Samstag, 20. Februar 2010

9/11 - Mega - Ritual

Eine neue Filmanalyse rund um die Geschehnisse ist für mich bisher eine der schlüssigsten Antworten auf viele Fragen rund um dieses "Mega-Event" am 11.09.2001. Alle 42 Teile anzuschauen dauert seine Zeit - es sind ca. sechseinhalb Stunden Material auf Youtube eingestellt, doch es lohnt sich. Wenn es zwischendurch auch mal ein bischen schräg anmuten mag: Filtern kann ja jeder mit seinem gesunden Menschenverstand - das machen wir sowieso ständig.
Mir ging jedenfalls ein großes, helles Lichtlein auf, wieso mich die TV-Bilder damals nicht wirklich berührt haben - sie haben nicht gestimmt.
Hier geht´s zum Film .......

Vorab ist es sicher von Nutzen, sich auch dieses kurze Video über eine von vielen technischen Möglichkeiten Hollywoods anzusehen. 

Dienstag, 16. Februar 2010

Grüße aus Eurasien - von den anderen Prekären ...

Die restliche "Autonomie" der europäischen Staaten wird gerade zerschreddert. Griechenlands Bürger sind  schon mit Zwangsmaßnahmen und schweren Bußen für Sünden belegt worden - für die sie gar nicht in erster Linie verantwortlich sind, sondern wie immer und überall, die SpekulantInnen in diesem Spiel, welches gnadenlos ist und auf Kosten vieler Schafe geht. Die Griechen sollen demnächst nicht mehr mit Bargeld sondern nur noch automatisch-elektronisch-virtuell ihr Leben bestreiten dürfen und so werden alle völlig gläsern, was ihre Lebensführung betrifft, also welche Lebenshaltungskosten er/sie hat und wofür genau das verfügbare Geld ausgegeben wird. Ein weiterer Schritt zur totalen Überwachung und Kontrolle, neben den Scannern, die ja nun auch einfach als "notwendiges Übel" und als gegeben hingenommen werden.

Aktuell krachen angeblich die Finanzen von Spanien und  Portugal offiziell zusammen - Betonung auf offiziell, denn alle Länder der EU, ja ich möchte sagen, (fast) alle auf dem Planeten sind ja de facto schon lange pleite, da es überhaupt keine geltende Absprache für ein "materielles Gegengewicht" in  diesem großen virtuellen Spiel mit Zahlen und vielen Nullen gibt - und die Medien unken, der Süden der EU könne auch Deutschland mitziehen. Ja, natürlich, wieso auch  nicht .... auch Deutschland ist ja schon lange völlig überschuldet und damit pleite,
siehe hier. 
Ehrlich gesagt lese ich nicht mehr ständig alle Einzelheiten dazu, denn das dauert Stunden - und ein paar Stunden später kracht schon wieder was .... ich habe ja keinen "aktiven Wirtschaftsberuf" und bin zwar wohlauf, aber nicht sonderlich wohlhabend, so daß sich mein vitales Interesse an den desaströsen Einzelheiten auf den Finanzmärkten in Grenzen hält.
Soviel ist auch mir schon eine Weile klar: Gold und Geld befinden sich - übrigens seit vielen Jahrtausenden - in den Händen sehr weniger Menschen weltweit und diese lagern ihre Güter in sicheren Exklaven, die frei sind von den Unannehmlichkeiten sonstiger Gesetzgebung.

Mir genügt hier also die Schlußfolgerung, daß die Planung der Elite - also der echten, dieser paar Handvoll - nun in eine nächste Phase eintritt. Will sagen: Sie übernehmen jetzt mithilfe derer, die gerne auch Elite wären, mal eben ganz Europa und behandeln die Länder, also deren Menschen wie unartige kleine Kinder, die bestraft werden müssen, weil sie zuviel Taschengeld ausgegeben haben.
Meine Anerkennung - alles hat bisher funktioniert und zwar in fast genau 10 Jahren seit der Einführung des Euro in 1999 (zunächst als Buchgeld - erst seit 2002 in bar).

Was ich nicht recht begreife, rein logisch gesehen, ist: Wieso treten die Griechen nicht einfach aus aus dem Scheiß-EU-Verein und fangen mit einer neuen Währung von vorne an? Die gleiche Frage geht an Spanien, Portugal, ggf. Deutschland .... oder andersrum gefragt: Wieso werden die nicht aus der EU geworfen, wenn sie Mist bauen - und fertig? Das zeigt doch nur, daß da etwas ganz anderes gemauschelt wird im Hintergrund.

Wer jetzt die alte Mär verkünden möchte, das ginge alles nicht so einfach, von wegen gegenseitiger (wirtschaftlicher) Abhängigkeit, Globalisierung etc. "blablablakadabra", die und der schaue doch einfach mal nach GB, die sind nie in den EU-Verein eingetreten und betreiben weiterhin ihre eigene Währung. Ebenso die schöne Schweiz - auch, wenn man denen gerade gehörig an den Karren zu urinieren versucht.

Während hier im Land eine stark pockennarbige, nur mäßig intelligente, dafür stark unwortgewandte und mega-unsympathische Polit-Kasperlefigur mit neurotischem Geltungsbedürfnis das ganze Land mit einer lauten Schrei- und Scheindebatte über asoziale Hartz-IV-
Schmarotzer durcheinanderwirbelt (die ganz sicher nicht das Land ins Verdeben gestürzt haben, zumal heutzutage eh jede(r) auf den ellenlangen prekären Job-Abschusslisten steht) und unverhältnismässig viel mediale Aufmerksamkeit genießt (das tut der zweifelsohne und fühlt sich noch als mißverstandenes Opfer dabei) - passieren die entscheidenen Dinge - same procedure - von den meisten unbemerkt und von den Medien völlig vernachlässigt und bagatellisiert.

Gestern im Supermarkt ...

Gestern war ich im "Rewe" einkaufen. Da gehe ich sehr ungerne rein, ich mag solche Läden nicht. Ich war da vielleicht 10, allerhöchstens 15 Minuten drin - und völlig genervt. Schlagartig wurde mir klar: Diese Berieselung mit Verkaufsmusik und die unübersichtliche Anordnung der vielen Dinge -  machen mich ungehalten. Ich will schließlich nur ein paar zweckmäßige Dinge besorgen, die ich gerade brauche, und dann nichts wie raus da. Erfahrungsgemäß geht das aber in diesen Läden nicht so schnell wie woanders, weil die ihr Sortiment so grauslich "präsentativ" aufbauen, daß man fast nie mit direktem Zugriff was findet - man soll ja auch kräftig abgelenkt und manipuliert werden, das ist Strategie. Die Krönung ist die "Frischeabteilung" mit den Gemüseregalen, die von oben gut sichtbar mit Zeugs berieselt werden. Das ist wohl bloß die Kühlung, aber die sieht sehr ungesund aus.
Nachdem ich auf den Gängen bereits Slalom gelaufen bin, weil man sonst dauernd angerempelt wird, schafft es doch noch eine Frau, mich mit ihrem blöden Euinkaufskorb zu rammen. "Tschuldigung" murmelt die -  aber ich hab die Faxen dicke und lasse Luft ab mit "Do leeven Jott ...." und sie "Ja, Ihnen auch." In der Warteschlange an der Kasse guckt sie noch rüber ..... aber es war ja meinerseits gar nicht persönlich - es ging pauschal an alle Ignoranten und Rempler.  
An der Kasse in diesen Läden dauert es erfahrungsgemäß immer etwas, obwohl alle Kassen offen sind. Großstadtbetrieb eben, und dazu Rosenmontag. Die Leute sehen alle ziemlich fertig aus, zuviel gefeiert in den letzten Tagen. Komische Atmosphäre .... völlig sinnlos, chaotisch, alles voll mit Energievampiren - und schon fast wieder interessant.
Jedenfalls - als ich wieder raus bin mit meinen vier oder fünf Teilen, merke ich, wie schön die Entspannung ist. Noch schöner ist es, um die Ecke in eine kleine, ruhigere Seitenstraße einzubiegen,  weg von der Einkaufsstraße, wo nicht mehr soviele Menschen unterwegs sind.  Ich registriere, was da eben alles gewaltig auf meine sechs Sinne zukam, völliger Overload im Grunde, besonders dieser Lärm an Verkaufsmusik, Karnevalsmusik, Stimmen, Straßengeräusche .... die Wahrnehmung war scharf gestellt und sozusagen auf Zeitlupe.
Früher war ich gerne einkaufen, hat es mir nichts ausgemacht. Heute - überlege ich es mir, ob ich wirklich in so einen Tempel rein muß.

Hier ein Podcast zum Thema "Neuro-Marketing" und Hirnforschung, gefunden auf den spannenden Seiten von Konsumpf.de.

Montag, 15. Februar 2010

Der letzte Schnee

 
Jetzt hat´s doch nochmal geschneit in der Kolonie, doch sicher zum letzten Mal für dieses Jahr ... Ich danke allen Schutzengeln und -geistern, die so gut auf mich aufpassen, besonders auch beim Fahren mit der elfenbeinfarbenen Limousine. Heute brauche ich nicht mehr in den Karnevalswahnsinn und bin froh drum. Hätte heute gar keine Freude mehr an den vielen "lustigen Karnevalisten" gehabt, deren Humor ich so wenig teile.  Und damit bin ich nicht allein in der Stadt. Es ist im Grunde albern & absurd, wie ernst soviele ihre Vereinsmeierei und besonders die Militärkostümierung nehmen. Ansonsten  ist es eh ein Fest für die Touris. 500.000 Einwohner - haben überhaupt keinen Bedarf an saufenden und grölenden Menschenmassen auf allen Strassen - plus Sperrungen für den Verkehr allerorten. Manche fahren in diesen Tagen Taxi, damit sie genau dies einigermaßen umgehen können und nicht in die überfüllten Straßen- und U-Bahnen und somit in den blühenden Wahnsinn müssen. Apropos U-Bahn: Da kommt ja jetzt wieder einiges ans Licht. Wir dürfen gespannt sein, ob bald alles zusammenkracht. Ab 4 Meter Wasserstand könnte es kritisch werden, sagen die "Experten". Gestern waren wir bei 3,80 Meter laut Fahrgastkommentar. Tätätä ....

Apropos Wasserstand: Das Fass, daß dieser unglaubliche Westerwelle da aufmacht, ist ja unerhört. Ich kann nur hoffen, daß das Wasser nun endlich überläußt nichts mehr künstlich unterm Deckel gehalten werden kann. Die Zeit ist reif.
Die wahren Asis auf diesem Planeten sitzen seit Jahrtausenden weltweit in Luxusdomizilen und lachen völlig offen über die Massen. Aktuell über die Masse an wiederstandslosen Deppen, die seit Jahrzehnten hinnimmt, daß ihnen die Existenzen unterm Hinterm abmontiert und jeweils nach ein paarJahren - von den immer größer werdenden immer gleichen Großkonzernen (Familienunternehmen) unter immergleichen Deckmäntelchen wie "Globalisierung", "wirtschaftliche Notwendigkeit", "Konkurrenzfähigkeit" - in noch übleren Sklavenlohnländern wieder aufgebaut werden. Wer braucht schon - außer den Profiteuren - eine immer brutalere "Konkurrenzfähigkeit"!

Hier - höre ich auf, sonst ärgere ich mich nur unnötig - und dafür ist mir meine Lebenszeit gerade zu wertvoll. Der Stein auf dem Bild ist ein Markasit auf Calcit - und ich finde, er paßt wunderbar in diese winterlichen Kulissen überall.

Freitag, 12. Februar 2010

Räume und Ansammlungen

Auf dem Foto sieht man eine Metalldose aus den 60er Jahren, ich glaube, sie stammt von einem Kaffeegeschäft, bei dem man sich seinerzeit die köstlichen Bohnen frisch hat mahlen und in solche Behältnisse hat einpacken lassen. Von diesen Dosen gab´s zwei in meiner Kindheit, beide waren gefüllt mit einfachen, funktionellen Lego-Bausteinen, die auch meine sechs Jahre ältere Schwester bespielt hat. Viel mehr dingliches Spielzeug hatte ich nicht als Kleinwüchsige und ich hatte nicht nur wenig Dinge, sondern auch keinen eigenen Raum. Habe die ersten sechs Jahre kein Zimmer für mich gehabt, tagsüber war ich irgendwo ... viel draußen, manchmal im "Kinderzimmer", in dem aber alle Möbel und Sachen meiner Schwester gehörten und ich maximal geduldet war, manchmal im Wohnzimmer oder im Sommer auch viel auf dem Balkon - und nachts schlief ich im Schlafzimmer meiner Eltern. Erinnerungen daran habe ich nur wenige.
Am meisten war ich draußen, wir hatten Gott sei Dank noch viel  "Freilauf", auch hier in der großen Stadt. Es gab einen großen Hinterhof mit Rasen und Sandkisten - als eines Tages Männer kamen mit Schildern, auf denen "Rasen betreten verboten" stand, gab´s einen kollektiven Aufstand aller Erwachsenen und Kinder, ja, die Erwachsenen selbst spielten damals gerne Federball draußen- und auch auf der Straße habe ich viel gespielt, Rollschuhlaufen, Gummitwist, Seilchen springen. Jahrelang.
Meine Eltern hatten damals einen Schrebergarten, das war noch einmal eine andere Welt für sich und dort fand viel Leben statt. Von dem Garten träume ich noch heute, auch von einigen Nachbarn dort, die eine Art "Vogelfreie" waren. Und von der alten Wasserpumpe ...
Im Kindergarten war ich nie, mein Vater wollte das nicht, und ich bin damit bis heute sehr einverstanden. Meine Mutter wäre mich sicher gerne noch mehr losgeworden - aber ich war ja auch so schon sehr pflegeleicht und irgendwie "selbständig". Ja, ich hatte auch oft Langeweile - besonders, wenn ich mit mußte zu den vielen Familienfeiern mit den vielen Erwachsenen, die den ganzen Tag gegessen haben und mit denen ich nichts gemeinsam hatte - außer die Passion für´s Kartenspielen, schon als Kind. Heute- hat sich das in Richtung Tarot verlagert und ich finde es interessant, wie sich meine schon immer enge Beziehung zu den Karten (-bildern) entwickelt, nachdem ich früher jahrelang Skat, Doppelkopf u.v.m. gespielt hatte.
Interessant finde ich heute diese Ansammlung an "Spielzeug" in meinen Hallen im Kontrast zu den beiden bescheidenen Lego-Kisten von damals. Sicher auch ein Stück weit "Nachholbedarf" - das Auskosten einer Möglichkeit, die als Kind so nicht gegeben war.

Noch mehr beschäftigt mich dieses Thema "den eigenen Raum einnehmen".....wo ja im Grunde auch alle Dinge  mit hineingehören. Der Raum selbst geht ja über Wände hinaus, geht ins Unendliche und auch ins bisher Unmögliche hinein.

Gerade vor ein paar Stunden dachte ich darüber nach, wieviel Dinge ich während meiner 5 Umzüge binnen weniger Jahre mitgeschleppt und/oder eingelagert habe, aus dieser "Wenn-mal-was-ist-Mentalität" heraus, die ich sicher auch von einer langen und ehemals vielköpfigen Ahnenreihe geerbt habe, die halt einige Kriege miterlebt hat. Ich kann  mich kaum mehr an die Einzelheiten dieser vielen Umzüge erinnern, es ist irgendwie untergegangen und es bleiben nur ein paar Bilder.

Auffällig die Reaktionen von Menschen, die mich besuchen und mein vielschichtiges Sammelsurium an Kleinod entdecken: Frauen sind meist entzückt und finden es spannend, daß es hier soviel zu entdecken gibt - von einem Mann kam nur ein trockender Kommentar "Ah, ein Museum!" Beide haben völlig recht. Die Frage ist nur, was ich gerade brauche .... und ich brauche jetzt einfach mehr Platz, Raum und wieder Wesentlicheres. Daran erinnert mich die alte Lego-Kiste: Im Grunde brauchen wir nicht viele Dinge, um gut zu leben. Aber viele Freiräume halte ich für absolut lebenswichtig!

Botschaften aus der Zentrale ....

Ähm, wie meinen die dat jetzt?

Im Kölner Untergrund ...

.. wird ja seit vielen Jahren herumgewühlt. Große Teile der Innenstadt sind eine Ewigbaustelle, Chaos, Dreck und permanente Überraschungen über neue Wegsperrungen, sowohl für Fußgänger als auch alle andere Verkehrsteilnehmer, sind wir gewohnt. Änderungen in der Verkehrsführung erfolgen hier im Stundentakt.
Der Kölner und die Kölnerin an sich - sind ja traditionell hart im Nehmen, was Chaos, langandauernde Bauprojekte (Kölner Dom ...) und das Einfallen von Millionen Fremder in die Stadt betrifft. Aber diese U-Bahn ist schon eine eigene Herausforderung. Nicht nur, weil sie den inzwischen schon unverschämt-verbrecherisch-anmutenden Klüngel vor Ort offenlegt, sondern besonders auch, weil kein Kölner Bürger diese sinnlose und völlig überflüssige U-Bahnstrecke braucht und auch niemand hier dieses Teil haben will.
Es handelt sich um reine, ja, ich möchte sagen lupenreine und pure Geschäftemacherei und Vetternwirtschaft.

Und dabei geht es nicht nur um die permanente Belästigung sämtlicher Anwohner über viele Jahre hinweg sowie eine Traumatisierung anreisender Touristen beim Heraustreten aus dem Hauptbahnhof, sondern inzwischen haben auch viele ehemals alteingesessene Einzelhandelsgeschäfte schließen müssen - weil ihre Läden gar nicht mehr erreichbar waren oder aber über Monate und Jahre inmitten von Bauschutt und -dreck lagen.

Jetzt - hamma wieder einen frischen Skandal am Bau: Pünktlich zu Karneval hat man mögliche Sicherheitsrisiken nicht mehr länger unterm kochenden Deckel halten können. Nur 17 % wichtiger stabilisierender Eisennägel sollen verbaut worden sein - den Rest sollen angeblich korrupte Bauarbeiter an Schrotthändler vertickt haben. Ja, is klar! So ein paar -zig Tonnen Baueisen bringen ja enorm viel schnelle Kohle und sind besonders leicht und unauffällig transportierbares Diebesgut ... tätätä! Die halten einen eben für total bescheuert hier. Wie überall. Und machen einfach weiter. Wie ..... (bitte selbst ergänzen).

Nun warten wir hier mal gespannt, ob der Rosenmontag aus Versehen doch noch unterirdisch stattfindet in diesem Jahr.

Übrigens - und das zeigt ja schon die große Intelligenz hier in der Kolonie: Statt den traditionellen Zugweg in den vergangenen Jahren einfach wegen der besagten Großbaustelle einfach mal umzuleiten und auf intakten Straßen rollen zu lassen, wurde jedes Jahr die Baustelle an den traditionellen Zugstrecken extra für den Zug zubetoniert - und anschließend wieder aufgerissen.
Dat - jitt et nur he en Kölle am Ring, schallallala ... un wigger schunkele, ihr löstije Jecke  .....

Donnerstag, 11. Februar 2010

Jetzt was Gutes über Karneval

Also, nach dem jährlichen Geschimpfe zum Fest der Tumben und Notgeilen - hier mal was Gutes zum Fest: Es gibt immer so nette Püppchen auf den Berlinern, die kann ich dann an Ellegua weitergeben.


Deutschland im Krieg und Carnevale

"Krieg ist pervers. 
Auf Befehl - verkleidet - zu töten ist pervers.
Das zu rechtfertigen, ist pervers."

Genau. Besser und kürzer kann es nicht auf den Punkt gebracht werden.
Die neue Wortschöpfung (Neusprech) für Krieg in der offiziellen Version lautet ja gar nicht Krieg - ein besonderes Kennzeichen unserer Kultur und Zeit hier im dekadenten und degenierten Westen ist ja, die Dinge nicht mehr beim Namen zu nennen und ständig um den Kern und damit um die Wahrheit hinter den Dingen herumzulavieren -  es heißt jetzt "Bewaffneter Konflikt".
Das klingt ja gleich viel weniger tödlich ...
Rechtzeitig für diesen mit Militärzotteln hochdekorierten-kostümierten Typen, der im September "100 & ein paar" Unschuldige (Kinder) aus der afghanischen Zivilbevölkerung in die Luft hat sprengen lassen - aus Ärger, daß die so frech und undankbar sind da in Afghanistan - kommt die kleine Wortverdrehung. Im Nachgang hat er somit "rechtens" gehandelt - und alle anderen (Polit-)Schergen sind auch fein raus. Also: Wenn du mal Ärger hast - einfach die Gesetze ändern lassen.

Apropos "Krieg" und Gewalt": Paßt auch gut zum heutigen Beginn des Straßenkarnevals in der Kolonie ....  Abertausende von enthemmten, verkleideten bzw. entkleideten und losgelassenen Frustrierten, die jetzt wieder so richtig Gas geben in der Stadt und binnen einer Stunde ein regelrechtes Schlachtfeld hinterlassen.
Eine Millionenstadt voller zerbrochenem Glas, Pisse und Kotze. Gratuliere! Dieses Jahr gibt´s Glasverbot in der Innenstadt ...

Seit Wochen sehe ich sie schon wieder auf den Straßen, diese als Militärs kostümierten Nichtse, die jetzt glauben, endlich wieder was darstellen zu können in ihren albernen Leggings mit teuren echtledernen Schaftstiefeln und Bajonetten. Nicht intelligenter die passenden Damen dazu.

Eine genial gemachte Werbung einer Kölner-Kölsch-Brauerei bringt es in dieser Session doppeldeutig-eindeutig auf den Punkt:  "Karneval kommt jeder zum Zug".

Heißt es während des Jahres immer noch "Wer poppe well, muß fründlisch sin ("Wer Geschlechtsverkehr anstrebt, muß freundlich sein")- zu Karneval sehen es auch die lezten Hampel als so etwas wie ihr gutes Recht an, endlich zum Zug zu kommen - was auch durch die verschiedenen seltsamen Figuren repräsentiert wird, die sich nun mit dem brutal-gleichförmigem immer-die-gleichen-3-Akkorde-Liedgut und/oder plattesten und uralten Weitunterdergürtellinie-Witzchen auf den hiesigen Bühnen darstellen dürfen.

Ich habe mich für heute bereits wieder vornehm zurückgezogen in meine Hallen ... da ich mit diesem seltsam dumpfen und sich Jahr für Jahr wiederholendem Brauchtum (Siechtum) nichts anfangen kann. In den vergangenen Wochen habe ich mich nur immer wieder gewundert, von wieviel Tumben ich tatsächlich hier umgeben bin - die feiern ja schließlich nicht nur Straßenkarneval, sondern der ewiggleich platte Sitzungskarneval läuft ja schon seit Wochen und ich bin mit der elfenbeinfarbenen Limousine näher dran, als ich es wirklich möchte. Jedes jahr das Gleiche ... sogar hier im Blog ...

Gerade erinnere ich mich an die Diskussion damals, als Anfang der 1990er Jahre im vergangenen Jahrtausend der erste Golf-Angriffs-Krieg geführt wurde: Da wollte man doch glatt den Karneval absagen, wegen ethisch-moralischer Bedenken. Die hat heute niemand mehr hier - so ändern sich die Zeiten. Naja, selbst der aktuelle Friedensnobelpreisträger sagt ja, Krieg sei was ganz normales und man braucht ihn jetzt, um andre Völker unfreiwillig in den demokratisch-aufoktruierten Frieden zu bomben. Dafür hat er sich einen schönen Tusch verdient: Tätä Tätä Tätä.

Dienstag, 2. Februar 2010

Roger- Over - Winter ade

So.
Das war´s.
Jedenfalls für mich.
Dieser Winter ist vorbei, überstanden.
Im Grunde hat mein Frühling hier bereits vor gut 10 Tagen begonnen,
der Gesamg der Vögel zeigt den Frühling an, und das Lied war klar.
Dazu schien die Sonne und erzählte von neuen Abenteuern.
Bueno.

Bin viel auf Eis gefahren und auch gerutscht in den vergangenen Wochen.
Am vergangenen Samstag gab´s aggressives "Blitzeis",
sobald die Sonne sich verabschiedete,
bin nur noch gerutscht  mit der Limousine.
Habe oft an all die Kollegen von der Nachtschicht gedacht,
die schon seit vielen Wochen rutschen.

Die meisten Leute denken, "wir" von der "fahrenden Zunft" würden jetzt einen guten Salär machen - doch in Wahrheit ist dem gerade nicht so. Die einzigen Gelegenheiten, um wirklich einen guten Umsatz einzufahren und diesen danach mit dem Limousinen-Geber zu teilen, sind die, wo wir möglichst viele Kilometer fahren.
Und bei Schnee und Eis - hast du vielleicht ein paar mehr Fahrgäste, doch die meisten von denen wollen nur die kurzen Strecken fahren, die sie sonst zu Fuß gehen. Alle haben Angst, zu fallen ....
Und selbst, wenn  du eine längere Strecke fährst, so brauchst du doch gut viermal soviel Zeit und Nerven dazu wie sonst.
Wenn die Schicht vorbei ist - gibt es ein Dankesgebet:
Danke - daß mir und auch anderen nichts weiter zugestoßen ist.
Und -
Danke - für das hochkonzentrierte Fahrtraining.
Ich nehme es als eine Art Meditation.
Und immerhin komme ich manchmal in den Genuss schöner Ansichten.
Schneekulisse, in der noch kein Mensch herumgetrampelt ist.

Sogar die Jungen und Ungestümen haben Respekt,
sobald sie nach einem Rutschen begreifen,
daß die Reifen -
nicht mehr greifen.

Die Tumben, die trotz alledem nichts merken -
und wie sonst auch nur ihren eigenen Film sehen -
stärken!
Mich - in der Notwendigkeit,
diese Schmarotzer immer weniger
zu bemerken,
ja
völlig zu ignorieren,
um
bei mir zu bleiben und 
in meinem eigenen Frieden -
abseits von derem ewig-sinnlosen Genöle -
zu existieren.