Freitag, 30. Juli 2010

Balkan Beat Box

hier: Digital Monkey
Ich mag´s
....
wobei - ich gerade merke, daß es sich so manche Musik z.B. beim Fahren der Limousine nochmal ganz anders anfühlt.
Musik - kann ja auch sowas wie Droge oder gar Körperverletzung sein. Puschend und/oder beruhigend, dazu in verschiedensten Situationen - äußerlich und/oder innerlich - nochmal different. Mit Sofortwirkung auf das gesamte Nervensystem bzw. Herz-/Kreislauf-Apparatur. Mal ganz abgesehen davon, daß jede Form von akkustischem Signal auf das Wasser im Körpertempel einwirkt .... und kein Mensch die Ohren selbsttätig verschließen kann. Ich bin ja froh, daß ich hier auf der Großbaustelle schon gelernt habe, mich diversen Geräuschen (wie zum Beispiel jahrelangem Baulärm und seit einigen Monaten stundenlangem Getrampel von nicht-ausgetobten kasernierten Stadt-Kleinkindern über mir, denen deswegen sicher ADHS bescheinigt werden wird .... anderer Post) einfach zu verweigern.
Ohren verschließen mental - quasi.
Und aus reiner Notwehr auch mal mit genialen Silikon-Stöpseln ..... da hörst du nur noch dein eigenes Blut durch den Körper rauschen.

Für mich - das Ganze nochmal live, wenn auch schlechte Tonqualität, aber lebendiger ...
Und ein Techno-Mix
Ich sag´s ja immer - die Musik des Balkan ist meine absolute Nummer 2.
Die archaischen Gesänge der Frauen aus Rumänien/Bulgarien finden auf der Zaunspitze statt. 

Für solche, die mehr handgemachte Musik bevorzugen (wie mich zum Beispiel - i.d.R. ....):
Mahala Rai Banda
und sowieso
Goran Bregovic
und auf Funkhaus Europa mal in den "Balkanizer" reinhören .....

Dienstag, 27. Juli 2010

Bitte sauber differenzieren und: In Liebe weiter zusammen feiern

Ja - ich war auch betroffen, als ich es am Samstag abend gehört habe.
Komischerweise auch traurig - daß es gerade bei der "Love-Parade" geschehen mußte, die ja im Ursprung und im Titel eine gute Intention hatte - nämlich der Liebe geweiht zu sein, im Namen der Liebe zusammenzukommen und zu feiern. Nein, ich mag persönlich kein Techno und ich wollte auch nie dorthin - gehe eh nicht zu Massenkundgebungen/-veranstaltungen - aber ich habe genug Phantasie und Erinnerung an meine eigenen wilden Zeiten, um nachvollziehen zu können, daß es eine tolle Party sein kann für junge Leute. Vielleicht sogar gerade weil es so offenherzig zugeht! Lieber öffentliche Liebe und viel hübsche, nackte Haut - als kutten- und burkatragende verlogene HeuchlerInnen in relgiiösen, politischen und/oder anderen machtvollen Ämtern, die ihre Anvertrauten jahrzehnte- bzw. jahrtausendelang heimlich hinter verschlossenen Türen vergewaltigen und mißbrauchen!

Duisburg - ist wirklich übelst gelaufen. Ein Tunnel - dazu nur für einen Bruchteil der ein- und ausströmenden BesucherInnen ausgelegt - geht grundätzlich gar nicht. Sovieles ging da wohl gar nicht, auch ein Zaun ist absurd - zumal genug Raum dort war via gesperrter Autobahn 59. Soviel - wissen wir nun alle.

Während eine Eva Hermann und sicher viele andere "sich-moralisch-integer-dünkende-Christenmenschen" in diesem Lande von einer "Strafe Gottes gegen Sodom und Gomorrha" reden - hatte ich am Samstag abend beim Aufnehmen dieser Nachricht eher den spontanen Eindruck einer schwarzmagisch-ritualisierten Menschenopferung (wegen dem seltsamen Tunnel ...). Dafür sprach die energetisch extrem hochgeladene Schockwelle, die dieses Ereignis offensichtlich auslöst und mittels derer enorme Energie freigesetzt wurde. Beides darf natürlich gerne von Rationalisten als Schwachsinn eingeordnet werden.

Massenpanik - kann sich jederzeit wie ein Funke bei jeglichen Massenzusammentreffen entzünden, hätte also auch bei jedem Public Viewing etc. plötzlich hochkochen können - nur, daß da meistens genügend Fluchtwege eingeplant sind, durch die möglichst viele noch entkommen können.

In der Kolonie, in der ich lebe, finden Massenveranstaltungen sozusagen ganzjährig statt.

Will sagen: Die Love-Parade als Fest an sich nun zu stoppen und mit diesem Ende in ein schlechtes Licht zu rücken - ist heuchlerisch.

Wahr ist, daß sie zu Konsumzwecken benutzt wurde von GeschäftemacherInnen.
Wahr ist aber auch, daß junge Leute zusammen gefeiert haben und sicher das ein oder andere unvergessliche Erlebnis für ihr Leben dabei hatten.
Wahr ist auch, daß sämtliche MSM den Schock über die Toten und die vielen Verletzten in den wenigen Tagen seit Samstag gnadenlos zu ihrem Vorteil ausschlachten - statt den Toten Ruhe zu gönnen.  
Wahr ist auch, daß viele Menschen mit den Betroffenen von Herzen mitfühlen.
Wahr ist auch - daß als Spezialisten bezeichnete Dilettanten stunden- und tagelang hochdotiert übelsten Dünnschiss von sich geben in den Medien - allein schon die Berufsbezeichnung "Panikforscher" bei einem Herrn Schreckenberg mutet wie eine schlechte Parodie an. 
Es gibt sehr viele Schichten der Wahrheit - auch hier.

Eine davon ist auch - es ist so passiert, wie es passiert ist.

In dieser Kolonie mit einer Million Menschen und vielen Touristen und Business-Leuten dazu  - passieren seit Jahren täglich Dinge, von denen wir Anwohner kaum glauben können, daß sie passieren.
Gerade ist die jährliche CSD-Parade vorbei, kommt brandneu eine Gay-Games-Olympiade hinterher.
Im Herbst kommt der alljährliche Marathon - und die ganze Stadt mit sämtlichen Zu- und Ausfahrtswegen wird abgesperrt. Für mich als Taxichauffeuse unfassbar, daß nicht wenigstens die Hauptzufahrtsstrassen offengelassen werden mittels geringfügiger Änderungen der Laufstrecke!
Merkt auch keiner im Vorfeld - erst, wenn´s brennen würde, wäre das Geschrei unüberhörbar!
Ein historisch unschätzbares Stadt-Archiv stürzt ein wegen einem dilettantischen U-Bahn-Bau, den kein Kölner und keine Kölnerin gutheissen - es gibt Tote deswegen, doch der Karneval geht weiter. Die Zugstrecke des Rosenmontagszuges wird nicht etwa umgeleitet, stattdessen wird die Großbaustelle mal eben auf einem Stück Traditonsweg für jede Menge Kohle schon seit Jahren provisorisch asphaltiert, damit die roten und blauen Funken drübermarschieren können. Das Bauende der komplett sinnlosen U-Bahn - verzögert sich bereits um mehrere Jahre und die Kosten sind erheblich explodiert. Anwohner fürchten hier und da, mit ihren Häusern einzukrachen, weil mal wieder etwas schiefläuft. Wird nun geflutet oder nicht? Gibt es nun eine Gasexplosion am Chlodwigplatz oder geht der Kelch vorüber? Zahleiche Geschäftsleute mußten ihre alteingesessenen Traditonsgeschäfte und somit ihre Existenzen aufgeben, weil auf die Langzeitbaustellen keine Kundschaft mehr kommt. Dafür haben wir jetzt u.a. ein künstlich zusammengetackertes herbeigezwungenes gläsernes Yuppie- und Promi-Viertel am Rheinufer.

Ich gebe zu, das Massenspektakel hier in der Kolonie seinerzeit beim Weltjugendtag samt Papstvisite schien gut geplant. Allerdings - hat mir ein Massenauflauf im früheren Müngersdorfer Stadion - heute gekauft und kommerzialisiert von der Rheinenergie - erheblich die Haare hochstehen lassen, weil´s mich mich von der Akkustik in der Arena, zu der ich einige Fahrgäste brachte, eher an 1933 erinnerte ....und mensch stelle sich vor, die vielen Sonderzüge der KVB wären nicht nur über viele Kilometer im Rückstau zum Stillstand  gekommen aufgrund von komplett unmöglicher, nicht-durchführbarer Taktung- alle mußten zu Fuß weitergehen - sondern gar umgekippt, weil beispielsweise die tragenden Teile überlastet wären.

Ja, auch die Fussball-WM 2006 schien ganz gut organisiert. War auch wirklich nett alles, besonders das internationale Flair und die vielen freundlichen und friedlichen Menschen miteinander.

Will nur sagen: Es kann immer viel passieren, wo auch immer solche Massen in Bewegung sind.
Mal ganz abgesehen von der offensichtlich unzumutbaren Planung und  Gestaltung des Geländes in Duisburg, die ja wohl unzweifelhaft ist.
Auf jeder friedlichen Demo - kann es innerhalb von wenigen Sekunden hochkochen und zu Wellen von Aggression und Gewalt kommen. War mal bei einer dabei und habe das sehr interessiert beobachtet. Bei jedem dumpfen Fussballspiel - wurde mal in Italien von Polizisten unter Sicherheitsgeleit zum Auto gebracht .... alles in den wirklich insgesamt wenigen Situationen, in denen ich mich überhaupt  in die Nähe von Massen brachte. Mal ganz abgesehen davon, daß ich als Großstädterin im Einzugsbereich der Innenstadt jederzeit in einer solchen Menschenmasse lebe und mich befinde ..... die jederzeit hochkochen kann. Obwohl wir hier in der Kolonie einige Erfahrung haben und allgemein sehr tolerant sind im Umgang miteinander.

Vielleicht - nenne ich mich ab sofort auch "Panikforscherin" wie der Typ, der Duisburg´s Love-Parade mitgeplant hat für viel Geld - oder "Journalistin" wie diese Hermann´sche .... und lass mir meinen überflüssigen  geistigen Dünnschiss zum Drama anderer Menschen richtig teuer bezahlen. Stadtplanerin in der Kolonie - davon träume ich schon länger. Da kannst du ständig nach Herzenslust nur Scheiße bauen .. Dann wäre ich raus aus dem Bereich des monetären Prekariats. Das geistige Prekariat in diesem schönen Lande - ist ein anderes Thema!

Bitte - laßt uns also ruhig weiter zusammenkommen und feiern. Friedlich, freundlich, international - und in Liebe. Und achtet dabei selbst gut darauf, wie es sich anfühlt, wo ihr gerade seid.

Let´s make money - heute abend im TV um 22.15

Ich gebe hier gerne mal den Tip von "konsumpf" weiter für alle, die den Film "Let´s make money" von Erwin Wagenhofer noch nicht gesehen und gehört haben. 
Wagenhofer´s Dokumentationen (siehe auch "We feed the world") kommen ohne zusätzliche Kommentare aus - es sprechen die Menschen vor Ort, für sich selbst.

Dienstag, 20. Juli 2010

Hommage an meine geliebte Zahn(fleisch)künstlerin

Heute gibt es eine Hommage an meine geliebte und wunderbare Frau Dr. Sonnenschein und alle ihre ebenso wunderbaren Mitarbeiterinnen: Danke tausend- und vielmals!
Die Frau Dr. Sonnenschein heißt von Haus aus anders, aber ich nenne ich sie in den ca. 15 Jahren, seit sie mich mit Ihrer Gegenwart und liebevollen Fürsorge beglückt, so.
Sie ist meine Zahnärztin und ich liebe sie sehr - wer kann das schon einfach so behaupten? Sie hat mir alles, was seinerzeit schon fast ruiniert war an Gebiss und Zahnfleisch, liebevoll und fachlich unübertroffen wieder aufgepeppelt und saniert und seither wird es immer besser. Heute - hat sie wieder ein wahres Kunstwerk abgeliefert - so eine filigrane und exakte Arbeit, Respekt und alle Achtung!
Ihre eigene wunderbare Energie - überträgt Sie entschlossen auf ihr ganzes Team und diese ist in jeder Ecke der sehr großen und florierenden Praxis anzutreffen.
Besser - geht es echt nicht. Danke!

Na? Zufrieden mit dem Sommer?

Kann er noch besser sein?
War eine rein rhetorische Frage ....

Zuvorkommende, freundliche Limousinenlenker

Neulich habe ich mir den Luxus gegönnt, mich für eine kurze Reise mit dem Taxi zum Bahnhof fahren zu lassen. Das ist eine schlechte Tour für die Kollegen, weil´s ein kurzer Weg ist - und so sagte ich bei der Hinfahrt direkt "Fahren Sie mich doch bitte für 10 Euro zum Bahnhof." Ein sehr netter, freundlicher junger muslimischer Kollege, eine wirklich angenehme Fahrt. Vorne rechts in der elfenbeinfarbenen Limousine zu sitzen war ich gar nicht mehr gewohnt - in früheren Jahren war ich oft Taxikundin - und es war sehr bequem. Wie gesagt: Der Kollege - tadellos höflich, freundich und zuvorkommend.
Bei meiner Rückkehr nahm ich mir wieder ein Taxi und dachte so bei mir "Hoffentlich kriegst du jetzt nicht einen übellaunigen Zeitgenossen (wie mich selbst manchmal?!), der sich ärgert über so eine schlechte Tour nach einer Stunde Wartezeit in der prallen, brutal-heißen Bahnhofs-Sonne ...
Nein - ganz im Gegenteil: Wieder ein  absolut freundlicher und gut gelaunter muselmanischer Kollege, höflich, hilfsbereit und sehr angenehm. Diesmal habe ich mich erst zum Ende geoutet und bin auf 12 Euro hochgegangen ... worauf er sogar meinte, ob das nicht ein bischen viel wäre? Ich antworte "Nein, sicher nicht, das ist völlig korrekt so." Er fährt seit 21 Jahren. Nachts. Dafür sieht er wahrlich blendend aus und mir imponiert seine freundliche Gelassenheit. "Wieso kenne ich dich nicht?" fragt er - "Ich bin die Tagschicht" Ah ja ....
Das war mir also insgesamt eine rechte Freude - nachdem ich so oft wahre Horrorstories zu hören bekomme von Kunden, die meist so beginnen "Ich habe ja nichts gegen Ihre ausländischen Kollegen, aber ....."  bzw.
sie möchten gerne so etwas erzählen. Ich habe mir aber schon lange abgewöhnt, etas Schlechtes über meine MitstreiterInnen zu sagen - denn das fällt am Ende eh nur auf mich und die ganze Zunft zurück.
Das Trinkgeld, daß ich den beiden Kollegen zusammen gegeben habe, habe ich dieses WE bei einer sehr schlechten Tour und einer Wartezeit von über einer Stunde in der brutalen Sonne übrigens doppelt zurückbekommen ....

Freitag, 16. Juli 2010

Doch kein Weltuntergang?

Habe eben die "guten Nachrichten" überflogen ... das Öl im Golf ist vorerst anscheinend gestoppt mithilfe von Technik. Nach ca. 3 Monaten. Hallelujah kann ich da nur sagen. Und es gibt Zusammenarbeiten mit anderen Nationen - scheinbar erkennen sie, daß man nicht nur gobal Leute ausbeuten und Kohle machen kann - sondern eben auch auf globaler Ebene Lösungen finden kann. 

Natürlich - bleibt die Kraft der Erde stärker - aber vielleicht haben wir gerade alle nochmal sowas wie Glück gehabt, daß sie uns doch noch nicht abwirft? Schwer, das einem Anwohner zu erzählen, dem gerade jeglicher Boden unter den Füßen weggezogen wurde ... und doch: Eine Menge Leute haben sicher ihr Bestes gegeben.
Es gibt eben immer sehr viele Ebenen und "persönliche Wahrheiten", also quasi 6,5 Milliarden zu jedem Thema.

Kürzlich wurde mir in einem Gespräch bewußt, daß bei einem Erdumfang von etwa 44.ooo km der Durchmesser unseres Planeten gerade mal 44.000 durch 3,14 beträgt, macht runde 14.000 km - die bohren dort in 1500 Metern .... und nicht nur dort sondern an allen möglichen Orten. Wie würde mir das wohl gefallen, von zwei Seiten gespickt und ausgesaugt zu werden?

Mittwoch, 14. Juli 2010

Luxus ...

... ist so vielschichtig wie das Leben. Langeweile - mögen zum Beispiel auch viele als Luxus betrachten, die den ganzen Tag nur bracken und sich für "keine-Ahnung-was" abzappeln - vor dem Tode. Ich betrachte sie inzwischen eher als Herausforderung in einer völlig durchgedrehten und auf Speed getrimmten Gesellschaft. Sprach gerade gestern mit einer sehr netten Polin drüber - die sagte, die Deutschen seien die einzigen, die sie kennt, die ständig Stress und Hektik machen. In vielen anderen Ländern - geht es einfach mehr um Lebensqualität als um Zappeln, Stressen, Arbeiten .... andererseits waren wir uns einig, daß Deutschland halt auch inzwischen Multikultiland ist und wir finden es sehr schön so. So schlug ich vor, daß die vielen verschiedenen Kulturen vielleicht mal ein bischen laissez-faire reinbringen sollten ....
Luxus ist für mich ab heute: Einen Parkplatz finden. Die Sommerferien haben begonnen, die Kinder sind glücklich und haben sechseinhalb Wochen frei .... und ich spare mir das sinnlose Unterfangen, eine halbe Stunde im Kreis zu fahren, bis endlich irgendwo jemand wegfährt.

Langeweile ...

... ist für eine Zwillingssonne ein schwer erträglicher Zustand. So etwa wie ein Merkur mit Gipsbein ... oder gar Ketten um die Fesseln. Flügel abgeschnitten. Unter der Langeweile - liegen noch viele Schätze vergraben, die zu heben die Langeweile überhaupt erscheint. Das macht sie - sehr spannend. Allerdings bleibt es dabei: Sie ist ein sehr ungewohnter Gast und es hat lange gedauert, bis ich bereit war, sie willkommen zu heißen. Gestern aber - hat sie einfach die Tür mit einem Rammbock aufgebrochen ... denn schließlich hat sie mir Wichtiges beizubringen. Heute morgen - habe ich mich richtig erfrischt gefühlt.

Raupen zum Beispiel

Ist es nicht seltsam, daß in Kinderbüchern z.B. kleine Raupen lustig und hübsch und freundlich dargestellt werden, also sozusagen mit viel Liebe - und später dann finden wir die gleichen netten Tiere plötzlich eklig? Und wenn ich mal so überlege, mit wievielen Lebewesen sich das in ähnlicher Weise wandelt ... das ist schon recht erstaunlich.

Dienstag, 13. Juli 2010

Sonne und Hitze

... sind gerade die Zutaten, die mich zwingen, innezuhalten. Der ratternde Verstand weigert sich hartnäckig, hat aber kaum eine Chance gegen diese Kombination. Bewegen - geht gar nicht. Denken - ist sinnlos mit schmelzendem Hirn. Abkühlung - hält nicht vor. Surreal macht sich breit, FataMorgana ist tonangebend. Fußball-WM ist vorbei, die Ruhe nach der Party. Was macht das Öl im Golf? Keine Ahnung. Ist denn jetzt endlich Krise, Inflation, Deflation, Weltuntergang oder gar Aufstieg in höhere Dimensionen? Alles Humbug bei 40 Grad im Schatten. Die Sonne - hat weit mehr Kraft als jegliche Hysterie. Hier in der Kolonie kein Windchen, nur Hitze, die auf den Böden steht.
Letzte Woche war ich weg, am großen See im Süden. Auch da - nur Hitze. Aber wenigstens ein Bad im See mit Wellengang und ganz-gut-schlafen-können in der Nacht auf 800 Metern Höhe.
Fast hat mich die Klimaanlagen-Ausfall-Serie am Wochenende im ICE erwischt, war zweitweilig hart .... dann sprang sie doch nochmal wieder an. Hallelujah. Wie idiotisch ist es eigentlich, kein Fenster mehr öffnen zu können ....
Jetzt - interessiert mich gerade wenig. Lasse alles in der Hitze schmelzen. Werde vielleicht endlich leer. Steht schon lange auf der Agenda - aber sinnlose Aktivitäten drängen sich vor, vor die Angst vor dem Nichts.
Letztes Aufbäumen, rastlose Suche nach Ablenkungen und Vergnügungen - statt der Leere von allem ins Zentrum zu schauen und zu sterben. Je verzweifelter die Sucht nach Zerstreuung, desto stärker die Angst vor dem Nichts. Und andersum auch ... Mittelwege - gibt´s nicht. Lösungen - keine. Grenzenlose Langeweile und Sinnlosigkeit. Gähnender Schlund. Immergleicher Trott. Egal, was ist. Worüber sollte ich mich aufregen - können?
Langeweile tötet langsam.

Sonntag, 11. Juli 2010

Zum Endspiel heute ein Freudensbekenntnis ....

... und auch noch ein bischen Senf von mir zur Fussball-WM:
Prinzipiell - interessiere ich mich weder für Fussball noch für andere "TV-Sportarten" und sicher zieht mich nichts zu Massenveranstaltungen, welcher Art sie auch sein mögen. Sollte ich mich mal, was sehr selten ist, in ein Konzert mit mehreren Tausend Zuhörenden verirren, finde ich mich mit Sicherheit irgendwo am Rand wieder, von wo aus ich bei Bedarf zügig entfliehen kann. Nicht einmal im Kino oder in einem Lokal kriegt mich jemand dazu, einen Platz in der Mitte einzunehmen. "Public Viewing" in Berlin oder sonstwo ist für mich persönlich eine schreckliche Vorstellung.
Und doch - hat diese ganze WM für mich etwas sehr Positives, und nur darauf richtet sich mein Focus erfreut: Er hat die Menschen im Land näher zusammengebracht. Diese vier Wochen machen klar, daß Deutschland tatsächlich ein Mulitkulti-Land mit vielen verschiedenen Menschen ist - und dafür den Raum hat.
Rassisten jeglicher Couleur haben keine Schnitte mehr - gegen wen sollten sie ihre Dummheit richten, wo selbst die deutsche Mannschaft - also die "Repräsentanten" (ich brauche keine, auch nicht Politiker, aber das ist halt das Spiel) des Status Quo im Land - selbst eine bunte und sehr sympathische Multikulti-Truppe ist? Mal abgesehen von der angenehmen mentalen Reife der noch recht jungen Spieler (und ihrem bodenständigen Trainer).   
Da die Türkei nicht teilnahm, haben viele türkische Mitbürger der Kolonie sich alternativ für das Deutschland-Trikot und entsprechende Fähnchen-Deko entschieden - auch manche Kollegen auf den Limousinen. Viele Autos hier sind mit verschiedensten Länder-Fähnchen ausgerüstet, was ich sehr sympathisch finde und gar nicht engstirnig.  
Diese vermeintlichen Äußerlichkeiten dringen m.E. leicht durch ins Bewußtsein - viele Leute erkennen gerade in diesen Tagen, daß sie in tatsächlich hier in Deutschland einen ganz guten Ort zum Leben haben und auch schon lange akzeptiert sind. Integration mal andersrum - auf der eigenen Bewußtseinsebene, bei sich selbst.
Ich habe in manchen Berichterstattungen viele erfreute Kommentare dazu gehört von diversen Menschen verschiedenster Kulturen .... denen das vorher nicht so bewußt war. Das finde ich ein echt gutes Ergebnis der Fussball-WM und dafür hat sie sich in jedem Fall gelohnt! Zusammen feiern ist also nicht die schlechteste Art, Grenzen zu überwinden.

Samstag, 3. Juli 2010

Einfache Sätze ?

Das Vollkommene und das Vollkommene sind ein Vollkommenes und nicht zwei; nein, sind keins! (Liber L)