Mittwoch, 30. November 2016

Ein "gefühlt langer November" ....

.... obwohl die Tage oft sehr schnell herumzugehen scheinen. Was sicher auch daran liegt, daß es so lange dunkel ist.

Zu schreiben gibt es nicht viel ... meine Betrachtungen finden eher still statt - und drehen sich viel um Muster, Konditionierungen, einst gelerntem bzw. von Anderen beigebrachtem Unsinn. Meist von solchen - die im Leben nie oder nur sehr selten darüber nachdachten - was sie da so alles ungefragt weitergeben.

S´ feine Katerchen tut gut. Oft schaue ich ihn an und staune - der weiß von all dem nichts.
Er schaut oft zurück - und vielleicht denkt er ja sowas wie "Was macht sie sich unnötig Sorgen?" so Natürlich denkt er so nicht - aber er bekommt ja dennoch alle Empfindungen bestens mit - auf seine Weise eben.

Der November-Melancholie entsprechend sehne ich mich nach Freiheit - und sinniere drüber, was das ist - und wie das geht. Für mich ist diese auch immer mit Frieden im Inneren verbunden. Und so - hat jedes (Wesen) seine Vor-stellungen.

Statt auf Frieden - traf ich im großen "Weltnetz" namens Internet - auf jede Menge Gift und Galle. Streitereien vom Übelsten - die mich teils nochmal echt schockierten. Neid, Mißgunst, Gehässigkeit, Geläster - schlimmer als im richtigen Leben einst (habe direkt nur noch wenig Berührungspunkte mit sowas) -  daß es einem fast schlecht davon werden könnte.  So - wird das nichts mit dem Paradies auf Erden.

Außer in Kommentarspalten aller Art - in den vergangenen zwei Wochen gehört, gesichtet und mit Entsetzen gelesen in sogenannten "Live-Streams" - wo Menschen sich vor die Kamera setzen und ein Chat mitläuft.
Manchmal schalten sich mehrere Menschen per Kamera dazu und reden über irgendwas - es scheint mir so eine Art "Stammkneipen-Tresenersatz" zu sein.  Nur der Ton - ist noch erheblich übler als im richtigen Leben einst in solchen Kneipen.

Als Zwillingssonne -. und das ist nicht immer lustig - tauche ich in solche "neuen Welten" kürzer oder länger ein und beobachte sie. Will was über´s Menschsein dazulernen. In diesem Fall - war es fast schmerzhaft und sowas wie eine Zeitreise in längst vergangene Tage - in häßliche Gruppendynamiken.
Nur - daß es im Netz noch weit übler ist als einst im richtigen Leben - und die sich da tatsächlich gegenseitig denunzieren und sogar im richtigen Leben Anzeigen gegeneinander schalten.

Soweit - so kurz.  Unfaßbar eigentlich - und für mich abstoßend.
Allerdings - sehe ich ein sehr ähnliches Phänomen auch sonst überall im großen Netz - nur, daß die oben genannten häßlichen Eigenschaften und Absichten etwas moderater formuliert werden.  Besonders bei den Esos - läuft das ganz ähnlich - aber viel unterschwelliger, haha. Sind nur - verschiedene Mäntelchen.

Draußen im richtigen Leben - hat schon längst die Zeit begonnen, in der niemand mehr anhält, wenn ich mit dem Rädchen die Straße queren will an einer Fußgängerinsel. Das ist immer so im November und bis in den Dezember ... etwa eine Woche vor Weihnachten ändert sich das dann wieder. Beobachte ich nun schon über Jahre - und rechne mir immer in der Wartezeit aus, wieviel ich hätte abkassieren können - also 50 Euronen pro Fahrzeug, welches nicht anhält und durchbrettert. Manchmal kommt ein schneller Tausender zusammen. 
Ist schon erstaunlich - besonders, wenn das dann demnächst kurz vor "Heiligabend" wieder in plötzliche Freundlichkeit und Anhalten umschlägt.

Manchmal denke ich - ich werde doch noch Eremitin auf meine neuen, kommenden Tage.
Obwohl Zwillingssonnen nicht gerade von Haus aus dazu geeignet sind.  

Dann aber - treffe ich im Supermarkt wieder auf echte Schätze - und schon geht das Herz wieder auf - gibt es ein warmes wohliges Lächeln und was zu lachen - mit denen, die von Haus aus eher wohlwollend und guter Dinge sind. Neulich mit der "Süßen aus Sachsen" an der Kasse - quer durch den Laden rufend - ich stand zwei Kassen weiter an, aber wir haben dennoch ein bischen Spaß gemacht.
Die hat einen guten Humor - wenn auch ganz anders, als der hiesige bzw. "mein kölscher" - aber es paßt fein zusammen. Oft lautet die Devise auch: Humor ist - wenn man trotzdem lacht. Und sich nicht von den anderen Miesebuckeln vom Lachen abhalten läßt.

Soweit mal - bis hier - am letzten Novembertag.
Und: Es wird wieder wärmer - 1 Grad Plus draußen.
Fein!

Dienstag, 29. November 2016

Rauchmelder ....

... wurden eben hier in allen Wohnungen installiert.
Ich hatte gar nicht mehr an den angekündigten Termin gedacht - aber es paßte zeitlich alles bestens und die beiden jungen Männer waren sehr freundlich und schnell.

Ich hatte auch keine Ahnung, was hier überhaupt anstehen soll - denn auf dem Zettel mit dem Termin stand nichts drauf. Rauchmelder also .... und das erste, was ich dachte war: Jaja - is klar - vermutlich mit Kamera und Mikrofon.
Als ich den einen der beiden danach frage - weiß der gleich, was ich meine. Wurde womöglich schon öfter drauf angesprochen.  Und antwortet auch mit "Überwachungsstaat".
Ist ja schon mal was, wenn die Menschen gut wissen - was gemeint ist.

Ob der so ein Teil schon mal auseinandergenommen und nachgeschaut habe? Ja - hat er - aber hat wohl nichts gesichtet. Tja - meine ich nur - die Bauteile sind ja heute auch sehr klein geworden.

Nun - hilft nichts - die Dinger hängen jetzt. Und ich weiß nicht wirklich - was da so eingebaut ist. Zuzutrauen ist es heute den seltsamen Schnüfflern, daß tatsächlich irgendwelche Mikrochips mit drin sind in solchen Geräten. Und ich gehe jetzt einfach mal vom Gegenteil aus - obwohl mir die Dinger noch sehr komisch erscheinen.

S´Katerchen hat sich in seine Höhle unter der Küchenspüle verzogen - sehr klug. Immer noch ein feiner Platz, wenn mal was ist, was ihm nicht behagt. Allerdings - muß er sich ein bischen dünn machen, denn sie ist längst wieder eingeräumt. Er benutzt sie nur noch für Notfälle, der Feine.

Dienstag, 22. November 2016

Nochmal kurz Familie Trump ....

... las gestern - ist wohl ein neuer Scherz gerade - daß Melania Trump gar nicht begeistert sein soll über einen anstehenden Umzug ins weiße Haus - sie möchte sich nicht verkleinern.
Gefiel mir - ich schmunzel heute noch drüber.

Und dann las ich noch - auch ihr Mann hat keine große Lust dazu - er will ebenfalls lieber in New York bleiben. Kein Wunder - wenn man solchen "Tower" hat.

Übrigens - habe ich mir mal Bilder von den vielen "Towern" angeschaut, die unter Trump gebaut wurden - schon erstaunlich. Zimperlich ist der nicht.

Sogar ein Buch vom Herrn Trump habe ich hier - bin jetzt auf Seite 50 - und hatte ja schon mit dem üblichen "Ami-Stil" gerechnet. Aber er übertrifft meine Erwartung noch - an Oberflächlichkeit. Erstaunlich ist dabei - daß er dennoch sympathisch rüberkommt.

Ja - und alles Andere - wird sich zeigen.
Mir scheint langsam - auch angesichts der Chuzpe vom Gemerkel, wiederantreten zu wollen und den patriotischen Bewegungen in ganz Europa - daß genau das gewollt ist als Marschrichtung.
Aber - das nur am Rande - gibt schon genug Hellseher im Netz. 

Sonntag, 13. November 2016

Das finde ich mal beachtlich - der Herr Trump empfängt Besuch in seinem eigenen "Tower" ....

... eben vernommen - der erste Politiker aus Europa, der ihn in seinem eigenen Tower besucht haben soll, ist der Herr Nigel Farage.
Ich traue dem Herrn Trump bislang auch keinen Millimeter über seinen Weg - aber das finde ich schon mal sehr beachtlich bis sogar symbolisch, daß er sein eigenes "Building" hat und da gleich mit der Arbeit anfängt.

Da schau her: Vorm Trump-Tower ....

.... ist es ruhig.
Interessantes 2 Minuten Video - mit einem guten Schuss ironischem Humor.
Ist ja nicht mehr auszuhalten - die zwangsgeldeintreibene Lügenkresse.

Donnerstag, 10. November 2016

Manchmal scheint mir alles ganz anders ....

... als die meisten von unserer Spezies noch zu denken pflegen.
Ich sage dazu wenig - weil es für die Meisten absurd klänge.
Und weil ich es selbst noch nicht klar habe für mich.
Ein Hinweis nur:
Diese sogenannten "Eliten" - liefern den Menschen allerorten auf dem Planeten schon seit langer Zeit zahlreiche Steilvorlagen - um sich wirklich zu befreien. Auch von diesen Zecken daselbst.
Manchmal scheint es mir - als würden solche Gelegenheiten auf einer Art goldenem Tablette dargereicht.
Nur - es greifen noch immer nicht genügend zu.
Lasse ich mal so und völlig unvollständig stehen .....
und sinniere still weiter drüber. 

Zu Donald: Deescha-Wü?

Also - erstmal muß ich gestehen, daß auch ich "irgendwie erleichtert" war gestern morgen, daß es Trump ist.  Scheinbar die bessere Wahl - obwohl es ja im Grunde keine echte solche gibt.

Dann hat´s mich reingesogen in die "Berichterstattungen" - und mir war irgendwie den ganzen Tag flau. Immer wieder dachte ich nur: Oha!
Oha - was wird da Stuss geredet - obwohl der Mann sich noch gar nicht bewiesen hat.
Oha - was sind sie alle tendenziell = auf ihre eigenen Weltbilder fixiert
Oha - wieso laß ich mich eigentlich nochmal so davon infizieren

Besonders aber dachte ich den ganzen Tag:
Oha - ein Deescha-Wü!

Wie war das noch 2008, als Obama "gekrönt" wurde? Anders kann man ja die einstige abartig aufgebauschte Zeremonie nicht nennen. Und was kam dann? Nichts von dem, worauf die Menschen ihre Hoffnung gesetzt hatten.

Auch gestern - sehr viel Hoffnung bei Vielen.
Womöglich aber auch nur eine kleine Erleichterung, daß es nicht die eiskalte Clinton geschafft hat.
Tatsächlich - hatte auch ich es irgendwie gehofft, daß dieser Eisklotz es nicht wird.
Und "befürchtet" - wie Viele andere auch - daß die Wahlmaschinen schon anders programmiert wurden.

Beobachtete mich dann den ganzen Tag selbst gestern - was meine Konditionierungen betrifft. Hoffnung ist ja auch ein Teil von diesen.
Hoffnung, daß es endlich mal einer ehrlich meint - mit den Menschen. Und hält, was er verspricht.
Und gleichzeitig Desillusionierung - denn wer bis dahin kommt, kann eben nicht "sauber" sein.

Kurzfassung: Es wird sich zeigen, was geschieht.
Nicht mehr und nicht weniger.
Das ganze Geschwafel vorab - ist müßigst.
Und noch ist der Mann nicht einmal im "Amt".

Am Rande sei noch erwähnt: Dieses Argument - er wäre nicht so manipulierbar, weil er genug Geld hätte - ist ja kompletter Unsinn. Die anderen Verdächtigen haben ebenfalls schon Milliarden gescheffelt im Laufe ihrer Endlos-Karrieren.  Sacken für eine einzige "Rede" Millionen ein - was sich kein normaler Mensch vorstellen kann. Und das ist noch die "legalste Einnahmequelle".

Jedenfalls - hallelujah - ist das Affentheater jetzt erst mal durch - uff.
Ich habe es auch so gut wie gar nicht verfolgt - nur am Rande immer mal was von der kranken Clinton vernommen.
Und wer nun der Herr Trump tatsächlich ist - wird sich zeigen.
Frei in seinem Wirken - ist er sicherlich nicht.
Und ich würde noch einen Schritt weitergehen und sagen:
Die wahren Strippenzieher installieren und instruieren immer beide Seiten, wenn nötig auch dreie oder viere.
Aber will ja niemanden desillusionieren, der sich freut - über was auch immer.

Hier noch das Wichtigste an diesem unmaßgeblichen "Beitrag":
Huch - ich hatte immer gedacht, das wäre seine hübsche Tochter. Also die neue "First-Lady".
Uahahaha ....

Übrigens gibt es da eine kleine Rede von der Dame - in Gegenüberstellung mit einer von Herrn Michelle Obama seinerzeit - und da schau her - wie kann denn sowas sein? Die reden 1 zu 1 exakt das Gleiche.  Fast wörtlich.  Ein Schelm - wer sich da wundert.

Dienstag, 8. November 2016

Ein Video vom Kater ....

.. wäre vielleicht eine Option - seine unglaubliche Körpersprache mal "einzufangen".
Mal sehen - ob ich das möchte bzw. Lust dazu habe.

Heute abend - hat er mich jedenfalls wieder den ganzen Abend damit köstlichst amüsiert - und erstaunt. Das tut er schon - seit er hier ist- es ist zum Piepen.
Der Kleene - weiß bestens - wie er sich recken und strecken kann - um erheblich größer zu erscheinen. Und dementsprechend - gefährlich.  Alles - mit hoch aufgepuscheltem Fuchsschwanz.

Der Kleene ist auch tatsächlich ein Wilder - der gerne "abjagt". Deshalb wünsche ich ja für ihn - daß wir das zügig noch hinbekommen - daß er raus kann. Wo er wie ein Eichhörnchen die Bäume hochgehen würde,
Kriegen wir noch hin - gemach gemach .... diesen Winter schenke ich uns noch - zum Kennenlernen, welches täglich wächst - und immer lustiger und vertrauter wird. 

Die Friseuse meinte heute - als ich sie ein wenig zu den freundlichen Chihuahas fragte - sie verstehe Katzen nicht in ihrer Kommunikation.
Hmmmhhhh ... ich "verstehe" zum Beispiel nichts von Pferden oder Kühen - bin da aber immer intuitiv drangegangen - was soviel heißt wie: Ich hab mal gelauscht. Paßt schon.  Hat oft weit besser gepaßt - als ich es mir hätte erträumen können. Die Tiere - teilen sich schon bestens mit.

Und der Hiesige - "spricht" sogar  recht viel für einen Kater. Machen ja lange nicht alle. Ich mag es - sehr. Und antworte in Worten am liebsten mit: Ja - ich liebe Dich auch.  Mestens aber - versteht er mich schon weit vorher - weil er mich lachen hört.  Bzw. - die spüren schon alles.

Glühbirnen mit Laufzeit von einem Jahr produziert ....

... nun knallen sie nach und nach wieder alle durch.
Quasi pünktlich - nach einem Jahr Betriebszeit. Oder waren es zweie?
Weeß ick nich mehr.
Weiß aber - daß ich mich bei der letzten "Durchknallserie" noch wunderte und mich fragte - ob ich vielleicht irgendwie geladen wäre? Weil die Dinger halt nach und nach durchbrannten.
Dem war offenbar nicht so - denn jetzt ist es wieder soweit.  Reihum.
Ca. dreie hab ich schon gewechselt - und warte nur auf die nächsten.

Für M. - Salonkater .....

.... hier ein Bild vom Kater, wie gewünscht.
Es zeigt zwar den Kater selbst nicht sonderlich gut - aber seinen Habitus hier, mit dem ich sehr glücklich bin.
Hatte ich ihn einst Mitte August in seiner einstigen Behausungen bei etwa 40 Grad unter einer Decke auf dem Sofa versteckt angetroffen und von der Frau vernommen, das "würde er immer so machen" - liegt er hier inzwischen frei bzw. offen auf allen möglichen Plätzen - die alle ihm gehören.
Er ist also mittlerweile ein echter Salonlöwe .....












Die "besten Bilder" vom Kater krieg ich nicht eingefangen ... er ist pfeilschnell, wenn er mal wieder mit aufgepuscheltem Kampfschweif und "quergestellt" fürchterliche Drohgebärden zelebriert. Haha ....

Oft muß ich staunen - kurz, nachdem mich Deine Postkarte erreichte, die derzeit noch oben im Bild zu sehen ist, kam der Kater hier an - und er ist ebenso klein und keck wie der auf dem Bild.
Eben hab ich ihn mit seinem von mir einst spontan an ihn vergebenen Spitznamen gerufen -  und freute mich sehr: Zack - war er hier.  Ich glaube - wir bleiben mal dabei - bei seinem "neuen Namen".
Auf den alten - reagiert er nämlich eh nicht wirklich. 

Nach zwei Jahren doch mal wieder zum Friseursalon .....

.... hat ja echt lange gehalten diesmal - die letzte Prozedur = Dauerwelle.
Für was Anderes gehe ich ja nicht dorthin - schneide selbst.
Und das offenbar gar nicht so schlecht, denn die Haare waren soweit gesund und die Friseuse war es, die noch weniger abschneiden wollte, als ich vermutete, daß es nötig sei. Wir einigten uns auf die Mitte - also etwa 2 Zentimerterchen.

Bevor die Prodezur startete - schaute sie nochmal genauer, denn sie konnte nicht glauben, daß die letzte Welle schon zwei Jahre her ist. Sie zeigte mir mittels Spiegel den Ansatz am Hinterkopf - wo tatsächlich  ziemlich weit oben Wellen zu sehen waren - die längst hätten herausgewachsen sein müssen. Ich wunderte mich ja auch schon länger, daß das "Zeugs" so lange hält. Mein sonstiger "Turnus" belief sich meist auf etwa einmal im Jahr Salonbesuch. Nicht öfter.
Und die Friseure reden davon, daß eine Dauerwelle etwa schlappe 8 Wochen halten täte ... was ich allerdings für stark untertrieben und eher umsatzfördernd halte.

Die junge Frau - gerade mal Ende zwanzig und eigener, kleiner feiner Salon, top! - meinte also: Es könne auch sein, daß ich inzwischen echte Wellen hätte. ???? ..... da werde ich mich mal schlauer guhugeln. Tatsächlich - hat sich ja auch meine Haarfarbe verändert im Gegensatz zu früher. Ob es sowas gäbe? Ja, gäbe es.
Aha ...

Im kleinen feinen Salon im Nachbardorf - den ich mir extra ausgesucht hatte, weil ich dachte, da ist es ruhiger als hier im Ort - begrüßten mich zwei freundliche kleine Chihuahuas und ich verbrachte die kurze Wartezeit gerne mit ihnen. Sie gehören zum Inventar - und lockern die Atmosphäre auf mit ihrem netten, verspieltem Wesen.

Mit Ruhe im Dorf war es dann aber nichts - wir haben tatsächlich zweieinhalb Stunden am Stück gequatscht - und das, obwohl ich sonst auch gerne schweige in solchem Salon - und die Anderen reden lasse. Hier aber war ich die einzige Kundin - für die ganze Zeit - die junge Frau hat ein gutes Timing. Und viel Temperament.

Soviel habe ich schon ewig nicht mehr am Stück geredet - und merke jetzt - es reicht auch erst mal wieder. War aber tatsächlich nett - und eben dörflich. Sehr angenehm dörflich. Ich geniesse das immer - nach einst sovielen Jahren in der verrückten Stadt.

Zusammen mit der noch sehr jungen Helferin kamen wir auf alle möglichen Themen - bzw. gleich zu Anfang ging es ums Frausein - und welche Qualitäten das birgt. Die junge Chefin fing damit an - ich hörte gerne zu und sinnierte auch gerne mit. 

Über´s Frausein kamen wir auf Kinder und ich auf´s unsägliche  "Gender-Mainstreaming" bzw. die zwangsweise Frühsexualisierung in den Verbildungs-Einrichtungen.  Die junge Chefin hatte davon noch gar nichts gehört. Jetzt schon. Die Jüngste im Bunde - etwa 16 - hatte ein bischen was davon gehört.
Kinder waren dann auch sonst Thema - bzw. Kindheit - und wie diese sich verändert im Laufe der Zeiten.  Drei Generationen versammelt im Gespräch. 

Ich gestand, daß ich "Selbst-Schneiderin" bin - und daher wünschten wir uns schon mal ein gutes neues Jahr. Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr um diese Jahreszeit wieder .... Bekam noch das Angebot - zum "Pony-Schneiden" reinzukommen - das machen sie kostenfrei für ihre Kundschaft, als Service.  Aber werd ich wohl nicht - denn das mach ich ja hier - ratzfatz.

War jedenfalss eine gute Wahl - der kleine feine Salon. Mit feinen Menschen - feinen Hunden - und gelungenen Wellen - die wie echt aussehen.

Auf der Rückfahrt staunte ich wieder - wie schön es hier ist. Sogar im November - wo das Laub in allen Farben schimmert. Nach morgendlichem Hagel und Dunkelheit - kam sogar die Sonne raus (wenn Engel alle paar Äonen zum Friseur fahren ....).  Und jetzt - ist sie immer noch da.
Ja - es ist schön hier.

Donnerstag, 3. November 2016

Oh mannomann - wat Hirnwäschen!

Hatte ja kürzlich schon die beiden Bücher erwähnt, die die Geschichte von Thomas aus seiner Jungen-Perspektive erzählen - Band 1 beginnend in der neuen Ostzone im Jahr 1950 - und im Band 2 dann fortgesetzt nach der Flucht in den Westen, 1952. Die zu der Zeit übrigens noch per S-Bahn gen West-Berlin gelang.

Hatte beide schon vor Jahrzehnten gelesen - und nun lese ich erstmals überhaupt Bücher ein zweites Mal. Es lohnt sich!
Zwischen Traurigem und Lustigem- findet sich eine treffliche Beschreibung der Zeiten - in Ost und West. Rezensionen von Menschen, die einst ebenfalls in Leipzig groß wurden zu ähnlicher Zeit, betsätigen die Echtheit der Schilderungen. Sie können sogar nochmal lebendig mitgehen mit Thomas durch Straßen und sogar Geschäfte - in denen es fast nichts gab.
Heute morgen las ich vom Aufmarsch zum 1. Mai - sehr interessant und wie alles Andere - lebendigst geschildert.

Diesmal habe ich mit Band 2 begonnen - also nach der Flucht von Thomas und seiner Mutter in den Westsektor - den hatte ich vom Jüppchen geerbt im Frühjahr. Und dachte immer: Mannomann - wat für ´ne Gehirnwäsche! Und: War mir gar nicht (mehr) so klar, wie früh diese begonnen hatte. Besser: Hatte mich schon lange nicht mehr in die Zeit hineingedacht. Natürlich - hat es gleich nach Kriegsende dem Waffenstillstand begonnen. Und mußten die Deutschen sich z.B. Filmvorführungen ansehen, um schnell zu lernen, was für fürchterliche und unbelehrbare Monster sie sind. Was nicht im Buch steht.

Jetzt lese ich Band 1 und denke: Mannomann - wat für ´ne Gehirnwäsche. Und - was für Mitläufer.  In der Ostzone ebenso - wie im Westsektor.
Nicht alle - aber alle (glauben sie) müss(t)en jedenfalls so tun - als wären sie linientreu.
Also hat sich nichts geändert nach 1945 - im Gegenteil.
Und heute?
Scheint es ja wieder sehr ähnlich zu sein - jedenfalls wenn mensch so im Netz liest.
Ich selbst bekomme vom neuerlichen Irrsinn im Land noch relativ wenig mit.
Auch nicht von "Redeverboten" und nicht davon, daß sogar Ehepaare und Familien nicht mehr miteinander reden bzw. sich spalten lassen. Aber - ich kann mir vorstellen, daß mensch auf sowas treffen kann im Alltag.
Oder so: Scheint wohl ein Stück tiefsitzende deutsche Mentalität zu sein - dieses "sich mühelos spalten lassen"  untereinander - aufgrund von an sich billiger Gehirnwäsche - und für fremde Ideen.

Eben erst entdeckt - es gibt noch einen dritten Band. Der wird natürlich auch noch gelesen - im Anschluß. Heißt "Das Hochzeitsfoto" - und erzählt die Geschichte von Thomas´ Eltern. Geht dann also zurück in eine nochmal andere Zeit -  ebenfalls gehirngewaschen.

Ob die Deutschen nochmal - falls sie noch genügend Zeit dazu bekommen - anfangen, selbst zu denken?
Man darf gespannt sein.
Lange Zeit dachte ich - so blöde würde niemand mehr sein (wollen). Hatte mich offensichtlich getäuscht.  

Montag, 31. Oktober 2016

Für die lieben Kinder ....

... habe ich heute ein kleines, schnell erdichtetes Textlein dahingeschrieben - falls sie hier aufschlagen sollten als Geister, Teufel und Dämonen.
Diesmal - gibt´s nix.
Letztes Jahr - waren gar keine hier.
Als sie zu St. Martin kamen - hatte ich sie sogar noch gefragt, wo sie denn zu "Halloween" gewesen seien? Sie hatten keine Lust ..... Hier das kleine Reimchen:

L i e b e   K i n d e r  !
Hier findet heute ein Treffen
der guten Engel statt –
Und deshalb: Nix mit mit „Halloween“
Tja, da seid Ihr platt.
Dämonen, Teufel und Geister - brauchen wir hier nicht.
Der viel bessere  „Lebens-Kleister“ – ist ein Herzenslicht.
Kommt gerne wieder an Sankt Martin,
da haben wir auch Zeit.
Wir wollen Frieden und Liebe –
und für Niemanden ein Leid.
Wir woll´n auch niemanden erschrecken
Und viel lieber Freude wecken
Für alle Menschen, Kinder, Leute!
Und darum heißt es hier und heute:
Teufel, Geister und Dämonen
Wollen wir hier nicht belohnen.
Kommt gerne wieder an Sankt Martin -
mit Eurem hellen Licht!
Mit einem Lied auf Euren Lippen -
und einem freundlichen Gesicht.
Dann woll´n wir gerne etwas geben
Für unser aller gutes Leben !!!


Nicht ganz stilecht, also rhythmisch - aber immerhin - habe ich auch noch meinen Drucker wieder ans Laufen bringen müssen - da fehlte das Rot - und er brauchte eine Druckkopfreinigung.  Die Kinder werden es ggf. schon kapieren.  
Einfach so tun - als sei keiner da - mag ich eben auch nicht.   
Jetzt - nach gemachten Hausaufgaben - kann ich, wenn ich will, durchaus die Tür unten öffnen per Knopfdruck - falls ich möchte. 

PS: Eben opjemaat, als es klingelte - und von unten den Ruf gehört "Süßes oder Saures". Nur - sie kamen gar nicht rauf - sondern waren gleich wieder weg. Ob se anjepfiffen worden sind? Hab nix gehört .... Außer mir - macht hier in der Regel eh keiner auf bei solchen "Anlässen". 
Und jetzt ist es auch draußen wieder ruhig - da haben sie schon seit ein, zwei Stunden "herumgespukt". 
Pack ich die Zettel wieder weg später - die fressen ja kein Brot. 

Sonntag, 30. Oktober 2016

"Systeme" im Land .... und zwei Bücher

In des Jüppchens Nachlass fand sich ein Buch, welches ich vor sehr vielen Jahren schon einmal gelesen hatte: "Alles in Butter" von Dieter Zimmer. Es ist der zweite Teil der Geschichte von Thomas, die 1950 in Leipzig beginnt und 1953 in der "BRD" endet. Der erste Teil heißt "Für´n Groschen Brause".
Ich las erstmals im Leben ein Buch zum zweiten Mal. Und staunte - wie ein Roman die einstige Umerziehung trefflich wiedergeben kann. Ich kann beide Bücher allerwärmstens empfehlen - wie auch die vielen berührten Rezensionen auf der bekannten Seite wiedergeben.
Es ist eine Reise mit dem zunächst 10-Jährigen, die einen an die eigene Kinder- und Jugendzeit erinnert - mich viel zum Schmunzeln und auch zum Lachen bringt - und andererseits auch zum Nachdenken - über uns Menschen und "Systeme".

Auf insgesamt etwa 600 Seiten erlebt Thomas also beide "neu installierten Systeme" im Nachkriegsdeutschland. Zunächst in Leipzig und im neu gegründeten "Arbeiter-und Bauernstaat" - und später, 1952, flieht er mit seiner Mutter gen Westen - gen "Wirtschaftswunder und Kapitalismus".
Zwei sehr konrastierende Welten - wenige Jahre nach 1945 - bis wohin beide Seiten noch eins waren - und in ein ganz anderes, gemeinsames "Systemhorn" bliesen.

Wie schnell sich Menschen trennen und spalten lassen - ist schon überaus erstaunlich. Und wie schnell aus einstigen obrigkeitshörigen Nahziehs -  orbigskeisthörige - hoppla, Zufall, der Verschreiber? also nochmal: obrigkeitshörige Kommunisten bzw. Kapitalisten werden, die sich wie Fähnchen im Winde drehen lassen.
Nicht nur das - sie sind in Windeseile so überzeugt, auf der richtigen Seite zu stehen - daß sie bereits wieder ihre Mitmenschen gängeln, malträtieren und die Kinder von klein auf indoktrinieren.

Mit dem Jungen Thomas - aus seiner Perspektive - durch beide Welten mitzureisen, ist eine Wonne, weil dieser so ehrlich und unverdorben ist.  Im Glück wie im Schmerz. Auch die Unbilden, sich der Weiblichkeit zu nähern, werden im zweiten Teil anrührend geschildert - zum Piepen!
Gestern erst kam Teil 1 an - und schon steckte ich wieder mittendrin in Thomas´ Geschichte.

Beide Bücher gibt es gebraucht für einen Appel und ein Ei zu erstehen.
Aber nicht vergessen - es gab hierzulande auch Zeiten - da waren ein Appel und ein Ei Gold wert!

Die Geschichte von Thomas - und andere Impulse - haben mir auch nochmal gezeigt, was das hier für ein verrücktes Land ist. Gerade Deutschland - hat in wenigen Jahren soviele "Systemwechsel" mitgemacht - und dennoch fanden und finden sich immer wieder gläubige und ergebene "Systemlinge" - die vor dem aktuell hirneingeprügeltem Hintergrund ihre Mitmenschen schikanieren.
Nicht nur unter denen, die fett profitieren - sondern - noch schlimmer - auch bei den "Kleinen".

Vielleicht - schaue ich mir heute mal "Biedermann und die Brandstifter" an - gibt es als Film aus den frühen Sechzigern im Netz zu sehen. Ich erinnere mich noch gut - wie zornig ich einst beim Lesen war.

Weitere Systemwechsel im Lande - gab es dann 1968 - erstmal schleichend/subtil, aber heute mit fatalen Folgen für die Kinder (Stichwort "Frühsexualisierung") und Frauen ("Emanzipation" als Köder für flächendeckende Frauenarbeit und "Entmännlichung" der Männer) - und natürlich mit forciertem Einsetzen der Globalisierung, wo 1989 die sogenannte "Wende" mit hineinfällt, die m.E. ebenfalls mit auf der Agenda stand - sonst wäre sie nicht eingetreten (lassen worden!).
Wenig später dann die sogeannte "Agenda 2010" - ausgerechnet von den "Sozies" durchgepeitscht - also die zunehmende Spaltung in Reiche und Arme.
Nur mal so - als grobe Eckpunkte - quasi Systemwechsel innerhalb des scheinbar bestehenden Systems - welches sich die ganze Zeit mächtig verändert. Oder so: Die planmäßige Umerziehung und Verblödung schreitet fort.  Und solche - die nicht blöde genug sind - werden an Mitteln knapp gehalten, damit die Kraft und der Willen zum Verändern erst gar nicht mehr da ist.

Über Jahrzehnte wurde immer wieder gespalten mittels medialen Verlautbarungen, die allseits Mißgunst schüren sollen - Alt gegen Jung,  Menschen mit Arbeit gegen solche ohne Arbeit, Kinderlose gegen Menschen mit Kindern usw.

Was aktuell geschieht - ist nochmal eine forcierte Spaltung - da schreib ich jetzt nichts dazu - sonst wird mir das zu lang hier.
Zusammenfassung in Kürze:
Offenbar haben wir Menschen immer noch nichts gelernt - trotz sovieler Gelegenheiten.

Also - beide o.g. Bücher nochmal wärmstens empfohlen! Es gibt viel zu schmunzeln, zu lachen - aber auch Tiefgründiges - welches einem einen guten Spiegel vorhalten kann.                            

Samstag, 29. Oktober 2016

Der kleine feine Kater ....

.... und ich - wir haben immer noch viel zu lernen.
Ich Geduld mit ihm, weil er lange lange lange nicht so wagemutig ist, wie sein einstiger Vorgänger.
Kackenfrech schon - wenn er sich sicher fühlt.
Und er - Geduld mit mir, weil ich ihn noch lange lange lange nicht so gefordert = gefördert habe, wie es vielleicht sein könnte. Ich lasse ihn lieber von selbst kommen.  Und will ihn nicht mit Lekkerlies "dressieren".  Habe mir seinerzeit gesagt: Ok - wir haben Zeit! Hier drängt niemand zu nichts.

Nun - ist er mir so ans Herz gewachsen - daß ich gestern noch kurz überlegte, ob ich die immer noch laufende Suchmeldung nach seinem Vorgänger einfach nicht mehr verlängere. Loslassen also.
Habe mir die dann nochmal angeschaut - und einen tollen Kater gesehen auf den Bildern, der mir ebenfalls sofort ans Herz gewachsen war.  Ein rechter Haudegen - staune heute noch über ihn.
Aber - er ist eben verschwunden - und wird es wohl auch bleiben.
Hab dann nochmal verlängert - aus "Prinzip". Wenige solche - Prinzipien - habe ich noch.
Glaube nicht, daß er jemals nochmal wiederkommt - aber wenn - dann könnte er dem bisherigen Wohnungskater so einiges erzählen - aus dem Draußen-Kattzenversum!

Wie auch immer - ich bin weiterhin sehr froh und glücklich - mit Baluchen. 
Der mich auch manches Mal erstaunt - wie heute wieder mit einem spontanen Rundgang auf dem Hausflur hier oben. Wenn die Neugier einmal geweckt ist - wollen sie´s eben auch genauer wissen.
Würde er raus können - er wäre auch ein Wilder.
Etwas kleiner und etwa halb so schwer wie sein recht kräftiger Vorgänger - aber sowas von wendig
Jetzt - liegt der Kater mitten im Salon entspannt auf einem Kissen.
Und das freut mich immer wieder mehr als sehr - immerhin traf ich ihn einst versteckt unter einer Decke an und hörte: Das macht er immer so - auch bei 40 Grad.

Soll auch alles kein Vergleich sein - sowas ist bei Tieren ebenso unmöglich und unsinnig, wie bei Menschen. War nur nochmal kurz eine Art Prüfung gestern - ob mein Herz frei ist.
Ist es - ggf. = im unwahrscheinlichen Fall sogar für beide.