr leise Weise.
Etwa 7 von 10 Menschen in meiner Branche -
kommen aus anderen Ländern und
anderen Kulturkreisen.
Und ihre Herzen schlagen auch.
Einen sinnlos-menschenfernen Sarrazin
den niemand braucht und der
seinen übelst verschissenen Mentaldreck vor sich hin stottert,
während er seine schräge Menschensicht schon
durch seinen völlig verrückten Blick
zeigt 
braucht es in dieser Welt  
sicher nicht.

Mittwoch, 27. April 2011

Etwas Neues ..

... entsteht in der Dualität durch den Zusammenbruch des Alten.
Ist mein Eindruck,
den mir das Leben schon seit vielen Jahren schenkt.
Inmitten einer Ewigkeit -
die sich mir viele Male durchaus freundlich offenbarte -
läuft der programmierte Verstand so dumpf weiter, wie eh und je.
Es braucht Schein-Bar (interessante Buchstabenanordnung) Zeit,
um etwas zu lernen.

Dienstag, 26. April 2011

Diplomatie gleich Seelenfrieden für den Feierabend

"Weißt Du, was ich an Dir mag?" lallt er noch am Ziel und ich denke "Auweia ....., jetzt kommt wieder so ein Schmarrn." Ich sage nichts weiter dazu. Er erzählt es mir trotzdem: "Alles."
"Aha." sag´ ich und grinse ihn breit an "Dann kann ich ja so bleiben."
(was für eine schreckliche Vorstellung .....) Gerade noch glimpflich.
Ich schlage ein - manche Menschen müssen sich dringend mit Handschlag verabschieden.
Jetzt kommt noch ein Nachsatz. der mich auf dem Weg zum Übergabeplatz herzlich lachen läßt.
"Du bist eine ganz wunderbare Frau. Also, jetzt als Taxifahrerin ...."
Hätte auch komplett anders ausgehen können - ich hätte nur ein wenig undiplomatischer zu antworten brauchen auf dem Weg quer durch die Stadt, dann hätte es sofort geknallt in der Limousine. Und der letzte Satz wäre diametral entgegengesetzt ausgefallen. Ausgefallen im Wortsinn ...

Ich fange den Auftrag im freien Flug - also noch vor dem Halteplatz - und fahre zu der Kneipe. Es ist meine letzte Fahrt und die schaffe ich auch noch nach diesem zähen Tag, der am Ende noch erstaunlich gut ausging für mich.
Denke, der will sicher nur um die Ecke, von der Stammkneipe nach Hause. Aber es ist eine gute Tour, von Nord nach Süd. Die Strassen sind eh frei am Ostermontag, so kann ich auch noch ganz bequem zurückfliegen zum Abstellplatz.

Als der Kunde bereits sitzt, dreht er den Kopf zu mir und gibt einen erstaunten Laut von sich "Oh ...., eine Frau". Er ist hackendicht, war schon seit morgens dort und jetzt ist es nach 17 Uhr. Lallt etwas vor sich hin wie "Entschuldige, aber ich bin sauer, hab´mich gerade geärgert." Natürlich will ich das nicht wissen. Erkläre ihm, daß wir heute anders fahren müssen wegen Radrennen und Strassensperren .... das begreift er sogar noch, hallelujah.Ja, das hat er morgens selbst gesehen, er ist nämlich auch selbst mit dem Rad zur Kneipe gefahren. Ob ich weiß, daß die da teilweise Räder fahren, die teurer sind, als ein Auto? Hmmmppfff .... Fast mache ich den Fehler und lasse mich auf ein "Gespräch" ein hierzu

Ja, weiß ich, daß es sehr teure Räder gibt. Aber eine schöne Mercedes-Limousine kostet doch noch ein bischen mehr als ein vergoldeter Fahrrad-Rahmen. Der versteht gar nichts von Autos und hat keinen Führerschein ...  Ich sage ihm, wenn er mich etwas fragt, dann soll er auch zuhören, wenn ich ihm eine Antwort gebe. Gut ....
Also - ich habe in meinem Leben privat noch nie ein neues Auto gekauft... jetzt hab´ich unverhofft gewonnen. Wegen meiner "geraden Einstellung zum Leben". Welcher Jahrgang ich denn sei? Sag ich nicht. Ja, aber wir wären doch etwa der gleiche Jahrgang- damals war das doch alles ganz anders. Besser. Aufrechter. Wenn wir etwas gewünscht hätten, dann hätten wir doch noch darauf hin arbeiten müssen, sparen, etwas dafür tun. So hat man es ihm beigebracht, damals, als alles noch besser war ....

Natürlich ist das alles Unsinn - denke ich eisern schweigend bei mir - denn Menschen waren immer schon sehr unterschiedlich begünstigt. Ich erinnere mich spontan an mein erstes Auto, welches meine Mutter mir gerne geschenkt hat zu meinem 18. Geburtstag (vielleicht, weil sie das sicherer fand als mein auf 80 km/h frisiertes Mokick?), ein orangefarbener R5 mit Handschaltung, schönes Auto! Ich fuhr sofort glücklich los, allein und bei Schnee im Winter .... 
Ich hätte mir später sogar zeitweilig einfach ein neues Auto kaufen können, weil ich einst genug Geld hatte - aber nicht durch Arbeit, sondern weil ich eine vom Leben liebevoll begünstigte Spielernatur bin. Ich hatte nur nie das Bedürfnis nach einem schicken Neuwagen .... und hielt mich jahrelang gerne inmitten der Öl- und Bezindüfte diverser KFZ-Reaparatur-Klitschen auf. Zur Strafe für diesen ehemaligen Geiz bzw. wegen dem Karma oder schon aufgrund einer Kindheitserinnerung mit Autos - nicht einmal der Teufel weiß, wieso genau - fahre ich heute Mercedes-Limousine .....

Da es überhaupt keinen Sinn hat, mit diesem Menschen noch über irgendetwas zu reden - dieser aber ein ungebremstes Mitteilungsbedürfnis hat - entscheide ich mich schnell für die diplomatische Variante, die mir gleich einen schöneren Feierabend bescheren wird: Ich sage fast gar nichts mehr, außer noch ein paar schmale Wörter zur Wegstrecke bzw. so eine Art unverbindliches "Hmmppfffhhh".

Er erbricht derweil verbal verschiedenste Varianten seiner Weltsicht, fühlt sich mit mir verwandt oder verschwistert und fragt immer wieder "Ist doch so, oder etwa nicht?!"
"Hmmpppfffhhh ...."

Ehrlich gesagt - der lebt auf einem völlig anderen Planeten als ich.
Gehört zu der weitverbreiteten Spezies, die sich die Welt in festen Bildern, Vor-stellungen und Werten denken, träumen. Die diese viele Stunden lang über die Tresen der Stadt schleudern.
Meine Welt gerät seit vielen Monden immer mehr aus allen Fugen und ich lerne, sämtliche Vorstellungen und Bilder loszulassen, da sie ohnehin nicht wahr sind.
Als er von seinen Kindern erzählt, drei an der Zahl, sagt er voller Inbrunst "Ich habe nie etwas mit Drogen zu tun gehabt. Wenn eines meiner Kinder jemals Drogen nehmen würde, dann wäre es nicht mehr mein Kind."
Ich übe mich weiterhin konsequent in Humor - und denke so bei mir "Aha, 3,2 Promill Alkohol im Blut sind also keine Droge?!"

So sind wir.
Zum Schreien komisch.

Am Ende fehlen etwa 50 Cent der Zeche - er ist blank.
Ich sage "Hast du nix mehr dabei?"
Nein, er müsse rauf zu seiner Frau und das fehlende Geld holen.
Worauf ich sehr beherzt und laut entscheide
"Nein, dieses Spiel spielen wir jetzt sicher nicht. Ich mache jetzt Feierabend."
Siehe oben ... mit Humor und Gelassenheit ist es wirklich leichter.

Montag, 25. April 2011

Inspirierende Fragen ...

.... mag ich sehr. Vor über zwei Monaten fragte mich eine wilde Wildgans in einem freundlichen Kommentar zu diesem Taxi-Post eine sehr interessante Frage .... die lautete so:
Wildgans hat gesagt... (auf ihrem Namen geht es natürlich auch zum poetisch- erbaulichen Blog der Wildgans) "diese arbeitsbedingte reizfülle muss enorm sein. können sich die männlichen ausüber des berufs eher abschotten oder murmeln die alles in ihr bier?"  Eine trefflich-amüsante Frage! 
Damals antworterte ich nur, daß es dazu einen Extrapost bedarf.  Und ich trug diese gute Frage im Geiste mit mir während meines Limousinenlebens. Danke für die Frage noch einmal - explizit!
Seither - traf ich auf einige sehr liebenswerte dieser Kollegen, die mir auf all meine Fragen antworteten, ohne daß ich sie gestellt hätte. Sie kamen einfach, wurden quasi "zutraulich" (ich kenne Männer ohnehin so - wenn ich mich nicht verschliesse, weil ich ihnen nicht zuhören will ), und erzählten so einiges, was sie bewegt.
Gerade gestern hatte ich Tränen in den Augen, als mir wieder einer von sich erzählte, mit dem ich mich seit Jahren nur gegrüßt habe. Meistens sind es Tränen vor Lachen, wer Taxi fährt und schon so lange wie dieser Kollege zum Beispiel, der sollte wirlich drüber und über sich selbst lachen können, sonst macht es krank (wie vieles andere auch ...).  Dennoch offenbarte sich auch die knallharte Geschichte  eines ehemaligen Chemie-Facharbeiters, der krebskrank wurde von dem Dreck und in all dem Gift, in dem er auch sehr lange gearbeitet hat, und dem die ehemals renommierte deutsche Firma mit heute anderlautendem Namen - daraufhin nach drei Monaten kündigte. "Ja, die gehen über Leichen". Ist schon über zwei Jahrzehnte her, heute geht es noch ganz anders ab.
Ich erfuhr von den abgeschlossenen Studiengängen diverser muslimisch-abstämmiger Kollegen - mit Auszeichnung abgeschlossen und alles selbst-geschrieben - die keinen Job gefunden haben. Aber das ist ja bekannt, das auf den Limousinen alle möglichen Menschen und Schicksale sitzen. Es sind ja auch ein paar Tausend Menschen hier in der Kolonie ....

Die Frage von der poetischen Wildgans bezog sich ja auf einen möglichen, konkreten geschlechtermäßig-zuortbaren Unterschied im Umgang mit, zum Beispiel, "Reizüberflutung". Meine seither von mir immer nur via mentaler Vibration und nie verbal gestellten Fragen bezogen sich jedoch hauptsächlich mehr auf die situativ-vielfältigen emotionalen Befindlichkeiten der Kollegen.

Ich fasse es mal sehr kurz zusammen:
Gefühle und Emotionen der Kollegen (und Kolleginnen) auf bestimmte Situationen sind sehr ähnlich.
Meines Erachtens gibt es in unserer Branche ein Erleben, welches nicht in männlich/weiblich klassifiziert werden braucht. Wenn, dann nach verschiedenen Charakteren - die sind natürlich schon unterschiedlich. Was mir als Person völlig egal ist und vorbeigeht - bringt andere zur Weissglut - und umgekehrt.

Dennoch - braucht es als Basis eine ganz bestimmte Art von Werkzeug, welches am besten legiert ist aus solchen Eigenschaften wie Gelassenheit, Geduld, Humor, Interesse, vielleicht Neugier .... Du kannst dein Werkzeug immer wieder verfeinern, veredeln, vielleicht ein wenig umschmieden ...  dennoch- wird es nie perfekt sein.

Manches Mal habe ich mich - dann auch aus ehrlichem (eigen-) Interesse deutlich rückfragend und somit verbal  - gewundert über die alten Hasen, die sich noch nach einem Vierteljahrhundert oder mehr über die gleichen banalen Dinge ereifern, wie ich - als "junge Spundin" mit gerade mal 7 Jahren - und wo ich doch schon soviel gelernt zu haben glaube, manchmal, also, wenn es gut läuft.
Wie? Scheisse ..... oder?
Du weißt es nie, wie heute .... alles wurde gut und ich hätte wirklich gerne hingeworfen nach acht Stunden ..... 

Auf meine Frage, wie man(n) sich denn bitte nach soooooo langer Zeit immer noch über die gleichen Dinge aufregen/ereifern kann, kam die ebenso simple wie einleuchtende Antwort, daß es ja schließlich um Miete und Essen geht. Ich ergänze - es ist die Lebenszeit, die mit Warten verstreichen kann, wenn Du zuwenig Kreislauf hast, um sie sinnvoll zu nutzen. Jedes Mal wieder warten, hoffen, harren ....

Im Hoffen und Harren - erkennt man den Narren.
Über den Narren - möchte ich nun lieber nicht  philosophieren .....
 
Ja, viele sind müde, sehr müde, noch sehr viel müder, als ich dachte ....
Ja, die Knochen tun weh.
Ja, das frühe Aufstehen fällt schwerer, fangen wir eben ein bischen später an .....
Ja, auch die Kollegin, die in der Statistik des Unternehmens ganz oben steht, weil sie immer die besten Umsätze fährt, ist müde und ausgebrannt. Ganz ohne jegliches Übergewicht, eine sehr drahtige, gertenschlanke Person .... und dennoch geht die Energie flöten, wenn mann/frau 11 bis 12 Stunden sitzt, wartet, jeden Tag "Lotterie spielt" und nicht wirklich in die Gänge kommt (ähm - jetzt nicht wegen der Automatik-Fahrzeuge, diese Technik ist Gold wert für unsere Gelenke !!!)  - Und noch immer kein Wort  über die "Reizüberflutung"?

Ich lass es mal so hier stehen .... und arbeite einfach ein bischen an diesem Post.
Die inspirierende und liebevolle Frage von der wilden Gans (s.o.) nehme ich weiter mit, danke dafür.

Montag, 11. April 2011

Chaos-Qualitäten

Heute morgen fand ich die Limousine nicht dort, wo sie sein sollte.
Sie hätte schon seit etwa 30 Minuten dort abgestellt sein sollen, ich war ein wenig später dran.
Vergangene Woche fuhr ich diese Limousine erstmals - habe eine neue Planung auf verschiedenen Fahrzeugen.
Als ich also vergangene Woche zum Platz kam, war sie ebenfalls nicht dort zu finden.
Ich schaute mehr zufällig auch in die Reihe der bereits nach Schichtwechsel wieder im Lauf befindlichen Limousinen in der Warteschlange - und da stand sie schon, besetzt mit einem netten Menschen - der Sohn des Unternehmers, mit dem ich arbeite. Ich fragte überrascht und spontan "Schätzchen, was ist denn los jetzt?" und sagte ihm, daß ich für diese Schicht  aufgestanden bin. Stellte erst einmal meinen Wagen in Ruhe ab - und als ich wieder zurück zur Limousine kam, war alles geklärt und wir wechselten. Alles entspannt. Ich wäre auch nicht traurig gewesen, wenn ich einen freien Tag mehr gehabt hätte. 
Heute morgen - finde ich diese Limousine wieder nicht am Platz.
Denke so bei mir - vielleicht ist er ja wieder unterwegs und hat die neue "Schicht-Taktung" vergessen? Erreiche ihn nicht auf dem Handy. Oder - vielleicht hat ja die Nachtschicht noch eine schöne Abschlusstour erwischt und ist spät dran? Ich laufe mal großräumiger das Areal ab ... und wähle die nächste Nummer über Handy an.
Gut, daß die Menschen, für die ich arbeite, soviele kleine Kinder großziehen, von denen sie jeden Morgen frühzeitig geweckt werden - da weiß ich schon mal, das ich es es nicht tue.
"Guten Morgen, hallo - mein Arbeitsplatz ist nicht da."
"Wo bist du denn?"
"Ja, hier ..."
"Ach so, ähm .... die Nummer soundso steht jetzt immer an einem anderen Platz.
Die steht jetzt immer am Dingens."
"Aha!- Das muß ich ja schon wissen ...."
"Ja, das stimmt."
"Gut - dann fahr ich jetzt mal da rüber ....
und wie schön, da kann ich ja demnächst zu Fuss zur Arbeit gehen."
Das alles war nicht immer so entspannt.
Im Gegenteil -
in den ersten Jahren meiner Limousinenlenkerinnen-Tätigkeit in einer Sklaventreiberei war die Situation immer wieder zum Bersten gespannt - nicht nur auf den Strassen, sondern .dazu noch im Hintergrund. Es herrschte völliges Chaos auf allen denkbaren und unglaublichen Ebenen - aber stressiges Chaos. Keine Abrechnung stimmte, alle Leute wurden respektlos behandelt- keine Menschenkenntnis auf der Organisationsebene, trotz (Zusammen-?) Arbeit mit ein paar Hundert Leuten - ständig fehlten Kartenwerke in den Autos und/oder fand ich einen regelrechten Dreckstall vor, mit leerem Tank, versteht sich. Und gelogen wurde auch. daß sich alle Balken bogen .... "Ich hab doch nur - ich hab doch nicht ...."
Das bischen Chaos, daß sich aktuell immer wieder mal ergibt, ist dagegen vööllig harmlos, niemals bösartig und sogar irgendwie liebenswert.
Heute - hat es mich dazu noch in einen sehr guten Lauf gebracht.

Sonntag, 10. April 2011

Nach vielen Äonen - begriffen .....

... wenn ich auch nur versuchen wollte, daß zu schreiben, in Worte zu bringen, was mir manches Mal in Sekunden durch Kopf, Sinne und Seele schießt - es bräuchte viele Tage fleissiger Arbeit und bliebe dennoch nur ein blasser Schein so mancher Wallung. Die letzte Erleuchtung zu dieser Einsicht brachte mir der Herr Storl - der die Tätigkeit des Schreibens den Ameisen zuordnete, als reine Fleissarbeit, die unermüdliche Aneinanderreihung von Buchstaben ....

Seit ich das weiß, kann ich auch die investierte Arbeit und Zeit schätzen, wertschätzen.
Das - ist Gold wert.
Jetzt - beschäftigt mich noch etwas: Manche LeserInnen über die Jahre hinweg fanden es quasi "schräg", was ich so gebloggt habe. Und dabei - halte ich mich sehr vornehm zurück in dem, was ich überhaupt von mir gebe. Wenn das also bereits schräg anmutet .... wie wäre es wohl zu benennen, würde ich schonungslos aufschreiben, was ich so bei mir denke und wie ich vieles erlebe und wahrnehme ...und was für mich so gerade ist - und gar nicht schräg.
Schlaf schön.

Fukushima findet nicht "lokal" statt .... und ab geht die globale Lucy (Schwester des Lucifer)

Seit  vielen Jahren fliegt uns das Wort "Globalisierung" um die Ohren - aber niemand glaubt, daß es so sei?
Global. Runde Sachen um den gemeinsam Ball herum.
Gestern viele abstruse, absurde und für sich sprechende Meldungen:

1. Die Firma Tepco wird noch etwa 50.000 Liter stark verstrahltes Wasser ins Meer ableiten, damit die Reparaturen bezüglich der Kühlaggregate erst einmal wieder fortgesetzt werden können. Ein russisches Transportflugzeug will ein geeignetes umgebautes Aggregat aus USA holen und dorthin verfrachten. Die gute Nachricht: Die Japaner scheinen endlich Hilfe anzunehmen. Ein scharfsinniger Fahrgast heute sprach von der "japanischen Arroganz, keine Hilfe anzunehmen" in diesem Zusammenhang - und ich konnte nicht wiedersprechen.
Sie leiten also Tonnen von Seuche ins Meer und, Achtung! Experten!.... 
2. wollen eine Stahlwand in den Atlantik einbringen, um diese tödliche Brühe aufzuhalten.
Steter Tropfen .... lachte verlegen der hohle Stein. Er hatte es auch nicht glauben wollen, was Wasser vermag.
Wasser - das Elemenet, welches jedes Hindernis überwindet und welches jede Information speichern und leiten kann !!!
Hier ein kurzer Abschweif zu meiner schon lange währenden und immer übler werdenden Experten-Allergie .... nur noch Vollidioten auf dem Planeten? Antwort: Ja! Gerade kürzlich traf ich im großen Netz auf eine Aussage des folgenden aus der Memoration wiedergegebenen Inhaltes: Zur Zeit (re-) agieren die sogenannten intelligenten Menschen = "die Eliten" völlig irrational.

3. Die für mich glasklarste Nachricht über die tatsächliche Lage: Alle Lebensmittel sind wieder freigegeben auf der Insel Japan. Alle die, die völlig verstrahlt sind und auch alle die, vor denen zuerst gewarnt wurde. Die Übersetzung einer solchen "Verkündigung" kann nur lauten - wir schaffen es nicht mehr, unsere Leute zu versorgen, also müssen sie jetzt halt auch noch den todbringenen Dreck fressen, bevor sie schlicht verhungern.

Ich lasse es mal bei diesen drei Punkten.
Harter Tobak - hinter dem die vielen bisherigen Katastrophen auf unserem "Spielball" fast zu verblassen scheinen.
Aber auch dem ist nicht so. Sie häufen sich, wir befinden uns in einer Zeitspirale, die Ereignisse sind extrem beschleunigt. Nur die verkümmerten Hirne hängen hinterher ... bzw. die Für-Wahr-nehmungen.

Wer jetzt noch von "german angst" spricht und akuten Schwachsinn von sich gibt wie "Die Deutschen machen sich immer zuviele Sorgen" - gehört für mich zu einer primitiven und degnerierten Spezies.

Fukushima trägt in all seiner unvermeidlichen Tödlichkeit, die auch uns erreicht, unglaublich viele Chancen - und gerade hier in Deutschland sind einige Menschen bereits wach genug, um dies alles zu begreifen.
Nein, ich meine nicht die 90 % meiner Limousinen-Klientel, die ihr Leben lang eh nur über´s Wetter redet und mich seit vielen Monden manchmal schmerzlich angeödet hat - oder die, die verschreien, wie schlimm alles ist und noch werden wird .... Nein - diese Geistes-Parasiten meine ich nicht.
Ich meine die messerscharfen Geister, die es hier auch noch gibt.

Freitag, 8. April 2011

Hocus Pocus - Focus

... wenn irgendwas raus will - das beste Stück!
Schon seit Jahrzehnten ein Zaubermittel bei Energiestau, Wut, Frust.
Oder einfach so ....
Hier der Link zu einer Live Aufnahme Anfang 2000 der inwischen gediegenen Herren.

Hier die nun 40 Jahre alte Originalversionversion - und ab geht die Lucie!.
Hocus Pocus - bläst sogar Weltuntergangsstimmungen weg.

Dienstag, 5. April 2011

Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber .....

... ja? Aber?
 Nein - das war rhetorisch.
Ich will es nicht wissen. was du gegen "Ausländer" hast, obwohl du ja soooo tolerant bist.
Verschone mich mit deiner Dummheit!
So zwischen 60 und 70 Prozent der taxifahrenden Menschen hier in der Kolonie sind "Ausländer", vermutlich die Hälfte davon  - mit deutschem Paß?
Ich pflege - wenn überhaupt - etwas in dieser Art zu antworten: "Schauen sie - ich arbeite mit etwa 70 % "ausländischen" Kollegen zusammen - bei mir sind sie an der falschen Adresse  .... (mit ihren Vor-Stellungen-und- -Urteilen)."

Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber
die Taxizentrale  scheint ja inzwischen fest in türkischer Hand zu sein?!
Ja - vielleicht.
Ich gehöre quasi zum deutschen Restrisiko - die Leute, die ebenfalls bereit sind, viel Lebenszeit für eine Art von Restfreiheit zu geben.
Meine ausländischen Kollegen und Kolleginnen - fahren oft 72 Stunden die Woche Taxi .....aus anderen Motiven -
Glaubst du, sie sind faul?
Aah, du hast "Ahnung" und glaubst, daß viele ohne Lizenz fahren - weil sie sich überhaupt nicht auskennen?
Du glaubst also, wir sind per se blöd - und fahren eh nur noch mit Navi?!

Ich sage dir was:
Wir - die fahrenden Leute sozusagen - kennen dich.
Du brauchst dringend Erholung - damit du nicht mehr auf uns projizieren mußt.
Nach oben buckeln - nach unten treten .... ist deine Welt, ja?
Oder diese Welt der Gefahr überall .... die Welt der Ängste ....

Weißt du was?!
Wir haben ja nichts gegen Hasenfüsse, aber ......
wir sind anders drauf.
Wir haben keine Angst.
Wir leben sozusagen einen Teil unserer Leben auf der Strasse.
Wir treffen
- alles -
und
wir werden getroffen.
Und weißt du was,
das ist das Schöne
an einer Art Leben auf der Strasse:
Wir lassen uns auch berühren.

Und das -
wiegt deine Dummheit auf!

Das Merkel auf Krücken - was für ein Bild!

Das das Merkel gerade jetzt auf Krücken daherkommt und dazu mit einer Knie-OP - wow!
Demut sitzt im Knie - beuge dich.
Beuge dich dem, was ist, Trulla!
Du hast doch schon seit Jahrzehnten Worte von dir  gegeben, die satanischer nicht sein können.
Die Atomtransporte sind sicher.
Die AKW´s sind sicher.
Der Euro ist sicher  .....
Sorry - ich bin selten sooo hart drauf - aber diese Fingerspitzenpyramidenbildende-Polit-Marionette  hat es sich wirklich schon lange verdient, daß sich ihre Demut meldet.

Dachziegel mit Photovoltaik-Zellen ....

... gibt es. Diese können auf jedes Dach montiert werden - in gewünschter Anzahl, je nach erwünschter Verwendung.
Ich fuhr ein Paar in der Limousine, aus dessen Gespräch sich ergab, daß er Dächer deckt. Also nutzte ich die Gelegenheit, ihn nach diesen Dachziegeln zu fragen, von denen ich kürzlich erst hörte (u.a. in diesem Interview). 
Ja, sagt er, das ist überhaupt kein Problem.
Photovoltaik eben.
Wenn ich beispielsweise nur mein Warmwasser auf diese Weise generieren wolle, genügt eine Teileindeckung mit etwa 250 dieser Ziegeln. In jedem ist eine kleine Photovoltaik-Zelle eingebaut. Ja, speichern geht, klar ....
Wenn ich meine Heizung darüber laufen lassen will, soll ich halt mit dem Heizungsbauer drüber reden, der kann mir den entsprechenden Speicher zwischenschalten.
Alles - kein Problem.
Alles - schon lange - machbar.
Und dazu noch günstiger, als z.B. ein Dach neu eindecken zu lassen und anschießend Sonnenkollektoren draufzusetzen.

Alles in Bewegung. Die technischen Möglichkeiten schon lange vorhanden.
Nein, ich habe leider kein eigenes Dach zur Zeit.
Wenn ich eines hätte, ich würde es mit Kusshand so machen - lassen!

Will sagen: Lassen wir uns doch nicht länger für dumm verkaufen, was Energie betrifft.
Energie ist die Quelle, aus der wir selbst stammen, aus der wir existieren, aus der wir leben - und deren Wurzel noch nie jemand gefunden hat - kein Mystiker, kein Philosoph, schon gar kein Materialist und/oder "Experte" dieser äußerst beschränkten Fraktion - die sich selbst amputiert hat von Dimensionen wie Seele und Geist.

Obowhl sie nicht gefunden werden kann- die Energie(-quelle) des Lebens selbst - ist sie überall vorhanden - und nutzbar.
Die Frage ist nur, wie.
Mit welcher Intention.
Ausbeuterisch oder kreativ?
Was wollen wir also jetzt?

Alles liegt im Möglichen - und hat entsprechende Konsequenzen.

Auf dem Heimweg lese ich das Schild einer Heizungsbaufirma um die Ecke - dort steht u.a. alles, was sie mit "Photovoltaik" meistern.
Hmmmhh .... so einfach?
Ja, so einfach.
Und nur eines von vielen vielen Beispielen im Universum des bereits Machbaren!
Gerne würde ich jetzt in Hannover über die aktuelle Messe schweifen und mich informieren, was bereits realisiert ist von genialen Geistern.
Für alle anderen Daheimgebliebenen:

Hier gibt es reichlich zum Thema Energie zu studieren -
die arbeitsintensiven und wertvollen Seiten von Achmed Khammas - danke dafür!
Das alles wird übrigens nicht auf den Fachhochschulen gelehrt!

Aktiengesellschaften übernehmen von Haus aus keine Verantwortung - ebensowenig wie Investmentfonds - das ist unsere Aufgabe

In den Nachrichten zum Supergau wird viel über "Tepco" gesprochen und daß die ein "schlechtes Krisenmanagement" haben, was die so alles falsch machen etc. pp. Sicher ist da viel Wahres dran. Wenn ich höre, wie die "Experten" versuchen, ein Leck von 20 cm zu "flicken", u.a. mit Papierschnippseln und einer Art Bauschaum (Polymere), muß ich trotz der tödlichen Ernsthaftigkeit der Situation doch manches Mal lachen.
Nichts gegen Bauschaum! - das ist eine geniale Erfindung.
Und mit mehrschichtigen Papiersohlen in den Schuhen kann mensch sich im Winter bestens die Füße von unten  wärmen.
Ob die "Experten" wissen, was sie da tun?
Ich tippe auf ein klares NEIN.

Denoch fände ich es konstruktiver, jetzt einfach mal jegliche Zuweisungen von Unfähigkeiten und Schuld außen vor zu lassen und sich stattdessen gemeinsam mit allen zur Verfügung stehenden Kenntnissen um die Situation an sich zu kümmern und das beste daraus zu machen, was noch machbar ist.

Nüchtern gesehen: Eine Aktiengesellschaft übernimmt niemals Verantwortung für irgendeine Situation! Und schon gar nicht in diesen Dimensionen. Der Kurswert von "Tepco" ist in den Keller abgesackt nach dem Gau, alle verkaufen einfach ihre Anteile und danach ist niemand mehr da, der wirklich und wirksam Verantwortung übernimmt.
Und natürlich ist auch kein Geld mehr da.
Geld ist in AG´s nur so lange da, wie Gewinne ausgeschüttet werden. Das gilt für Tepco und alle anderen Betreiber weltweit, die in AG´s agieren.
Dafür muß niemand BWL studiert haben (wie ich einst, Grüße aus Absurdistan), um das zu begreifen!
Also: Falls dies nun doch noch nicht der Weltuntergang ist - gehören alle derartigen Unternehmen sofort (wieder) in die öffentliche Hand, als Gemeingut, wo wir zusammen Verantwortung übernehmen für das, was wir gemeinsam nutzen. Tun wir sowieso für alle Gaus, jetzt schon - nur daß derzeit die Rendite nicht auf die Allgemeinheit sondern auf die Aktionäre umgelegt ist.

Die Lösung und Heilung unserer Geisteskrankheit auf diesem Planeten ist soviel einfacher, als viele denken:
Grundbedürfnisse der menschlichen Existenz müssen für jeden und jede von uns gewährleistet werden, in selbst-verständlicher Gemeinschafts-Verantwortung.  Damit wird Raum frei für echtes kreatives und konstruktives menschliches Wirken.

Zu den Grundbedürfnissen gehören: Obdach, Nahrung, Kleidung, Energieversorgung und Bildung.

Stell dir vor, wir meistern es, uns gegenseitig all dies zu gewähren - und darüberhinaus verschreiben wir uns dem "Leben-und-Leben-lassen" ... willkommen zurück im Paradies.

Nein, Atomkraft war und ist nicht billiger als die zahlreichen Alternativen, die es inzwischen gibt. Die Kosten für die sogenannten Endlager, die es noch nie gab, werden allesamt auf die "Allgemeinheit" abgewälzt, siehe "Asse". Und keine Versicherung wird jemals ein AKW versichern, es sei denn, für Beträge, die niemals von einer "Aktionärs-Gemeinschaft" bezahlt würden. Usw usw .... sicher habt ihr euch alle gut informiert inzwischen!
Es gibt bereits - teils schon lange - Techniken, die umwelt- und menschenfreundlich sind, die niemandem schaden und allen nützen - ohne unseren Planeten auszubeuten. Auch dafür - muß niemand studiert haben. Frag mal die Handwerker in deiner Gegend nach Photovoltaik ... ganz ohne "Überlandleitungen" etc.   

Also: Es liegt NICHT MEHR an "Tepco" oder der japanischen Regierung oder an sonstwem - es liegt an uns allen.
An jedem und jeder von uns. Das - wollte ich mit diesen vielen Worten sagen (bevor ich das Raumschiff nehme ...).

Montag, 4. April 2011

Gute Nachrichten aus dem ThinkTank mit Claus Leggewie .....

Gestern nachmittag in der elfenbeinfarbenen Limousine hüpfte mein Herz vor Freude, als ich dieses 30-minütige Interview mit Claus Leggewie hörte.  Ich glaube, es hat sogar gejubelt vor Freude und mit den Zellen und der Seele zusammen "Applaus Applaus" gerufen ...

Hier der Link zum Gespräch zwischen Claus Leggewie und Karin Fischer, betitelt als: "Das Ende der Welt, wie wir sie kannten? Der Direktor des Essener Kulturwissenschaftlichen Instituts über Bewusstseins-, Werte- und Wirtschaftswandel nach Fukushima"

Endlich mal ein Mensch, der in echten Chancen weiter- und vorausdenkt und den Status Quo als das benennt, was er schon seit einer Weile ist: Längst überholt - und von den ewig gleichen Lobbyisten und deren Medien weitergeleiert.
Leggewie sagt - wie ich auch - ES GEHT. U.a. über Konsumentenmacht. "Wir können erheblich mehr, als wir im Moment glauben, bewirken zu können ...."  Ja, danke, Herr Leggewie!

Samstag, 2. April 2011

Klonfleischfresserplanet

Hier eine Doku zum Thema Klonfleisch.
Vergangene Woche beschloss die EU, daß geklontes Fleisch nicht kennzeichnungspflichtig sein soll.
Ich wußte bislang nicht einmal, daß es bereits seit mindestens 10 Jahren geklontes Fleisch im Handel in der EU und damit auch hier in D gibt.
Wenn ich mir dazu noch vorstelle, mit welchem "ganz normal gängigen" Dreck die Tierchen gefüttert und gemästet sind und was dann noch so alles den diversen Würsten beim Verwursten hinzugepanscht wird, kann ich nur sagen:
Fleisch ist wirklich ein Stück Lebenskraft! - für alle, die dran verdienen, daß soviel Dreck gefressen wird. Und für alle die, die ein vitales Interesse an willigen und verblödeten Arbeitssklaven haben.

Mit Spezialkleber geklebtes Fleisch aus Resten ist ebenfalls nicht kennzeichnungspflichtig - und für ein Verbraucherauge nicht ersichtlich - mal abgesehen von den lustigen Formfleischwürsten für unsere Kleinen.
Wobei letztere Riesensauerei mir fast schon harmlos anmutet, nachdem ich nun weiß, daß mit Frankenstein´s Nachkommen schon richtig lange richtig viel Kohle gemacht wird.

Im Beitrag hat sich u.a. ein Pärchen seinen Lieblingshund klonen lassen .... na, wie wär´s denn mit den Kinderchen? Oder deinem Partner, falls der schon zuviel Klonfleisch gefressen hat und bald an Krebs stirbt?


Es ist ganz interessant, mal von draußen auf den Planeten zu schauen und auf den allseits wütenden und zerstörerischen Irrsinn, der gerade so überraschend (in einen von mehreren Hunderten denkbaren) atomaren Supergau mündete ....
Ach ja, wußtet ihr denn schon, daß der Planet sich in jeweils 24 Stunden einmal um sich selbst dreht? Soviel zu der Version, daß wir uns hier zuviele Sorgen machen wegen dem "german-angst-syndrom", sicher drehen sich alle verseuchten Partikel in der Luft um Fukushima nur genau dort auf der Stelle mit. Und das Meer ist ja Gott sei Dank ein stehendes Gewässer - auf unserer Scheibe.

Der perfide Gedanke kam hoch - stark gekürzte Version: Mit der weltweiten Schweinegrippe-Zwangsimpfungs-Kampagne neulich, von der keine Sau mehr etwas hörte, haben sie uns nicht totgekriegt. Jetzt versuchen sie es halt, wieder einmal, anders. Und ich meine das durchaus ernst!

Frieder Wagner´s Dokumentation über den Einsatz von "Depleted Uranium" begegnet mir wieder - er berichtete schon vor Jahren darüber, daß bereits seit Anfang der 90er in allen Kriegen uranverseuchte Munition in Menschenkörper geschossen wird, "depleted uranium",  atomarer Müll! Kosovo, dasAfghanistan, Irak, jetzt Libyen ... überall wird das in Menschen geschossen.
Hier ein Interview von Werner Altnickel mit Herrn Werner Strohm (schöner Name in diesen Zusammenhängen), der vieles zu erzählen hat in Sachen Vorgehen der Atomlobby und Nachrichten-Monopol.

Daß der Steffen Seibert (trefflicher Name) so glatt vom ZDF-Nachrichtensprecher zum Kanzlerinnen-Sprachrohr mutierte, zeigt doch sehr schön, für wen die Journaille arbeitet. 

Mein Raumschiff kommt in einigen Tagen wieder, ich weiß es.
Habe letzte Woche bereits einen Testflug mitmachen dürfen und aus dem Raum heraus meinen Mutteaußen rplaneten betrachten dürfen. Sie ist bewohnt von Geisteskranken, die die wenigen noch Gesunden, die solchen Irrsinn nicht mitmachen wollen, kurzerhand für geisteskrank erklären - und sie ist komplett umzingelt von der Kriegswaffentechnolgie der ersteren Sorte Geisteskranekn, u.a. in Form von Tausenden Satelliten. Die Geisteskranken glauben, daß diese Dinger zum Betrieb ihrer Navigationssysteme in ihren technisch völlig veralteten Fortbewegungs-Blechkästen dort positioniert seien.

"Macht euch die Erde untertan"  - soll irgendwo in einem älteren Buch geschrieben stehen .....