Sonntag, 31. Oktober 2010

Verkaufsoffener Sonntag - ein Wahnsinn

In dieser Kolonie wollen offenbar die wenigsten mal zur Ruhe kommen und solche geniessen. Statt die Gelegenheit zu nutzen, ein stilles und vielleicht sogar be-sinn-liches langes Wochenende zu verbringen, strömten auch heute wieder Menschenmassen in die Stadt zu einem verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Dieser Andrang mutet an wie in Notzeiten, nur ohne Not oder anders: Die Not muß groß sein, die diese Menschenmassen auch sonntags zum Konsum treibt - nur ist es eine mehr seelische und weniger materielle Not.
Ich habe mich heute nochmal kurz auf Glatteis begeben und mich nerven lassen, am Abend gar laut geflucht über diese Unbelehrbaren, die bereits gestern und heute dann wieder bis auf die andere Rheinseite im Stau standen, um dann irgendwann ein überfülltes Parkhaus zu erreichen. Wenn diese Idioten es geniessen, im Stau zu stehen, ist mir das echt egal- aber sie blockieren sämtliche Zufahrtswege aus allen Richtungen, jedesmal wieder, statt einfach etwas außerhalb zu parken und diverse andere Transportmöglichkeiten zu nutzen, statt die Kohle für´s Parkhaus auszugeben.
Zu einem mittleren Tobsuchtsanfall habe ich mich hinreissen lassen, weil wieder einmal solche Selig-Doofen einen Halteplatz in der Innenstadt blockiert hatten - und dann auch noch blöd wurden. Ab und zu tut so ein Brüll ganz gut und muß sein - als Ventil.
Und - das ist nicht einmal der Anfang der "Weihnachtssaison". Das kommt erst noch. Querida Colonia, du hast echt Nerven! Ich nehme also diesen ersten heftigen Sonntag von folgenden als Erinnerung, um mich so gelassen als möglich auf das Kommende einzustimmen.
Müde bin ich heute abend ....

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Ich bin nur noch Muskeln ....

Seit sieben Wochen gehe ich jetzt in die Muckibude, zweimal in der Woche. Hatte auch schon einen Versuch gestartet, dreimal zu trainieren, doch mit nur einem Tag Abstand war spürbar weniger Kraft vorhanden und so denke ich, daß mein Körper - zumindest jetzt noch - lieber etwas Abstand haben will, um in Ruhe Muskeln nach den Trainings aufzubauen. Gut Ding will Weile haben, heißt es ja auch. 
Abgenommen habe ich wenig - etwa 3 Kilo jetzt, das ist aber völlig in Ordnung angesichts der Tatsache, daß ich gestern vor Kraft fast nicht mehr gehen konnte, mich nur noch als einen einzigen Muskel empfand. Zuerst wird Muskelmasse aufgebaut - und danach hoffentlich unnötiges Fett verbrannt.
Mein Körper fühlt sich jedenfalls sehr gekräftigt an und ich merke es ja auch an den Gewichten, die ich weiter drauflege an den Geräten. Gestern war ein sehr dünner Mann vor mir an diesen und ich amüsierte mich heimlich im Hintergehen darüber, daß ich teils mehr stemmte als er.
Mit meinem anfänglichen "Feindgerät" habe ich inzwischen eine herausfordernde Freundschaft geschlossen - und ebenfalls gut draufgepackt. Das größte Gewicht habe ich zu meiner eigenen Verwunderung auf dem Bauchmuskeltrainer, unter dem Fett ist Stahl - den spüre ich täglich mit Freude.
Ehrlich - ich freue mich sehr darüber, daß es so gut klappt. Auch das Ausdauertraining auf dem Crosstrainer fällt mir schon extrem leichter als zu Beginn. Und das, obwohl ich so wenig bzw. gar nichts mehr getan habe für diese Körperin.
Zum Ausgleich ist ein wenig Yoga angeraten, habe ich jetzt mehrfach gespürt, denn Muskeln machen auch ggf. ungelenkig. Strecke und stretche beim Training öfter mal alle Gliedmaßen als Auslgeichsbewegung.
Interessanterweise finde ich einen "muskulären Schwachpunkt" genau dort, wo man ihn astrologisch der Zwillingssonne nachsagt. Werde ein wenig Extratraining dort betreiben.

Wenn es so etwas geben würde ....

.... wie "Lebensgesetze" - außer den beiden mir von meinem Vater einst vermittelten, daß wir alle müssen und sterben müssen - dann wäre es dieses:
Das, was ich am meisten fürchte und/oder verurteile - schenkt mir das Leben als Antwort in der ein oder anderen Form als Erfahrung. Das beobachte ich nun schon seit ein paar Jahren. Auch, wenn ich ansonsten keine Freundin bin von sogenannten "Lebensgesetzten", sondern eher sagen würde, daß es keine allgemeingültigen solche gibt, sondern jeder sein eigenes Schicksal mit auf den Weg bekommt.
Und das, was ich mir wirklich zutiefst wünsche, wird mir ebenso zuteil. Solche Wünsche, die aus der Seele kommen und erfahren werden wollen.
Beide Antworten des Lebens - sind Geschenke.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Liebenswerte Pitbulls

An einem Halteplatz taucht ein junger Mann mit einem Hund auf und tauscht Gesten und Zeichen mit dem Kollegen vor mir an der Spitze aus - ne, der nimmt keine Hunde mit. Weitere Gesten und Zeichen an mich - auf seinen Hund deutend - beantworte ich mit einem Kopfnicken. Die beiden steigen ein, beide vorne, der Hund zwischen seinen Beinen auf der Fußmatte. Beim Einsteigen leckt das Tier mir kurz zur Begrüßung freundlich einen Finger. Ein hübsches Antlitz hat sie und große braune Augen, wie ich, wir schauen uns eine Weile mit diesen gegenseitig an. Scheint ein sehr freundliches "Kampfhunde-Exemplar" zu sein, eine Mischung auf Pitbull und Staffordshire, wie ich später noch erfahre. Der Hund bzw. die Hündin - ebenso friedlich und feundlich während der Fahrt - wie ihr Halter. Dieser scheint ziemlich dicht, mit was auch immer, und zieht sich, nachdem er seine Pitbüllin liebevollst gestreichelt hat, ein RoterBulleAufputschGetränk rein - es riecht wie immer extrem nach Gunmibärchen, wenn so eine Dose geheimnisvollen Liquids geöffnet wird. So, wie das riecht - wollte ich es nie trinken.
Er erzählt mir, daß sehr viele Kollegen ihn nicht zusammen mit seiner geliebten Hündin mitnehmen. Ich erwidere - daß es natürlich auch gut sein kann, daß meine muslimischen Kollegen von Haus aus bzw. kulturell keine rechten Hundefreunde sind. Und ich erzähle ihm von einer Begegnung mit einem weißen Riesen-Kampf-Kalb neulich (er kennt den Namen - ich hab ihn schon wieder vergessen), welches auch meine Grenzen gesprengt hat, weil dieses Tier für eine normale Limousine schlicht viel zu mächtig war und mit seinen scharfen Krallen locker mal die Lederpolster hätte aufreißen können. Dazu - war die ganze Rückfront voll mit den weißen Haaren. Ich habe also den - wirklich - freundlichen Menschen dringend geraten, beim nächsten Mal einen Kombi zu ordern. Womit ich nichts gegen das Tier gesagt habe. Und der junge Mann hat auch noch ein wenig die vielen Haare herausgebüschelt
Dieser junge Mann jetzt - ist selbst türkischer Abstammung und berichtet von einer sommerlichen Reise in seine knapp 5.000 km entfernte "Wurzelheimat" (Begriff soeben von mir frei erfunden, denn er ist einer von den zweifelsohne "Integrierten") - mit dem Auto und seiner Hündin. Das Tier ist normalerweise sehr freundlich, doch auf dieser Reise hat es immer wieder aggressiv-allergisch auf Uniformierte reagiert, sagt er. Ich lache und sage "Ein kluges Tier. Das geht mir auch so!" Auf der Rückreise- haben die uniformierten Grenzbeamten ihn und die Pitbull-Dame einfach durchgewunken, berichtet er.
Ich habe schon öfter Leute mit sogenannten "Kampfhunden" gefahren - und das waren sanftmütige, von ihren Haltern geliebte Schafe. Wir sind uns einig ob der alten Redensart: "Der Herr macht das Gescherr."

Ich habe auch vor Dreck stinkende Obdachlose mit ihren großen Kampfhunden gefahren - und es ist zugegebenermassen manchmal eine sehr "berstende" Energie im engen Raum ... aber alle waren korrekt! Und "irgendwie liebenswert".

Früher habe ich oft in Parks beobachtet, wie diese Tiere von  ihren Haltern regelrecht scharfgemacht wurden - als Waffe. Die Aggression geht also hier vom "Halter" aus - nicht von der Kreatur an sich. Kreatur = Schöpfung. Diese Typen (und meistens handelt es sich um Männer) sind m.E. zutiefst ängstlich.

Freitag, 22. Oktober 2010

Ich gehe aus ...

....und bin zu spät. Ich hatte alle Zeit der Welt, aber nicht wirklich Lust, Strassenbahn bzw. U-Bahn zu fahren. So sorgt mein "Unbewußtes" ganz bewußt für eine Verspätung - und ich wußte im Grunde schon den ganzen Tag, daß ich ein Taxi nehmen werde.
Am Halteplatz  steht ganz hinten tatsächlich eine von den drei Limousinen des Unternehmens, für das ich selbst fahre  .... also nehme ich diese, so bleibt das Geld in der Firma. Wieder ein sehr netter Kollege. Dito ein ortskundiger und freundlicher Fahrer auf dem Rückweg. Die Wagen jeweils akkurat, gepflegt.
Soll das jetzt immer ein Zufall sein? Kann ich kaum glauben.
Das Trinkgeld, welches ich meinem  Kollegen geben wollte, nimmt dieser gar nicht erst an und meint, er hätte mich eigentlich noch günstiger fahren sollen als Kollegin - so gebe ich es an die netten Damen in dem Lokal weiter, in das ich gehe. Und die - halten mich dafür eine ganze Weile frei mit köstlichstem Nektar.
Ich kann nicht klagen - über meine Mitmenschen.
Danke.

Lebendigkeit ist mehr eine Frage ....

--- des Temperamentes als des Alters.
Kürzlich bekomme ich wieder einen Auftrag für ein "Seniorenwohnheim" und am Fahrbahnrand warten zwei Damen, die auf den ersten Blick tatsächlich recht alt und gebrechlich aussehen. Die "Gehwagen" der Damen klappe  ich zusammen und verfrachte sie in den Kofferraum, steige wieder ein in die Limousine - und vernehme ein munteres, lebhaftes "Hurra hurra, wir wollen in den Zoo!"
Ich habe ja schon mehrfach erwähnt, daß ich mich über muntere, lebendige Gemüter oft freue, ganz besonders über solche, die ein höheres Alter erreicht haben und ihre diversen Malesten zu leben haben - sich aber dennoch am Sein erfreuen zu wissen.
Diese beiden betagten Frauen sind gerade im Begriff, sich eine Dauerkarte für den Kölner Zoo zu erwerben - diese gilt für ein weiteres Jahr.
Es ist nicht sicher, ob eine der beiden dieses Jahr überhaupt noch überleben wird - doch ihre Lebendigkeit ist ungebrochen. Und entsprechend gibt es was zu lachen - unter Kölschen an sich

Katzengold ....

Manche Sätze - machen mich sprachlos.
Zumindest für eine Weile.
Einer ist dieser
"Weg - mit dem
Katzengold
der Selbstdarstellung."

Sonntag, 17. Oktober 2010

Zum Wärmen

November-Vorfreude

Ich freue mich schon so sehr auf den November!
Nicht nur, weil er vielleicht für Kundschaft in der Limousine sorgt - nein ... um seiner selbst willen.
Zwar merke ich gerade auch, daß mir der Wechsel zur Dunkelheit "draußen" ein wenig schwer und kühl gerät, da der letzte Winter sich so lange zog (mit viel zuviel Glatt- und Blitzeis by the way) - in der Kolonie ist sonst im März schon locker Frühling, diesmal hat es bis Mai gedauert - und zumal ich ja auch in einer dunklen Hütte lebe. Trotzdem - hat sie auch was, diese Dunkelheit, die sich gerade über die langen Tage legt und das vormals lebendige Treiben einhüllt in neblige, kühle Herbstwatte.
Ich mag auch diesen Nebel - und geniesse so wieder ein größeres "Außenterrain", da die meisten denken, es sei "schlechtes Wetter".
Die Menschen auf den Strassen - hüllen sich schon wieder in ihr Schwarz. Ein seltsamer, brachialer und befremdlicher Kontrast zum farbenfroh-explodierenden Sommer. Ich trage einfach weiter Farbe ....
Diese Zeit ist Skorpion-Zeit - vielleicht ist sie deshalb so unpopulär: Der Skorpion verlangt den Abstieg in die eigenen Tiefen. Mal runtertauchen in die Depression und spüren, daß auch das zum Leben gehört.
Süße Melancholie.
Unerfüllte Sehnsüchte und Träume.
Ungeborgenheit.
Nasse Kälte.
Die Welt erscheint grau-in-grau.
War das alles - du wolltest doch soviel mehr damals im Sommer ...
Das zyklische Sterben der Natur schreitet fort.
Oh Scheiße - alles erinnert an den Tod.

Tjaaaaa ... - sagt da die Zwillingssonne ironisch zu ihrem Freund,
dem Schnitter,
wenn sie dich erst in der Sonne sehen könnten ....
fänden sie den November vielleicht gar nicht so übel.

Was die Kolonie betrifft - erlebt sie vielleicht gerade die beiden ruhigsten Wochen in ihrem Jahreszyklus.
Zum Einen sind Herbstferien - und zum Anderen finden gerade keine Volksfeste statt.

Ab 06.11. geht es dann - zu meiner persönlichen Verwunderung in diesem Jahr zu früh, da gegen die traditonellen Zyklen- mit dem Karneval weiter. Vermutlich ist das die Aufweichung des 11.11. als Startschuß - damit die Kolonie dann ganzjährig erbeben kann.

PS: Eine Trennung meiner Themen in "privat" und "beruflich"  scheint gar nicht möglich Darüber - bin ich sehr glücklich, da ich schon immer mit allem verschmelzen wollte. Muß also doch wieder "doppelt" die Posts einstellen .....

Freitag, 15. Oktober 2010

Der Regen -Musik in meinen Ohren ...

.... yes, please - enjoy my service .....
Ich liebe Regen -für meine Profession.

Bluten

Gestern fing ich nochmal an zu bluten. Drei Monate waren vergangen ohne Blutung. Ich bin nicht traurig, wenn es ohne sie weitergeht. Hätte ja auch sein können, daß sie bereits für immer versiegt ist. So aber  - kann ich die Gelegenheit ergreifen und mich bei ihr nochmal von Herzen bedanken!
Aufrichtig.
Ich geniesse jetzt diesen Raum des In-mich-selbst-Zurücksinkens, den mir die monatliche Blutung, manchmal zu vermeintlich unpassender Gelegenheit , eröffnet und manchmal gegen mein Begehr, beschert hat.
Ich freue mich - daß sie nochmal zu mir kommt und wir so Abschied nehmen können.

Herbst und Friedhöfe

Gestern ... war ich - sofern ich richtig mitgezählt habe - seit dem Tod meiner Mutter und der Beisetzung des größten Teils ihrer Asche (einen Teil hatte ich ja heimlich in die See gegeben damals) - zum dritten Male an diesem Ort, seit knapp zweieinhalb Jahren. Ich hatte einfach  genug von Friedhöfen und auch irgendwie vom Schnitter. Eine Auszeit von dir, mein geschätzter Begleiter .....  Eiufach mal mehr auf´s Leben schauen. Zumal nach 30 Jahren Friedhofsbesuch am Grabe meines ehemaligen Vaters.
Eine Auszeit von Saturn habe ich gebraucht - obwohl ich diesem gerade erst neu begegnet bin. Und das- sehr erfreut. Einen freundlicheren und gütigeren Saturn könnte ich mir nicht einmal im Traum vorstellen. Hierzu noch eine Randbemerkung: Es lohnt sich wirklich, selbst den Göttern zu begegnen - und nicht über Mittler. Viele Mitmenschen haben mir i.d.V. etwas zu meinen Sternen = Göttern mitgeteilt, in allerbester Absicht, doch jetzt sehe ich den klaren Unterschied der vielen subjektiv-geprägten Interpretationen derjenigen zu meinem  ureigenen Bezug zu den jeweiligen GötterInnen.
Der vielleicht gravierendste Unterschied ist dieser: Es gibt keine Konflikte in dem Sinne, sondern immer nur Lernaufgaben.
So - durfte ich mich also in den vergangenen Wochen mit "meinem Saturn" verbinden und konnte seine liebevolle Leichtigkeit spüren. Gestern gab ich dann einer plötzlichen Intuition nach - die mich zu dieser friedvollen, sehr hübschen Friedhofswiese brachte, mit 5 Kerzen im Gepäck.
Es ist ein sehr schöner Ort, den meine Mutter sich gewählt hat. Auf der Wiese stehen  die verschiedensten Bäume und um jeden herum finden sich sehr liebevolle Arrangements in Form von frischen Blumen, Topfpflanzen, Kerzen ..... auch schmerzvolle Hinweise der Hinterbliebenen, die weiterhin Namen und Bilder (ge-) brauchen, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. 
Ich habe mich unter jeden einzelnen  Baum dort gestellt und die Energie gespürt. Es war wundervoll.

Ich will ergänzen, daß ich diese "neblige Herbstsuppe" auch sehr liebe .... die Verkünderin der Stille ist.

Freitag, 8. Oktober 2010

Taxi-Geschichten ....

.... die auch nur solche sind - stelle ich auf "Elfenbeinfarben" ein ....
was mich sonst noch berührt, bleibt hier.

Viren-Crash, Windows 7, Parfum und Verpackungen

Mein Notebook wurde von einem Virus erschossen. Dieser war wohl schon länger im System unterwegs, es  ist immer mal wieder einfach abgestürzt wegen chronischer Überladung und -lastung, obwohl ich de facto nicht viel Arbeitsspeicher in Anspruch genommen hatte. Wie immer, hatte ich nur wenig gesichert. Macht aber nichts, bin letztlich froh, daß der ganze alte Plunder weg ist auf einen Schlag - fühlt sich gut an. Das, was wichtig ist - findet sich wieder.
Gestern also - war nicht einmal mehr Strom auf meinem Schätzchen, es tat keinen Mucks mehr. Der alte Trick von wegen Netzstecker ziehen und drehen - hat auch nicht funktioniert. Also sind wir zum Arzt .... Die Firma, bei der ich es gekauft hatte - operiert keine Notebooks mehr. Aber der etwas verträumte junge Mann nannte mir einen Laden namens "Lapland" - in der Kolonie, den ich hiermit gerne weiterempfehle. Das erste, was der gute Mensch mir dort verkündete, als  mein Schätzchen auf seinem OP-Tisch lag - wir haben tatsächlich in diesen Termini kommuniziert - war, daß es sicher nichts Gravierendes ist. Mit so einer Mitteilung kann sich jeder Operateur und/oder Handwerker sofort mein Herz erschließen. Er nahm die Patientin also einfach ganz vom Strom, damit sie wieder zu sich finden konnte, will heißen, er hat den Akku herausgenommen, wieder eingesetzt und da hatte sie wieder Kraft, um neu durchzustarten. Dafür habe ich ihm gerne 20 Euro für seine Kaffeekasse dagelassen - wie so oft schon bin ich nicht auf die simplen Dinge gekommen - nun werde ich es nie  wieder vergessen.
Im Anschluß habe ich mir Windows 7 besorgt, um alles komplett neu zu installieren. Hatte schon viel Gutes gehört, besonders, daß es erheblich weniger Arbeitsspeicher frißt als Vista. Dazu ein aktuelles Virenprogramm meines bevorzugten Anbieters, welches mich bisher immer gut geschützt hatte. Das Ganze zum Aktionspreis, also nochmal gut 30 Euro weniger als regulär  - "Glück im Unglück" oder einfach?  ein guter Lauf - wegen Ergebenheit in die Situation? Egal ...
Meine Windows 7 Version hat mich de facto ca. 80 Euro gekostet - und im Regal standen noch viele andere Versionen des gleichen Betriebssystems - so daß ich die Hilfe des Verkäufers in Anspruch nahm, damit dieser mir die Unterschiede erläutern möge zu der Version für 199,- Euro?
Keiner- sagt er. Nur die Verpackung.
Ach, meine ich - das ist ja interessant. Bei teuren Parfums - und ich benutze ein solches (mir sehr) teures Parfumöl seit Äonen - gibt es das auch: Der liegende Flakon kostet etwa die Hälfte der etwas hübscheren Verpackung, und der Inhalt ist identisch.

Nach ein paar Stunden des Wiederaufspielens - habe ich schon viel Freude an dieser neuen Systemvariante und ein wenig Abwechslung schadet auch hier nicht. Ehrlich gesagt - dachte ich schon länger dran, das System zu wechseln - nur halt nicht per Crash. So hat das Leben wieder einmal die beste Lösung gefunden.
Und heute auch für meine Bücherberge - die ich schon lange loswerden will, allein die Energie für EBay  bzw. für all die Pfennigfuchser und Korinthenkacker - ist mir zu schade. Nun kam mir eine ganz andere Variante ins Haus, die einfacher nicht sein kann.
Genial, das Leben, wie immer. wenn ich mich einfach raushalte. Danke!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Neuer Körper im Körper - wegen Körpertraining

Unter der sichtbaren und derzeit definitiv viel zu großen Oberfläche meines Körpers entsteht gerade durch das Muskel- und Ausdauertraining ein neuer Körper, den noch niemand sieht, den ich aber bereits gut fühlen kann. Im Bauch drin - habe ich nichts als stahlharte Muskeln. Und den herrlich starken Rücken hatte ich ja schon erwähnt ... Ein Hoch auf die Muckibude!

PS: Ein Zehntel der von mir angestrebten zu verbrennenden Fettmasse ist laut meinem häuslichen  Gewichtsanzeigeinstrument bereits vernichtet. Das feier ich! Ganz besonders nach 6 Jahren stetiger Zunahme.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Paare im Taxi - "Der Papa hat gesagt ...." - und eine Hommage an meinen zwillingssonnigen Erzeuger!

Harter Stoff für mich - wenn ich Frauen fahre, die seit Äonen von Jahrzehnten - oder auch erheblich kürzer - mit ihren Erziehern liiert sind. Männer - möchte ich in diesem Fall nicht sagen, da es meinem eigenen Weltbild widerspricht.
In meiner Welt - brauche ich keinen Mann zum Leben, aber ich mag sie zum Lieben. Ich mag diese Erfahrung und das Spiel mit den vermeintlich gegenpoligen  Energien - ich muß ja hier auch nicht weiter ausholen. da heutzutage die meisten Menschen damit hoffentlich (wieder ein wenig) vertraut sind.
Wenn ich dann Frauen dieses "älteren Schlages" fahre, die von ihrem Mann nur als "der Papa" reden ... oder auch glücksgläubige jüngere Schwestern - weiß ich sehr gut um meine Freiheit und mein Glück!
Diese Frauen haben tatsächlich - in der Tat, also aktiv !!! - ihr ganzes Leben in die Hände eines früher so genannten Ernährers gegeben.
Was für ein Segen für mich, daß ich nie erwartet habe, daß ein Mann meinen Unterhalt erwirtschaftet! Und ich habe auch keine Kinder gezeugt .... somit also wollte ich nie einen "neuen Papa" - tatsächlich hatte ich schon einen Vater, den ich als Kind auch sehr geliebt habe. Obwohl dieser dann sehr früh den Planeten verlassen hatte - wünsche ich persönlich mir von Männern seit je her nur, daß sie Liebhaber sind - Liebhaber des Lebens, der Lust selbst und das sie genau das mit mir teilen wollen ..... für die wenigen Momente echter Begegnung ....  oder sowas in dieser Art.
Ich kann ohne "Papa" ins Kino und bis ans Ende der Welt gehen.

Mein "Papa" hat mich als Kind das Fahrradfahren gelehrt - und ich dachte fast, ich könne fliegen, als ich einfach voller Vertrauen in die Pedale trat. Als ich ausgebremst war und mich umsah, sah ich, daß er mich betrogen hatte. Er hatte mir hoch und heilig versprochen bei mir zu sein - und mich tatsächlich los- und freigelassen.
Es war einer der ersten klaren Zweifel im Leben dieses kleinen Mädchens:
Hat er mich aus Liebe oder aus Verrat losgelassen?  

Seither beschäftigte mich diese Frage in sovielen Facetten - und ich komme immer wieder zur selben Antwort:   Nur Liebe läßt los. 
Dank an meinen Erzeuger an  dieser Stelle ..... für diese Süße,
die er mir - trotz all seiner vielen intensiven eigenen Lebensgeschichten - errmöglicht hat.
Und danke - für´s Loslassen  - "Papa" ....

Hoppla .... Ghostriders

... in meiner aktuellen Gedankenverlorenheit habe ich´s heute morgen tatsächlich geschafft, als durch und durch routinierte Autofahrerin mit gut 30 Jahren Erfahrung und nicht zu untertreffenden KFZ-Versicherungstarifen  sowie einer nunmehr längerjährig währenden Profession als Taxichauffeuse in der Kolonie - gegen eine mir durchaus sehr vertraute Einbahnstrasse zu fahren.
Hmmmppfffff .....  ich muß jetzt noch über mich selbst lachen. Und wie froh war ich, daß mich nicht nur nicht die Polizei sondern auch sonst niemand dabei gesehen hat ...... Wenn mir auch manches höchst unpeinlich ist - das wäre es gewesen.

Samstag, 2. Oktober 2010

Aus der Reihe der großzügigen Fahrgäste ....

... heute meine zweite Situation, in der ich - mit den Gedanken woanders - die falsche Auffahrt auf eine Schnellstrasse zurück in die Kolonie genommen habe und so beim Lesen der vorbeifliegenden Schilder Zweifel bekam, auf dem rechten Weg zu sein .... Ich sage zu der sehr geerdeten Frau im Fond "Ach du Scheiße - jetzt habe ich mich wohl zum zweiten Mal in meiner Laufbahn in der Richtung geirrt" ...  gehe runter von der Bahn und auf die andere Spur gegenüber ... sage ihr, daß wir das natürlich abziehen vom Fahrpreis. Sie will dies nicht einmal. Aber ich - manchmal ist mir "Korrektheit" sehr wichtig.
Am Ziel in der City angekommen, ziehe ich also korrekt meinen Fehler und damit meine Unkonzentriertheit vom Fahrpreis ab -  und diese Menschin gibt mir nicht nur den Fahrpreis inklusive meines Fehlers - sondern auch noch einen ebensolchen Batzen an Trinkgeld obendrauf - obwohl ich ihr erheblich weniger abnehmen wolllte.. Sie gibt es sehr gerne - das kann ich fühlen - und deswegen nehme ich es ebenso gerne - und sie fügt hinzu "Ich weiß, daß es keine Absicht war"
Ich liebe diese süßen Momente und Geschenke.

Ein anderer großzügiger Gast heute war jemand,ü der sicher sehr wefnig Geld hat. Und der ein dafür  großzügiges Trinkgeld gab - finanziell - aber auch mit den allerbesten Wünschen. Ich konnte ihn akkustisch kaum verstehen, weil er vielleicht nur noch 8 oder 10 Zähne im Mund hatte und dazu einen ziemlich hohen und gut riechbaren Alkoholpegel  um die 3 Promille ...  dennoch eine sehr friedliche Natur, von Haus aus -und total korrekt. Er fragte schon vorher - ob seine Euronen ausreichen für die Fahrt - und gab dann vergleichsweise horrendes Trinkgeld, mir noch erläuternd, daß er unserer Zunft einen guten Lauf - von Herzen gönnt.

Heute hatte ich einen - guten Lauf .....

Stadt- Land-Fluß- Planung um die strapazierte römische Kolonie herun

Morgen ist wieder dieser Köln-Marathon, wo eh alle Durchfahrtswege gnadenlos gesperrt sein werden  und wir Taxi-Menschen über Funk kommunizieren, um auszutauschen, was genau gerade wo wie und noch oder nicht mehr geht.
Aber die Stadtplanungsmenschen, die ohnehin schon regelmäßig die alte Aggrippina vergewaltigen wollen - und es auch teils tun -  haben sich morgen als Extrabonbon noch einfallen lassen, auch die allerletzte große Umgehung zu sperren, die A3 wird von Leverkusen bis Dreieck Heumar gesperrt sein.

Ich liebe intelligente Menschen. Das meine ich ernst!
Wie oft soll ich noch über solche Idiotie lachen?

Ich glaube - die sind dort im Amt geboren und haben nie ein Fortbewegungsmittel - welcher Art auch immer - bewegt. Als Radfahrer oder Fußgänger kannst du morgen nämlich - theoretisch - auch nicht kreuzen .... Es sind offensichtliuch irgendwelche Klone aus "Brave New World", die keine eigenen Hirnaktivitäten in Gang setzen. 
So hoffe ich, daß ich mit der Gunst der Fortbewegungs- und Taxigötter - mit Merkur z.B - im Außenring dieser alljährlichen Misere mein Glück machen kann - statt wie im vergangenen Jahr im innernen Ring festzusitzen.
Obwohl ich die Stimme des erfahrenen und sympathischen Disponenten dort aufrichtig gerne höre  ...