Mittwoch, 30. März 2011

Vorratshaltung

Die andere, ältere Tochter meiner Eltern, die immer auf einem anderen Planeten lebte als ich, fragte mich einst, als ich an Jahren so irgendwo in den Anfangszwanzigern steckte, allen Ernstes "Ja, hast du denn keine Vorräte im Haus? Was machst du denn, wenn mal ein Krieg kommt?" Ich hielt überrascht inne - ein überdimensionales "HÄ?????" erschien vor meinem geistigen Auge. Meine Antwort kam dann relativ zügig, obwohl ich nicht einmal ernstlich an einen Krieg oder eine todbringende Katastrophe gedacht hatte bis dahin: "Was um Himmels willen soll ich denn in solch einem Fall mit Vorräten?" Seither war mir klar, daß mein Maximalvorrat für derartige Fälle in einem Karton hochprozentigem Schnaps bestehen würde - um mit einem Vollrausch dem Schnitter freundlich entgegenzukommen.
Aber doch nicht noch wochenlang irgendwo Vorräte aufzehren ....
Vielleicht stelle ich mir jetzt mal so einen Karton in den Keller - falls ich das Raumschiff nicht kriege.
Obwohl derartige Vorratshaltung und - ohnehin unmögliche - "Vorausplanung" ja immer noch nicht meiner Mentalität entspricht.

Montag, 28. März 2011

O.T.

Heute hier geklaut, ich konnte nicht anders ....

Restrisiko, Stresstests, Neusprech, Medien-Halbwertszeiten, Staatsbankrott(-eusen und -eure) und führungslose Blitzangriffskriege ...

Dann will ich mal beten, das uns die zahlreichen "Restrisiken" nicht aufgrund der bevorstehenden "Stresstests" noch  zu-fällig um die Ohren fliegen - bevor mein Raumschiff da ist. Ich meine, so ein Runter- und Wiederrauf-Fahren von diesen alten Ungetümen ist schließlich auch nicht ganz vorhersehbar. Vielleicht sollten sich die BetreiberInnen dieses Drahtseilaktes zusätzlich mal ein paar aktuelle astrologische Konstellationen schildern lassen - bevor sie so ein plutonisches Kraftwerk einem "Stresstest" unterwerfen wollen ...

Hier ein Link zu einem Interview mit Lars-Olov Höglund, ehemaliger Vattenfall Mitarbeiter und AKW-Chefkonstrukteur in den Jahren 1975 bis 1985, welches am 16.03.2011 in "Hart aber Fair" zu hören war. Bislang die einzige kompetente und aufrichtige Aussage zum großen Thema, die mir begegnete. Auf der linken Seite gibt es eine Leiste, auf der man sich direkt zu diesem Gespräch mit Herrn Höglund klicken kann. Der Herr Höglund nimmt kein Blatt vor den Mund und redet nichts schön, auch nicht die Todgeweihten. Danke dafür. 

Jetzt wissen wir also auch offiziell, daß der Gau in Fukushima schon lange eingetreten ist.
Die Medien aber - bleiben seltsam ruhig, keine Sondersendungen mehr.
Zwei Wochen scheint die Halbwertszeit zu sein bei denen,
ob das jetzt der Tsunami von 2004 ist oder der Hurricane Kathrina oder Haiti oder Deep-Water-Horizon ....
und sogar bei diesem Supergau und Hunderten von sogenannten "Nachbeben" - von denen wohl ein einziges uns alle hier schon aufschreien lassen würde.

Nachdem also nun bekannt ist, daß die Verstrahlung in Japan rapide ansteigt - gibt es stattdessen tatsächlich das ewig gleiche Polit- und Wahlgefasel von gleichgeschalteten Parteienfuzzis,die sie sich selbst beweihräuchern und ihre großartigen "historischen Siege" in die Kameras hineinfeiern.

Rotgrün, also Grünrot - hatten wir doch neulich auch schon, vor das Merkel, und die haben "Hartz 4" eingeführt und eine "Agenda 2010" sowie deutsche Soldaten wieder in Kriege entsandt - und die haben seinerzeit auch keinen Atom-Ausstieg praktiziert. Die stehen genauso auf den Gehaltslisten der Großmogule wie die anderen auch. Deshalb kriegen die auch immer sofort prima Jobs mit richtig fett Kohle in der Wirtschaft, wenn die ihre Ämter niederlegen.
Ganz herzlichen Dank in diesem Zusammenhang auch nochmal an den BUNDESWIRTSCHAFTSMINISTER (!!!!!) Brüderle, es einfach laut zu sagen. Jedes Volk wird von denen regiert, die es verdient ....

Ach ja, die EU ruft jetzt zu Geld- und Sachspenden für Japan auf.
Wasser wird benötigt ... alles verstrahlt.
Sicher gibt es auch wieder Spendengala mit Thomas Gottschalk.
Die EU soll übrigens inzwischen die Strahlen-Grenzwerte für japanische Lebensmittel-Importe erhöht haben ...
Super-Lösung eigentlich (sieht ja eh keiner)!

Apropos Super-Lösungen: Eben las ich einen Text von Rüdiger Dahlke zum aktuellen Geschehen und der Symbolik, der mich bereits vor Tagen als Mail erreichte - ich zitiere mal einen Satz daraus
"In Österreich hat die Ärztekammer nach der Veröffentlichung einer Studie, die nahe legte, dass sich schon nach 5 Jahren regelmäßigem Handytelefonieren, die Hirntumorrate verdoppelt, dafür plädiert, die Zahl der Neurochirurgen dramatisch zu erhöhen, um mit all den bevorstehenden Gehirntumoren fertig zu werden."

Last but for sure not least: Ein neues "Afghanistan-Projekt", diesmal in Libyen, es geht um Öl- und Wasserreserven ...

In der Limousine traf ich auf ein ebenso zynisches Exemplar wie ich es (hin und wieder) selbst bin - wir haben Tränen gelacht über die aktuellen Realsatiren auf diesem Planeten. Das muß raus .... 

Ich habe meine Mitgliedschaft auf dem Planeten inzwischen gekündigt und mir mein Lieblings-Handtuch bereitgelegt. 
Es wird allerhöchste Zeit, hier auszusteigen ...
und sich in den ureigenen Kosmos zurückzuziehen.

Samstag, 26. März 2011

Hallo, Liebste - sprach das Resonanzgesetz des Waldes ....

Heute habe ich sehr breit geschmunzelt und mich wirklich ein wenig gefreut über die plötzliche und etwas überraschende Ansprache von einem türkischstämmigen Kollegen jüngeren Datums, mit dem ich vor einigen Tagen zufällig ins kollegiale Gespräch kam. Er erschien heute plötzlich erneut an meinem Fenster, als ich die Spitze hatte auf einem der besten Plätze der Kolonie - ehemals Hexentanzplatz! - und begrüßte mich mit "Hallo, Liebste".
Zu meiner eigenen Überraschung klang das völlig in Ordnung und ich war erfreut, ihn zu sehen - für Sekundenbruchteile mußte ich aber mich erst einmal an ihn erinnern - immerhin habe ich ein paar Tausend Kollegen und Kolleginnen, genaugenommen - wenn ich die Tag- und Nachtschichten mit Stammbesetzungen in der Woche und an den Wochenenden sowie alle Aushilfen hineinnehme - um meine eigene Sanftmütigkeit zuordnen zu können ... Als ich also in sein Antlitz schaute und die anngenehme Stimme hörte, fiel mir Begegnung von neulich relativ schnell wieder ein - und somit, daß er ein sehr freundlicher Kollege ist, einer von diesen angenehmen Menschen, die einfach sympathisch und optimistisch sind - von Haus aus und/oder aufgrund ihres Naturells.
Und es fiel mir wieder einmal mehr auf, was die Limousinenlenkerei mich so alles lehrte bisher ...
Dieser nette und gutgelaunte Mensch zum Beispiel- darf mich gerne derart begrüßen, ja, es fühlt sich sogar einfach gut an. Mein seinerzeit erklärter Lieblingskollege - inzwischen kann ich auch besser streuen -  begrüßte mich auf ähnliche Weise, mit einem "Hallo, meine Gute" oder eben " ... meine Liebe".
Das darf nicht jeder.
Jedenfalls nicht bei mir.
Das dürfen nur - diese großen Herzen.
Nur die, die auch lebendig klopfen.
Das sind - glaube ich - die, die das Leben lieben, egal wie schwierig es ist.
Die, die ihren Weg mit den Herzen durch alle Unbilden finden
Ja, von denen - höre ich es wirklich liebend gerne, wenn sie mich "meine Liebste" nennen!
Vor ein paar Jahren kam ein Kollege zu mir und sprach mich mit "Hallo, Mäuschen ...." an.
Meine Antwort war
"Wat für´n Mäuschen?!
Hier gibt es kein Mäuschen."
Und er war sichtlich erschrocken über diese Mauer, die sich da zementierte,
zwischen seiner und meiner Welt. ....
Ich auch -
aber ich habe die Kelle geführt und gemauert, weil es sich für mich so besser anfühlte.
In den Jahren der Limousinenlenkerei habe ich diesen Typen noch öfter gesehen -
und mir ein paar Mal mehr (herzliches) Geschick im Umgang mit diesen vielen verschiedenen Menschen auf all den Strassen gewünscht. Nicht daß es falsch war - diesem Schätzchen das so zu sagen ....  das ist völlig ok.
Was die höhere Kunst ausmacht ist dies:
Menschen erst einmal grundsätzlich respektieren.
In ihrem ureigenen Kosmos.
In ihrer ureigenen Eigenart.
Wenn beides gesehen wurde
schüttet sich das erste Füllhorn der Götter aus:
Du siehst plötzlich die Schönheit in jedem Antlitz.
Mit Antlitz - schließe ich mindestens alle Wesen ein mit zwei Augen und einer Seele.
Und was vielleicht noch wichtiger ist  in der elfenbeinfarbenen Lebensschule ist:
Manchmal - habe ich auch einfach keine Lust (mehr) auf Menschen - überhaupt.
Und ich weiß - auch das ist in Ordnung für eine Seele,
die in einer großen Stadt und in einem (Bundes-)Land lebt - wo ständig und überall Menschen herumkaspern .....

Freitag, 25. März 2011

Heimat, Fülle, Wetterfühlige ....

Heute ging es in der Limousine natürlich - wie immer - ums (gefühlte) Wetter - und natürlich - um den Frülhing.
Jaja - zu kalt, zu warm , zu irgendwas .... is immer so - die Menschen hier in D nähern sich ZUnächst über "ZU irgendwas" an ....
Das - ist in anderen Kulturen ganz anders. Da interessieren sich die ArtegenossInnen plötzlich wirklich dafür, was dich als Mensch ausmacht.
Und jetzt - wo ich es gerade schreibe und mich daran erinnere, daß ich heute über die sattgrünen Landschaften und die seelennährenden Jahreszeiten in meinem Geburtsland sprach  - fällt mir etwas sehr Wunderbares dazu ein: Stell dir vor, du kommst aus Keltisch-Germanien und bist ein Wesen aus einem Stamm, welches sehr lange in, mit und von Wäldern gelebt hat .... woran würde sich deine Orientierung heften?
Ja - ans Wetter natürlich .... an Narurbeobachtung. Ob es ein Rest von Instinkt ist? Und ein Rest von gesundem Menschenverstand in hochtechnisierten Zeiten (die uns gerade um die Ohren fliegen)?
Welch eine schöne Idee ... in Zeiten, wo die Wälder rapide verschwinden durch Menschenhand.
Dafür fahre ich jetzt seit Jahren Mercedes-Limousine  ... um zu checken, wieso die Germanen immer noch so wetterfühlig sind!

Momentwellenreiten und Gezeiten

Als eine Art Gefühlswellenreiterin ... Zustandswellenreiterin ...  hmmmh, warte mal .....  Momentwelleneiterin - ja, da kommen wir dieser mysteriösen Geschichte mit dem Leben an sich und in seiner Substanz schon näher .... WIP ..... work in process ..... WIP .....
Also nochmal: Als Momentwellenreiterin ist mir eine von vielen ehemaligen Arten der Vor- und Darstellung seit vielen Äonen fremdgeworden. Damals glaubte ich noch, daß das Leben linear verläuft und, derart konditioniert, dachte ich noch, ein Mensch hätte diverse definierbare und somit quasi verlässliche, zuverlässliche Charaktereigenschaften ausgebildet im Laufe seiner Entwicklung.
Meine Dompteure hatte mir gar in die Blaupause eingebläut, daß es sich bei Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit um besonders wichtige Eigenschaften handelt, um aufrecht dieses Leben zu meistern.
Vielleicht waren sie auch nur zu bequem zum geschickten Lügen -
welches ja durchaus zu materiellem Erfolg führen kann
(allerdings oft einhergehend mit seelischer Armut).
Wie auch immer ... seit vielen Monden experimentiere ich mit den verschiedensten "Verhaltensoptionen" - und stelle fest, daß Momentwellenreiten die mit Abstand erlichste und somit gesündeste Haltung ist - für mich.
Anders gesagt: Ehrlich zu sich selbst sein ist das Gesündeste, was ein Mensch tun kann.
Alle denkbaren Paradoxa sind hier impliziert:
Wenn es für dich ehrlicher und gesünder ist, zu lügen ... bittesehr.

Mittwoch, 23. März 2011

Banale Metapher

Seit ich am Wochenende in der Limousine auf ein simples Elektronikspielchen traf, welches auf meinem Handy zu finden war ...  ist meine Aufmerksamkeit in mehrerlei Hinsicht völlig gefesselt davon: Einerseits - ist es das Spiel selbst, welches meine Aufmerksamkeit absorbiert. Es ist eine Art Geschicklichkeitsspiel, sehr harmlos, es handelt sich lediglich um bunte, ballförmige Symbole, die in bestimmte Anordnungen verbracht werden müssen, damit sie sich wieder auflösen - und ab und an gibt es außerordentlich wirkende Faktoren wie massive Hindernisse, Bomben und auch Joker.

Nun war das Geschäft in der Limousine (nicht nur aber besinders) am vergangenen Sonntag mehr  als schleppend und wahrlich schwer auszuhalten - bis ich auf dieses Spiel traf, mit dem ich in der Tat Wartezeiten von 70 bis 100undeinpaarmehr Minuten relativ gedankenlos überbrückte, voller Faszination ob der Weisheit dieses simplen Spielchens.
Bei einem Gesamtumsatz nach etwa 9 Stunden Arbeitseinsatz von knapp 40 Euro - die Hälfte davon ist mir und zwar abzüglich Sozialabgaben, uahaha - war ich derart vertieft in diese bunten Bällchen und die weitgreifende Philosophie dahinter - daß ich mich nahezu gestört fühlte von einem Auftrag, der nach sonst oft bitteren 80 Minuten Wartezeit auf mein Display kam.

Seither - spiele ich diese banale Spielchen viele Stunden lang, mußte gar das Handy mehrmals wieder aufladen - und es beantwortet mir während dieser vermeintlich simplen Verschiebung von bunten binären Bällchen wahre Schicksalsfragen.

Einige Antworten bisher lauten:
Wenn du denkst, es geht nicht mehr - kann es sein, daß es genauso so ist und dann ist das Spiel aus. Es lohnt sich aber, bis zum Äußersten aufmerksam zu bleiben - denn manchmal treten erstaunliche Wendungen ein!
Es ist bis zum Ende auch möglich, daß ein Joker kommt und dir viel Luft verschafft.
Manchmal - bist du noch so auf das vermeintlich unvermeidliche Ende des Spiels fixiert, daß du kurz nach einem luftschaffenden Joker wieder am Ende bist.
Ein anderes Mal - hattest du das rechte Maß an Konzentration - und so ging es immer weiter, immer besser und du konntest viele Hindernisse abbauen.Sogar derart gründlich, daß du quasi wieder ganz von vorne beginnen kannst.
Vergiß auch niemals dieses wichtige Quäntchen Glüch, das alles wieder wenden kann!
Irgendwann - kommen die nächsten Hindernisse.
Wenn du geschickt genug warst, hast du dir genügend Freiraum geschaffen, um diese zunächst periphär abzulegen und auf die nächste gute Gelegenheit zu warten, um sie erneut aus dem Weg zu räumen - du weißt ja nun schon, daß sie kommen wird.
Manchmal kann sogar eine Bombe Segen bringen, Verhärtetes wegsprengen und so Raum für neue Entwicklung schaffen.
Und auch Intuition ist wichtig - vertrau einfach dem Lauf der Dinge und gib hier und da die vermeintliche Kontrolle ab - erstaunlich, welche Kettenreaktionen in diesen Momenten ausgelöst werden können! 
Und wisse:
Jedes Spiel - gestaltet sich neu.

Dienstag, 22. März 2011

Ach so .. ja dann .. alles halb so wild

Der Herr Shingo Yushida, japanischer Publizist und Jounalist, sprach heute vormittag beim TV-Sender "Phoenix"  einen Satz aus, der meine Ohren sehr spitz werden ließ. Befragt, was er von der Berichterstattung deutscher Medien zu Fukushima halte, sagte er "Ich habe den Eindruck, daß die deutschen Medien nicht alle Informationen weitergeben."

Wow, dachte ich, endlich sagt es mal einer klar und deutlich, und ich war gespannt auf das Folgende.
Da erzählt uns der Herr Yushida, wie es wirklich ist: Er vermißt die Präzision bei der Weitergabe der Informationen. Zum Beispiel seien ja nur die Milch und die Blattgemüse verstrahlt, und davon auch nur die, die direkt aus der Region um Fukushima stammen. Unterstrichen wird diese wichtige Aussage im Hintergrund durch Bilder von Salatblättern auf einem grauen Kurzflor-Teppichboden liegend, die Kamera zoomt sich ganz nah heran, aber immer noch ist eine Verstrahlung nicht deutlich erkennbar. Ich fühle mich an platteste Propaganda erinnert, unterste Schublade .... habe ich das nicht alles schon einmal in jungen Jahren gehört?

Dann erklärt der Herr Yushida noch, daß selbst bei einem verstrahlten Kohl beispielweise ja nur die äußeren Blätter verstrahlt sind - und wenn man die abmacht, kann man den Kohl wieder bedenkenlos essen. Und außerdem würden die Japaner ja auch nicht soviel Milch trinken und Salat essen.

Ich schalte nochmal ein, alle paar Stunden schaue ich, wie der Stand der Dinge ist: Er redet immer noch großen Unsinn, live im Studio - räumt ein, es könne sich bei den nicht-präzisen Informationen in den deutschen Medien ja teilweise auch um Übersetzungsfehler handeln, da die meisten Informationen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt würden. Der muß die Deutschen wohl für ziemlich blöd halten, denke ich mir so ... pruuust.

Ja, und die Mentalität der Europäer sei es eben, die Dinge eher negativ zu sehen, während Japaner positiv schauen, sagt er auch noch. Die Deutschen machen sich einfach zuviele Sorgen. Mir fällt spontan die Schwester der Sorge ein, die Sorgfalt, die mir sehr sympathisch ist - und widerum eng verwandt mit Präzision.

Obwohl es zutiefst zynisch ist, muß ich inzwischen lachen über diese beiden Kasperlefiguren, die da Beruhigungspropaganda verstrahlen.
Was der Mann da von sich gibt und wie der Moderator der Sendung es anschließend nochmal kurz zusammenfasst, damit wir es auch wirklich begreifen, daß alles halb so wild ist - halte ich für schlimmste Verhöhnung der betroffenen Menschen.

Samstag, 19. März 2011

Hidden Orchestra - Live - Wow

Das sind beste Griots - GeschichtenerzählerInnen ...
Wortlos. Hier ein Stück live mit dem Titel "Wandering".

Als ich die neulich das erste mal hörte, war es so,
als würde ich die schon ewig hören.
Insbesondere - klar, die Rhythmen und die Offbeats,
den sprechenden Herzschlag von "Strange" ....
Wurde einfach völlig absorbiert von diesem "Strange"-Schlagzeug ....
Das Cello dazu, ein Genuss.

Ein Kommentar auf Youtube sagt es mit einem Wort:
EARGASM

Freitag, 18. März 2011

Strange

... von Hidden Orchestra

Sprachunwillig

Heute hatte ich viele Fahrgäste, aber alles fast nur Kurzfahrten - echt kurze Kurzfahrten! - und somit einen entsprechend mageren Umsatz in der Limousine. Viele dieser Kurzfahrer erklären, rechtfertigen bzw. entschuldigen sich bereits beim Einsteigen dafür, daß sie es nicht weit haben.
Das braucht kein Mensch!
Will heissen: Weder braucht sich irgendein Fahrgast für eine kurze Strecke zu erklären - noch brauche ich diese Entschuldigungen von Menschen, die meine Dienstleistung in Anspruch  nehmen und mir zum Tausch ihr Geld geben.
In den Jahren der sinnfreien Limousinen-Lenkerei habe ich mir angewöhnt, es den Kunden meist auch mitzuteilen: Das sie unsere Kunden sind - egal, wohin sie fahren - und sich dafür in keiner Weise zu erklären brauchen.

Heute habe ich nichts gesagt.

Andere kommentierten wie immer das Wetter und den einsetzenden Regen in der Kolonie - "wo es doch gerade soooo schön war ..."

Ich bin gedanklich und mental - ganz woanders.

Bin ich meistens - wenn mir dieses ewig langweilige und oberflächliche Zeug um die Ohren fliegt.
Aber meistens - war ich bisher auch irgendwie noch bereit, daß zu handeln, indem ich mich quasi parallel zu dem, wo ich gerade bin, in irgendeiner Form von vermittelnder Weise auf deren Wellenlänge eingestimmt habe, in der Kenntnis darum, daß es mir bisher immer leicht fiel, mich in verschiedenste Denkarten zu versetzen - für einen Moment. Mehr ist es ja nicht in der Limousine, Hallelujah!
Heute aber - habe ich anders auf den Small-Talk reagiert.
Nämlich gar nicht.
Habe heute sowenige Worte von mir gegeben, wie selten zuvor im Umgang mit Menschen.
Ich bin sicher, die haben es nicht einmal bemerkt in ihren Universen.
Trinkgeld gab´s eher mehr als sonst.

Intern - hinter geschlossenen Scheiben - bin ich ab nachmittags ein paar Mal explodiert
und mußte dringend ein bischen Dampf ablassen angesichts all dessen,
was gerade massiv plutonisch hochkocht.

Auf anderer Ebene war ich jede Sekunde an diesem und in den letzten Tagen in Fukoshima.
Und an anderen multidimensionalen Orten.
Es gab bereits heute viel Chaos wegen "Irritierten" auf der Strasse - obwohl erst morgen de facto Vollmond ist.
Ich selbst war sehr sehr sehr müde - und bin mental weit gewandert durch verschiedenste Welten ....
über Tag, während der Wartezeiten - und ganz sicher schon in den vergangenen Tagen und Nächten.

Es sind viele Schleusen geöffnet zur Zeit.

Donnerstag, 17. März 2011

Neue Techniken mal positiv

Hier gibt es Autos, die mit komprimierter Luft fahren.
Wie ich in diesen Tagen öfter (wieder) im Netz lese:
Es gibt schon längst viele Alternativen.
Sowohl zum Erdöl als auch zur Atomkraft.
Alles nur Kohlemacherei!
Und: Die Trägheit,/Unbeweglichkeit und
Ungläubigkeit der meisten menschlichen Geister. 
In der Limousine die üblichen Paniksprüche,
was alles Schlimmes passieren wird, wenn uns das Öl ausgeht ...
Meine stoische Antwort: Dann kommt was Anderes.
Und - wenn ich besonders redselig bin:
Es gibt keinen Mangel an Energie!

Es gibt nur zuviel Mangeldenken
und uferlose, wuchernde Profitgier.
 
Es gibt aber auch geniale Geister,
die schon längst viel Gutes erfunden haben.

Mittwoch, 16. März 2011

Chemtrails über der Kolonie und technische Optionen

Auf dem Weg zur Limousine morgens am vergangenen Samstag sah der Himmel über mir so aus wie in diesem Video festgehalten. Dem Menschen, der es tat und es auf Youtube ansatzweise sichtbar machte, soweit es mit einem Video geht, denn real sieht es nochmal anders aus, herzlichen Dank dafür, und auch allen, die es ebenfalls registrierten und es dort kommentieren. 
Der Himmel war derart verseucht, daß er tatsächlich nur noch stark metallisch-glänzend auf die Kolonie hinunterstrahlte. Eine komplette Metallwolke vor der Sonne, die nicht mehr zu sehen war, ihr Licht wahrnehmbar hinter dem dichten Giftschleier. Meines Erachtens noch dichter verseucht als die vielen Male zuvor
Anschließend registrierte ich für drei, vier Tage diesen komplett trockenen Husten bei mir, und nicht zum ersten Mal nach einer solchen Vergiftung der Atmosphäre.
Es ist für viele von uns nicht leicht vorstellbar, daß diese Dinge real sind und tatsächlich geschehen. Und übrigens nicht von Außerirdischen erdacht, angeordnet und durchgeführt werden.  
Noch weniger mag es für viele von uns vorstellbar sein, daß Erdbeben auf Haiti und jetzt auch in Japan ebenso absichtlich erzeugt sein könnten, via Haarp.
Aber ich denke, wenn es so ist - wird es nicht mehr lange dauern, bis wir es begreifen.

Das ist ja das Perfide an diesen Technologien: Sie sind kaum zu greifen, atomare Strahlung ist völlig unsichtbar für unser Auge und unsere selbstbegrenzte  Wahrnehmung.
Noch schwieriger ist es wohl, perfideste Machenschaften für wahr zu nehmen.
Was die hiesige Geschichte uns zeigte. Als die Menschen nach dem letzten Krieg die Bilder der KZ´s und der ermordeten Menschen gezeigt bekamen, konnten sie es immer noch nicht glauben (begreifen). Heute aber ist es noch verrückter: Wir schauen alle live zu - real und über viele Medien - und sehen nicht

Hier eine interessante Zusammenfassung wichtiger Eckpunkte zu einem jüngeren Datum in der Menschheitsgeschichte, welches gefühlt schon so lange her zu sein scheint, dabei sind es gerade nicht einmal 10 Jahre - und die meisten interessiert es eh (schon lange) nicht (mehr). Eine sehr klare Rede eines japanischen Politikers zu 9/11 aus dem Jahre 2008, die sehr viel Beifall fand im japanischen Parlament.  (Nein, ich teile nicht die Weltsicht desjenigen, der das Video hochgeladen hat!) In den deutschen Qualitätsmedien konnte man sie sicher nicht hören. Interessant die Infos im Netz, daß die Japaner sich unabhängiger von den USA machen wollten. Ehrlich gesagt gehörte Japan bislang nicht wirklich zu meinem Focus.

Persönlich übe ich gerade, mich nicht mehr allzu sehr emotional in Richtung Angst und Schrecken hineinziehen zu lassen - gerade das zieht unvorstellbar viel Energie in eine Richtung, die sie den zahlreichen Weltuntergangspropheten zukommen läßt, wie schon soviele Ereignisse in der jüngsten Zeit, die sich jedesmal noch zu toppen scheinen in ihren verheerenden Auswirkungen. Von diesem Entsetzen können sich viele Dämonen nähren - die, wie mir scheint, jedesmal noch mehr Appetit bekommen.

Montag, 14. März 2011

Erdscheibe

Was gerade so alles geschieht auf unserer Erdscheibe - ist mit dem Verstand nicht zu begreifen. Sag ich mal so. Jedenfalls nicht mit meinem Verstand. Vielleicht und vor allem wegen einer gefühlten Beschleunigung der Ereignisse. 
Ich muß kurz zurückgehen in die Zeit meiner Pubertät. Also eine Zeit der Reifung, die bei uns aber fast nur noch lächerlich gemacht wird und via Pickelbekämpfung und Intimsprays verhindert werden soll.
In dieser Zeit war mir vieles SONNENklar. Damit meine ich eine instinktive Klarheit und eine natürlich Anbindung an unsere Hauptenergiequelle. 
Besonders klar war mir auch (und ist es noch immer), daß alles, was der Mensch erfindet auch eines Tages Anwendung finden wird. Beispielsweise sämtliche Waffensysteme. Und da der Mensch immer noch fehlbar und nicht göttlich ist - wird er natürlich auch seine Quittung bekommen für jegliche Anmassung. Anmassungen sind Atomkraftwerke, (Massenvernichtungs-) Waffen (-systeme !!!), Genmanipulation, Lebensversicherungen (uahaha), Impfungen und vieles mehr.
Ich sag es schlichter: Anmassung ist hier der Einsatz, die Anwendung von Techniken, von denen Mensch keine Ahnung hat.
CERN gehört ganz vorne mit dazu.
Es ist im Grunde ein Spiel von solchen, die mal sehen wollen, wie weit sie gehen können und was rauskommt. Kinder. Gutbezahlte Kinder.
Anmassung sind aber auch Ideologien, die Mensch anderen überstülpen will.
Im Grunde - ist ALLES Anmassung,  was ein Mensch einem anderen Menschen zumutet.
Wie ideologisch schöngefärbt auch immer.
Ob eine Anmassung ideologisch oder materialistisch ist -
sie bleibt in jedem Fall der Versuch einer Unterdrückung bzw. will Unterwerfung - unter die eigene Ideologie.

In der jetzigen "Realität" überwiegt die Anbetung des Mammons und der Technik.
Auf dieser Erdscheibe ist es nicht nur immer wieder sondern fast ausschließlich die Anbetung des Mammons, auf die ich treffe - insbesondere, sobald ich eine öffentliche Verlautbarung höre (Medien - ÖR und auch Internet!!!).
Geld - scheint unsere einzige Grundlage geworden.
Wobei Geld sicher nichts Übles an sich ist, es ist sogar eine sehr praktische, gut transportable Erfindung.
Übel ist es erst dann, wenn wir unsere Seele verkaufen. 
Und das tun wir ja fast alle - für Geld.
Wir leben noch auf den Scheiben.
Wir sind nicht wirklich ein Globus geworden.
Ein Globus als ein Rundes, interverwobenes ....
ein wissend in Liebe (und hier meine ich nicht eine romantische Idee,
die als Liebe vcerstanden wird) vernetztes Ganzes,
zusammen mit allem, was ist.
In Demut gegenüber der Natur, die uns hervorbringt, nährt,
wachsen läßt, kräftigt - und dann auch wieder schwächt,
damit etwas Neues entsteht.

Luxus ist .... auf Mangeldenken zu verzichten ...

.... und noch nicht überraschenderweise vom Rande der Erdscheibe gestürzt zu sein - auf diesen Punkt komme ich im Folgenden bzw. in einem anderen Post zurück!
Luxus ist, noch mehr Atemzüge in durchaus angenehmer und privilegierter Situation zu geniessen.
Ein trockenes, warmes Dach über dem Kopf, mehr als genug zu essen, fliessendes, trinkbares Wasser, ja sogar zum Waschen in Hülle und Fülle, und - Lern- und Bildungsmöglichkeiten ohne Ende, ohne Begrenzungen - dank jeglicher je erdachter und denkbarer, dazu noch äußerst erschwinglicher Literatur sowie einem funktionierenden Internet, all das ist Luxus. So sehe ich das. Jetzt gerade. Also in der einzigen Qualität, in der mein Leben als Mensch überhaupt stattfindet, geschieht, passiert, sich ereignet, wahrnehmbar ist.
Der größte Luxus ist vielleichtt, einfach mal anzuhalten und alle Sinne zu erleben, mit allen Sinnen hiersein und so das Wunder der Existenz zu bestaunen, zu würdigen und vor allem zu geniessen.
Ja - genau jetzt.
Wo wieder sovieles vom Rande der Erd-Scheibe zu rutschen scheint - nächster Post.

Leerstehende Ladenlokale und Kita-Epidemie

Seit vielen Monden schon wundere ich mich hier in der Kolonie darüber, wie sich die Nutzung der vielen leerstehenden Gewerbeobjekte gestaltet, nachdem die bunten EinzelhändlerInnen zugunsten einer alles verschlingenen Geschäfts- und Konsum-Monokultur pleite gegangen sind.
In den Anfangszeiten dieser Entwicklung - also in den 90ern - war es so, daß viele ehemalige Ladenlokale und auch Gaststätten zu Teestuben umfunktioniert wurden, in denen sich meist moslemische Männer die Zeit mit Gespräch und Kartenspiel vertreiben. Seit einigen Jahren allerdings eröffnen in der Kolonie immer mehr große Glücksspiel- und Wettläden, die von außen geschickt unauffällig gestaltet und nicht einsehbar sind und die diesen Teestuben sicher auch viel Kundschaft abgraben. 
Auch mit Kiosken und Imbissen versuchen es die Menschen immer mal wieder. Danach gab es diese Handyladen- und Callshop Epidemie überall. Auch das läßt wieder nach, wird wohl eine gewisse Sättigung eingetreten sein.
Seit etwa drei Jahren wundere ich mich nun über den aktuellen Trend: Fast überall schießen in ehemaligen Ladenlokalen und sogar in pleitegegangenen Gaststätten private Kinderaufbewahrungsstätten wie Pilze aus dem Boden. 
Ja, gibt es denn doch soviele Kinder im Land? Es heißt doch immer, die Landsleute wären so unproduktiv in Sachen Nachkommenschaft? Und türkische Landsleutinnen sind es derzeit eher noch nicht, die ihre Kinderchen dort abgeben? Kann mensch denn mit Kinderhüten Geld verdienen? Oder arbeiten die da in äußerst prekären Situationen? Ich vermute Letzteres. 

Kürzlich traf mich die Information einer dynamischen, selbständigen Geschäftsfrau und Mutter, die ich fuhr, als sie mir berichtete, was die Kita für ihren bezaubernden Sohn im Monat kostet. Und wieviel mehr andere Einrichtungen kosten. Das Gespräch bewegte sich in Größenordnungen von 300 bis 600 Europro Kind und Monat und ließ mich ziemlich baff erstaunt zurück. Es ist ja nicht meine Welt mit dem Kinderchen-großziehen ...  
Daher bleibt meine Beobachtung hier auch einfach so im Raum und mit allen Fragezeichen stehen.

Eine - ebenfalls kinderlose - Freundin hat vor einigen Jahren federführend und zusammen mit drei anderen Frauen in Hessen so eine Einrichtung geplant, organisiert und aus dem Boden gestampft, bevor sie wieder etwas Neues machte. Das wurde alles mit staatlichen Mitteln gefördert und auch die Gehälter wurden so finanziert - ich vermute, das muß hier in den vielen Ladenlokalen ebenso sein.

Donnerstag, 10. März 2011

Die Königin der Münzen ....

... bringt es auf den Punkt: "Es lohnt sich nicht, sich wegen materiellen Dingen auch nur ein einziges graues Haar wachsen zu lassen." (ex memoriam zitiert nach Sylvie Winter´s schönem Tarot-Buch).
Ja, da hat sie recht, die Königin.
Und: Es lohnt sich definitiv, dies immer präsent zu haben, denn nur das führt zu echtem Reichtum.
Heute ist einer von diesen zahlreichen zauberhaften und magischen Tagen in meinem kurzen Leben auf diesem Planeten, an dem ich wieder einmal mehr als reichlich beschenkt wurde - von den Göttern.
Danke zu sagen wäre jetzt zuwenig,
deshalb lasse ich es lieber ganz sein -
und singe einfach mit meinen Zellen vor Freude im Chor,
im freien Flug
weit oben über der Welt -
vielleicht sogar noch Demut lernend ...

Dienstag, 8. März 2011

"IWF-Tag": Ich halte es mit Alice´s Gesellschaft ....

... und zwar nicht mit Alice Schwarzer, die ja inzwischen auch einen Teil ihrer Seele an die BLÖD verkauft hat, sondern mit Alice aus dem Wunderland und ihren Kumpanen, die es vorziehen, 364 Tage im Jahr "Nicht-Geburtstag" zu feiern!
Ich bin lieber jederzeit selbstverständlich Frau und Mensch.
Und habe somit nur sehr selten Anlass, mich überhaupt als Frau definieren zu müssen.

Ich fühle mich heute - jetzt mal ausnahmsweise so als Frau - also als zufällig geschlechtlich und hormonell zu der einen Hälfte der Menschheit gehörend, und eben nicht in die andere 50%-Option geboren - eher schon den ganzen Tag leicht verarscht und für behindert deklariert, wenn ich auf Berichte zum "Internationalen Weltfrauentag" treffe.
Allerdings nicht persönlich, nur als einer weit verbreiteten "Spezies" von über drei Milliarden Menschinnen angehörend, die dazu weitgehend für die Aufzucht und Sozialisierung von über sechs Milliarden zuständig ist. 
Meine Einstellung ist nach wie vor eine ähnliche, wie schon vor vielen Monden: Anscheinend will die Hälfte der Menschheit nicht für mehr Macht und Geld einstehen und kämpfen, hat andere Interessen oder gar zuviele, denn Karriere und Mann und Macht und Geld und Kinder und ein schönes Haus und immerwähende Schönheit und Treffen mit Freundinnen und Magie und Bewußtseinserweiterung  .... - ist halt ein sehr großes Programm, vielleicht nur für wenige Titaninnen umsetzbar? Und Einsiedlerinnen unter Frauen - gibt es auch nur sehr wenige.
Vielleicht liegen viele Probleme schlicht in den eigenen Lebensentwürfen und (konditionierten) Träumen und nicht immer und/oder nur an Widerständen der anderen Hälfte der Menschheit?!
Bei den Germanen soll alles noch ganz anders gewesen sein, was das Miteinander der beiden Geschlechter betrifft - so lange ist das ja auch noch nicht her ...
Erinnerte mich heute morgen nochmal grinsend an den moslemischen Kioskbetreiber, der mir vor ein paar Jahren herzlich zum Internationalen Frauentag gratulierte - ich hatte keine Ahnung, daß es sowas überhaupt gibt.  
An solchen Tagen werden Frauen mal wieder medial über das definiert, was ihnen angeblich alles noch fehlt - in den Gesellschaften.
Mir fehlt aber nichts.
Auch nicht als Frau.
Das ist aber schon wieder ein umfassenderes Thema, mit dem ich mich gerade befasse: Mangeldenken und Mangelbewußtsein in einem Universum der unbegrenzten Möglichkeiten ....

Montag, 7. März 2011

Der wills do nit han !!!

Den willst du nicht haben - sagt die Frau hinter mir in der Limousine betreffs ihres Gatten neben mir, nachdem ich schon diverse Familien-Divertissementschen jehüürt han .... die schon pubertierenden Kinder sitzen auch hinten. Der Gatte meldete bereits beim Einsteigen "Dat duert jetz noch - Isch bin mit d´r Famillisch ungerwääs un dat es escht Stress - ävver dat kenns do jo!" Echte Kölsche, ich muß ald wedder Troone laache ...
Manschmol es et esu schöön, dat kann kei Minsch us Kölle ennem Fremde verzälle!
Und damit - muß ich mich einfach outen als "Teilpatriotin" - auch, wenn ich Karneval lieber meide, den hiesigen Humor und einen gewissen kölschen Menschenschlag liebe ich zutiefst:
Der ist knallhart und herzlich zugleich. Ihrlische Minsche = Ehrliche Menschen sozusagen, mit der unschätzbar wertvollen Fähigkeit, über die ureigenen Dramen zu lachen.

Sonntag, 6. März 2011

Dunkle Strassen?

Ich gehe nochmal gegen 23 Uhr kurz raus zu diesem Kiosk in meiner Strasse, der bis 1 Uhr nachts geöffnet hat. An der nächsten Kreuzung treffe ich auf eine berlinernde Frau, die jünger ist als ich und die reichlich "Strüüscher" = kleine Blumensträuße gefangen hat heute op dem Zoch = beim Karnevalszug.  Sie hängt sich quasi in meine Fußspuren mit dem Ausruf "Ach Gott, was ist das für eine düstere Strasse hier!" Ich staune nicht schlecht, da ich zu der Spezies gehöre, die die Kolonie als völlig überbelichtet erlebt und sich freut, wenn es denn irgendwo mal so etwas wie Dunkelheit gibt. Zumal der besagte Teilabschnitt meiner fast in der Innenstadt gelegenen Strasse, den sie gerade anspricht, etwa schlappe 20 Meter beträgt. Daher entgegne ich auch "Na, da vorne ist doch schon wieder alles hell erleuchtet?!" Ja, aber ... hier könne einem ja glatt jemand auflauern. Ich erwidere, daß ich seit einigen Jahren hier wohne und sie sich sicher keine Sorgen zu machen braucht - hier passiert ihr schon nix (und schon gar nicht jetzt, wo sie sich mal eben in meine Aura eingeklinkt hat, lache ich so in mich hinein, hmpffhhh). Ich füge hinzu, daß mir das nicht einmal aufgefallen ist in den Jahren ... Ne - ich denke nicht einmal über sowas nach. Seltsame Ängste allerorten - darüber denke ich oft im Stillen nach - während sie mir erklärt, daß sie im Grunde auch keine Angst habe, aber es sei ihr so beigebracht worden. Aha?! So verhält es sich wohl bei vielen von uns - beigebrachte Ängste .... Sage jetzt wieder laut "Ich fahre Taxi - und wenn ich da Angst hätte, dann wäre ich wirklich an der falschen Stelle" Erzähle ihr noch schnell von den über 70-jährigen Damen, die so gerne klagen, wie schlimm das doch alles "heutzutage" sei mit den Überfällen - und wenn ich dann nachhake, wie oft sie schon überfallen worden sind in ihrem Leben? Ja, genau, die quirlige Berlinerin neben mir im unheimlichen Dunklen kennt die Antwort sofort. So, ich habe den Kiosk erreicht ....
Danke für die nette Begegnung - Ja, ich danke ebenso!
Ich habe keine Ahnung, wie diese Frau bei ihrer Lebendigkeit auch nur auf die Idee von Angst kommt in einem völlig banalen, etwas unterbelichteten Teilstück ihres Lebens? Auf dem Rückweg schaue ich genau nach: Es sind vier Strassenlampen, die hier nicht leuchten.

Karnevalsbilanz in 2011

Esu.
Jeschafft. 
Mental, körperlisch, nervlisch ... un zeitlisch.
Bilanz: Umsatz gut, Fahrerin geschafft und müde, viele nette Menschen und einige exponierte Arschlöcher - wie im richtigen Leben.

Die letzten beiden Fahrten heute abend in der Limousine noch krass bipolar:
Erst einen auffällig nüchternen und kultivierten Menschen nach Hause gefahren, der, wie ich, in den vergangenen drei Tagen viel gearbeitet hat. Daraufhin kam mir schon dieser Gedanke, etwas früher Feierabend zu machen und die Limousine - nach einem guten Lauf heute - mit einem derart angenehmen Ausklang abzustellen. Naja, ok, eine Fahrt könnte ich noch, mit etwas Glück ... stelle mich also völlig erwartungsfrei an einen im Karneval nicht wirklich frequentierten Halteplatz - und schnappe sofort den nächsten Auftrag. Glück? Auf dem Weg zur Kundschaft treffe ich auf eine "lustige Karnevalsgruppe" - ein kleineres Rudel alkoholisierter Lappenclowns mit Bollerwagen, die zu Fuß breit auf der Strasse gehen und mich partout nicht vorbeilassen wollen. Ich hupe kurz und fahre nah auf. Nein, sie wollen mich nicht einfach in Ruhe arbeiten lassen. Und einer haut schon auf die Limousine drauf, mit der Faust, auf den Kofferraum, auf die Kühlerhaube und gegen mein Fenster. Nach knapp 40 Stunden im Irrenhaus mit reichlich Durchgeknallten und im Delirium Befindlichen erlaube ich mir, ebenfalls gereizt zu reagieren, nachdem dieses aggressive Arschloch auch noch meine Tür aufgerissen hat. Im richtigen Leben - würde der sich das nie trauen, da läßt er das Arschloch garantiert subtiler raus - soviel ist klar. Ich knalle wütend meine Tür wieder zu, nachdem ich ihn von ganzem Herzen übel beschimpft habe. Hätte er seine Hand dazwischen gehabt, wäre sie sicher abgetrennt gewesen vom Gelenk. Ich fahre stoisch und etwas müde weiter hinter den Idioten her und fluche bei lauter brasilianischer Musik aus meinem MP3 laut im Innenraum vor mich hin. Ja, ich nehme die härteren Flüche, die sind hier treffend.

Dieser .... ich könnte diesem Mitte-30-Typen viele Namen geben, aber irgendwie hänge ich bei "der sexuell Frustrierte" fest ... hämmert weiter auf die Limousine ein und schlägt zur Krönung wiederholt mit der Faust gegen den Fahrerspiegel, der sich aus dem Gelenk dreht .... ich lasse die Scheibe runter und wüte ebenfalls. Verspreche ihm, gleich die Bullen zu rufen wegen Sachbeschädigung. Hole mein Handy raus und deute das an. Sagt doch sein Kumpel glatt, ich hätte ihn eben angefahren.

Ehrlich gesagt - ich bin müde von dem Irrsinn, der hier sinnlos millionenfach in der Kolonie tobt. Und gleich habe ich erst mal Feierabend und werde Karneval nicht mehr fahren - also geht weiter, Ihr .... (die Fahrerin hat eine sehr sehr laute Stimme und stößt übelste Flüche in ebensolchem heimischen Dialekt aus !!!)
Ah, jetzt kommt endlich der Abbieger Richtung Auftrag ... und die schlappen Lappen ziehen weiter die andere Strasse hoch. Der, der eben noch Frauen verhauen wollte, nimmt nun seine pinkfarben-perückte Perle in den Arm - und ich biege ab. Habe nette, nüchterne Kundschaft als Abschlußfahrt für diese Strassenköter-Saison - und komme schnell wieder runter von dem Trip mit diesem Schnösel. Dennoch - ärgere ich mich ein wenig darüber, die Nummer nicht bis zur letzten Konsequenz durchgezogen zu haben: Dafür hätte ich aussteigen und den Typen k.o. hauen müssen!

Dienstag, 1. März 2011

Gross-Stadt-Dschungel und Gelassenheit vor wilden Tieren

Heute war ich mit dem Fahrrad unterwegs in der Kolonie - Dienstags und unter Mars-Einfluss. OK .... kenn ich alles seit vielen Jahrzehnten. Dennoch - hatte es heute eine besondere und gespannte Qualität, jedenfalls für meine Wahrnehmung. SISCHER auch, weil eben die halbe Million KarnevalsfreundInnen zum Bersten angespannt sind für den kommenden Jupitertag.
Diverse Spannungsfelder in der Kolonie spüre ich als gebürtig Einheimische rein instinktiv auf. Naja, ist ja nicht wirklich schwierig so kurz vor der Explosion in den Strassenkarneval ....
Viele Wochen haben die Menschen nun in geschlossenen Sälen gefeiert und die Ventile geöffnet. Am Donnerstag ab 9.11 (!!!) Uhr (auf dem Wilhelmsplatz in Nippes) wird es also auch auf und in den Strassen der Kolonie ventilieren.

Heute kam mir bei meinem Ritt durch die Wildnis so ein selten selbstzufriedener Gedanke, der all diese arroganten NaturkennerInnen betrifft, die sich so gerne über die Spezies der GroßstädterInnen erhebt
Euch (* siehe Fussnote) würde ich jetzt gerne mal hier erleben- im Dschungel der Großstadt, zwischen einer guten Million wilder Tiere  (triebgesteuert und genau dies verleugnend) - und nicht irgendwo in einer recht beschaulichen Wildnis draußen, wo ab und zu mal einer von irgendwas gebissen wird.

Fussnote: In der Kolonie ist es bis heute unter den Urkölschen Usus, sich quasi höfisch anzureden.  Beispielsweise sagen wir so etwas wie "Habt Ihr denn bald Dienstschluß?" -  (Hadder dann bal´frei?) .....

SOLD und SÖLDNER - Die Soldatin

Am Wochenende landete tatsächlich am Bahnhof eine junge, schlanke, schöne Soldatin an der Limousine an - im Tarnanzug, mit Tarnrucksack und mit Tarnhelm (wo ich´s gerade so schreibe, frage ich mich auch, was Leute dazu bewegt, sich ständig zu tarnen?!).
Diese junge Frau brachte jedenfalls meine bis dato geführte private Umfrage bezüglich ergaunerter Doktorenwürden ins Wanken, derzufolge bislang 100 Prozent meiner wackeren Mitbürger für einen sofortigen Rücktritt des hinlänglich bekannten Adeligen gestimmt hatten - zweifelsfrei - und: Komisch? ganz das Gegenteil zu den MSM-Umfragen ....
Als sie einsteigt höre ich gerade eine Sendung im Radio zu diesem Thema und so sind wir schnell bei der Sache. Ich sage, mehr im Scherz: "Die reden über Ihren Minister" - und sie antwortet, mehr im Ernst: "Ich stehe zu meinem Minister."
Hmmhh ... zwei Weltalle prallen in diesem Moment aufeinander.
Was ist zu tun?
Erst mal besser schweigen und atmen.
Ja, sie meint das wirklich so.
Gefühlt und schwingungsgeprüft
Ich denke so bei mir:
Ja, die meint das wirklich so.
Was es alles so gibt an unterschiedlichen Lebensentwürfen, Lebensformen und Parallelwelten  ...
Sie meint, es gebe niemanden, der keinen Dreck am Stecken habe.
Ja, da stimme ich zu.
Sie meint, wenn man mal genau hinschauen würde, wäre niemand mehr da von den PolitikerInnen.
Auch hier - stimme ich ihr sofort zu!
Besondere und zutiefst erfreute Zustimmung erfährt sie auf ihre Anmerkung hin, daß jeder bei sich anfangen muß.
Das - checken lange nicht alle!
Doch all das ändert nichts daran, daß "ihr Minister" ein Lügner und als "Vorbild" und/oder "Vorzeige-Exemplar" nicht geeignet ist.
Ich sage noch, daß ich ohnehin keinen Minister habe und auch keinen brauche.
Und auch keinen will!
Schon gar keine Guttenberger oder Westerwellen, die mich irgendwo im Ausland repräsentieren wollen.
Dann - schweige ich lieber wieder.
Der Graben zwischen uns ist tief - und doch hat sie meinen Respekt für ihre Erkenntnis, daß jede(r) von uns bei sich selbst beginnen muß.
Es arbeitet einfach in mir. Ich finde die ganz in Ordnung - und ich bin sicher, daß sie ihre ureigensten Beweggründe hat, sich als Soldatin zu betätigen. Dennoch - finde ich Soldaten und -Innen überflüssig und für mich zählt diese Spezies nach wie vor zu den Kriegstreibern und sicher nicht zu den Friedensstiftern - mag ihre Motivation auch noch so edel sein, sie sind freiwillige Befehlsempfänger - und Befehlsempfänger sind mir mehr als suspekt.
Ich drücke mich hier sehr vorsichtig aus.
Was ich noch vernehme von der Dame: Es ist in zwei Jahren der dritte Minister, den diese SöldnerInnen präsentiert bekommen - sie wünschen sich halt mehr "Rückhalt" und solches Zeugs .... also all das, was es in diesen Zeiten nicht mehr gibt.Sag ich jetzt mal so als bekennende "Prekäre".

In den vergangenen Tagen habe ich auch oft über die Söldner sinniert, die sich Gadaffi gekauft hat. Leute also, die für SOLD den SOLDATEN machen und morden. Wo genau ist da bitte die "Demarkationslinie"? Zwischen SoldatInnen und Söldnern? Vom Wortsinn her - kommen sie jedenfalls aus demselben Stamm.  Während die einen schlicht für Geld und somit aus Kalkül morden - tun die anderen es für eine temporäre ideelle Seifenblase.
Ich persönlich - ziehe weder das eine noch das andere vor.
Und für mich ist beides - Mord.
Gegen SOLD.
Sold, Soldi =-Lohn, Entlohnung.
Töten gegen Entlohnung ist also erlaubt?
Privat aber verboten?

Wer sich also als Befehlsempfänger einbringt bzw. "verdingt" (ich liebe die deutsche Sprache!) und gegen Sold verkauft - der verkauft mit Sicherheit seine Seele.

Übrigens - war ich Soldatentochter und wollte als Kind aus reiner Vaterliebe die erste Frau sein, die in D zum Militär geht. Hat sich mit der Pubertät gründlich verlaufen ....

Tschüss, Karl-Theodor - bis in Kürze

Jetzt tritt er also - doch - für ein paar Monate - zurück.
Es macht mich fast ein wenig traurig, daß er nun doch 
soooo schnell einknickt - der erklärte Schwarm aller orgasmusfreien Mittsechzigerinnen.
Gerade jetzt habe ich wirklich Geschmack an der konsequent unverschämten und nackt zur Schau gestellten Verhöhnung der bislang noch herrschenden HERRschaften (Fussnote !!!)  gegenüber dem dahergelaufenen Fussvolk gefunden ... schon geht denen der Arsch auf Grundeis. Ich wette hiermit - daß der gegelte Adelige noch eine spitze Spitze setzt bei seiner (vorläufigen!!) Abschiedsrede.
Mein Einsatz: Meine prekäre Ehrbarkeit.

(Fussnote: Vorneweg A. Merkel = biologisch FRAU und und gleich danach adelige, kinderreiche privilegierte Prekären-Verachter-und-Verhöhnerin namens von der Leyen sowie diverse KollegInnen .... - sollten wir nun also auch von FRAUschaften sprechen?)